Pointecker , Mortimer M. Müller Missverstandene Monster

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Inhaltsangabe zu „Missverstandene Monster“ von Pointecker

Furchterregend! Bemitleidenswert! Niedlich! Monster haben viele Facetten. Manche von ihnen arbeiten in ungeliebten Nebenjobs und andere suchen nach einem Sinn in ihrem Leben. Vielleicht gibt es aber auch Ungeheuerlichkeiten, die einfach nur auf Abenteuer aus sind. Identitätskrisen reichen dem normalen Monsteralltag in dieser Anthologie die Tentakel, jugendliche Monstrositäten verlieben sich und wilde Wesen lauern nachts in Kellern und Schränken. Doch eines haben all diese Monster gemeinsam: Sie sind zutiefst missverstanden.

Lustige Sammlung von skurillen Kurzgeschichten über viele verschiedene Monster. :) Amüsant & kurzweilig zu lesen.

— Tini_S
Tini_S

Abwechslungsreiche Kurzgeschichtensammlung über die kleinen und großen Probleme von Monstern.

— Phantasienreisen
Phantasienreisen

Tolle Geschichten für Zwischendurch zum Lachen, Nachdenken oder auch einfach Abschalten

— Klene123
Klene123

Eine wundervolle Sammlung von Kurzgeschichten, die uns die Welt durch Monsteraugen sehen lassen.

— Magpie
Magpie

Tolle Anthologie - lustig, traurig, spannend -lesenswert!

— Jashrin
Jashrin

Produkte unserer kindlichen Ängste, bekommen nun einen positiven Unterhaltungsfaktor; es gibt viel zu lachen :)

— hege
hege

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  • Leserunde zu "Missverstandene Monster" von Pointecker

    Missverstandene Monster
    verlagohneohren

    verlagohneohren

    Hallo ihr Lieben! Auch in diesem Jahr gab es zwei Ausschreibungen für Anthologien bei uns. "Missverstandene Monster" ist eine der beiden Anthologien, die dabei herausgekommen sind. Kurzbeschreibung: Furchterregend! Bemitleidenswert! Niedlich! Monster haben viele Facetten. Manche von ihnen arbeiten in ungeliebten Nebenjobs und andere suchen nach einem Sinn in ihrem Leben. Vielleicht gibt es aber auch Ungeheuerlichkeiten, die einfach nur auf Abenteuer aus sind. Identitätskrisen reichen dem normalen Monsteralltag in dieser Anthologie die Tentakel, jugendliche Monstrositäten verlieben sich und wilde Wesen lauern nachts in Kellern und Schränken. Doch eines haben all diese Monster gemeinsam: Sie sind zutiefst missverstanden. Leseprobe Als kleines Goodie zu den 10 E-Books, die wir verlosen, gibt es für eine zufällig ausgewählte Person das "Fantasy-Lesebuch 1" in gedruckter Form dazu. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 18.11. und die Bücher werden in der darauf folgenden Woche verschickt. Was wir wissen wollen, wenn ihr ein Buch gewinnen wollt: E-Book als Coupon mit Code per Post oder einfach den Code per Mail? E-Book im Format EPUB oder MOBI? Welche Art von Monster wärt ihr und warum könnte man euch missverstehen? Viel Spaß beim Mitmachen! Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen und tolle Rezensionen im Anschluss an die Leserunde.

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  • Auch Monster haben Gefühle

