Que Du Luu Vielleicht will ich alles

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Inhaltsangabe zu „Vielleicht will ich alles“ von Que Du Luu

Leben ist, wenn die Welt Kopf stehtDas Leben des 16-jährigen Addi scheint perfekt: Er hat genug Freunde, genug Taschengeld und wohnt in einem der wenigen schönen Stadtteile Bielefelds. Sein Vater ist Arzt, seine Mutter Krankenschwester. Und doch ist nichts, wie es sein sollte. Anstatt sich wie normale Leute zu streiten, schlagen sich seine Eltern abends halb tot. Und Addi weiß: Er wird sich niemals daran gewöhnen. Immer öfter klettert er heimlich aus dem Fenster und flieht in seine eigene Welt. Eine Welt der Dönerbuden, Discos und Parks - und der ersten Liebe. Doch die Sprünge in die Freiheit ziehen Konsequenzen nach sich. Und Erkenntnisse: Denn auch bei anderen trügt der Schein und stehen die Verhältnisse Kopf. Jonas aus der Parallelklasse, auf den ersten Blick ein braver Streber aus gutem Haus, organisiert für seine Hartz-IV-Eltern nächtens das Bier. Die faszinierende Alicia wiederum, für die Addi sich sogar prügelt, wird mit jedem Treffen komplizierter. Rätselhaft bleibt ihm, warum sein neuer Bekannter, der fette, verrückte Obdachlose Balduin, glücklicher ist als er selbst und warum seine Lehrer so rein gar nichts vom Leben verstehen. Als sich Addis Eltern endlich trennen, könnte eigentlich alles besser werden, doch der Ärger hat gerade erst begonnen.Mit beeindruckender Leichtigkeit, umwerfendem Witz und großem Feingefühl erzählt QueDu Luu von geplatzten Lebensträumen hinter bürgerlichen Fassaden, von unreifen Eltern und Jugendlichen, die trotz aller Hindernisse ihren Weg gehen, von wundersamen Außenseitern, vom Wagen, Scheitern und Erwachsenwerden - und von dem, was alle vereint: der Suche nach Geborgenheit.

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  • Leserunde zu "Alles über Lulu" von Jonathan Evison

    Alles über Lulu
    Daniliesing

    Daniliesing

    Eine ungewöhnliche - bewegende und zugleich komische - Geschichte zweier Kinder und Jugendlicher erzählt der Autor Jonathan Evison in "Alles über Lulu" aus dem KiWi Verlag. Will hat es im Buch nicht leicht, denn in seiner Familie geht es drunter und drüber und er steht daneben und kann scheinbar nichts tun. Erst mit dem Auftauchen von Lulu als Will neun Jahre alt ist, ändert sich so ziemlich alles für ihn. Denn auf erstaunliche Art und Weise entwickelt sich zwischen den beiden, trotz ihres jungen Alters, eine innige Beziehung, die sie unzertrennlich macht: Als Will Miller sieben Jahre alt ist, stirbt seine Mutter. Während sich sein hünenhafter Vater Big Bill mit Bodybuilding weitere Muskeln antrainiert und seine beiden unterbelichteten Brüder es ihm gleichtun, hört Will auf zu wachsen. Das ändert sich erst an dem Tag, an dem Big Bill eine neue Frau heiratet und diese mit ihrer Tochter Lulu bei den Millers einzieht. Denn Will verliebt sich unsterblich in Lulu. Fleisch und Bodybuilding – das sind die beiden Leidenschaften, denen Big Bill und die beiden Zwillingsbrüder Doug und Ross frönen. Will, kurzsichtig und Vegetarier, hat es schwer in dieser Familie, in der zu Thanksgiving gleich mehrere Truthähne im Ofen schmoren. Als Lulu mit ihrer Mutter in die Familie zieht, fängt Will sofort Feuer: Obwohl er erst neun Jahre alt ist, weiß er, dass Lulu und er zusammengehören. Inniges Vertrauen, gemeinsame Interessen und eine ungeheure Anziehungskraft machen die beiden Heranwachsenden unzertrennlich. Doch als Lulu nach den Sommerferien in einem Cheerleadingcamp wieder nach Hause kommt, ist sie völlig verändert. Von Will möchte sie nichts mehr wissen. Doch der lässt nicht locker. Wir suchen 25 Testleser für den Roman "Alles über Lulu", die Lust haben, Will, Lulu und all die anderen gemeinsam kennen zu lernen, sich in der Leserunde darüber auszutauschen und abschließend eine Rezension zu schreiben. Um Testleser zu werden, schreibt hier einfach bis 14. August in einem Kommentar unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner", wieso ihr hier gern mitlesen möchtet. Mit etwas Glück seid ihr dann bald einer von 25 Gewinnern dieses berührenden Romans über eine außergewöhnliche Liebe! Und wer schon mal reinschnuppern möchte, der findet unter diesem Link eine Leseprobe: http://media.lovelybooks.de.s3.amazonaws.com/Leseprobe%20Alles%20%C3%BCber%20Lulu.pdf

