Piersandro Pallavicini Ausfahrt Nizza

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Inhaltsangabe zu „Ausfahrt Nizza“ von Piersandro Pallavicini

Ein tragikomischer Roman über fünf Oldies, die versuchen, verflossenes Glück in die Gegenwart herüberzuretten. Trotz aller Widrigkeiten, die das Leben bereithält, sind sie fest entschlossen, es bis zuletzt zu genießen. Zwei Paare und ein Witwer aus der norditalienischen Provinz – alle mehr oder weniger gebrechlich, alle mehr als weniger krank – fahren in den Urlaub nach Nizza. Im Jaguar. Sie steigen in einem Viersternehotel ab, mit einer Liste exklusiver Restaurants und der American-Express-Karte in der Tasche. In einem Park im noblen Wohnviertel Cimiez entdecken sie eine geheimnisvolle Klinik. Auf den Spuren eines unveröffentlichten Romans von Frederic Prokosch und gestärkt von ein paar Joints (vorgeblich aus therapeutischen Gründen) macht sich Cesare, ein Verlagsleiter in Rente, auf die Suche nach Leo Meyer, einem Schriftsteller und ehemals besten Freund, den er in den 1980er-Jahren gefördert und berühmt gemacht hatte. Nach Jahren des Schweigens fährt dieser ausgerechnet in Nizza in einem Taxi an ihm vorüber. War es tatsächlich Leo? Ist er Patient der mysteriösen Klinik? Was geht dort vor?

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  • Abgefahrener Oldie-Road-Movie

    Ausfahrt Nizza
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    27. April 2014 um 14:14

    Zwei Ehepaare und ein Witwer aus der norditalienischen Provinz, allesamt gut betuchte Rentner, selbstverständlich Mitglied im Rotary Club und mehr oder weniger gebrechlich, machen sich auf den Weg nach Nizza. Im Gepäck eine Liste von Luxushotels und teuren Restaurants, in der Tasche die Kreditkarte. Zumindest die Männer wollen es vor dem sich unerbittlich nähernden Tod noch einmal richtig krachen lassen, was die frömmelnden Ehefrauen zähneknirschend und mit zitterndem „Klosterschwesternbart“ hinnehmen müssen. Halsbrecherische Autojagden, Beinahe-Prügeleien mit einem LKW-Fahrer, auffälliges Benehmen in der Öffentlichkeit - in aller Deutlichkeit wird gezeigt, wie peinlich alte (italienische) Männer sein können, die sich immer noch für tolle Hechte halten. Erzählt wird aus der Sicht des ehemaligen Verlegers Cesare, dreiundsiebzig Jahre alt, der seine Multiple-Sklerose-Beschwerden mit Cannabis bekämpft. Sehr zum Leidwesen seines todlangweiligen Sohnes, der ihm den Stoff besorgen muss, weil er immer noch finanziell von seinem Vater abhängig ist. Aus einer harmlosen Urlaubsreise wird ein Road-Trip mit Krimi-Elementen, als Cesare seinen ehemaligen Star-Autor und Freund Leo in einem Taxi sichtet und nach ihm zu suchen beginnt. Schließlich findet er ihn im Garten einer dubiosen Klinik, in der Leo angeblich aber unbekannt ist. Das bleibt nicht das einzige Geheimnis auf dieser Reise, denn einer der Rentner verschwindet spurlos. Ohne Geld, ohne Auto, ohne Kreditkarte. „Freundschaft schließt man in dem Augenblick, in dem man den Panzerschrank der Geheimnisse öffnet.“ Demnach beginnt die Freundschaft der Protagonisten dieses Romans erst auf dieser Reise, denn die Ereignisse in Nizza bringen sie dazu, mehr voneinander preiszugeben, sich gegenseitig in ihre intimen – und sehr peinlichen – Geheimnisse einzuweihen. Der Schreibstil passt sich gekonnt den verschiedenen Ebenen des Buches an. Sehr derbe Textstellen wechseln sich mit intelligenten Literaturbetrachtungen und einem tiefen Einblick in die Psyche der Protagonisten ab. Diese Mischung sorgt für ein wahres Lesevergnügen. Es finden sich reichlich herrlich komische Szenen im Buch, zum Beispiel, wenn Cesare mit einem Joint auf der Restauranttoilette erwischt wird und sich die Vorurteile über elegant gekleidete Senioren zunutze macht. Dieses abgefahrene Oldie-Road-Movie macht richtig Spaß.

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