Puljic Madeleine

 3,6 Sterne bei 5 Bewertungen

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Cover des Buches Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch (ISBN: 9783958342941)

Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch

 (5)
Erschienen am 08.08.2018

Neue Rezensionen zu Puljic Madeleine

Cover des Buches Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch (ISBN: 9783958342941)

Rezension zu "Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch" von Puljic Madeleine

Düster, deprimierend, bewegend - und das mit einem wunderbarem Schreibstil
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Diese Dystopie vereint religiöse und rebellische und revolutionäre Ansichten in einem unglaublich spannendem und beklemmenden Thriller. Die Charaktere sind besonders gegensätzlich und interessant und jedes Kapitel aus einer anderen Sicht lässt einen noch ratloser in philosophischen Fragen zurück... Ist man dafür? Ist man dagegen? Auf welche Seite würde man sich schlagen? Ich liebe den Schreibstil der Autorin. Er ist so bildhaft ohne unnötig ausschweifend zu wirken und diese unbarmherzige Welt brennt sich einem in den Kopf. Heutzutage so aktuell wie nie. 

Cover des Buches Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch (ISBN: 9783958342941)
TenjaTaless avatar

Rezension zu "Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch" von Puljic Madeleine

Von einer düsteren Zukunft und menschlichen Abgründen
TenjaTalesvor 3 Jahren

„Das Unglück Mensch – Darwin’s Failure“ spielt in einer möglichen Zukunft. Der Mensch hat es geschafft, sich in der Forschung derart weiterzuentwickeln, dass man nun genetisch optimierte Menschen künstlich erschaffen kann. Diese optimierten, oder auch Klone genannten, Menschen stellen die neue Oberschicht dar. Die natürlich geborenen Menschen, die Reinen, fristen in den Fabriken und auf der Straße ihr Dasein. Im Buch wird man Zeuge der Konflikte und erlebt den wachsenden Widerstand im Untergrund. Man begleitet verschiedene Protagonisten aus unterschiedlichen Schichten durch ihren Teil der Geschichte und erlebt dabei mehr als einen menschlichen Abgrund.

Meine Meinung

Der Schreibstil

Madeleine Puljic hat einen sehr schönen, eindringlichen Schreibstil und hat es damit schnell geschafft, mich an die Geschichte zu fesseln. Es handelt sich um ein düsteres und hoffentlich nie eintretendes Zukunfts-Szenario. Doch man hat das Gefühl, direkt dabei zu stehen und die Geschichte hautnah mitzuerleben. Man sollte nur vorher wissen, worauf man sich hier einlässt, denn das ist keine Blümchen-und-gute-Laune-Geschichte. Das ist eine Geschichte für starke Nerven und genau das hatte mir die Autorin in einem Kommentar auf Instagram prophezeit.

Einen Großteil des Buches habe ich am Stück verschlungen. Leider wurde ich aber zwischendurch immer wieder durch einige Fehler aus dem Lesefluss gerissen. Manchmal war einfach der Satz kaputt. Es wirkte, als hätte da jemand nochmal einen Satzteil gestrichen oder geändert, aber nicht alle Wörter angepasst. Auch steht über den jeweiligen Textabschnitten immer der Name des aktuellen Protagonisten, nur einmal steht da leider der falsche Name. Solche Fehler hätte ich hier nicht erwartet, das war echt schade.

Die Charaktere

Mit den Charakteren kann die Autorin wieder punkten. Insbesondere die verschiedenen Protagonisten sind griffig und lebendig beschrieben. Man kann sich in die meisten einfühlen und gewinnt den einen oder anderen doch recht lieb. Was allerdings nicht unbedingt ratsam ist. Nein, mehr will ich gar nicht spoilern. Mit einem der Protagonisten im späteren Verlauf konnte ich jedoch nicht warm werden. Während seine Handlungsweise anfangs noch nachvollziehbar und verständlich war, wechselt sein Verhalten immer mehr in verständnislosen Wahnsinn. Doch es passt ins Setting und die Art der Geschichte, da würden wohl sicher einige durchdrehen.

Die Geschichte

Die Autorin hat hier eine so düstere, aber anschauliche und vorstellbare Welt geschaffen, dass man sich wirklich fragt, wie viel davon irgendwann Realität werden könnte. Sowohl die Thematik der Gentechnik, wie auch die sozialen Verbindungen und Abgründe sind eindrucksvoll und verständlich beschrieben. Als Leser wird man in die Stadt Noryak entführt, die in all ihren dunkelschwarzen Tönen beschrieben wird. Die Autorin schafft es mit ihrer Geschichte emotional zu bewegen und zum Nachdenken anzuregen. Doch wie eingangs erwähnt, ist die Geschichte nicht ohne. Doch das merkt man schon auf den ersten drei Seiten. Danach wird man das Buch entweder weglegen oder verschlingen.