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    schlumeline

    schlumeline

    29. May 2011 um 17:28

    Addi, 16 Jahre und aus augenscheinlich gutbürgerlichem Hause stammend, führt hinter verschlossenen Türen ein Leben, das wohl kaum jemand gegen sein eigenes eintauschen möchte. Die Eltern prügeln sich, darunter hat besonders Addi zu leiden. Aus Versehen rammt ihm seine Mutter sogar eine abgebrochene Bierflasche in den Bauch. Für den Jungendlichen ist hier die Flucht aus dem Alltag zu Hause angesagt und so flieht er immer öfter durchs Fenster seines Zimmers in die Welt da draußen, in die Straßen seiner Heimatstadt Bielefeld. Dort begegnet er den Schicksalen anderer Menschen, die es auch nicht leicht im Leben haben, aber auf die eine oder andere Weise durchaus zufrieden sind mit dem was sie haben oder sind. An Addis Leben ändert sich auch nichts als die Eltern endlich beschließen sich zu trennen, denn wirkliches Interesse am Sohn und vor allem auch Zeit für ihn scheinen weder Vater noch Mutter zu haben. Addi aber sucht nach Wärme, Liebe, Freundschaft und Nähe und hofft wohl dies alles bei Alicia zu finden, einem Mädchen aus seiner Klasse, die eine Außenseiterrolle in der Gruppe hat. „Vielleicht will ich alles“ ist eine Geschichte über eine Reihe Menschen in Bielefeld, die Träume haben oder hatten, die den Alltag gut oder schlecht meistern, die ihr Leben leben, wie es eben ist. Ein Buch, das nicht verurteilt, sondern mehr schildert und die Meinung zu den Dingen dem Leser selbst überlässt. QueDu Luu klagt nicht an, sie erzählt und ist dabei so offen und direkt, dass es stellenweise weh tut. Mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor und dem Gefühl irgendwie hilflos sein, hält sie den Leser in ihrer Geschichte gefangen. Auch wenn hier viele Dinge immer wieder angesprochen werden und Addis Alltagsablauf von sich wiederholenden Momentaufnahmen geprägt ist, so geht dieses Buch doch nahe. Die Handlung spielt zwar in Bielefeld, ist aber in jeder anderen Stadt in ähnlicher Weise denkbar. Die Autorin präsentiert eine Geschichte über Lebensträume, über den Weg vom Jugendlichen zum Erwachsenen und über die Möglichkeit des Scheiterns. Eine Schilderung des Lebens wie es sein kann: Hart, grausam und brutal und doch immer wieder mit Momenten der Hoffnung und des Glücks durchsetzt und auch mit Möglichkeiten einen anderen Weg einzuschlagen und es besser anzutreffen. Vielleicht will ich alles, aber was ist dies alles und will ich es überhaupt? Das muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden und den richtigen Weg für sich finden. Und das unabhängig von seiner Herkunft.

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    Queenelyza

    Queenelyza

    26. April 2011 um 15:59

    Der sechzehnjährige Addi lebt in Bielefeld - und oberflächlich betrachtet, geht es ihm sehr gut. Er bekommt sehr viel Taschengeld, die Mädchen mögen ihn - nur, wäre ein Roman darüber wirklich interessant? Wohl eher nicht, "Vielleicht will ich alles" ist vieles, aber kein Wohlfühlbuch. Zuerst einmal geraten Addis Eltern im Streit des öfteren aneinander. Schreiereien sind an der Tagesordnung, gelegentlich kommt es auch zu körperlicher Gewalt. Sogar Addi ist von seiner Mutter bereits mit einer Bierflasche verletzt worden, als er sie vom Wüten abhalten wollte. Nicht gerade das, was man in gutsituierten Kreisen - der Vater ist Arzt, die Mutter Krankenschwester - vermuten würde. Das Mädchen, das Addi gut findet, Alicia, beachtet ihn zuerst nicht, statt dessen läuft ihm seine alte Flamme hinterher, von der Addi aber wiederum nichts wissen will. Auch diese Jugendlichen haben es zum Teil nicht einfach, sind ihre Welten doch auch nicht unbedingt in Ordnung. Dann gibt es noch Rüdiger, einen Schulkameraden, mit dem Addi sich anfreundet. Rüdiger geht wie selbstverständlich nachts aus dem Haus, zur Tankstelle, um seinen arbeitslosen Eltern Biernachschub zu holen. Dann setzt er sich in die Küche, trinkt Kaffee, und passt auf, bis seine Eltern schlafen gehen. Mal ehrlich, wie deprimierend ist das denn? In QueDu Luus Roman erleben wir alles, nur keine heile Teenagerwelt. Es werden Probleme thematisieirt, die sicherlich heutzutage in vielen, auch gutsituierten Familien vorkommen. Gleichgültigkeit, Vernachlässigung, Trennung, Gewalt.. Addi nimmt uns mit auf den Streifzug durch seine Welt, eine Welt, in der er seinen Platz sucht. Wir erleben mit, wie er sich mit Alicia verabredet, sich mit dem Obdachlosen Balduin anfreundet, sich von seinen Kumpels entfremdet und die Trennung seiner Eltern verkraften muss. Auf einmal erinnert sich der Vater daran, dass er einen Sohn hat - dies aber auch nur, wenn er Redebedarf hat. Dass sein Sohn auch Sorgen haben könnte, scheint ihm gar nicht bewusst zu sein. Wie Addi sich im Laufe des Buches weiterentwickelt, lernt, reifer wird, aber auch Gefahr läuft, in die Verhaltensmuster der Eltern zu verfallen, das schildert der Roman eindrücklich und oftmals auf deprimierende Weise. Ich habe selten so oft innehalten und durchatmen müssen, habe sehr viel über die Dinge nachgedacht, die ich gelesen habe. Eine Handvoll witziger Stellen eingestreut, bietet das Buch spannende, gute und realistische Unterhaltung (wobei mir dieses Wort, angesichts der Thematik des Buches, recht zäh aus den Tasten fließt). Ich möchte dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich für die Welt der Jugendlichen interessiert!

