Pieter Steinz Typisch Europa

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Inhaltsangabe zu „Typisch Europa“ von Pieter Steinz

"Ein einzigartiges Kaleidoskop unseres Kontinents." Geert MakVon Pippi Langstrumpf bis Johann Sebastian Bach, von der Sixtinischen Kapelle bis zum Billy Regal – Pieter Steinz widmet sich dem Schönen und Verbindenden auf unserem Kontinent. Er beschreibt unsere gemeinsame Kultur, die Grenzen überwindet und auf die alle Europäer stolz sein können. "Beim Lesen habe ich voller Bewunderung gedacht: So eine prächtige Gesamtschau konnte nur ein Niederländer schreiben." Dirk Schümer

Pieter Steinz zeigt uns die Einheit in der Vielfalt.

— buecherkompass
buecherkompass

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  • Typisch Europa. Pieter Steinz.

    Typisch Europa
    buecherkompass

    buecherkompass

    02. October 2016 um 23:24

    In Typisch Europa führt Pieter Steinz den Leser in einer willkürlich auserkorenen alphabetischen Reihenfolge durch entscheidende Momente der europäischen Kultur.Einen Einstieg in die kulturelle Rundumschau schafft der Autor mit einem Kapitel über den Chansonnier Jacques Brel und dessen Hymne an Amsterdam. Nach 100 Kapiteln endet das Themenspektrum mit Z und der Zypressenholz-Madonna. Fünf Karten über die kulturellen Gegebenheiten Europas runden die kulturelle Zusammenschau ab.Mit seinen Ausführungen über die Künste Europas lädt Pieter Steinz den Leser dazu ein, die Schönheit Europas entgegen aller Widrigkeiten wahrzunehmen. In seinen einleitenden Worten verweist der Autor darauf, dass jeder Europäer stolz sein könne auf das paneuropäische Kulturgut.Nachdem der Kulturführer zunächst in einer niederländischen Fassung erschienen ist, bildet die deutsche Übersetzung nun den ersten Schritt zur tatsächlichen Europäisierung des Buches.Wichtig anzumerken ist, dass die Ausführungen Pieter Steinz vor allem auf den Bereich der Künste (der klassischen ebenso wie der modernen) beschränkt sind.Zur besseren Orientierung sind die Kapitel jeweils mit einem von acht unterschiedlichen Symbolen ausgestattet, sodass der Leser immer zugleich sieht, in welchen Kunstbereich das jeweilige Thema angesiedelt ist. So gibt es ein Symbol für die Architektur sowie eines für die Bildenden Künste. Ein weiteres Symbol umfasst die Kategorien Film, Zeichentrick & Fotografie. Ebenso gibt es Kapitel zu Themen rund um Musik, Schauspiel & Tanz und Design & Mode. Eine letzte Kategorie (Verschiedenes) umfasst alles, was nicht im klassischen Sinne als Kunst zu verstehen ist.Bei allen Essays war Pieter Steinz besonders darauf bedacht, dass die von ihm angerissenen Themenblöcke und Ikonen in ganz Europa bekannt sind.Und so bildet das Buch nach drei Jahren Recherche und dem frühen Tod des Autors, Ende August diesen Jahres nun sein Vermächtnis.Pieter Steinz vereint Europa in kulturellen Bildern. Einzelne Fragmente europäischer Kultur, die zusammen ein wunderbares Mosaik ergeben, zeigen dem Leser die Einheit in der Vielfalt auf und verdeutlichen was uns Europäer verbindet. Die scheinbare Zerrissenheit Europas, lässt interkulturelle Gemeinsamkeiten schnell verblassen. Typisch Europa jedoch verbindet was zusammengehört.Besonders positiv fällt zudem ins Auge, was Pieter Steinz auch in seiner Einleitung betont. Der Autor hat beim Schreiben Wert darauf gelegt, dass die kulturellen Phänomene mit denen er sich literarisch auseinandersetzt (möglichst allseits) bekannt sind, sodass es einfach fällt das eigene Bewusstsein für die Schlüsselmomente europäischer Kultur zu steigern. Die 100 ursprünglichen Ikonen hat der Autor zudem um weitere 100 verwandte Essays ergänzt. Bei der Erweiterung seines intendierten Themenspektrums ist er auf Gedankengänge seiner Lesern eingegangen, sodass der Blickwinkel für weitere Themen geöffnet wird. Die Schaffung eines ganzheitlichen Kulturbildes Europas scheint schier unmöglich und so konnte Pieter Steinz mich auch mit diesem Ansatz begeistern.Das Buch hat mein Interesse für viele Themen (René Magritte, Hergé, Jijé etc.) neu entfacht. Zugleich wurde mir jedoch auch die Möglichkeit eröffnet, mich an noch unbekanntes Terrain heranzuwagen. Die kurzen Kapitel sind so prägnant wie informativ und machen eines besonders deutlich: wir stehen den Ländern, die uns umgeben näher als man vielleicht denken möchte. Und wie immer im Leben sind es geteilte Momente die uns verbinden.Typisch Europa bekommt einen festen Platz in meinem Bücherregal und wird wohl einige Umzüge überstehen müssen. Schon jetzt freue ich mich auf die vielen Momente, in denen ich wieder und wieder nach dem Buch greifen kann. Denn auch wenn es sich durchaus chronologisch und in einem Rutsch lesen lässt, so ist es doch kein Werk dessen Wert darin besteht im Bücherregal zu verstauben. Viel mehr Typisch Europa zum Stöbern ein und dazu immer wieder einen Blick auf die kulturellen Schätze Europas zu werfen.Fünf Sterne für einen wunderbaren Kulturführer durch Europa.

