Puntschart Ulla Der Hort der Gepiden

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Inhaltsangabe zu „Der Hort der Gepiden“ von Puntschart Ulla

Es ist das Jahr 592 n. Chr. Sirmien, einst eine blühende Region im Zusammenfluss der großen Ströme Save, Donau und Drau, liegt verwüstet und ausgeplündert darnieder. Was zieht die Protagonisten der Geschichte ausgerechnet dorthin? Unna, Notker, Wicho, Camilla und die junge Edwina sind der Enge des langobardischen Königshofs zu Verona entflohen. Sie folgen einer Spur, die sie zurückführt in das untergegangene Reich der Gepiden. Ein Vierteljahrhundert liegt dessen Ende mittlerweile zurück, und eng damit verflochten ist die düstere Geschichte von Alboin, dem König der Langobarden und der letzten gepidischen Königstochter, Rosamunde. Zur selben Zeit wagt der oströmische General Comentiolos auf eigene Faust einen Vorstoß in die Gebirgsregionen nördlich der Donau, wo einst sich die römische Provinz Dacia superior erstreckte. Sehr zum Ärger von Kaiser Maurikios in Konstantinopel, der gerade selbst einen Feldzug gegen die aufsässigen Völker auf dem Balkan beabsichtigt. Eine Kette von Ereignissen setzt sich in Gang. Erst parallel geführt, dann zunehmend in einander verflochten, entwickeln sich die Stränge der Handlung, sie verdichten sich zu einem „Road-Movie“ durch die bewegte, in sich zerrissene und widersprüchliche Welt der späten Völkerwanderung.

Schöne Bilder von Stimmungen und Landschaften wechseln mit bewegen Szenen. Ungewöhnlich, aber zum Hineinlesen!

— MartinaFF
MartinaFF

Eine Abenteuergeschichte, bevölkert mit kauzigen Gestalten in der Welt der späten Völkerwanderung.

— UllaPuntschart
UllaPuntschart

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  • Eine buntes Szenario, eine Welt im Niedergang und irgendwie im Aufbruch...

    Der Hort der Gepiden
    MartinaFF

    MartinaFF

    16. October 2016 um 11:16

    Ich gebe zu, dass mir die historischen Hintergründe anfangs auch nicht ganz klar waren, also habe ich nachgegoogelt. Also: demnach hatte Alboin, der König der Langobarden, den gepidischen König Kunimund in einer Schlacht besiegt, ihm den Kopf abgeschnitten und daraus eine Trinkschale angefertigt. So ist es in einer Chronik überliefert. Dann setzte er noch eines drauf und heiratete die Tochter von Kunimund.Danach wanderten die Langobarden aus Pannonien nach Oberitalien und besetzten es. Aber Rosamunde, die Tochter von Kunimund, rächte sich grausam an ihrem ungeliebten Gatten Alboin. Sie ließ ihn ermorden und floh mit dessen gesammelten Schätzen.Rund um diese Geschichte spinnt die Autorin im Roman ein buntes, farbenprächtiges Spektakel. Sie setzt die eigentliche Handlung 20 Jahre später an, mit Rückblenden auf das seinerzeitige Drama, dass sich in der oberitalienischen Stadt Verona abspielte. Plötzlich erinnern sich einige Leute an die Geschichten von damals, vor allem aber will man wissen: wo ist eigentlich der Schatz abgeblieben, den Rosamunde auf ihrer Flucht nach dem Mord an Alboin mitnahm?Der Roman spielt auf mehreren Handlungsebenen und hat viele Akteure. Das klingt zunächst einmal etwas verwirrend. Doch dann ist es wunderbar leichtfüßig zu lesen!Zudem hilft ein Personenregister weiter, und eine Landkarte gibt eine Übersicht der historischen Schauplätze. Nach einigen Kapiteln findet man sich aber in das Szenario hinein. Die Stränge werden klarer, sie hängen untereinander zusammen - und im Detail ist alles sehr liebevoll erzählt: "An der Wand des Holzschuppens leuchteten die Flaschenkürbisse wie übergroße goldene Birnen. Die Luft war warm und geschwängert von einem faulig süßen Duft nach trockenem Laub und überreifen Äpfeln."Wunderbare Stimmungen in der herbstlichen Landschaft an der Save leiten über in einen frostigen Winter auf dem Balkan. In Konstantinopel wird derweilen gefeiert, gefeilscht und intrigiert - zu welchem Ende? Die angekündigte Fortsetzung lässt sicher tiefer blicken.