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  • Leserunde zu "Jockels Schweigen"

    Jockels Schweigen
    Adriana

    Adriana

    Bald startet eine neue Leserunde mit dem Jugendroman "Jockels Schweigen" von der Autorin Adriana Stern, die die Leserunde auch moderieren wird. Und die jetzt selbst zu Wort kommt: Auf die Leserunde zu meinem neuen Roman mit Euch freue ich mich und ich bin gespannt darauf. "Jockels Schweigen" gehört am ehesten in das Genre Krimi, in dem natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen darf. Ich möchte Euch den Inhalt nur kurz vorstellen, damit Ihr eine Ahnung davon bekommt, um was es in diesem Krimi geht: Als der 16-jährige David hinter dem Rücken seiner Eltern den Agenturvertrag für seinen kleinen Bruder Jockel unterschreibt, nimmt eine ungeahnte Katastrophe ihren Lauf. Schon kurze Zeit später bemerken David und seine Eltern schlimme Veränderungen an Jockel. Gemeinsam mit seiner ersten Liebe Julie kommt David einem Verbrechen auf die Spur… Und das sagt der Verlag: Adriana Stern hat sich in diesem Roman auf ausgesprochen sensible Weise einem sehr wichtigen Thema angenommen. Herausgekommen ist ein spannender Roman, der nicht nur von einem Verbrechen handelt, sondern auch eine wunderschöne Liebesgeschichte erzählt. Ihr Roman orientiert sich an einer wahren Straftat, die im November 2008 in Berlin aufgedeckt wurde. Hiermit lade ich Euch herzlich ein, "Jockels Schweigen" mit mir zu diskutieren. Wenn ihr gerne mitlesen möchtet, schreibt einfach einen kurzen Kommentar. Für die Leserunde stellt der Verlag bis zu 20 Bücher zur Verfügung!

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    suse9

    suse9

    23. March 2011 um 15:14

    Titel und Cover machen neugierig auf das Buch und lassen einen lustigen Roman vermuten. Aber das ist „Vielleicht will ich alles“ nicht – nicht für mich. Addi – der 16jährige Protagonist dieses Buches - ist es, der vielleicht alles will und warum auch nicht. Er ist jung und voller Träume, wie sie ein Jugendlicher haben sollte. Seine Eltern unterstützen ihn soweit finanziell, dass er sich einen Teil davon schon jetzt erfüllen kann, ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Und dennoch wächst Addi vernachlässigt auf. Nicht der finanzielle Mangel ist es, mit dem er zurechtkommen muss, sondern der emotionale. Seine Eltern schreien sich nur noch an – oder besser gesagt, seine Mutter schreit den Vater an und schreckt auch vor körperlicher Gewalt nicht zurück und dieser duckt sich und bemitleidet sich selbst, ohne den Weg aus dieser Verzweiflung zu suchen. Addi bleibt bis auf die Geräuschkulisse von diesen Attacken verschont und sich selbst überlassen. Dies ändert sich schlagartig, als die Eltern endlich beschließen, getrennte Wege zu gehen. * Das Buch „Vielleicht will ich alles“ hat mir emotional viel abverlangt. Wie oft ich es während des Lesens fassungslos sinken lies, kann ich nicht mehr sagen. Denn auch wenn Addi die Hauptperson in diesem Roman ist, treffen wir auch auf Jonas, Jessica, Alicia und viele andere, die von ihren Eltern auf die ein oder andere Art im Stich und allein gelassen werden. Ob es nun durch Alkohol-/Tablettenkonsum oder häusliche Gewalt ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Alle diese Jugendlichen wachsen in einem Umfeld der Lieblosigkeit auf. Darüber können auch die materiellen Zuwendungen der Eltern an ihre Kinder nicht hinwegtäuschen. Die äußere Fassade all dieser Familien ist makellos, jedoch das Innere krankt an emotionaler Einsamkeit, Egoismus und Versagen. Man wünscht sich fast, nicht so tief in das Leben der Protagonisten eingedrungen zu sein und doch sollte, muss man hinschauen, um zu helfen und aus Fehlern zu lernen. Deshalb finde ich es auch wichtig, dass nicht nur junge Leute, an die sich dieser Roman wendet, ihn zu Hand nehmen sondern vor allem auch Lehrer und Eltern. * Über den Schreibstil QueDu Luus ist zu sagen, dass er nicht zu anspruchsvoll, leicht verständlich aber nicht trivial ist. Die Autorin biedert sich bei den Lesern nicht mit Slang an und trotzdem beschreibt sie das Umfeld, in dem die jungen Bielefelder aufwachsen so, dass ich mir vorstelle, schon einmal dort gewesen zu sein. * Störend wirkt für mich die unterschwellige Werbung im Text. Damit meine ich nicht, dass Restaurants, Cafés und Dönerläden, in denen Addi für meine Begriffe viel zu häufig zu finden ist, mit Namen genannt werden, sondern vielmehr, dass ich regelrecht mit der Nase auf die Marken von Kaffeeautomat, Küchenzubehör und Klamottenläden gestoßen werde. Ich mag das in Romanen nicht und finde eine Umschreibung in solch einem Fall immer besser. Aber das ist Geschmackssache. * Weiterhin hätte ich mir gewünscht, dass QueDu Luu wenigstens einen Lichtblick in ihrem Roman hätte schaffen können. Ich kann nicht glauben, dass die Autorin in ihrem Buch die Durchschnittsfamilie geschildert hat. Nein, ich weiß, dass es viele viele positive Beispiele gibt, in denen Kinder glücklich und wohl behütet aufwachsen dürfen. Da die Autorin nicht einem einzigen Protagonisten Eltern an seine Seite gegeben hat, die diesen Namen auch verdienen, ist „Vielleicht will ich alles“ ein sehr deprimierendes Buch für mich geworden. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich es absolut empfehlenswert finde. Es muss gelesen und diskutiert werden.