    Missverstandene Monster
    Phantasienreisen

    Phantasienreisen

    21. February 2015 um 14:26

    Monster sind hässlich, unheimlich, eklig und wollen nur Böses, richtig? Falsch. Natürlich gibt es sie, die Wesen, die nur skrupellos spuken. Aber es existieren auch niedliche und friedliche Monster. Letztlich wollen all diese Wesen aber nur eins: ihr Leben leben. Denn das Dasein eines Monsters ist keineswegs easy-peasy! Manche Monster wollen einfach nicht erschrecken und streben nach einer anderen Existenz, andere haben sogar Angst vor Kindern, wieder andere beklagen den Verlust oder das Fehlen ihres Schrecktalents oder die schlechten Arbeitsbedingungen - tja, und die Pubertät ist für einen Monsterteenie auch nicht gerade die sorgenfreiste Zeit. Kein Wunder also, dass es selbst in der Monstergesellschaft mittlerweile viele therapeutische Angebote gibt: Ob Gruppen- oder Einzeltherapie - für jedes monströse Problem findet sich die passende Behandlung. Und da kommen nun wir Menschen und tun nichts anderes, als über die Monster zu meckern und zu fluchen! Das muss sich ändern. Wir müssen mehr Toleranz und Verständnis gegenüber den Drachen, Todesfeen, Trollen, Irrlichtern, vielbeinigen, schleimigen, pelzigen, scharfzähnigen Wesen zeigen! Die Monsterologen Anke Höhl-Kayser, Mortimer M. Müller, John R. Borrmann, Ulrik van Doorn, Nina C. Egli, Laura Dümpelfeld, Sophia Berg, Marcus Haas, Andrea Bienek, Helen B. Kraft, Corinna Schattauer, Susanne Haberland, Daniel Schlegel, Tina Alba, Tanja Rast, Robert von Cube, Dennis Bienkowski, Katharina F. Bode, Felicitas Heine und Rike Winthert haben daher in ihrem Monstererfahrungsschatz gekramt und diverse Fallbeispiele zu Tage gefördert, die unter der Feder von Ingrid Pointecker in der Anthologie "Missverstandene Monster" gebündelt wurden. Sie gewähren uns tiefe Einblicke in die Vielschichtigkeit der Monstergattungen, zeigen uns den Alltag und die Sorgen der unterschiedlichsten Wesen. Dabei wird deutlich, dass wir Menschen an den Problemen dieser Spezies nicht immer ganz unschuldig sind. An mancher Stelle fragt man sich gar, wer die wahren Monster sind - diese Wesen oder wir Menschen? Bestes Beispiel dafür ist die Geschichte von Robert von Cube ("Ribbli"), die uns Lesern die Abscheulichkeiten in den Versuchslaboren vor Augen führt. Mit so manchem Wesen bekommt man dabei auch großes Mitleid. In "Willo, das Irrlicht" erzählt uns beispielsweise Nina C. Egli die traurige Lebensgeschichte eines in den Sümpfen lebenden Irrlichts. Wieder und wieder hofft Willo auf Gäste und gibt sich tagtäglich Mühe, das Zuhause für Besucher einladend zu gestalten. Gelegentlich kündigen sich auch tatsächliche Reisende an. Freudig leuchtet Willo den Besuchern entgegen - doch dann ganz plötzlich versinken diese immer im Moor und Willo bleibt wieder allein zurück. Es zerbricht einem das Herz, zu lesen, wie sehr diese Einsamkeit und ständige Enttäuschung das arme Irrlicht schmerzt. Drachin Tarasque hingegen, deren "Protestbrief" von Mortimer M. Müller bereitgestellt wurde, kam einst nach Frankreich in der Aussicht auf ein schönes Leben. Drache Fuchur (ja, genau jener Glücksdrache aus Michael Endes "Die unendliche Geschichte") empfahl ihr die Region um Nerluc. Doch dort begegnet man Tarasque nur mit Ablehnung und Gewalt. Als Leser wird man sprachlos ob dieses herzlosen Verhaltens der Menschen. Gleichzeitig legt Tarasque aber ein so loses Mundwerk an den Tag, dass sie uns damit unweigerlich auch immer zum Schmunzeln bringt. Liebe Tarasque, solltest du noch immer auf der Suche nach einem friedlichen Zuhause sein - bei mir bist du jederzeit willkommen! Sehr ins Herz geschlossen habe ich auch das kleine Wesen, das aus Mirandas Keller auftauchte (Tanja Rast: "Das aus dem Keller"). Es ist so unglaublich goldig und drollig, dass man sich ihm sofort annehmen möchte! Doch mehr möchte ich hier nicht über Mirandas Monster verraten - lernt es selbst kennen, ihr werdet in ihm einen wunderbaren Freund finden! Apropos Freundschaft: Auch Spinnen können gute Freunde sein und haben zudem einen guten Musikgeschmack, wie uns Tina Alba in "Arachne organophilia" verrät. Da die Geschichten über die "Missverstandenen Monster" ebenso vielseitig sind wie die Vorlieben von uns Lesern, wird natürlich jeder Leser an den Geschichten unterschiedlich stark Gefallen finden. Auch ich ging aus der ein oder anderen Begegnung mit den Monstern ein wenig unzufrieden heraus, weil ich das Gefühl hatte, dass mir zum Beispiel noch Informationen fehlten oder die Ereignisse noch nicht wirklich ihr Ende erreicht haben. Hinzu kam auch gelegentliche Verwirrung, beispielsweise angesichts des unter Drachen sehr verbreiteten Namens Tarasque. In andere Erlebnisse hingegen wurde ich sehr stark involviert. Beispielsweise lädt uns Anke Höhl-Kayser in "Dank sei den Stinkmorcheln" zu einer Runde Gassi-Gehen mit Sabine und ihrem Hund Flocke ein. Gut gelaunt machte ich mich also mit Sabine auf den Weg und hoffte auf einen gemütlichen Abendspaziergang. Doch Pustekuchen! Denn Sabine musste natürlich durch das finstere Nordwäldchen gehen - als wäre das nicht schon unheimlich genug, stießen wir dann auch noch auf Hundekadaver! DAS war wirklich abartig. Wie ich da lebend und ohne Schockfolgeschäden hinauskam? Das müsst ihr schon selbst nachlesen. Fazit: Eine Kurzgeschichtensammlung, die Monster in all ihren Facetten portraitiert, den Mensch-Monster-Dialog fördert und die Leser auf ein Emotionskarussell setzt, auf dem sie lachen, grübeln, weinen, sich fürchten und ekeln können.