Fazit

Ich bin nicht empfindlich, aber eben doch ein Freund von Happy Ends und heiler Welt, was Bücher angeht. Dass mich das in einem dystopischen Buch nicht erwarten würde, war klar und auch ok so. Es war definitiv eine spannende und fesselnde Geschichte, die auch wirklich gut geschrieben ist. Die Fehler haben mich etwas gestört und dass ich am Ende nicht alle Handlungsweisen der Charaktere nachvollziehen konnte. Aber davon abgesehen ist es ein mitreißendes Buch mit spannenden Charakteren und auch sehr unerwarteten Wendungen. Man muss eben nur solche Geschichten mögen und mit den tiefen Abgründen der Menschlichkeit klar kommen. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung für alle, die jetzt wissen, worauf sie sich einlassen und davon nicht abgeschreckt sind.

Diese Rezension ist auch auf meinem Blog weltenschmie.de zu finden. 

 

Cover des Buches Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch (ISBN: 9783958342941)
Keksisbabys avatar

Rezension zu "Darwins Failure 1: Das Unglück Mensch" von Puljic Madeleine

No, we won't lay down and accept this fate
Keksisbabyvor 4 Jahren

Es gibt zwei Lager in der futuristischen Stadt Noryak: die Genoptimierten und die Puristen. Eine Optimierung ist teuer, so dass sie nur der Oberschicht vorbehalten bleiben. Zur Durchführung niedriger Arbeiten hat sich die Gesellschaft Klone geschaffen und ihnen gleich bequemerweise die Emotionen abgezüchtet. Die Puristen sind natürlich geborene. Sie verzieren sich mit Narben, um ihren Stand gegenüber den Klonen optisch hervorzuholen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander und entlädt sich in einem explosiven Gewaltexzess. In seinem Geschehen die optimierte Niove mit Gefühlen, der Priester Atlan, Xenos der Anführer der Puristen und Haron der gewaltbereite Aufwiegler. Sie sind Kinder ihrer Zeit und führen die Stadt in einen Krieg um die Frage was Menschlichkeit ausmacht.

 

Das Buch habe ich als Freebie bekommen und daher meine Erwartungen ein wenig herabgesenkt, denn oft handelt es sich um Jungautoren, die ihre Linie suchen und dabei naturgemäß Fehler machen. Das war bei „Darwins Failure“ gar nicht nötig. Die Autorin überraschte mich mit einem ansprechendem flüssigem Schreibstil und einer großen Kreativität bei der Szenerieentwicklung. Ich flog nur so förmlich durch das erste Drittel des Buches und zog mit Schaudern diese postapokalyptische Welt, in der Menschen seltener geboren werden und in Reagenzgläsern optimiert heranwachsen, in mich hinein. Gespannt folgte ich den Vertretern der unterschiedlichen Lager. Niove als Superoptimierte, die sich jedoch auch mit dem Elend der Unterschichten auseinandersetzt und etwas verändern möchte, Atlan der als Priester die Missstände zu lindern versucht und Haron dessen Wut auf sein Schicksal als Brandbeschleuniger in dem Aufstand wirkt. Irgendwann jedoch begann die Geschichte für mich keinen Sinn mehr zu ergeben. Ab der Hälfte entfremdeten sich mir die liebgewonnen Figuren, einige wurden mir sogar genommen und ersetzt wurden sie durch eine Konfrontation die ich verstand aber der ich emotional nicht folgen konnte. Die Intention der einzelnen Charaktere blieb auf der Strecke zu Gunsten von blutigen Gewalttaten, um das Regime zu stürzen. Zum Ausgleich bekam ich immer neue Protagonisten präsentiert , die mich jedoch kalt ließen. Vielleicht wäre es verständlicher für mich gewesen, wenn ich noch ein bisschen mehr über Haron erfahren hätte, woher die Raserei kam und der sich anbahnende Wahnsinn, aber da wurde ich im Regen stehen gelassen. Je weiter ich in der Geschichte vordrang, desto gleichgültiger war mir das Schicksal der Figuren und den Schluss habe ich nur noch mechanisch heruntergelesen.

Ich habe das Werk durchgelesen, glaube aber nicht, dass die Fortsetzung mich interessiert. Zumal mir bis jetzt nicht in den Kopf will, warum ich sehr viel Zeit darin investiere eine Figur dem Leser ans Herz zu legen, um sie dann einfach zu opfern.

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