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2011 um 12:02

    Es handelt sich hier um die Geschichte von Addi einem 16-jährigen Bielefelder Gymnasiasten, der zu Hause mit den brutalen Streitereien seiner Eltern zurecht kommen muss, ansonsten im Leben aber gut klar kommt. Umschwärmt von seinen Klassenkameradinnen und selbst mit dem Klassenstreber auf du und du, streift Addi durch das nächtliche Bielefeld, immer auf der Suche nach seinem nächsten Kaffee und in Gedanken an Alicia, das Roma Mädchen, für das sein Herz insgeheim schlägt. Das Buch ist gelesen, die Euphorie, welcher ich während der ersten 100 Seiten erlegen war, ist abgeklungen und zurück bleibe ich, verroht, nach der Lektüre dieses Buches, mit zu vielen ungeklärten Fragen in meinem Kopf. Dieser Roman ist krass, direkt, extrem, gewöhnungsbedürftig - und genau in dieser Gewöhnung liegt das Problem der Geschichte. Wenn ein Autor seinen Roman damit beginnt, dass die Mutter der Hauptfigur eben dieser Geschichte eine abgebrochene Bierflasche in den Bauch rammt, setzt das schon gewisse Maßstäbe für den Ton des Buches. Denen wird QueDu Luu aber leider nicht gerecht, und wie sehr hatte ich doch gehofft es wäre anders, denn dieser Anfang mit Schrecken bleibt die spannendste Stelle im Buch. Gut, könnte man sagen, das ist Gegenwartsliteratur, die muss nicht spannend sein, die muss eine Geschichte erzählen. Hier ergibt sich für mich das nächste Problem, dieser Roman gibt dem Leser zwar einen Einblick in das Leben der Hauptfigur, aber einen starken, durchgehenden Handlungsstrang gibt es nicht. Oft liest sich Addis Alltag wie ein Jump-and-Run Computerspiel: Die Mutter schreit - Addi geht in sein Zimmer, schließt die Tür - Addi springt aus dem Fenster - Addi rennt ziellos durch Bielefeld - Addi trifft Balduin oder Jonas - Addi geht essen - Natalie oder Katja oder Jessica tauchen auf, versuchen Addi zu verführen - Addi rennt nach Hause - und dann geht das Ganze wieder von vorne los... Das macht die Handlung vorhersehbar und als Leser hat man das Gefühl den Ablauf schon zu kennen, und auch dass die Autorin in ihren Einfällen für das Buch sehr eingeschränkt ist. Was ich der Autorin jedoch nach wie vor zu gute halte, ist ihr schwarzer Humor, mit dem sie diese Erzählung durchtränkt hat und der sich zum größten Teil in ihren Charakteren zeigt. Besonders der obdachlose Ex-Mathematiker "Balduin Pfiff", in seinem karierten Anzug und mit seiner Piepsstimme auf 200 kg Lebendgewicht, ist ihr gut gelungen, ist aber leider oft der einzige Grund für Abwechslung im Buch.

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    alsija

    alsija

    22. March 2011 um 07:06

    Das buch handelt von dem 16-jaehrigen addi, der in Bielefeld wohnt und von seinen Eltern vernachlaessigt und geschlagen wird. Seine Vater ist Arzt und seine mutter Krankenschwester. Jeden Abend stritten sie sich so sehr, dass addi teilweise mit hinein gezogen wurde oder mitten in der Nacht aus seinem Fenster Ausstieg und Inder Innenstadt von Bielefeld umherstreifte. Dort lernt er dann auch einen Obdachlosen kennen mit dem er sich anfreundet und verbringt einige Zeit in der Küche seines Schulkameraden Jonas. Jonas ist ein Top Schüler, jedoch muss er seinen Hartz IV Eltern immer das Bier besorgen. Das Buch wirkt am Anfang wie leichte Kost für zwischendurch, sobald addi aber eine abgebrochene Bierflasche von seiner mutter in den Bauch gerammt bekommt, schwenkt man doch um. Wenn ein 16-jaehriger sich mit einem dicken Obdachlosen anfreundet und ihn sogar selber zu Hause badet, ist das schon nicht ganz normal. Meine lieblingsstelle ist die wo addi die neue Kiepe Waschmaschine von seiner Mutter verschrotten laesst nur um seine große liebe zu sehen. Das Buch ist Humorvoll und in einem schönen Stil geschrieben. Der inhalt ist zwar schwere Kost aber im großen und ganzen ein sehr tolles Buch!

