Polly Dugan

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Polly DuganWir zwei und der Himmel dazwischen
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Wir zwei und der Himmel dazwischen
Wir zwei und der Himmel dazwischen
 (29)
Erschienen am 11.01.2016
Polly DuganWir zwei und der Himmel dazwischen
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Wir zwei und der Himmel dazwischen
Wir zwei und der Himmel dazwischen
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Erschienen am 11.01.2016
Polly DuganSo Much a Part of You
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So Much a Part of You
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Erschienen am 10.06.2014
Polly DuganThe Sweetheart Deal
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The Sweetheart Deal
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Erschienen am 02.06.2015

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Rezension zu "Wir zwei und der Himmel dazwischen" von Polly Dugan

Fünf Menschen und ein Todesfall...
pardenvor 2 Jahren

FÜNF MENSCHEN UND EIN TODESFALL...

Leo ist Feuerwehrmann von Beruf und weiß um die täglichen Gefahren. Da er ein treusorgender Ehemann und Vater ist, möchte er seine Familie versorgt wissen, wenn ihm tatsächlich einmal etwas zustoßen sollte. So schließt er nicht nur eine Lebensversicherung ab, sondern ringt seinem besten Freund Garrett, den er schon aus Kindertagen kennt, ein Versprechen ab. Er lässt ihn in einer alkoholschwangeren Silvesternacht eine Vereinbarung unterschreiben, in der Garrett sich verpflichtet, Leos Frau Audrey zu heiraten und sich auch um seine drei Söhne zu kümmern, sollte Leo tatsächlich einmal sterben. Natürlich denkt niemand wirklich, dass Leo ernsthaft etwas zustoßen könnte, doch aus irgendeinem Grund hebt Garrett den zerknitterten Zettel mit der Vereinbarung jahrelang auf.

Zwölf Jahre nach dieser Silvesternacht stirbt Leo jedoch tatsächlich. Nicht bei einem Einsatz der Feuerwehr, was vielleicht naheliegend gewesen wäre, sondern bei einem Skiunfall, den er trotz eines Helms nicht überlebt. Audrey und ihre drei Söhne Chris, Brian und Andrew fallen in ein tiefes Loch, und nichts ist mehr wie zuvor. Garrett fährt nicht nur zur Beerdigung seines besten Freundes, sondern kündigt gleich Job und Wohnung, um den Hinterbliebenen zur Seite zu stehen. Natürlich denkt er nicht wirklich daran, die damalige Vereinbarung in die Tat umzusetzen, doch will er bleiben, bis er den von Leo begonnenen Anbau am Haus beendet hat - Leos Vermächtnis. Und Audrey und die Kinder genießen die Anwesenheit des Freundes, der anpacken kann, der zuhört, unterstützt, Ratschläge gibt, einfach nur da ist. Und ganz allmählich wird aus der Freundschaft zwischen Audrey und Garrett mehr, zart erst, doch dann immer stärker, bis beide sich eingestehen müssen, dass sie ineinander verliebt sind. Doch darf das wirklich sein?

Keine kitschige Liebesgeschichte hat Polly Dugan hier in ihrem ersten Roman geschrieben, so viel erst einmal vorweg. Doch Gefühle gibt es hier reichlich - anfangs vor allem Schock, Trauer und Wut über den Tod Leos. Durch die ständig wechselnde Perspektive von Audrey und Garrett, sowie auch von den drei Söhnen Chris, Brian und Andrew, erfährt der Leser sehr authentisch von der Gefühls- und Gedankenwelt aller Beteiligten, denn jeder geht auf seine Weise mit dem großen Verlust um. Mich konnten diese Passagen emotional sehr berühren, und auch die oft hilflosen, teilweise sogar vor den Kopf stoßenden Reaktionen der Umwelt fand ich sehr glaubhaft geschildert. Doch auch die folgende Entwicklung, in der sich Audrey und Garrett einander annähern, empfand ich keinesfalls als überzogen. Zweifel, Schuldgefühle, Unsicherheit - diese Gefühle begleiten die wachsende Liebe, und auch dies war in meinen Augen sehr realistisch geschildert.

Überhaupt habe ich selten erlebt, dass Perspektivwechsel in einem Roman so gut ineinandergreifen wie hier und dabei Rückblicke sowie die Chronologie der Geschichte geschickt miteinander verzahnen, so dass ein umfassendes Bild entsteht. Geschichte, Aufbau und der flüssige, eingängige Schreibstil haben mich sehr für das Buch eingenommen, ebenso wie das emotionale Mitschwingen.

