Preethi Nair Der Duft der Farben

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Inhaltsangabe zu „Der Duft der Farben“ von Preethi Nair

Blau ist die Wahrheit, Grün die Hoffnung und Rot die Liebe. Ninas Leidenschaft sind die Farben, doch ihr Leben in London spielt sich in Schwarz-Weiß ab. Um den Ansprüchen ihrer indischen Familie gerecht zu werden, musste sie schon immer auf ihre Träume verzichten bis ein ungewöhnlicher Entschluss ihr einen Weg in die Freiheit öffnet.Als Nina ihren Job verliert, wagt sie nicht, es ihrer Familie zu sagen. Am nächsten Morgen steht sie wie immer auf, doch anstatt zur Arbeit geht sie in die Londoner Tate Gallery. Von nun an führt sie ein Doppelleben: Tagsüber widmet sie sich ihrer Leidenschaft, der Malerei im Museum lässt sie sich von Matisses Farben berauschen und vergisst ihren Kummer. Abends kehrt sie nach Hause zurück, um die traditionelle Hochzeit vorzubereiten, die ihre Mutter für sie arrangiert hat. Als sie eine Künstlerin kennen lernt, die ihr für zwei Monate ihr Atelier überlässt, erfüllen sich Ninas kühnste Träume. Ihre Bilder sprechen sich in der Kunstwelt herum, und sie begegnet einem Mann, der ihr endlich das Gefühl gibt, etwas Besonderes zu sein. Doch bald kann sie den Spagat zwischen Freiheit und Konvention nicht mehr aufrechterhalten. Vielleicht ist die Wahrheit der Preis, den man zahlen muss, um zu sich selbst zu finden und die wahre Liebe zu entdecken ...

Sehr schöne Geschichte!

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  • Rezension zu "Der Duft der Farben" von Preethi Nair

    Der Duft der Farben

    bücherelfe

    29. May 2010 um 22:04

    Recht unterhaltsame aber gegen Ende leider allzu kitschige Geschichte.

  • Rezension zu "Der Duft der Farben" von Preethi Nair

    Der Duft der Farben

    HeikeG

    15. August 2008 um 11:45

    Auf dem Weg zu sich selbst Es gibt sie doch! Möchte man nach diesem Hörbuch rufen: Migranten, die nicht zurückgezogen und eingesponnen in ihren Traditionen und Familien leben und/oder kaum die Sprache ihres Gastlandes beherrschen, geschweige denn erfolgreich "Karriere machen". Immer wieder durchbrechen einige von ihnen diesen Zwiespalt zwischen traditioneller Anpassung und individuellem Freiheitsstreben und gehen ihren eigenen - und erfolgreichen - Weg. Preethi Nair hat dies in ihrem typischen, aber keineswegs flachen Frauenroman Der Duft der Farben zum Ausdruck gebracht und sie tut dies ohne den berühmten Zeigefinger zu heben, in einer ganz und gar unprätentiösen, sympathischen Art und Weise. Ihr "erfolgreiches Integrationsmodell" heißt Nina. Die Tochter indischer Einwanderer wohnt in London und hat einen angesehen Beruf: Sie ist Anwältin, was ihre Eltern und vor allem ihren Vater mit Stolz erfüllt. Ihren großen Traum - Malerin zu werden - hat sie den Forderungen ihres Vaters - der alles Künstlerische als "Firlefanz" abstempelt - untergeordnet und vertritt nun zweitklassige Künstler juristisch. Doch glücklich ist sie dabei keineswegs. Die Mutter wiederum möchte die Tochter alsbald verheiratet wissen und präsentiert dieser Mappe um Mappe von standesgemäßen indischstämmigen Kandidaten. Aber Nina liebt den Franzosen Jean Michel. Eine Welt des schönen Scheins, die jäh zerbricht: Nina gibt Knall auf Fall den Job auf und verliert auch noch den Geliebten. Die Eltern ahnen nichts, freuen sich nur, dass sie endlich bereit ist, sich mit einem Heiratskandidaten zu treffen: Steuerberater Raj, der sich Wissen und Persönlichkeit aus Ratgebern zusammenliest. Durch eine Zufallsbekanntschaft - in Form der australischen Kunststudentin Gina - rückt ihr Traum in greifbare Nähe. Nina übernimmt während Ginas vierteljährlicher Abwesendheit deren Atelier. Das Motto ihres Lieblingsmalers Matisse macht sie zu ihrem eigenen: Kreativität erfordert Mut. Nina beginnt ein Doppelleben, von dem die jeweils andere Seite nichts ahnt Tagsüber malt sie und abends trifft sie ihren neuen Verlobten bzw. berichtet ihrem Vater von ihren angeblichen Erlebnissen im Büro. In die Bilder, die sie malt, steckt sie ihr ganzes Ich hinein. Sie sind farbintensiv, abstrakt und authentisch. Eines widmet sie ihrer verstorbenen besten Freundin Ki. "FOR U KI" - "Für dich Ki" - schreibt sie in eine Bildecke. In einem Bilderrahmengeschäft wird dieser geheimnisvolle "Japaner FORUKI" der Auslöser einer ihr immer mehr aus den Händen gleitenden Verkettung (un)glücklicher Umstände. Das Bild erringt Beachtung eines europaweit bekannten Kunstmäzen, eine Vernissage wird organisiert, sie agiert als Forukis Agentin und in Eventmanager Michael scheint sie den Mann ihres Lebens kennen zu lernen. Nebenbei organisieren die ahnungslosen indischen Mütter in Windeseile ihre Großhochzeit mit Raj. Und als "Foruki" auch noch für den Turner-Prize nominiert wird, muss ein japanischer Gemüsehändler als Dummy herhalten. Schlussendlich stürzt jedoch das Lügengebäude wie ein Kartenhaus über Nina zusammen. Der Duft der Farben enthält trotz der sich zuweilen beinahe überschlagenden, turbulenten und spannend konzipierten Handlung eine bemerkenswerte Tiefe und Melancholie, die den Leser/Hörer tief anrührt. Wunderbar hat sie den Zwiespalt zwischen traditioneller Anpassung und individuellem Freiheitsstreben zum Ausdruck gebracht. Die ambivalenten Gefühle ihrer Protagonistin, ihre Zweifel und ihr zähes Ringen, die Einsamkeit an der Wende vom vorbestimmten, anerkannten Karriereweg zur eigenen Leidenschaft und wahren Identität, weiß Nair authentisch auszudrücken. Die 1971 in Kerlala, Südindien, geborene Autorin hat auch heimlich ihren Beruf als Unternehmensberaterin an den Nagel gehängt, um Romane zu schreiben. Ihr erstes Buch "Gypsy Masala" verlegte sie selbst, ehe der Durchbruch kam - und ihre Familie von der Doppelexistenz erfuhr. Preethi Nair gewann den "Asian Woman of Achievement" Preis und war nominiert als Schriftstellerin des Jahres. Nana Spier liest die Geschichte mit weiblichem Einfühlungsvermögen, erzeugt jedoch zuweilen einen allzu "plätschernden Stil". Ein wenig mehr akzentuierte Intonation hätte den Charakteren sicher gut getan. Fazit: Preethi Nair erweist sich in ihrem bisher persönlichsten Buch als meisterhafte Erzählerin. In einer turbulenten, zum Teil witzigen und spannend konzipierten Handlung verbirgt sich eine bemerkenswerte Tiefe und Melancholie. Das Buch sensibilisiert für den Spagat vieler Frauen zwischen zwei Kulturen.

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