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    Adriana007

    Adriana007

    19. March 2011 um 12:43

    Inhalt: Der Roman " Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu, handelt von der Lebensgeschichte des 16-jährigen Addi. Sein Leben....sein Leben ist an der Oberfläche perfekt. Er hat viele Freunde, genügend Taschengeld und wohnt in einem schönen Stadtviertel Bielefelds. Das ist der Schein, die Oberfläche eines normalen Lebens eines 16 jährigen Jungens. Doch dieser Schein trügt. Seine Eltern prügeln sich fast tot, alte Freunde werden ihm fremd und seine große Liebe scheint auch ganz anders zu sein als er eigentlich gedacht hat. Was macht Addi? Wie kommt er mit dieser Situation klar? Auf diese Fragen gibt das Buch jede Menge Antworten. Meinung: Was den Roman betrifft habe ich sehr gemischte Gefühle. Als ich das Buch ausgelesen hatte, war mein erstes Gefühl Enttäuschung, irgendwie hatte ich mehr erwartet. Dann wiederum musste ich die ganze Zeit über die Handlung und über die verschiedenen Charaktere des Romans nachgrübeln und das hat mich echt fasziniert. Noch nie musste ich so lange über ein Buch nachdenken. Was mich enttäuscht hat? Als erstes muss ich sagen, dass ich mich nur sehr schwer in die Geschichte einlesen konnte. Ich konnte mich mit den Figuren des Buches nicht richtig identifizieren. Für mich war es die ganze Zeit so als würde ich als Zuschauer Addis Leben verfolgen und das hat mir nicht gefallen. Ich liebe es nämlich, wenn ich, auch wenn sich das etwas übertrieben anhört, Teil des Buches werde, mit einer oder mehren Charakteren verschmelzen kann. Hier bei dieser Geschichte hatte ich einfach keinen Bezugspunkt. Weiterhin hat mir nicht gefallen, das keine von den Figuren richtig Emotionen gezeigt hat. Ich frage mich die ganze Zeit , wie ich meine Gefühle zu dem Buch richtig beschreiben soll. Die Figuren kamen für mich sehr berechnend, kalt und gleichgültig rüber, wie z.B. die Eltern, die Addi überhaupt keine Liebe entgegengebracht haben oder Alicia, die sich, meiner Meinung nach, auch sehr distanziert verhalten hat. Selbst Addi hat meiner Ansicht nach kaum Gefühle gezeigt. Warum hat er seinen Eltern nicht mal gesagt, was er von ihnen hält, wie sie sich gegenseitig behandeln oder wie sie Addi behandeln? Liebt er denn seine Eltern gar nicht? Ist die Antwort vielleicht, das es keinen Zweck hat? Und das ist sie schon wieder, diese Gleichgültigkeit. Wie man hier sehen kann, hat das Buch bei mir sehr viele Fragen aufgeworfen!! Bis jetzt frage ich mich, was der Titel zu bedeuten hat und wie er in die Geschichte passt und wer damit gemeint ist. Addi? Die Eltern?...Was ich sehr gut an diesem Roman fand, war der Aufbau der Handlung. Ich musste das Buch bis zum Ende lesen, weil ich unbedingt erfahren wollte, wie das mit Addi weiter geht. Den Spannungsaufbau fand ich deshalb ziemlich gut!!! auch wenn mir das Ende am Anfang nicht so gefallen hat. Jetzt muss ich sagen, dass das Ende zur Handlung, zu der ganzen Atmosphäre passt! Insgesamt muss ich sagen, das ich das Buch sehr schwierig fand, es aber trotzdem etwas an sich hatte was mich fasziniert hat. Bis heute muss ich noch über einzelne Sachen, die in dem Roman passiert sind nachdenken und das will was heißen!! Ich würde sagen, das dass Buch, für die Leute empfehlenswert ist, die nach dem Lesen nicht davor zurück schrecken, längere Zeit darüber nachzudenken :D :D!!

