Pydoctis Pyris Vorboten des Grauens

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Inhaltsangabe zu „Vorboten des Grauens“ von Pydoctis Pyris

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  • Rezension zu "Vorboten des Grauens" von Pydoctis Pyris

    Vorboten des Grauens

    inlodan

    15. August 2011 um 15:12

    *Wiedergängers Wahnsinn Die Pyris‘ locken uns mit 17 verschiedenen Erzählungen auf 209 Taschenbuchseiten in diese Welt unheimlicher, besessener Gestalten, der Elfen, Zauberer, Kriegsherren, Dämonen und Killer, in die Welt des Außergewöhnlichen, Abenteuerlichen und Kriegerischen. Fantasy ist hier mehr als eine geschaffene, zauberhafte Lese-Atmosphäre mit märchenhaften Gestalten, sondern das Übernatürliche, Grenzwissenschaftliche, Mythische und Mystische, das den Autoren zu umspannen gelingt, indem sie allwissende Erzähler für viele Geschichten erschufen. Erzähler, denen es möglich ist, wie Seelenwanderer (oder einige der dämonenhaften Protagonisten), durch die Geschichte der Welt zu reisen. Da beginnen Erzählungen wie etwa „Das Geheimnis vom Torfbruch“ im Mittelalter und enden im dritten Reich, andere beginnen dort erst oder später und verweisen weit in die Zukunft. Auch diese Elemente schaffen eine unheimliche Umgebung, in der der Leser selbst daran Gefallen finden kann, das Auge der Zeitreisenden zu sein. In anderen Genres ist so etwas zu erreichen kaum möglich, weil da der Ansspruch zu hoch ist, nah am Wirklichen zu bleiben: Fast will man den Autoren-Brüdern tatsächlich abnehmen, dass es sich um überlieferte Geschichten handelt – was sie ja auch mit erdachten Quellennachweisen vorgeben. Wobei „Der Strommann“ auf den Essener Kindermörder Jürgen Bartsch anspielt, der in den sechziger Jahren wütete. Und „Das Dorf der Verdammnis“ beginnt mit einem bis heute nicht bestätigten Funkspruch der Royal Airforce im zweiten Weltkrieg, den es tatsächlich gegeben haben soll, der angeblich einen Mythos von Wiedergängern belegen soll. Aber das wars dann auch schon mit dem Realen, was für Fantasyfans ja ohnehin so etwas ist wie Mottenkugeln für Motten. Eines noch: So wählerisch die Gebrüder Pyris mit der Auswahl ihrer eigenen Namen waren, und mit den ersonnenen Namen ihrer Weissager und Denker, deren Geschichtsaufzeichnungen sie übersetzt haben wollen, so simpel sind die Namensgebungen (etwa Stefan, Mathilda, Carina und Sabine, Werner Wenzel, Arno Zöller) in Geschichten der Gegenwart. Auch das scheint begründet: „Schrecken und Phänomene, gar haarsträubende Geschehen, finden auch in Europa statt. Vielleicht sogar in Ihrer Nachbarschaft!“ heißt es auf dem Buchrücken. So lasst also Vorsicht walten, denn in jedem könnte ein Dämon stecken, ein Vorbote des Grauens.

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