Polly Horvath

 3.8 Sterne bei 55 Bewertungen
Autorin von Der Blaubeersommer, Der Blaubeersommer und weiteren Büchern.
Polly Horvath

Lebenslauf von Polly Horvath

Skurrile Geschichten für junge Menschen: Polly Horvath wurde 1957 in Michigan in den Vereinigten Staaten geboren und entschied sich früh für zwei Leidenschaften, die sie seither begleiten. Die Tochter einer Bilderbuchverfasserin und eines ehemaligen CIA-Mitarbeiters begann bereits mit acht Jahren, selbst Geschichten zu schreiben. Polly Horvaths zweite große Liebe gilt dem Tanz. Nachdem sie als Jugendliche ein Ballett-Sommercamp besucht hatte, setzte sie alle Hebel in Bewegung, um in Toronto am Canadian College of Dance sowie an der Royal Academy of Dance zu studieren. Während sie danach als Ballettlehrerin arbeitete, nahm Polly Horvath das Schreiben wieder auf und verfasste Kinder- und Jugendbücher. Ihren Durchbruch schaffte sie mit dem Roman „Everything on a Waffle“ (2001), der in deutscher Übersetzung zunächst 2005 unter dem Titel „Ein Sommer voller Wunder“ und dann 2015 als „Waffelsommer“ erschien. Die Geschichte über ein eigensinniges Mädchen, das die Hoffnung auf die Rückkehr seiner Eltern nicht aufgibt und dabei zahlreiche kulinarische Ideen entwickelt, wurde mehrfach preisgekrönt. Auf diesen Erfolg aufbauend, verfasste Polly Horvath eine ganze Reihe weiterer Jugendromane, in denen meist Jugendliche plötzlich ohne Eltern dastehen und allerhand kuriose Verwandte und neue Freunde treffen – und Optimismus und Überlebensstrategien an den Tag legen.

Alle Bücher von Polly Horvath

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Der Blaubeersommer

Der Blaubeersommer

 (19)
Erschienen am 05.04.2011
Waffelsommer

Waffelsommer

 (4)
Erschienen am 13.03.2015
Große Ferien

Große Ferien

 (4)
Erschienen am 05.04.2011
Herr und Frau Hase - Die Superdetektive

Herr und Frau Hase - Die Superdetektive

 (5)
Erschienen am 26.02.2016
Unser Haus am Meer

Unser Haus am Meer

 (2)
Erschienen am 09.04.2011
Wie wir das Universum reparierten

Wie wir das Universum reparierten

 (2)
Erschienen am 10.01.2014
Nach Norden, zum Mond

Nach Norden, zum Mond

 (1)
Erschienen am 12.05.2012

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Neue Rezensionen zu Polly Horvath

Neu

Rezension zu "Der Nachtgarten" von Polly Horvath

Spannend, witzig, herrlich schräg!
CorniHolmesvor 3 Monaten

Von Polly Horvath habe ich bereits einige Bücher gelesen, die mir sehr gut gefallen haben. Mein Eindruck ist ja, dass die Autorin bei uns nicht so bekannt ist wie in ihrem Heimatland Kanada. Zumindest ich stolpere in Buchläden oder auch im Internet eher selten über ihre Bücher. Wirklich schade, denn Polly Horvaths Bücher sind echt gut. Wer auf schräge Ideen und einen skurrilen Humor steht, wird ihre Geschichten bestimmt lieben. Als ich nun auf ihr neues Werk „Der Nachtgarten“ gestoßen bin, war meine Neugier sofort geweckt. Cover, Titel und Klappentext überzeugten mich auf Anhieb, daher stand für mich sofort fest, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.


Die 12-jährige Franny lebt zusammen mit ihren Pflegeeltern Sina und Tom in einem alten, etwas verfallenen Herrenhaus in Kanada. Dort führen sie ein recht ruhiges Leben, allerdings soll es mit diesem erst einmal vorbei sein, als eines Tages Crying Alice vor der Tür steht. Ihren Spitznamen trägt die Frau nicht ohne Grund, da sie die Angewohnheit hat, bei jeder Kleinigkeit laut in Tränen auszubrechen. Auch an diesem Tag gelingt es ihr nicht, Sina und Tom ohne laute Schluchzer um Hilfe zu bitten. Sie müsse ganz dringend nach ihrem Mann sehen, da sie das ungute Gefühl hat, dass dieser etwas Dummes vorhat. Da sie ihre Kinder nicht mit zum Luftwaffenstützpunkt nehmen kann, lädt sie sie kurzerhand bei Franny, Sina und Tom ab. Mit dem Einzug von Wilfred, Winifred und Zebediah stolpert auch ein sehr turbulentes Abenteuer mit in das Herrenhaus. Rätselhafte Briefe, ein Ufo, das Geheimnis um den magischen Nachtgarten, der angeblich Wünsche erfüllen kann und den zu betreten strengstens verboten ist – all das und noch so manches mehr soll für eine äußerst aufregende und spannende Zeit sorgen. Als Zebediah schließlich gegen das Verbot verstößt und den geheimnisvollen Nachtgarten betritt, wird das Ganze sogar richtig gefährlich.