Die Hauptcharaktere sind durchweg sympathisch, dabei allerdings ein wenig zu sehr glattgeschliffen. Sie weisen kaum Ecken und Kanten auf, negative Verhaltensweisen gibt es nur phasenweise und sind dabei v.a. der Trauerverarbeitung geschuldet, ansonsten sind sie nahezu perfekt. Bilderbuchfamilie - und damit in meinen Augen eben typisch amerikanisch.

Aber bis auf diesen kleinen Kritikpunkt konnte mich das Debüt von Polly Dugan wirklich überzeugen, und selbst der sehr kurz gehaltene und plötzliche Schluss der Geschichte war nach kurzem Staunen wirklich passend in meinen Augen.


© Parden

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ConnyZ.s avatar

Rezension zu "Wir zwei und der Himmel dazwischen" von Polly Dugan

Schönes Cover, zerfranster roter Geschichtsfaden ...
ConnyZ.vor 3 Jahren

Erschienen ist Polly Dugans Buch im Knaur Verlag bereits am 11. Januar 2016. Die 400 Seiten ihrer Geschichte rund um Garrett sind in einem tollen Cover gehüllt.

Garrett und Leo sind schon seit Ewigkeiten beste Freunde. Bei einer Feier ringt Leo seinem Freund das Versprechen ab, dass er sich um die Familie kümmern soll, sollte ihm etwas zustoßen.
Niemals hätte Garrett angenommen, dass es wirklich so weit kommen würde – Leo stirbt und die kleine Familie steht nun ohne den Vater und geliebten Ehemann da …

Gerade durch die Covergestaltung habe ich mich schnell dazu entschlossen, Polly Dugans Buch zu lesen. Leider traf es dann aber nicht mehr meinen Geschmack.
Auch wenn das Thema sehr prägnant ist und die Figuren und ihr Leid an manchen Stellen gut zur Geltung kamen, so hatte ich immer wieder das Gefühl, dass eine gewisse Ordnung und Leichtigkeit im Erzählstrang fehlt.
Die Autorin behilft sich mit den Sichtwechseln und erzählt erst einmal die ganzen Zusammenhänge zwischen den Figuren auf.
Denn Garrett und Leo sind schon befreundet, seit sie 14 Jahre alt sind und haben sich seit dem nie weit voneinander entfernt. Immer wieder führen ihre Wege zueinander und so auch als Leo ihm das Versprechen abnimmt, sich um Audrey, seine Frau, zu kümmern.
Nun denkt man eigentlich, dass es in der ganzen Handlung um diese beiden Menschen geht, die mit der Trauer um einen guten Freund und Ehemann verbunden sind. Doch die Autorin lässt auch die Kinder des Verstorbenen zu Wort kommen.
Leider entwickelten sich dadurch Szenen, welche nicht ganz ins Gesamtbild passten und die Hauptfiguren in diesen Strängen zurückdrängten. Der rote Faden der Handlung franst aus und an manchen Stellen möchte man einfach weiterblättern.
Auch das Ende, welches noch mal dramatisch gestaltet wurde und alle Figuren in hellster Aufregung versetzt, kann dem Ganzen nicht mehr helfen. Schade, hätte es doch eine so tolle Geschichte werden können!

Rezension unter: www.dieSeitenfluesterer-unserBuchblog.blogspot.de

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Griinsekatzes avatar

Rezension zu "Wir zwei und der Himmel dazwischen" von Polly Dugan

Die Geschichte hatte durchaus Potenzial ein sehr emotionsgeladenes Buch zu werden
Griinsekatzevor 3 Jahren


"Wir zwei und der Himmel dazwischen", hat ein wunderschönes Cover. Hinter dem Buchdeckel sollte sich eine sehr emotionale Geschichte verstecken, die für mich leider enttäuschend war. Die Thematik des Buches bestand aus Liebe, Freundschaft, Tod und Trauerbewältigung und alles kam zwar zwischen den Seiten vor aber emotional konnte es mich einfach nicht berühren.

Die Geschichte spielt sich über mehrere Monate ab aber mir hat beim Lesen das Zeitgefühl gefehlt. Es wurde ab und an zwar erwähnt, wie lange Leo jetzt schon Tod ist, aber das hat sich bei mir nicht eingebrannt. Ich glaube, es lag einfach daran, dass - gerade am Anfang - immer wieder erzählt wurde, wie es war als Leo noch gelebt hat, was er in der Vergangenheit getan hat und da war Gegenwart und Vergangenheit zu sehr vermischt und mein Zeitgefühl war hinüber. Erschwerend dazu kamen noch die Sichtwechsel. Nicht nur Garrett und Audrey haben etwas zu sagen, nein wir beschäftigen und auch mit der Trauer und den Jugendproblemen von Andrew, Chris und Brian. Leo lernt man ein wenig näher kennen, weil immer wieder Szenen einfließen, die ihm mit Garrett oder mit Audrey zeigen.

