Polina Daschkowa Club Kalaschnikow

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Inhaltsangabe zu „Club Kalaschnikow“ von Polina Daschkowa

Die attraktive Primaballerina Katja Orlowa wird von ihrem Ehemann, einem reichen Casinobesitzer, ständig betrogen. Eines Abends, als er sie aus dem Theater abholt, wird er vor ihren Augen erschossen. Der Verdacht fällt auf seine schüchterne Geliebte. Doch Katja beginnt bald an ihrer Schuld zu zweifeln - erst recht, als ein zweiter Mord geschieht. "Das ist große Kriminalliteratur!" Literaturen "Ein Kriminalroman, der den Leser permanent in Atem hält." Deutsche Welle

Wer kein Problem mit etwa 12 sich verdichtenden Handlungssträngen und deren finaler Verschmelzung im Siedepunkt menschenfeindlicher Mafiamachenschaften hat, dem sei dieser atemlos erzählte 450-Seiten-Kracher mit eiskalter Hand ans Herz gelegt.

— alma
alma

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  • Rezension zu "Club Kalaschnikow" von Polina Daschkowa

    Club Kalaschnikow
    alma

    alma

    11. October 2009 um 14:59

    Katja, eigentlich Jekatarina Fillipowna Orlowa, hat es nicht leicht: ihr Mann Gleb, Casinobesitzer und ein ziemlich räudiges Exemplar des russischen Emporkömmlings mit mafiösem Hintergrund, väterlich schützender Hand und nicht weniger Affären als Vollräuschen, wird nach einer von Katjas Premieren (die Schöne ist Prima-Ballerina, erste Geige quasi, in dem Theater das von Gleb finanziert wird, aus Geldern über deren Herkunft sie nachzudenken lieber geflissentlich unterlässt) vor der eigenen Haustür erschossen. Unglücklicherweise standen die beiden zu diesem Zeitpunkt so dicht beieinander, dass zunächst nicht ergründlich ist, wem der Schuss galt und der Theorien gibt es viele. Zwar hatte Gleb nicht nur Freunde, das ist in der Mafia wohl so, und sowohl sein fetter Geschäftsführer als auch ein gewisser Täuberich waren scharf auf das Casino doch scheint es bald offensichtlich, dass eine seiner unzählige Affären, namentlich die eine ernsthafte mit der blutjungen engelsgesichtigen Dame Olga, aus den Fugen geraten ist und eigentlich Katja die Kugel in den Kopf kriegen sollte. Keine unübliche Steigerung der jüngst bei ihr eingehenden Drohanrufe einer hämischen Rivalin.. Alsbald wird Olga auch verhaftet und damit sind sowohl Mafia als auch bürgerliche Familie überraschend schnell zufrieden: die kluge Katja allerdings, merkwürdig zäh in ihrer Weigerung etwas Trauer zu Tage zu tragen und von ihrem Verehrer Pawel unterstützt, wird hellhörig, steckt ihre hübsche Nase in weniger hübsche Angelegenheiten, findet sich unerwartet und doch so selbstverständlich in einem unangenehmen Erbstreit wieder und landet schließlich gefesselt auf dem Rücksitz ihres Wagens (Von wo sie in einem ziemlich furiosen Countdown errettet werden muss). Der Plot klingt gewöhnlich, fast unspannend, etwaskonstruiert sogar, denn die ganze Geldelite Moskaus mit ihren politischen Beziehungen und merkwürdigen Ehrenkodizes erscheint der deutschen Leserin doch zumindest ungewöhnlich wenn nicht gar unglaubwürdig. Was diesen Krimi allerdings zu einem absolut sogartigen (Plattitüde, ich weiß) Abendteuer werden lässt, sind die Dutzenden Einschübe, Rückblenden, Handlungsstränge und Ebenen, die uns nicht nur zunehmend involvieren, sondern auch die Motivationen der Protagonisten offen legen: irgendwie wird alles logisch und konnte nur so kommen, wenn Polina Daschkowa aus der Kindheit Glebs, den Jugendjahren Olgas und schließlich dem Leben der Mörderin - oder des Mörders? Oder der Mörder erzählt?

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