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  • Der Hort der Gepieden

    Der Hort der Gepiden
    Gelinde

    Gelinde

    05. October 2016 um 10:03

    Der Hort der Gepiden, von Ulla Puntschart.Ein historischer AbenteuerromanOh mein Gott wie soll ich bei diesem Buch eine Rezi schreiben.Es war total verwirrend. Es spielt um die Zeit ca. 570.Im Großraum zwischen Mittel- und Oberitalien, z.T. über die Balkanländer und Griechenland bis nach Konstantinopel.Allerdings haben mir die ganzen Städte und Landschaftsnamen überhaupt nichts gesagt. Alles ist in kleine Fürsten- und Herzogtümer aufgeteilt und das sind viel zu viele Namen um sich diese zu merken.Auch sind die ganzen Namen total ungewöhnlich so dass es noch viel schwerer fällt sich diese zu merken. Namen für die Menschen, Städte, Orte, Länder, Flüsse, und auch allgemeinen Gegenstände. Es wird alles viel zu weit ausgeholt, manche Dinge werden bis ins kleinste Detail erzählt, es geht in viele Richtungen, Handlungen werden begonnen und dann nicht mehr weiter aufgenommen. Z.B. ein Einsiedler, der Überfallen wird und dann wird aber nie mehr auf ihn eingegangen, ob er gefunden wird und überlebt? Der Einsiedler hatte ein Kapelle in der er sein Leben aufgemalt hat, dabei wird erwähnt dass er u.a. eine Szene gemalt hat, bei der ein Schatz vergraben wurde (wo er dabei war) also sozusagen eine Schatzkarte die er da gemalt hat, diese wird von dubiosen Kirchenleuten auch kopiert, aber es wird nicht mehr weiter darauf eingegangen.Wie auch viele andere solche Nebenhandlungen eingestreut werden und nicht weiter verfolgt werden. Es geht um Politik, Kriege, Kaiser , Könige, Fürsten, das Leben der Reichen, Intrigen, das Leben der Armen, dann wird Kunst eingeflochten (sogar Geschichten aus Ägypten werden eingebaut), das damalige Ingenieurswissen wird erzählt, einfach zu viele Gesichtspunkte, es wird sehr weit ausgeholt und abgeschweift. Ich hab mich Streckenweis durchs Buch gequält.Im Buch sind es eigentlich zwei Erzählstränge.Einmal eine Gruppe von 5 Personen, die für mich willkürlich zusammengewürfelt ist. Wir erfahren immer mal wieder wie die eine oder andere Person miteinander zusammenhängt, aber wie sich die Gruppe im Grunde genommen wirklich gebildet hat erfahren wir nicht.Wir erfahren auch nicht warum die Gruppe eigentlich geflüchtet ist. OK Edwina sollte verheiratet werden, aber das erklärt mir nicht den Grund warum die Gruppe sich gebildet hat, und wie kommt Edwina zu dieser Gruppe?Warum zieht die Gruppe von Italien Richtung Norden in das Gebiet der „Gepieden“ (bis zur Donau), es werden tausend andere Namen erwähnt die mir unbekannt sind.Irgendwie stellt sich mir bei Lesen immer die Frage: Wie ist die Gruppe zusammengekommen, warum reist sie in den Norden, was erhoffen sie sich dort?Die Gruppe: Zwei Männer, zwei junge Frauen, eine davon behindert, Edwina, die verheiratet werden soll und dann Unna die Hauptperson, eine Kammerzofe die in Ungnade gefallen ist.Der Zweite Erzählstrang spielt eher in der gehobenen Gesellschaftschicht.Die Tochter eines Königs, der aber ermordet wurde, die den Mörder ihres Vaters geheiratet hat, wohl oder übel.Dann weitere Frauen, Geliebte, erste Frau, zweit Frau, dann haben diese wiederum geheiratet und weitere Geliebte und eigenmächtige Verbindungen, die Ziehtöchter deren Gesellschaft gesucht wird dann werden sie wieder abgeschoben.Einfach total verwirrend.Rein von den Namen her, obwohl ich versucht habe mir einen Stammbaum zu schreiben und es hinten im Buch ein Personenregister gibt, konnte ich nicht folgen.Irgendwann kommen die beiden Erzählstränge zusammen.Denn man erkennt dass Edwina, aus der ersten Gruppe, die Tochter eines Königs mit seiner Nebenfrau ist, und diese (Nebenfrau) nun wiederum ihre Tochter sucht.Warum und weshalb, und wie die beiden getrennt wurden wird mir aber auch wiederum nicht klar und wie Unna und Edwina zusammengekommen sind.Und der Schluss, ist dann relativ offen,es wird auf einen 2. Band hingewiesen und ich bin am Ende des Buches nicht schlauer als vorher.Deshalb mein Fazit:Man muss schon sehr Geschichtsinteressiert sein, sich in dieser Zeit, um 570 auskennen, sich auch in diesem Gebiet auskennen, denn die ganzen Namen sind wirklich sehr ungewöhnlich, um dem ganzen folgen zu können und sich im Buch zurecht zu finden.Für war es wie ein Buch mit sieben Siegeln die ich nicht knacken konnte.Deshalb kann ich nur 2 Sterne vergeben, für ein paar einzelne Geschichten die mich angesprochen haben.