Sieht das Cover nicht toll aus? So schön düster und geheimnisvoll. Nun, nachdem ich das Buch gelesen habe, muss ich zwar gestehen, dass ich es irgendwie nicht so ganz passend für die Geschichte finde, aber klasse finden tue ich das Cover natürlich dennoch.


Es lag wohl mit an der Gestaltung des Buches, dass ich mit einer ganz anderen Story gerechnet habe, als ich hier zu lesen bekommen habe. Schlecht anders war sie nicht, aber so ganz konnte das Buch meine Erwartungen dann leider doch nicht erfüllen.


Der Anfang hat mir noch richtig gut gefallen. Wir lernen unsere Protagonistin Franny kennen und erfahren, auf welch ungewöhnlichem Weg sie als Baby bei ihren Pflegeeltern gelandet ist. Daraufhin folgt einer schrägen Idee der nächsten. Wie ich es aus Polly Horvaths anderen Werken kenne, hat sie auch hier ihrer Fantasie freien Lauf gelaufen und die Geschichte mit lauter urkomischen Einfällen versehen. Ein besonderes Händchen hat die Autorin für die Ausarbeitung von verrückten Charakteren. Diese haben mir in „Der Nachtgarten“ besonders gut gefallen. Allen voran Franny, mit der Polly Horvath eine tolle Protagonistin erschaffen hat. Aber auch Frannys Pflegeeltern mochte ich unheimlich gerne. Und natürlich die drei Kinder Wilfred, Winifred und Zebediah, die für einige Zeit im alten Herrenhaus zu Gast sein werden.


Mir war hier eigentlich kein Charakter unsympathisch. Alle haben sie ihren besonderen Charme und ihre Macken, die einem als Leser bestens unterhalten und breit grinsen lassen. Manchmal habe ich die Witze zwar schon als etwas zu gewollt empfunden, aber da es sich hier um ein Kinderbuch handelt, hat mich dieser Punkt nicht gestört. Ich denke, dass gerade bei den Stellen, die ich als ein wenig zu übertrieben empfand, Kinder sehr viel Spaß haben werden.


Ich persönlich würde „Der Nachtgarten“ vom Humor her ein bisschen mit den Werken von Lemony Snicket vergleichen. Allerdings wirklich nur ein bisschen, denn die Geschichten Snickets sind dann doch noch mal eine ganze Ecke schräger und skurriler. Ich kann „Der Nachtgarten“ aber dennoch ganz besonders Lemony Snicket Fans wärmstens empfehlen.


Was mir leider nicht so gut gefallen hat, ist die Rolle, die der Nachtgarten einnimmt. Da hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Ein bisschen enttäuscht hat mich dieser Punkt schon. Ich dachte, man würde als Leser einen schaurig schönen Garten besuchen, der etwas Geheimnisvolles und Magisches an sich hat. Geheimnisvoll und magisch ist dieser Ort zwar, nur erkundet man ihn als Leser leider nicht. Ich denke, da hat mich vor allem das Cover etwas in die Irre geführt.


Womit ich auch nicht gerechnet habe, ist die Zeit, in der das Buch spielt. Schauplatz ist British Columbia/Kanada, zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, genauer gesagt 1945. Ich weiß noch nicht einmal warum, aber ich lese einfach nicht so gerne Bücher, die in dieser Zeit spielen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich halte diese Zeit für unheimlich wichtig und finde es gut, wenn diese in Büchern thematisiert wird, gerade in Kinderbüchern. Dennoch greife ich stets nur ungern zu solchen Büchern.

In diesem Buch spielt der Zweite Weltkrieg auch eine recht große Rolle. Aber keine Sorge, dies natürlich nicht auf brutale Weise, sondern absolut kindgerecht.

Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, ist, dass das Buch etwas Zeitloses erhält, wodurch es in meinen Augen durchaus das Zeug dazu hat, zu einem Klassiker zu werden.


