Preethi Nair

 4 Sterne bei 125 Bewertungen
Autor von Koriandergrün und Safranrot, Der Duft der Farben und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Preethi Nair

Preethi Nair ist 1971 in Kerala in Südindien geboren. Sie ist in London aufgewachsen, wo sie heute noch lebt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Preethi Nair

Cover des Buches Koriandergrün und Safranrot (ISBN: 9783426435359)

Koriandergrün und Safranrot

 (80)
Erschienen am 04.05.2015
Cover des Buches Der Duft der Farben (ISBN: 9783426636688)

Der Duft der Farben

 (29)
Erschienen am 01.05.2008
Cover des Buches Koriandergrün und Safranrot (ISBN: 9783886987016)

Koriandergrün und Safranrot

 (11)
Erschienen am 18.09.2006
Cover des Buches Der Duft der Farben (ISBN: 9783785733288)

Der Duft der Farben

 (4)
Erschienen am 12.06.2007
Cover des Buches One Hundred Shades of White (ISBN: 000714346X)

One Hundred Shades of White

 (1)
Erschienen am 31.10.2004
Cover des Buches Gypsy Masala (ISBN: 9780007305018)

Gypsy Masala

 (0)
Erschienen am 01.10.2008
Cover des Buches The Colour of Love (ISBN: 9780007304912)

The Colour of Love

 (0)
Erschienen am 01.10.2008

Neue Rezensionen zu Preethi Nair

Cover des Buches Koriandergrün und Safranrot (ISBN: 9783886987016)pardens avatar

Rezension zu "Koriandergrün und Safranrot" von Preethi Nair

Ein Familienroman voller Düfte und Farben...
pardenvor 8 Monaten

EIN FAMILIENROMAN VOLLER DÜFTE UND FARBEN...

Zitronensaft und Ingwer für die Seele, Mango für die Träume und Honig für den inneren Frieden - in ihrem indischen Heimatdorf war Nalini dafür berühmt, mit ihren sinnlichen Speisen Körper und Geist heilen zu können. Bis Familienoberhaupt Raul entscheidet, sie und ihre beiden Kinder zu sich ins ferne London zu holen ... Um den Geschmack Indiens nicht zu vergessen, streut Nalini fortan Safran, Koriander und Chili über alle Gerichte - auch über die englischen! Und als ihr Ehemann sie mit den Kindern sitzen lässt, sind es die Kochkünste, die sie retten. Von ihrem kleinen Laden, den sie nach harten Zeiten endlich eröffnen kann, weht der duftende Hauch Indiens durch die Straßen von London, und bald spricht sich herum, welch heilende Magie von Nalinis würzigen Speisen ausgeht. Doch dann kehrt plötzlich Raul in ihr Leben zurück, der Mann, der sie maßlos enttäuschte und den sie kurzerhand für tot erklärt hatte. Alles um Nalini scheint zusammenzubrechen, ihr neues Glück und ihre Bindung zu Tochter Maya, die sich um die Wahrheit betrogen fühlt und gegen die Mutter auflehnt. Nur ein Wunder kann Nalini jetzt noch helfen. Da besinnt sie sich erneut auf ihre ganz besondere Gabe, das Kochen - aber wird die Kraft der Gewürze ausreichen, den Schmerz ihrer Familie zu heilen? 

Dieser Klappentext nimmt leider vieles vorweg - für mich zu viel. Es wäre schöner, diese Zusammenhänge nach und nach im Roman zu erfahren. Dies  nur mal so am Rande angemerkt.

Nalini und ihre Tochter Maya stehen im Mittelpunkt der Erzählung, und es wird dabei kontinuierlich zwischen den Perspektiven der beiden gewechselt. Das greift hier wundervoll ineinander, und es wird deutlich, dass dieselbe Situation aus unterschiedlichen Augen betrachtet auch ganz verschieden erlebt und bewertet werden kann. 

Es geht im Wesentlichen darum, die Geschichte einer Familie zu erzählen, wobei die Frauen eindeutig im Fokus stehen. Die Männer spielen eher Rollen am Rand der Erzählung. Nalini wird in Indien geboren und wächst dort mit ihrer alleinerziehenden Mutter auf. Sie verliebt sich in den Sohn einer reichen Familie und brennt auf dessen Drängen schließlich mit ihm durch. Gegen den Widerstand der Familie heiraten sie und bekommen zwei Kinder, wobei Raul geschäftlich immer weniger zu Hause ist.

Schließlich wird er nach London versetzt und wünscht sich, dass seine Familie bei ihm ist. Schweren Herzens lässt Nalini ihre Mutter zurück, die sie nicht begleiten will, und zieht mit ihren Kindern nach England. Als Raul sie dort eines Tages Hals über Kopf verlässt - ohne eine Nachricht und ohne einen Cent, nur Schulden hinterlassend - stehen Nalini und ihre Kinder vor dem Nichts.