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  • Empfehlenswert!

    Typisch Europa
    storiesonpaper

    storiesonpaper

    12. September 2016 um 14:30

    Was verbindet die Europäer über ihre Landesgrenzen hinaus? Welche Literaturhelden, Kunstwerke, Lieder und Begriffe stoßen auch tausende Kilometer von ihrem Ursprungsort entfernt auf Begeisterung? Pieter Steinz beschreibt in der Einleitung seine jahrelange Suche nach den 100 Ikonen Europas. Als Kunst- und Literaturkritiker hat er diese auf die Künste beschränkt und in 8 Kategorien eingeteilt (Architektur, Bildende Künste, Musik etc. – der Block „Verschiedenes“ bietet Platz für den „Rest“). Diese Einteilung mit offensichtlicher Auslassung wichtiger großer Bereiche wie den Naturwissenschaften, der Politik oder der Religion kann bereits zu Beginn auf Kritik stoßen, zu Recht weist der Autor jedoch darauf hin, dass die Einbeziehung eben dieser Bereiche zu einer Ausuferung des Buches geführt hätte und es bereits andere Werke mit diesem Inhalt gibt. Für mich ist die Runterbrechung auf 100 Stationen der Künste Europas genau das richtige um unseren Kontinent gedanklich zu bereisen. Steinz verbindet hierbei die Popkultur mit der Hochkultur und zieht so ein faszinierendes Bild durch die Jahrhunderte, in denen sich die Beatles und Beethoven in nichts nachstehen. „Typisch Europa“ ist kein Buch, das man in einem Rutsch liest. Es lädt vielmehr dazu ein, immer wieder darin zu blättern, kurze Passagen zu lesen und neue Stationen zu entdecken. Essays fassen einzelne Themen noch einmal zusammen, sodass zu den 100 Ikonen noch ganze Themenblöcke einbezogen und eingeführt  werden, so beispielsweise die britischen Rätsel-Krimis oder die Romantik. Durch die vielen Bildern und dem Register wird das Sachbuch sehr gut abgerundet, Highlight sind die Landkarten, auf denen Routen der europäischen Kulturgeschichte (z.B. Literatur, Musik und Architektur) eingezeichnet sind.  „Typisch Europa“ ist kein Lexikon oder Lehrbuch, es ist eher eine spielerische Einführung in die Kulturgeschichte Europas, die auch mit Klischees arbeitet und wild hin und her springt. Das BILLY-Regal hat hier ebenso seinen festen Platz wie der Eurovision Song Contest und neben der italienischen Renaissance-Malerei wird natürlich auch die sogenannte „Anti-Kunst“ mit Dadaismus eingebunden. Pieter Steinz hat mit „Typisch Europa“  eine großartige kleine Welt geschaffen, in der sich die Leser wiederentdecken. Pippi Langstrumpf, Harry Potter oder Tim und Struppi – sie haben meine Kindheit und Jugend ebenso geprägt wie viele andere in ganz Europa auch und es ist wunderbar, diese Figuren unter den 100 Ikonen wiederzufinden und so eine ganz persönliche Beziehung zu der Kultur Europas nachvollziehen zu können. Beim bloßen Durchblättern stachen schon so viele Kapitel und Bezeichnungen hervor, die mich an meine eigenen Erfahrungen, Reisen und Interessen erinnerten und die Grenzen Europas verschwimmen ließen. Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen und freue mich sehr, noch viel mehr neues und altes aus diesem Buch herausziehen zu können.

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