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  • Leserunde zu "Der Hort der Gepiden" von Puntschart Ulla

    Der Hort der Gepiden
    UllaPuntschart

    UllaPuntschart

    Aufgepasst, für alle Freunde von historischen Romanen! Ich möchte euch mein Romandebut vorstellen. Der Hort der Gepiden spielt in der Welt der späten Völkerwanderung. In einer "dunklen Zeit" und an einem entlegenen Schauplatz, auf dem Balkan. Weit von uns entfernt, möchte man meinen. Doch gerade deshalb ist es der ideale Ort, um sich auf die Reise nach unbekannten Entdeckungen zu begeben...Es ist das Jahr 592 n.Chr. Sirmien, einst eine blühende Region im Zusammenfluss der großen Ströme Save, Donau und Drau, liegt verwüstet und ausgeplündert danieder. Was zieht die Protagonisten der Geschichte ausgerechnet dorthin? Unna, Notker, Wicho, Camilla und die junge Edwina sind der Enge des langobardischen Königshofs zu Verona entflohen. Sie folgen einer Spur, die sie zurückführt in das untergegangene Reich der Gepiden. Ein Vierteljahrhundert liegt dessen Ende mittlerweile zurück, und eng damit verflochten ist die düstere Geschichte von Alboin, dem König der Langobarden und der letzten gepidischen Königstochter, Rosamunde.Zur selben Zeit wagt der oströmische General Comentiolos auf eigene Faust einen Vorstoß in die Gebirgsregionen nördlich der Donau, wo einst sich die römische Provinz Dacia superior erstreckte. Sehr zum Ärger von Kaiser Maurikios in Konstantinopel, der gerade selbst einen Feldzug gegen die aufsässigen Völker auf dem Balkan beabsichtigt. Eine Kette von Ereignissen setzt sich in Gang. Erst parallel geführt, dann zunehmend in einander verflochten, entwickeln sich die Stränge der Handlung, sie verdichten sich zu einem „Road-Movie“ durch die bewegte, in sich zerrissene und widersprüchliche Welt der späten Völkerwanderung.

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  • Spannend, ungewöhnlich, blendend recherchiert und mit viel Humor gewürzt!

    Der Hort der Gepiden
    UllaPuntschart

    UllaPuntschart

    27. April 2016 um 11:41

    Der Titel macht zunächst einmal stutzig: Wer sind die Gepiden? Ein Stamm aus der Völkerwanderungszeit, wie sich schnell herausstellt. Das verspricht ein ganz neues Ambiente. Und tatsächlich, man schlägt das Buch auf und wird von der ersten Seite weg hineingezogen! Die Schauplätze wechseln zwischen verlassenen Landstrichen auf dem heutigen Balkan und Konstantinopel, sie sind bevölkert von allerlei kauzigen Gestalten. Bald schon sind einem die Figuren ans Herz gewachsen. Interessant sind aber auch die Einblicke in eine Periode, die man bisher kaum kannte, das späte sechste Jahrhundert im zerfallenden Römerreich. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil!

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