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  • Was bitte sind Monster?

    Missverstandene Monster
    hege

    hege

    Hirngespinste, meinen Sie? Wie kommt aber eine Erscheinung wie die Monster vom Kopf in unsere Schränke und unter die Betten? Sie lauern still in ihren eigenen und anderer Schatten, und warten nur darauf zuzuschlagen. „Monster“ ist kein freundliches Wort, egal in welchem Zusammenhang. Und für viele sind sie so real, wirklich, wie du und ich; zudem bedeutet ihr Erscheinen buchstäblich „Mahnzeichen“ (Omen). Die Evolution des Wortes „Monster“ findet ihre Wurzeln in der menschlichen Natur selbst. Tiere haben in den Geschichten und Märchen nicht mehr menschliche Züge, sondern Menschen bekommen animalische Qualitäten zugeschrieben. Diese Verschiebung von Eigenschaften in unserem Bewusstsein spricht Bände; spricht ebenso gegen und für gewisse Gesellschaftszustände. Das persönliche Monster, das Ich, dem Es entsprungen, bahnt sich seinen Weg aus uns heraus. Nosce te ipsum! Erkenne dich selbst! In diesem Buch, der Monster-Anthologie, werden wir zu Tieren (Gestaltenwandler), treten wieder in Berührung mit unseren Ängsten aus Kindertagen (Baumtrolle, Irrlichter, Drachen etc.), aber sind weniger hilflos, dafür mehr amüsiert. Einen guten Meter länger zu sein, verändert die Perspektive, den Blick auf die Dinge. Die Monster und Hirngespinste, die Produkte unserer kindlichen Ängste, bekommen nun einen positiven Unterhaltungsfaktor, denn „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“. „Schallali, Schallala, ..., es tut nicht mehr weh ...“ Aus diesem (persönlichen) Grund, und auch weil so brilliant geschrieben, zählen folgende Geschichten zu meinen Favoriten: Protestbrief, Troll vegan, Die Sache mit dem Drache, Der Drache und die Jungfrau, Das aus dem Keller, Ribbli, Monstertherapie. Aber, das Gesamtkonzept der Anthologie nicht aus den Augen verlierend, hat jede einzelne Geschichte dazu beigetragen, die Missverständnisse über Monster etwas zu relativieren, und aufzuzeigen, dass sie uns gar nicht so fremd sind, eher sehr ähnlich, ob bei der Arbeit, in Not oder in Behandlung. Von mir eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne fünf von fünf Sternen. P.S.: Ein ideales Geschenk für jeden Anlass :)