Auch wenn mich das Buch leider nicht komplett überzeugen konnte, hatte ich hier dennoch sehr viel Spaß beim Lesen. Die Story ist witzig, spannend und herrlich schräg. Sie enthält geschichtliche Aspekte und Fantasy-Elemente. Eine schöne bunte Mischung, die ich nicht nur Kindern, sondern auch älteren Lesern sehr empfehlen kann.


Wenn ihr gerne wissen möchtet, was eine ziemlich schlechte Köchin, eine immerzu weinende Frau, ein Ufo, Paillettenunterwäsche, rätselhafte Briefe und noch so einiges mehr mit diesem Buch zu tun haben, dann solltet ihr es wohl lesen, denn mehr verraten werde ich hier nicht. Wer gerne schräge Geschichten liest, der wird garantiert sehr viel Freude mit „Der Nachtgarten“ haben. :D


Fazit: Spannend, humorvoll und herrlich schräg. Obwohl das Buch meine Erwartungen leider nicht komplett erfüllen konnte, hatte ich hier dennoch sehr viel Spaß beim Lesen. Mit am meisten gestört hat mich die Rolle des Nachtgartens, die ganz anders war als von mir erwartet. Auch etwas enttäuscht war ich von dem letzten Drittel des Buches. Insgesamt aber hat mir „Der Nachtgarten“ sehr gut gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sternen!

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M

Rezension zu "Waffelsommer" von Polly Horvath

Mal was anderes
misspidervor 2 Jahren

Meine erste Begegnung mit Primrose fand im zweiten Band der Reihe statt, umso erfreuter war ich beim Stöbern in der Bibliothek nun auch den ersten Teil zu entdecken und zu erfahren, wie alles begann... Im Vergleich hat mir der erste Teil besser gefallen, weil er stimmiger und zusammenhängender wirkte als sein Nachfolger.

In dieser Geschichte verschwinden die Eltern der jungen Primrose, und während alle im Ort davon ausgehen, dass sie auf hoher See ums Leben gekommen sind, ist Primrose felsenfest überzeugt dass sie noch leben. Nichtsdestotrotz muss sie zu Pflegeeltern und lebt später auch bei ihrem Onkel. Zusammen mit Primrose lernen wir einige äußerst liebenswürdige, zum Teil auch schrullige Bewohner des kleinen Ortes Coal Harbour kennen. Primrose ist ein sehr ungewöhnliches Mädchen, das manchmal schon sehr erwachsene Gedanken hat - und dann auch wieder nicht. Mit Witz und Charme erzählt die Autorin eine unterhaltsame Geschichte und würzt diese nebenbei mit diversen Rezepten für einfache, aber auch außergewöhnliche Gerichte, die bereits jugendliche Leser nachkochen können.

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M

Rezension zu "Marshmallow-Winter" von Polly Horvath

Ungewöhnlich
misspidervor 3 Jahren

Der Titel des Buches hat mein Interesse geweckt, die Kurzfassung klang ganz gut (vor allem dass es Rezepte enthält), also habe ich das Buch ausgeliehen.

Für einen Jugendroman fand ich die Geschichte recht anspruchsvoll mit einigen ernsten Themen, z.B. Kinder aus schwierigen Verhältnissen, die in Pflegefamilien kommen, die Abholzung von Regenwald, Fischer die von Armut bedroht sind. Das waren mir fast schon zu viele Baustellen, die in einer Geschichte aufgemacht wurden. Dennoch hat die Autorin es ganz gut hinbekommen, alle Themen in hinreichender Tiefe auszuleuchten.

Ein weiterer Pluspunkt: es handelt sich nicht um eine Teenager-Liebesgeschichte oder Schwärmerei, obwohl dies denkbar gewesen wäre. Die Ansichten von Primrose waren oft sehr (zu?) erwachsen, allerdings gab es auch einige Situationen, die dann doch deutlich machen, dass sie noch ein halbes Kind ist.

Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen waren eindeutig die Rezepte - manchmal etwas merkwürdig, aber allesamt interessant. Das Highlight ist der supereinfache aber megaleckere Zimttoast, der mich an die Zuckerbrote aus meiner Kindheit erinnert hat.

Fazit: dieses Buch hat was, die eigenwillige Mischung (und das erfrischend andere Cover) heben es auf jeden Fall hervor.

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Zusätzliche Informationen

Polly Horvath wurde am 30. Januar 1957 in Michigan (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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