Audreys anfängliche Trauer, das an die Wand starren und nicht mal wissen wie sie sich anziehen soll ist sehr gut beschrieben und dadurch erfasst man als Leser, dass sie mit dem Tod ihres Mannes ihre Welt zerrüttet wurde. Jedoch hatte ich immer das Gefühl die Familie durch ein Fenster zu beobachten. Ich beobachte was sie machen aber spüre keine bzw kaum Emotionen. Es wurde immer wieder geschrieben, dass die Trauer tief ist, aber die Trauer selbst habe ich nicht richtig gespürt. Ich habe mit einem sehr aufwühlenden und emotionalen Buch gerechnet, ich habe mit Tränen und einem hohen Taschentuch verbraucht gerechnet aber keine einzige Sekunde spürte ich Tränen.

Aubreys Verhalten war zum Großteil sehr nachvollziehbar und der Übergang von tiefer Trauer zu Akzeptanz und das wieder Eingliedern in ihr Leben war sehr gut beschrieben und ging Schritt für Schritt voran. Eine Sache habe ich mich allerdings gefragt. Was ist mit einem Job? Das Thema Arbeit wurde bei ihr vollkommen unter den Tisch fallen gelassen. Auch wenn ich Audrey eigentlich mochte, hat mich ein Verhalten sehr bei ihr gestört. Darauf kann ich leider nicht genauer eingehen, weil ich sonst Spoilern würde aber gegen Ende, fand ich es einfach nur unfair und Garretts Worte, so gemein sie auch warten stimmten zum Großteil.

Garrett war für mich leider überhaupt nicht greifbar. Er war zu perfekt, zu reich und hat sich viel zu wenig sorgen gemacht. Er gibt mal eben seinen Job auf und zieht auf unbestimmte Zeit zu Audrey und ihren Kindern. Auch, wann für ihn mehr als nur Freundschaft zwischen Audrey und ihm war, wurde mir nicht deutlich bewusst. Da hat mir noch einiges an seinem Verhalten gefehlt, um aus ihm schlau zu werden.

Die Kinder Andrew, Brian und Christopher hatten jeder für sich nicht nur mit der Trauer zu kämpfen, sondern auch mit eigenen Jugendlichen Problemen. Sie lockerten die Geschichte leicht auf aber oft, fand ich die Parts der Kinder einfach nur anstrengend. Wahrscheinlich bin ich zu alt um mich in die Probleme hineinzuversetzen. Andrew war das liebste Kind und wurde zu einem Störenfried, von diesem „Störenfried“ habe ich aber kaum etwas mitbekommen, genauso Brians Albträume hätten tiefer behandelt werden können. Chris hingegen ist unglücklich verliebt und seine Schwärmerei kommt ganz gut zur Geltung.

In jedem Teil hat mir aber die Emotionalität gefehlt. Gerade bei den Kindern habe ich mich wie ein Beobachter gefühlt, dem die Kinder emotionslos erzählen was sie machen, was passiert und das sie wütend, traurig oder fröhlich sind. Es fehlte dadurch auch die Tiefe und ich konnte mich in keinen der Charaktere hineinversetzen, was den Lesefluss für mich schwer gemacht hat. Der Schreibstil lies sich eigentlich gut lesen, aber wenn man einfach kein Gefühl für die Charaktere bekommt, wird das Lesen trotzdem Schreibstil erschwert. 

Gegen Ende kamen ein bisschen mehr Emotionen auf aber da war es schon zu spät. Das Ende wurde auch ziemlich kurz gehalten. Nachdem es Schwierigkeiten gab, wurden sie in kürzester Zeit geklärt und überwunden und plötzlich war alles gut und Ende.

Fazit:
Die Geschichte hatte durchaus Potenzial ein sehr emotionsgeladenes Buch zu werden, jedoch haben sich in mir keine Gefühle geregt, da ich mich nicht in die Charaktere versetzen konnte. Von Gefühlen zu sprechen und sie durch die Charaktere mitzuerleben ist ein großer Unterschied und diesen Schritt von dem Ersten zum Zweiten hat mir einfach gefehlt. Ich habe wohl zu viel von der Geschichte erwartet und wurde enttäuscht. Sehr schade.

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