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    • 3
    awogfli

    awogfli

    20. February 2015 um 05:12
  • Monsterspaß mit Monstertypen

    Missverstandene Monster
    Melanie_Vogltanz

    Melanie_Vogltanz

    10. February 2015 um 09:48

    Was haben Monster in einer Gruppentherapie zu besprechen? Womit verdienen sie ihren Lebensunterhalt? Wie verbringen sie ihre Freizeit? Wovon ernähren sie sich? Die Antworten könnten Sie überraschen. "Missverstandene Monster" ist eine gut durchgemischte Anthologie, in der wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Autorinnen und Autoren nehmen den Leser mit in eine Welt voller unzufriedener Drachen, zahmer Schrecken und skurriler Wunderlichkeiten. Da ist z.B. die Spinne, die in einer Kirche lebt und sich von Orgelmusik ernährt, oder das Alien, das einen Job in einer Fastfoodkette annimmt und sein Fleisch aus fragwürdigen Quellen bezieht, und ein Troll, der viel lieber Pastinaken als Ritter verspeist, und vieles, vieles mehr. Trotz der großen Vielfalt der Geschichten war keine dabei, mit der ich rein gar nichts anfangen konnte. Jede Story hatte ihren Charme und brachte mich zum Schmunzeln. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für die "Missverstandenen Monster"!

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  • Rezension zu "Missverstandene Monster"

    Missverstandene Monster
    Zsadista

    Zsadista

    02. January 2015 um 18:14

    „Missverstandene Monster“ ist eine Sammlung von 16 verschiedenen Geschichten. Da geht es um Arbeitsplatz-Angst, Krankheiten und vor allem Missverständnisse. Wie bei jeder Sammlung gibt es gute, besonders gute und schlechte Geschichten. Mein persönliches Highlight der Anthologie war die Story „Das aus dem Keller“. Dafür mochte ich aus der Abteilung „Monster in Behandlung“ nicht eine Story. Bei zwei Geschichten waren auch dieselben Namen genommen. Allerdings gehörten die Storys nicht zusammen, was ich bei der 2. Geschichte auch als ziemlich misslungen empfunden habe. Allerdings muss ich sagen, dass mir die Mehrheit der Geschichten gut bis sehr gut gefallen hat. Ich wurde von den Geschichten unterhalten und hab auch das ein oder andere Mal geschmunzelt. „Missverstandene Monster“ ist perfekt um zwischendurch gelesen zu werden.   

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  • Sind wir nicht alle ein bisschen Monster?