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    Gwendolyn

    Gwendolyn

    18. March 2011 um 19:58

    "Vielleicht will ich alles" von QueDu Luu Inhalt: Der 16-jährige Addi ist unglücklich verliebt, unzufrieden mit seinem Leben und auch sonst läuft nicht alles so, wie er es gerne hätte. Er ist der Meinung, seine Familie ist anders, weil sich seine Eltern täglich streiten und dabei auch gerne mal aufeinander losgehen, doch schon bald wird er eines Anderen belehrt. Er erfährt, dass auch in den Familien seiner Freunde, die doch immer so fröhlich rüberkommen, Tabletten genommen, ausschließlich Fast-Food gegessen und die Kinder abends zum Bier kaufen an die Tankstelle geschickt werden. Wenn er abends vor dem Lärm, den seine Eltern veranstalten, fliehen will, steigt er aus dem Fenster und läuft durch die Straßen von Bielefeld. Dabei lernt es auch den Obdachlosen Ronald, der von ihm aber aufgrund seiner karierten Anzüge, die er immer trägt, stets Balduin genannt wird. Baldiun stinkt fürchterlich, was auch sehr viele Menschen verscheucht, so aber nicht Addi. Dieser gibt ihm stattdessen Donuts und Kaffee aus und sie freunden sich sogar an. Was Addi nicht weiß: Balduin ist der Vater einer seiner Freundinnen. Ein Beispiel dafür, dass der Schein auch trügen kann. Als er bei einer "Schlägerei", bei der eine gesamte Klasse auf das unbeliebte Mädchen Alicia, in das sich Addi verliebt hat, einschlagen soll, dazwischen geht und eben jenes Mädchen verteidigt, wird er von einigen gelobt, von anderen ausgelacht oder auch einfach weiterhin ignoriert, dennoch hätte er es jederzeit wieder getan. Denn nun weiß Alicia wer er ist. Doch auch sie verhält sich wie ein ganz normales Mädchen: Zögert oft, ist schnell eingeschnappt und will sich nicht wirklich auf eine Liebe mit Addi einlassen. Doch Addi gibt nicht auf und fängt an, zu begreifen, worum es im Leben wirklich geht, dass nicht alles so ist, wie es scheint, und man nicht immer nach Äußerlichkeiten gehen darf. Meinung: Ich bin auf das Buch wegen einer Testleserunde aufmerksam geworden und habe es stets gerne gelesen. Es ist wirklich sehr flüssig und angenehm geschrieben. Man konnte sich außerdem super in die Hauptfigur, also Addi, hineinversetzten, obwohl, oder vielleicht auch gerade weil, die heutige Jugendsprache oft verwendet wurde, zum Beispiel wenn er auf Skins und ähnliche trifft. Das Buch ist zudem super lustig, sodass ich an manchen Stellen laut loslachen musste und niemand verstand warum, weil sie das Buch ja nicht gelesen hatten:) Ein klitzekleinen Abzug gibt es dennoch: Manchmal fand ich die Geschichte ein wenig unrealistisch: Addi bekommt 100 Euro Taschengeld die Woche!!! ! Außerdem ist es auch unwahrscheinlich, dass er am Ende alles bekommt, was er will. Aber auch noch andere Ungereimtheiten kamen darín vor. Allerdings ist das jetzt nicht so unbedingt schlimm. Aber hier ein paar Beispiele, die ich verwirrend aber auch irgendwie witzig fand: -"Also war alles, was schlecht war, auch irgendwie gut und alles, was gut war, irgendwie schlecht. War das nun gut oder schlecht?" -"Du bist wirklich okay", sagte sie," und deine Mutter ist... schwierig." Ich wusste nicht, was für ein Zusammenhang da bestand. Meinte sie, ich sei okay, OBWOHL meine Mutter schwierig war? Oder ich sei okay, WEIL meine Mutter schwierig war? Das wohl kaum. Aber der Zusammenhang was egal. Hauptsache, ich war nett und okay für sie. -"Ja, wenn ich es mir genau überlege: Wieso soll man Frauen denn nicht schlagen dürfen?", fragte Jonas nun. "Weil sie schwächer sind", sagte ich. "Dann dürfen sich zwei Männer auch nie schlagen", sagte Jonas. "Wieso?" "Weil einer immer schwächer ist." "Du bist gar nicht dumm", sagte ich. "Aber Männer sind auch meistens größer." "Dann darf ein man mit 1,80 Meter keinen Mann schlagen, der 1,70 Meter groß ist?" "Hast recht", sagte ich. "Dann gehts doch nach Stärke." Die vier glotzten blöd. "Dann darfst du auch keine Frauen schlagen", sagte Jonas. "Es sagt ja auch keiner was, wenn du einen Schwächeren schlägst." "Aber Behinderte darf man auch nicht schlagen", sagte ich. "Sind Frauen etwa behindert?", fragte Jonas. "Du hast recht. Es stellt sich erst im Kampf raus, wer stärker oder wer schwächer ist. Das weiß man vorher nicht. Wenn man das wüsste, dürfte der Stärkere den Schwächeren nicht hauen, weil das ja gemein ist, einen Schwächeren zu verhauen, und der Schwächere würde isch auch nicht hauen wollen - Der Schwächere haut sich ja nur, weil er denkt, er sei der Stärkere." "Ey Bruder, du hast es geschnallt!", sagte Jonas. [...] "Dürfen Frauen denn Frauen schlagen?" "Von der Gesellschaft müsste das toleriert werden", sagte er. "Weil Männer auch Männer schlagen dürfen. Aber wie wir eben gehört haben, wäre es unfair, wenn stärkere Männer schwächere Männer schlagen. Da sie das aber dürfen, folgt daraus, dass Männer auch andere schwächere Personen, sprich Frauen, schlagen dürfen. Wenn das zutrifft, dürfen selbstverständlich auch Frauen Frauen schlagen, auch wenn eine von den beiden Frauen auf jeden Fall schwächer ist. Jeder darf alles!" -"Frau Kirchhoff, guten Tag", sagte meine Mutter. "Wir müssen in Zukunft den Waschkeller abschließen. Das mag zwar umständlich sein, aber unsere Waschmaschine wurde in der letzten Nacht gestohlen!" "Wieso?", fragte Frau Kirchhoff. "Soviel ich weiß, wurde sie abgeholt." "Wie kommen Sie denn darauf?", fragte meine Mutter überrascht. "Ihr Sohn", sie zeigte auf mich,"hat die doch heute abholen lassen. Von zwei Türken. Sie standen noch auf dem Parkplatz und haben Lärm gemacht." "Addi!", sagte meine Mutter, und wenn Frau Kirchhoff nicht in Raum gewesen wäre, hätte sie "Addi" wohl lauter ausgesprochen. Ich hätte antworten können, dass das gar nicht stimmt. Erstens waren es keine Türken, und zweitens hatten wir keinen Lärm gemacht, jedenfalls nicht so einen Lärm wie meine Eltern noch vor ein paar Tagen. Außerdem war Frau Kirchhoff eine blöde Klatschtante, die den ganzen Tag hinter dem Fenster stand und die Nachbarn beobachtete. "Ach ja", sagte ich und schaute dabei auf den leeren Platz, an dem die Waschmaschine gestanden hatte. "Jetzt erinnere ich mich wieder. Freunde haben sie sich ausgeliehen. Ihre war kaputt und sie müssen so viel waschen." Mehr fallen mir so schnell nicht ein:) Jedenfalls ist es ein schönes Buch und hat auf jeden Fall verdiente 4 Sterne von mir bekommen.

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    boergerwelt

    boergerwelt

    18. March 2011 um 12:10

    Addi ist 16 und seine Eltern streiten, schlagen, beleidigen und bekriegen sich ständig. Addi hält diese Situation nicht aus, bricht ständig aus und treibt sich nacht auf den Straßen Bielefelds herum. Als seine Eltern sich endlich dazu entschließen, sich scheiden zu lassen, atmet Addi auf und denkt, dass nun alles besser wird und Ruhe in sein Leben einkehren wird. Doch weit gehfehlt, seine Eltern zerren und plärren weiter, Addi mittendrin. Außerdem begegnet er einigen skurrilen Personen und zu allem Überfluss ist da noch Alicia, in die er verliebt ist, sich aber nicht traut, sie anzusprechen. Que Du Luu nimmt den Leser mit in das Durcheinander, dass Addis Leben ist. Vom ersten Wort an springt der Leser hinein in diese Geschichte und wird nicht mehr von ihr losgelassen. Im Buch werden die Probleme eines Jugendlichen,wie die des Erwachsenwerdens, Verliebtheit, Auseinandersetzungen mit den Eltern usw. authentisch beschrieben. Der Titel "Vielleicht will ich alles" ist gut gewählt, macht er doch klar, dass Jugendliche (und wohl auch Erwachsene) immer alles wollen. Das ist aber nicht möglich, und in einigen (aber nicht allen!) Bereichen lernt Addi das auch. Obwohl der Leser schnell mit Addi sympathisiert, fällt gleichzeitig auf, dass er von solch einer Menge skurriler Gestalten umgeben ist, unheimlich viele Freiheiten hat und oft der einzig Vernünftige ist. Einiges an der Geschichte, an den Figuren passt nicht und wirkt sehr überzogen. Deswegen kann ich dem Buch auch nicht die vollen 5 Sterne geben, sondern belasse es bei 3. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch enpfehlen, sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, die eine Ahnung dasvon bekommen wollen, was ihre Kinder fühlen und womit sie sich beschäftigen. Die Sprache ist authentisch, gut verständlich und nachvollziehbar.

