Polina Scherebzowa Polinas Tagebuch

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Inhaltsangabe zu „Polinas Tagebuch“ von Polina Scherebzowa

Neun Jahre alt war Polina Scherebzowa, als in Grosny Krieg ausbrach. In diesem Jahr, 1994, begann sie ihr Tagebuch, das sie zehn Jahre lang und über einen zweiten Konflikt hinaus führte. Es ist eine fesselnde Chronik vom Leben in Zeiten des Krieges, von der Schönheit und Grausamkeit des Daseins, die Polina stilistisch glänzend und mit der tiefen Lakonie eines Kindes, später einer jungen Frau beschreibt. Und mit ganz eigenem Blick: Polina ist Tochter einer Russin und eines Tschetschenen; sie wird von einer russischen Bombe verletzt, in der Schule beschimpft man sie dennoch als "Russenschwein". Zugleich bleibt Polina ein Kind, sucht Salamander, ärgert sich, weil sie das einzige verkleidete Rotkäppchen unter lauter Schneeflocken ist. Sie lernt, mit dem Schrecklichen umzugehen den Angriffen und Anfeindungen; der kleinen tschetschenischen Kämpferin mit dem MG; dem verwundeten Soldaten, der ein Kind bittet, ihn zu erlösen. Währenddessen erlebt Polina den Alltag eines Teenagers, Streit mit der Mutter, die erste Liebe. Der düstere Hintergrund lässt die Poesie dieser Jugend nur umso stärker leuchten. Ein Dokument von großer Wahrhaftigkeit, eine Geschichte vom Erwachsenwerden in schwieriger Zeit, ein berührendes, hochliterarisches Tagebuch eine Entdeckung.

Dank Tagebüchern, Büchern und Gedichten überlebt das Kind Polina einen grausamen Bürgerkrieg.

— Buchperlentaucher
Buchperlentaucher

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    Polinas Tagebuch
    Buchperlentaucher

    Buchperlentaucher

    06. January 2016 um 09:28

    Beirut, Sarajevo und Aleppo - drei von Kriegen betroffene Städte in denen Kinder in unmenschlichen Verhältnissen lebten oder leben müssen. Dank Polina Tagebüchern, geschrieben in ihrer Heimatstadt Grosny, kann man im Ansätzen ermessen, welche traumatischen Erlebnisse die Kinderseelen in solchen Konfliktregionen belasten. Neben Kugeln und Granaten musste Polina als Kind einer russischen Mutter auch noch den Hass ihrer tschetschenischen Mitschüler und Lehrer ertragen. Dank innerer Stärke, Gedichten und Büchern überstand das Mädchen drei Kriege und unzählige Bedrohungen durch Hunger, Verletzungen und Gewalt.

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