    Missverstandene Monster
    Klene123

    Klene123

    18. December 2014 um 12:04

    5 verschiedene thematische Abschnitte erzählen wiederum verschiedene Sichtweisen von allerhand Monstern. Die Monster sind manchmal bekannt, wie zum Beispiel Drachen oder auch mal unbekannt. Da jedes Monster seine eigenen spezielle Perönlichkeit hat, sprechen sie einen unterschiedlich an, bringen einen zum Lachen, Weinen oder auch Nachdenken. Man lernt einfach mal seinen Blickwinkel zu verstellen und in eine andere Welt abzutauchen. Für mich war es am Leichtesten im Abschnitt "Groß und eklig, klein und niedlich" :) An sich ist das Buch gut zum stückchenweise Lesen, höchsten Mal einen thematischen Abschnitt auf einmal. Denn man braucht zwischendrin auch die Zeit über das Angesprochene nachzudenken und da es eben mehrere Sichtweisen sind, bringt glaub ich rasantes Lesen einenn nur durcheinander. Um dieses klarer zu machen, werden auch die Autoren im Nachhinein vorgestellt und man bekommt nochmals einen zusätzlichen Blickwinkel auf die Gestalten. Ich fand das Buch auf jeden Fall klasse und in fast jedem Alter zu Lesen, verschiedene Situationen verlangen nach verschiedenen Geschichten und so ist das Buch einfach für immer etwas :) Natürlich ist auch die ein oder andere Geschichte dabei, die einem nicht zusagt, aber ich finde auch da, kann man etwas lernen.

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  • Monstermässig gute Unterhaltung

    Missverstandene Monster
    Magpie

    Magpie

    09. December 2014 um 10:52

    Eine witzige, ergreifende und skurrile Sammlung von Monster-Kurzgeschichten. Alles ist dabei, von einfacher Unterhaltung über amüsiertes Schmunzeln bis hin zur Tränenrührung. Die Geschichten sind in verschiedene Themenbereich unterteilt und eignen sich sehr gut zum Zwischendurchlesen. Das Buch regt unterhaltsam zum Nachdenken an und der Leser beginnt, die Dinge aus einem anderen Blickwunkel zu betrachtn. Nicht aus der Sicht der schönen und mutigen Helden, sondern aus dem oft etwas verzerrten Blickwinkel kleiner, großer, hässlicher, niedlicher ... Monster. Sehr zu empfehlen.

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  • Eine bunte Monstermischung

    Missverstandene Monster
    Larischen

    Larischen

    02. December 2014 um 16:18

    Jeder kennt sie, aber keiner weiß genaueres – Monster. Jeder kennt aus seiner Kindheit die ein oder andere Monstergeschichte und obwohl sich die Monster stark voneinander unterscheiden, haben sie eine Gemeinsamkeit: den Gruselfaktor. Sie machen Kindern und Erwachsenen Angst und die Vorstellung einem Monster zu begegnen löst wohl bei so manchem eine heftige Gänsehaut aus. Und genau gegen diese Vorstellung wendet sich die Anthologie „Missverstandene Monster“ aus dem Verlag ohneOhren. Ingrid Pointecker als Herausgeberin gibt 20 verschiedenen Autor/innen die Möglichkeit, Monster und ihre Gewohnheiten richtig darzustellen. Denn viel zu oft, werden die Monster einfach nur missverstanden und ihre wahren Absichten von den Menschen verkannt. Die kurzen Geschichten sind in verschiedene thematische Abschnitte gegliedert und bieten eine Plattform für bekannte und unbekannte Monster. Die Geschichten sind angesichts ihrer verschiedenen Autoren alle sehr unterschiedlich und es ist wohl für jeden Geschmack etwas dabei. Am besten gefallen haben mir die ersten beiden Abschnitte. Insgesamt gibt es im Buch viel zu lachen, einige Monster zum lieb gewinnen und auch einige nachdenkliche Stellen. Das Lesen hat mir durchaus Freude bereitet, doch ich finde es ist kein Buch, das man am Stück lesen sollte. Die Geschichten eignen sich aber, um sie immer wieder zur Hand zu nehmen und vielleicht auch passend zur jeweiligen Stimmung die Geschichte auszusuchen. An manchen Stellen ist es vielleicht sogar sinnvoll, wenn man sich mit „Sagengestalten“ ein wenig auskennt. So hat es mich erst verwirrt, dass sich tatsächlich zwei verschiedene Autoren mit dem Drachen Tarasque beschäftigen. Nachdem dieser aber nicht der Fantasie der Autoren entsprungen ist, sondern es um eine Sagengestalt handelt, ist das wohl nachvollziehbarer. Gut gefallen hat mir, dass am Ende alle Autoren kurz vorgestellt wurden. Das hat mich die ein oder andere Geschichte auch noch mal etwas anders bewerten lassen. Ich habe durch „Missverstandene Monster“ viele neue Kreaturen kennengelernt und einige davon wirklich ins Herz geschlossen. Wer kurzweilige Unterhaltung sucht ist mit dieser Anthologie sehr gut bedient und wenn man nicht gerade in einer Leserunde aktiv ist, kann man die ein oder andere Geschichte ja auch auslassen. Mir hat die Mehrheit gefallen und daher vergebe ich vier Sterne für die bunte Monstermischung.