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    sonjastevens

    sonjastevens

    16. March 2011 um 23:20

    Kaffee und verlorene Elternliebe Addis ist 16 und hält es zu Hause kaum noch aus, seine Eltern streiten sich ständig lautstark und sind gewalttätig. Als er erfährt, dass sich seine Eltern scheiden lassen wollen, denkt er, dass es nun endlich gut wird. Leider irrt er sich, denn Besserung scheint kaum in Sicht. Seine Eltern sind egoistisch und haben alles andere im Kopf außer sich um ihren Sohn zu kümmern… Auch gibt es ein Mädchen an der Schule auf das Addi total steht, aber er traut sich einfach nicht sie anzusprechen, dafür läuft ihm seine hübsche Exfreundin aber hinterher. Ein Buch, das etwas überspitzt, die alltäglichen Probleme Jugendlicher zusammenbringt und in eine nette Story packt. Die Probleme mit dem Erwachsen werden, die Suche nach Liebe und wahren Freunden. Ein Buch für Jugendliche, denn sie können sich sicherlich damit identifizieren, ein Buch für Erwachsene, denn sie hatten bestimmt ähnliche Probleme, ein Buch für Eltern, dass sie ermahnt auch mal die Probleme ihrer Kinder zu sehen. Das Buch hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, es hat schwierige Themen humorvoll angesprochen und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Manchmal habe ich aber auch die Handlung kopfschüttelnd verfolgt, denn ich konnte Addis Eltern absolut nicht verstehen, ihre Einstellung hat mich wütend gemacht. Leider fand ich das Buch teilweise total überzogen, nicht mehr authentisch und dadurch etwas nervig. Auch waren einige Charaktere teilweise sehr nervig, vielleicht weil sie recht flach beschrieben worden sind und sie nur spezielle Eigenschaften hatten, so dass diese dann einfach auf Dauer zu viel wurden. Daher kann ich auch nur 3 Sterne vergeben, dennoch würde ich das „Vielleicht will ich alles“ weiterempfehlen an Leute die das Thema "Erwachsen werden" interessiert.

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    Miserable

    Miserable

    16. March 2011 um 19:09

    Addi ist 16, lebt in Bielefeld, und ist an seiner Schule äußerst beliebt. Er scheint der perfekte Teenie zu sein. Doch zuhause sieht es anders aus. Seine Eltern prügeln sich jeden Abend, selbst er gerät einmal zwischen die Fronten. Er beginnt zu fliehen; nachts steigt er aus dem Fenster und erkundet Bielefeld. Dort lernt er Balduin kennen und Jonas, von dem Addi bisher auch gedacht hatte, er sei der korrekte Streber. Aber nein, Jonas besorgt Alkohol für seine Eltern. Addi muss lernen, dass niemand perfekt ist, vor allem nicht die Erwachsenen. QueDu Luu beschönigt nichts. Der Einstieg in das Buch ist hart, doch so ist auch das Leben. Sie schreibt einfach und gibt so Addis Gedanken sehr genau wieder. Man kann sich sehr gut in ihn hineinversetzen, doch auf der anderen Seite hatte ich auch so meine Probleme mit diesem Charakter. Er scheint die Ahnung von allem zu haben, alle Erwachsenen sind unfreundlich, er nimmt sogar einen Obdachlosen mit zu sich nach Hause und wäscht ihn dort. Schön, wenn es so wäre, wenn es genügend solcher Leute geben sollte, doch diese Darstellung erscheint mir als ziemlich unrealistisch. Auch lässt sich in dem Buch eine sehr starke Schwarz-Weiß-Malerei entdecken: Addi macht alles gut, und die Erwachsenen sind schlecht. Vor allem die Darstellung seiner Eltern finde ich auch hier wieder recht unrealistisch. Sie können sich so viel streiten wie sie wollen, sich so wenig um ihren Sohn kümmern wie sie wollen, aber so reagieren wie sie es im Roman tun? Ich will hier nicht spoilern, deswegen einfach die Behauptung. Ich finde es echt übertrieben. Insgesamt finde ich "Vielleicht will ich alles" nett, gut zum Entspannen, für die Zugfahrt, aber ein Meisterwerk ist es nicht.