Von Geheimnissen und Lügen, von Liebe und Hass, von Heimat und Fremdheit, von Freundschaft und Vertrauen, von Lebenszielen und Selbstfindung - und vor allem von zart duftenden Gewürzen und lebendigen Farben handelt dieser Roman. Sicher wäre die Fremdheit in einem kalten Land voller Fremdenfeindlichkeit ein Thema gewesen, das hier mehr zum Tragen hätte kommen können. Aber der Schwerpunkt liegt eben auf der Entwicklung der Charaktere der Familie und ihrer sich stets wandelnden Beziehungen zueinander.

Ein leiser Roman, eine ruhige Erzählung, deren starke Frauenfiguren mich zunehmend in den Bann zogen. Andrea Hörnke-Trieß liest die gekürzte Hörbuchfassung (7 Stunden und 16 Minuten) mit ruhiger, gemessener Stimme, passend zum getragenen Erzählfluss.

Ein angenehm zu hörender Roman, der mir unterhaltsame Stunden beschert hat...


© Parden

Kommentare: 6
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Cover des Buches Koriandergrün und Safranrot (ISBN: 9783426435359)Loralais avatar

Rezension zu "Koriandergrün und Safranrot" von Preethi Nair

Berauschende Sinnlichkeit
Loralaivor 10 Monaten

Eine wundervolle und tatsächlich sehr sinnliche Geschichte.

Es wird abwechselnd aus der Sichtweise von Mutter und Tochter geschrieben und somit erhält man unterschiedliche Wahrnehmungen auf dieselben Ereignisse, geprägt durch Emotionen, Wissen, Halbwissen und Spekulationen. 


Ebenso wird sehr schön dargestellt, wie sich die beiden Hauptprotagonistinnen ihrem jeweiligen Leben stellen. Oder eben versuchen davor wegzulaufen, nur um sich letztlich doch damit auseinanderzusetzen. 


Mir hat das Lesen viel Freude bereitet und hier und da musste ich tatsächlich ein Tränchen vergießen, oder vor Empörung schnauben. Dennoch haben beide Frauen auf ihre eigene Weise Stärke gezeigt.

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Cover des Buches Koriandergrün und Safranrot (ISBN: 9783886987016)Weltverbesserers avatar

Rezension zu "Koriandergrün und Safranrot" von Preethi Nair

Toller Anfang, aber ab der Mitte schwach...
Weltverbesserervor 3 Jahren

Erzählt wird die Geschichte von Maya und ihrer Familie. Maya wird in Indien geboren und wächst in einer liebevollen und relativ wohlhabenden Familie auf. Sie verbringt viel Zeit mit ihrer Großmutter, doch eines Tages muss die Familie nach London ziehen, weil der Vater dort einen Job angenommen hat, die Grußmutter bleibt in Indien.
In London ist für Maya, ihren Bruder und ihre Mutter Nalini nichts wie sie es gewohnt sind, die Menschen sind fremd, die Sprache und das Essen sind fremd und sie werden zum ersten Mal in ihrem Leben mit Rassismus konfrontiert.
Als ein großes Unglück die Familie erschüttert, beginnt für die Familie ein harter Neustart.

Bis hier hin ist die Geschichte wirklich wundervoll erzählt. Allerdings  beginnt die Geschichte ab diesem Punkt an Spannung zu verlieren, da viele Ereignisse sehr sachlich wiedergegeben werden.
Die Ereignisse farbenprächtig und stimmungsvoll klingen zu lassen gelingt nur ansatzweise, nicht durchgängig.
Auch wird die Geschichte nicht gleichbleibend schnell erzählt, und das hat mir nur ein mittelprächtiges Hörerlebnis verschafft. Manche Geschehnisse werden ausführlich und manche nur kurz geschildert.

Beispiele folgen:
ACHTUNG SPOILER:
Nalini sieht sich zum ersten Mal in ihrem Leben damit konfrontiert, allein den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder aufbringen zu müssen, und das gelingt ihr mit Hilfe einer außergewöhnlichen Freundschaft.
Sie schafft es einen Laden zu eröffnen, in dem sie indische Pickles zum Verkauf anbietet. Der Laden wird sehr schnell beliebt und die Familie kann sonnigeren Zeiten entgegen blicken.

Doch eine ungeahnte Wendung führt dazu, dass Nalini ihr Geschäft verkaufen muss und alle Menschen um sie herum akzeptieren ihre Entscheidung einfach, ohne diesen schweren Schritt zu hinterfragen.... das fand ich doch sehr unrealistisch.
Ab da hab ich dann aufgehört zu hören.... sehr schade.

Die Sprecherin Andrea Hörnke-Trieß hat mir sehr gut gefallen, da sie eine warme und unaufgeregte Stimme hat, die perfekt zur Handlung des Buchs passen (würde, wenn das Potential voll ausgeschöpt worden wäre).



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