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  • Vielfältige Monster mit ebenso zahlreichen Problemen

    Missverstandene Monster
    Jashrin

    Jashrin

    „Missverstandene Monster“ lässt den Leser in Geschichten rund um die unterschiedlichsten Monster eintauchen. Einige sind niedlich, andere eher erschreckend, es begegnen uns bekannte Spezies wie Drachen und Wesen von denen wir noch nie gehört oder gelesen haben. Einige schließt man direkt ins Herz, bei anderen ist man froh, dass es ja bloß Geschichten sind. Insgesamt 20 monstermäßige Kurzgeschichten vereinen sich in dieser Anthologie. Jede Geschichte stammt von einem anderen Autor und so entstand eine vielfältige Mischung mit ganz unterschiedlichen Ideen und auch Schreibstilen. Besonders gefallen haben mir die Geschichten um Willo, das eher tragische Irrlicht (Nina C. Egli), dem ich ganz dringend ein Happy End wünschen würde,  um das Monster aus dem Keller von Tanja Rast, das man einfach ins Herz schließen muss, wenn man es einmal kennengelernt hat und Felicitas Heines Geschichte über die anonymen Pädophobiker, die am liebsten ganz ohne Kinder leben würden. Auch wenn wohl den Wenigsten alle Geschichten gleich gut gefallen werden, so dürfte für jeden etwas dabei sein. Die Geschichten sind humorvoll, traurig, märchenhaft, spannend und bei einigen würde man nur zu gerne eine Fortsetzung lesen. Die Geschichten zeigen, dass auch Monster so ihre Probleme haben – sowohl untereinander als auch mit uns Menschen – und dass sie nur allzu oft missverstanden werden. Was kann das katzenähnliche Monster schon dazu, das seine Eltern ihn den „Großen grausamen Tod“ genannt haben und daher die Leute alle panisch vor ihm fliehen? Oder die Banshee: sie verursacht doch keinen Tod, sie verkündet ihn nur von Berufswegen. Der einzige kleine Kritikpunkt, den ich anbringen kann, ist der, dass der Verlag die Geschichten quasi kategorisiert hat und es sich so Rubriken wie „Monster in Not“, „Monster bei der Arbeit“ und Ähnliche ergeben. Diese Einteilung fand ich nicht immer so ganz passend und für mich hätte es einfach gar keine Unterteilung gebraucht. Die Geschichten sprechen für sich. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, wie es so schön heißt. Insgesamt wieder eine gut gemischte Anthologie, die ich ruhigen Gewissens wärmstens weiterempfehlen kann.  