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    Ay73

    Ay73

    16. March 2011 um 09:28

    Ein Hoch auf Bielefeld. In Que du Luus Buch schlendert man mit Addi zusammen durch ganz Bielefeld. Jede Straße, jedes Cafe, jeder Platz und jeder Park ist so herrlich, als wäre man an der Seite von Addi. Addi, ein 16 Jähriger Teenager, der aufs Gymnasium geht, flüchter abends aus dem Fenster in die Bielefelder Nacht. Seien Eltern streiten sich andauernd und werden sogar ziemlich handgreiflich. Addi hält diese Situation nicht aus und flieht in die Stadt. Eines Abends trifft er einen Klassenkameraden Jonas in der Stadt. Jonas Tüten sind von mit Bier und Mc Donalds Essen. Die bringt er seinen Eltern die von Hart IV leben, aber ihn stört es nicht. Addi der Jonas als einen Streber bezeichnete besucht ab dann häufiger Jonas auf einen Kaffee in der alten Küche. Eine weitere liebeswerte aber etwas gewöhnungsbedürftigte Person ist Balduin, der süß-säuerlich stinkt, immer im Anzug rumläuft egal bei welchem Wetter. Addi freundet sich mit ihm an und es entwickelt sich zu einer sonderbaren Freudschaft. Dann haben wir noch eine Leidenschaft von Addi: ALICIA, das Zigeunermädchen. Sie geht von Addis Gymnsium nach einer Streiterei ab und besucht fortan das Bethel Gymnsium. Er will sie kennen lernen, sie weiterhin anhimmeln und merkt, alle Mädchen fast gleich. Ein sehr nüchternes Buch um das Erwachsenwerden. Um Streitereien in der Familie, sich Behaupten im Freundeskreis, um Scheidung und neue Partner der Eltern und um definitive Kaffesucht. Ich finde obwohl das ein Jungedbuch ist kann man es als ein Familienbuch wahrnehmen. Que duu Luu schreibt so schön witzig und authentisch. Ich bin begeistert als EX-Bielefelderin...

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    LesleyBuch

    LesleyBuch

    13. March 2011 um 11:19

    "Vielleicht will ich alles" erzählt wenige Wochen aus dem Leben des 16jährigen Addi, einem Schüler aus Bielefeld. Der Leser erfährt über sein Umfeld, die Umgebung, in der er aufwächst genau so viel wie über seine Familienverhältnisse. Die Ehe seiner Eltern ist am Ende und Gewalt ist an der Tagesordnung. Da überrascht ihn die Nachricht über die Scheidung seiner Eltern nicht wirklich. Addi schlägt sich durchs Leben, lernt Gleichaltrige kennen und zeigt Mitgefühl und Hilfsbereitschaft gegenüber Minderbemittelten. Addi steht genauso wie seine Eltern an einem Scheideweg seines Lebens. Soll er die Schule nach der 10. Klasse weiterführen? Soll er zu seiner Mutter ziehen oder zu seinem Vater? Wie kommt er mit den neuen Partnern seiner Eltern zurecht? Fragen, die man Kindern seines Alters eigentlich ersparen möchte, die sich aber in unserer heutigen Gesellschaft(sstruktur) leider nicht vermeiden lassen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es die heutige Gesellschaft abbildet. Es zeigt den immerwährenden Generationenkonflikt zwischen Eltern und ihren Kindern. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere einfühlen und mir das Geschehen bildhaft vorstellen. Besonders gut hat mir der regionale Bezug zu Bielefeld und die Ortsbeschreibungen gefallen. So kann der Leser auch das Umfeld von Addi und seinen Freunden direkt nachvollziehen. Das Buch ist zugleich sehr erschreckend und es hat mich einige Zeit gekostet, diese Rezension verfassen zu können, da es nachwirkt. Ich empfehle dieses Buch allen - sowohl Jugendlichen als auch der Elterngeneration (der ich mich heute zuordne) - man findet sich darin wieder oder findet wie es in anderen Familien zugeht und kann daraus Schlüsse für sein eigenes Leben und den Umgang miteinander ziehen. Es ist sehr flüssig und mitreißend geschreiben, so dass die Lesezeit wie im Flug vergeht.

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  • Rezension zu "Vielleicht will ich alles" von Que Du Luu

    Vielleicht will ich alles
    Leela

    Leela

    13. March 2011 um 00:10

    Der sechzehnjährige Addi lebt in Bielefeld und könnte eigentlich ein ganz normales, nettes Leben haben: Seine Eltern haben einen guten Beruf, geben ihm viel Taschengeld und erwarten sonst auch nicht viel, wäre da nicht das Problem, dass sie sich so gut wie jeden Tag anschreien und sich sogar körperlich angreifen. Da Addi das nicht mehr aushält, flüchtet er nachts aus dem Fenster seines Zimmers und streift durch die Stadt und erlebt dabei allerhand: So lernt er z.B. den leicht verrückten "Balduin" kennen und muss sich hin und wieder prügeln. Als er erfährt, dass seine Eltern sich scheiden lassen wollen und sein Vater auszieht, denkt Addi zuerst, alles würde nun besser werden - nur so einfach ist es eben doch nicht. QueDu Luu hat mit "Vielleicht will ich alles" ein spannendes, oft aber vor allem lustiges und unterhaltsames Buch geschrieben. Man findet kaum ein Kapitel, in dem Langeweile aufkommen könnte und ständig passiert unvorhergesehenes. Bei all den beschriebenen, oft absurden Szenen fällt jedoch auf, dass der Realismus teilweise etwas auf der Strekce bleibt: Es ist z.B. sehr merkwürdig, dass Addi ständig Essen geht und generell ständig etwas isst. Auch wenn man als Sechzehnjähriger 100 EUR Taschengeld pro Woche bekommt (was auch nicht ganz reallistisch wirkt), erscheint es nicht ganz glaubwürdig, dass er nichts anderes zu tun hat, als ständig außerhalb zu essen. Auch einige Szenen, in denen Addi sich mal wieder prügelt, wirken etwas übertrieben - aber gut: Letztendlich ist es eine fiktive Geschichte, die unterhalten soll und das schafft "Vielleicht will ich alles". Vor allem der Humor wirkt immer sehr passend und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht, während mich andere Kapitel zum Grübeln brachten. Insgesamt ist das hier ein Buch mit kleinen Schwächen, über die man hinwegsehen kann, denn das Gesamtbild überzeugt durch eine große Portion Humor der nicht aufgesetzt wird, eine interessante Handlung und lockeren Schreibstil.

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