Ich hatte mich so auf dieses Buch gefreut, nachdem mir der Vorgänger „Tiger“ richtig gut gefallen hatte.
Leider, leider blieb dieser Roman hinter meinen Erwartungen zurück. Dabei hätte es so gut werden können! Helen muss ein traumatisches Erlebnis verarbeiten, welches sie so nachhaltig verändert, dass es einen harten Cut in ihrem Alltag braucht. Ihr Ehemann Frank schlägt vor mit dem Segelboot, auf dem sie sich kennengelernt haben den Atlantik zu überqueren. Auch der 12jährige Sohn Nicholas und Sindi, eine Schülerin von Helen, die ihre Familie verloren hat, sollen mitkommen. Die Reise soll Helen heilen und die Familie so wieder zusammenwachsen. Soweit die Theorie! Doch auf dem Ozean geht es plötzlich nur noch ums nackte Überleben.
Sehr überraschend fand ich, dass der eigentliche Segeltörn erst nach circa 180 Seiten startet. Vorher gibt es sehr viel Drama und eine übertriebene Obsession von Helen ihrem Retter gegenüber. Helen war mir durchweg unsympathisch, und sie handelte oft irrational. Die Geschichte war durchaus spannend, aber durch die übertriebene Vielfalt der Dramen auch extrem unglaubwürdig. Kurz bevor die Familien- Crew in See gestochen ist, war ich fast soweit, das Buch abzubrechen. Die Erlebnisse auf dem Segelboot und die Wandlung der Geschichte in einen Abenteuerroman haben mich dann aber doch motiviert weiterzulesen.
Insgesamt konnte mich das Buch aber leider nicht überzeugen, viel zu viel Drama, Charaktere, in die ich mich nicht hineinfühlen konnte und einfach keine gute Geschichte.
Sehr schade!
2,5 Sterne