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    • 2
    hege

    hege

    02. December 2014 um 14:22
  • Fantastische & humorvolle Geschichten über Monster und ihre Probleme

    Missverstandene Monster
    Wolfspeaker

    Wolfspeaker

    10. September 2014 um 23:26

    Ich muss gestehen, dass mich schon der Titel der Anthologie zum Schmunzeln gebracht hat – und das kleine Monsterchen auf dem Cover sieht tatsächlich eher bemitleidenswert als gruselig oder gar monsterlich aus: Winzig klein, mit der Leine eines zerstörten Luftballons in den Klauen, dazu der starre Blick aus dem roten und gelben Auge. Nicht gerade zum Knuddeln, aber auch ganz sicher nicht zum Davonlaufen, im Gegenteil: Es verleitet den Betrachter dazu, das Buch aufzuschlagen und mehr über dieses und die anderen missverstandenen Monster zu erfahren. Dazu bekommt man auch sehr schnell die Gelegenheit, denn in ihrem “Protestbrief” an Herrn König (Ludwig der VII., König von Frankreich), nimmt die Drachin Tarasque kein Blatt vor dem Mund und zählt jedes der unlängst passierten “Missverständnisse” auf – bevor sie sehr desillusioniert das Land verlässt. Danach geht es über kleine und niedliche Monsterchen (je nach Gemütsfassung), Todesfeen und berufliche Schreckgespenster bis hin zum “Großen Grausamen Tod”. Letzterer ist mit seinem Namen nicht wirklich glücklich, führt er doch dazu, dass er sich stets allein in den Ruinen schleunigst verlassener Städte herum treiben muss. Und während einige Monster nur ein kleines, ruhiges, menschen- und vor allem kinderfreies Eckchen suchen und dafür sogar an Monstertherapien, einem Treffen der “Anonymen Pädophobiker” oder einem einfachen “Monster helfen Monster”-Workshop teilnehmen, hoffen andere wie “Willo, das Irrlicht” aus der Feder von Nina C. Egli, sehnlichst auf Besuch. Ein Ereignis, das trotz allen Einsatzes von Willo wohl nie eintreten wird. Ihn habe ich gegen Ende seiner Geschichte tatsächlich sehr bedauert – trotz der Folgen für die Menschen, die einen Besuch tatsächlich in Erwägung zogen. Das Zusammentreffen mit Menschen ist in den wenigsten Fällen erfreulich zu nennen: Krux aus “Grässlich bleibt grässlich, da helfen keine Pillen” Zusammentreffen mit einem Menschen endet trotz eines guten Starts in einem Desaster – ihm hätte die nähere Betrachtung eines Pornos vermutlich weitaus mehr gebracht als die Filmromanze, die er zufällig mit anschauen konnte. Dem Leser bringt sein Versuch allerdings ein höchst vergnügliches Leseerlebnis. Und auch die “Arachne organophilia” würde die regelmäßigen Zusammenstöße mit der Putzfrau (und ihrem spinnenwebenzerstörenden Staubwedel) sicherlich nur zu gern vermeiden – und das, obwohl man diese Spinne im weitesten Sinne sogar als nützlich erachten muss. Wenig monströs ist dahingegen Claire aus Sophia Bergs “Ein Katzenschwanz zum Verzweifeln”, tatsächlich ist sie wohl eher süß als monströs zu nennen – und so ist es kein Wunder, dass sie das Verständnis, das sie sucht, sehr zur Verzweiflung ihrer Eltern nicht unter den Monstern findet. Eine wirklich süße (vielleicht auch ein klein wenig kitschige) Geschichte. Mein absolutes Lieblingsmonster ist allerdings das kleine Monsterchen aus Tanja Rasts “Das aus dem Keller”. Wenn man ihm nicht gerade im Dunkeln begegnet, oder nur sein Scharren und Schnaufen hört, muss man sich einfach in das Kleine verlieben – mein Herz hat es jedenfalls im Sturm erobert. Und mit der letzten Seite haben zumindest ein paar der Monster ihr Image merklich aufpoliert. Mit dem Streikberater aus Helen B. Krafts Geschichte würde ich allerdings trotzdem nicht tauschen wollen – wer würde schon gerne an einem Monsterstreik teilnehmen, wenn einige der Monster noch von den schönen Zeiten mit den Dörflern und ihren Mistgabeln träumen? Diese Zeiten sind ebenso vorbei, wie das Image des klassischen Monsters passe` ist – spätestens nach der Lektüre dieser Anthologie. Und mit der letzten Seite wird jeder der Leser mit einem leichten Schmunzeln auch sein Monsterbild überdenken. Dafür ist es auch höchste Zeit!

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