Polina Daschkowa Keiner wird weinen

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Inhaltsangabe zu „Keiner wird weinen“ von Polina Daschkowa

Ein Junge aus dem Waisenhaus wird zum gefürchteten Bandenchef. Ein anderer verliert alle seine Verwandten durch einen grausamen Mord. Die Rache wird zu seinem Lebensinhalt. Meisterhaft erzählt Polina Daschkowa die Geschichte eines Mörders aus "niederen" und eines Mörders aus "edlen" Motiven - und wie sie dazu werden konnten. "Polina Daschkowa zeichnet präzise spannende Psychogramme." FAZ "Ein weiblicher Blick in die russische Seele." Frau im Spiegel

Viele Charaktere, die sich zu einer spannenden Geschichte zusammenfügen.

— Waldbeere

Zeitweise etwas verwirrend aufgrund der rasch wechselnden Handlungsstränge, aber nichtsdestotrotz super spannend. Für mich eine Entdeckung!

— Xirxe

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  • Ein Puzzle als Buch, brillant

    Keiner wird weinen

    Waldbeere

    13. September 2016 um 13:24

    "Keiner wird weinen" von Polina Daschkowa ist 2006 im Aufbau-Verlag erschienen.                         Moskau, Ende der 90'er Jahre des letzten Jahrhunderts. Skwosnjak ist ein eiskalter Anführer einer kriminellen Bande, der fernöstliche Kampftechniken beherrscht und sie gnadenlos bei jedem Raubzug einsetzt. Sein Motto: Es darf keine Zeugen geben. Ihm wurde ein Koffer voller Geld gestohlen. Diesen möchte er natürlich wieder zurück haben und die Jagd beginnt. Denis Kurbatow hat diesen Koffer versteckt. Kurz vor seinem Tod hat er seinem Bruder, Anton Kurbatow, ein Fax gesendet mit dem Standort des Koffers. Doch leider ging das Fax an eine veraltete Nummer und der wichtige Hinweis kam bei Vera Saltykowa an. Das Verwirrspiel ist jetzt eröffnet. Zudem gibt es noch Wolodja, ein Opfer von Skwosnjak, der Rache verüben möchte. Seit drei Jahren ist er hinter ihm her und in dieser Zeit hat er andere Bösewichte umgebracht. Denn er erwähnt immer wieder,  dass das Böse bestraft werden muss. Hier wird thematisiert, ob ein Mord immer gleich zu bewerten ist oder ob man einen Mord an einem schlechten Menschen rechtfertigen kann.Durch den Aufbau des Buches ist die Geschichte sehr spannend. Es gibt keine kontinuierliche Erzählung, sondern es wird zeitlich sowie von Person zu Person gesprungen. Der Leser lernt die Protagonisten langsam kennen, schrittweise. Das Buch ist wie ein Puzzle, das mir sehr gut gefallen hat. Es gibt sehr viele "AHA"-Momente, denn es schließen sich sehr viele Kreise. Das macht süchtig und ich musste einfach weiterlesen. Ich habe oft die Uhr vergessen. Es macht einfach Spaß die Geschichte zusammenzuflicken. Am Anfang sind so viele Fragen, doch zum Schluss wird jede Einzelne beantwortet. Genial.Der Schreibstil ist flüssig, ohne Fremdwörter. Ich finde auch, dass die Protagonisten sehr liebevoll und ausführlich beschrieben worden sind. Daschkowa beweist darin Fingerspitzengefühl. Der Leser erfährt viel Hintergrundinformation zu jedem Hauptcharakter, so kann er eine Beziehung aufbauen und gewisse Handlungen besser verstehen. "Der Überfluss ist nicht böse. Aber er macht den Menschen dumm,  gierig und rücksichtslos." Diese Aussage hat mich zum Grübeln gebracht und ich musste ihn mir gleich notieren. Für einen Krimi hat das  Buch einiges zum Nachdenken.Mein Fazit: Ein pures Lesevergnügen. Mir hat es Spaß gemacht. Ein toller Krimi. Ich empfehle das Buch nicht nur Krimi-Freunden, sondern auch allen, die sich in einer Geschichte verlieren möchten.

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  • Toller russischer Krimi

    Keiner wird weinen

    Xirxe

    30. May 2014 um 14:27

    Wer am liebsten Krimis liest, die eine kontinuierliche Geschichte mit nur wenigen Perspektivwechseln enthalten, sollte es lieber mit einem anderen Buch versuchen. Denn 'Keiner wird weinen' erzählt eine Vielzahl von Ereignissen mit den dazugehörigen Rückblenden in die Vergangenheit, sodass mir zeitweise schon mal der Überblick verloren ging. Doch man findet schnell wieder zurück zum eigentlichen Thema und zuguterletzt treffen alle, wirklich alle Handlungsfäden wieder zu einem abschließenden Ende zusammen - und es gibt fast so etwas wie ein Happyend ;-) Die zentrale Figur ist Skwosnjak, ein Krimineller der im wahrsten Sinne des Wortes ohne jede Gefühlsregung über Leichen geht. In sein Visier gerät Anton, der mit seinem Bruder auf nicht immer ganz legale Weise versucht, schnell ans große Geld zu gelangen und Skwosnjak dabei in die Quere kommt. Gleichzeitig versucht Wolodja, ein junger Mann dessen Familie von Skwosnjaks Bande getötet wurde, schon seit mehreren Jahren Rache zu nehmen und wird dabei zum 'Gerechtigkeitskämpfer' auf eigene Art und Weise. Und da ist Vera, die junge Übersetzerin, die wegen eines fehlerhaft zugesandten Faxes sich plötzlich zwischen den Fronten wieder findet. Auch die Polizei hat ihren Auftritt, wenn auch immer nur am Rande. Zur Lösung des Falles trägt sie lediglich wenig bis nichts bei und als sie schließlich erscheint, hat sich bereits alles erledigt. Dieses Buch liest sich nicht nur wie ein überaus spannender Krimi, sondern auch wie eine Form von Gesellschaftsstudie über die Unter- bzw. Halbwelt Russlands. Gängige Klischees wie Gewalttätigkeit und Verrohung scheinen bestätigt zu werden und so stellt sich nur noch die Frage: Ist das wirklich die Realität in Russland?

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