Quentin Bell

 4.4 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Virginia Woolf, Erinnerungen an Bloomsbury und weiteren Büchern.

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Erinnerungen an Bloomsbury
 (2)
Neu erschienen am 22.08.2018 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

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Quentin BellVirginia Woolf
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Virginia Woolf
Virginia Woolf
 (8)
Erschienen am 03.01.1982
Quentin BellErinnerungen an Bloomsbury
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Erinnerungen an Bloomsbury
Erinnerungen an Bloomsbury
 (2)
Erschienen am 22.08.2018
Quentin BellCharleston
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Charleston
Charleston
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Erschienen am 01.05.2004
Quentin BellVirginia Woolf / Virginia Woolf, A Biography
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Virginia Woolf / Virginia Woolf, A Biography
Quentin BellElders and Betters
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Elders and Betters
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Erschienen am 01.08.1997

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Rezension zu "Virginia Woolf" von Quentin Bell

Rezension zu "Virginia Woolf" von Quentin Bell
Sokratesvor 7 Jahren

Über Virginia Woolf gibt es nicht viele Biographien, aber Quentin Bell gehört zweifelsohne zu den bei-den Standardwerken, die genannt werden müssen (das andere Standardwerk ist m.E. Hermione Lee’s Biographie über Virginia Woolf).
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Quentin Bell (* 1910) ist der Sohn von Vanessa Bell, geborene Stephen, Virginias Schwester. Er hat Virginia persönlich gekannt und erlebt und schreibt deshalb als unmittelbarer Zeitzeuge, nicht als ein solcher Biographienschreiber, der über sein Objekt erst recherchieren und interviewen musste. Und Quentin ist ein überaus humorvoller Mensch: bereits die eingangs beschriebene Familiengeschichte der Stephen verpackt er in so viel bissigen Humor, dass es sehr viel Spaß macht, sein Buch zu lesen. Darüber hinaus verfügt er über wirkliches Schreibtalent.
Nebenbei ist die Biographie über Virginia Woolf ein Zeitdokument der Jahre 1920-1940 englischer Literatur- und Gesellschaftsgeschichte. So schreibt Bell auch über den berühmten Bloomsbury Kreis oder Oxford-Jahre der Stephen-Brüder; beides Stationen im Leben von Virginia Woolf, die auf ihre Persönlichkeit und ihr Schreiben einen massiven Einfluss hatten, allerdings auch auf die englische Kunst- und Literaturszene.
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Ein wenig stört, dass Quentin Bell das scheinbare Idyll einer intakten Familie beschreibt. Nach Virginia Woolf – Die Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs auf ihr Leben und Werk, geschrieben von der amerikanischen Literaturwissenschaftlerin Louise DeSalvo, kann man diesem heraufbeschworenen Idyll nicht mehr wirklich glauben. Außerdem widerspricht der harmonische Eindruck dem allgemein bekannten viktorianischen Familienverständnis, dass von patriarchalen Verhältnissen geprägt war und Frauen im Wesentlichen ein Leben lang eine untergeordnete Rolle zuordnete. Auf den von den Duckworth-Brüder ausgeübten sexuellen Missbrauch an den beiden Stephen-Schwestern geht Quentin Bell nur sehr knapp ein. Er bleibt vage, will sich nicht festlegen. Auch hier wird lieber eine idyllische Welt beschrieben und sich hinter Nebulösem verschanzt, anstatt eine klare – wenn auch streitige – Aussage zu treffen. Zur kritischen Auseinandersetzung ist daher DeSalvo’s Buch zu empfehlen und gibt auch dem literarischen Werk Virginia Woolf eine mitunter andere Ausrichtung.

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Rezension zu "Erinnerungen an Bloomsbury" von Quentin Bell

Rezension zu "Erinnerungen an Bloomsbury" von Quentin Bell
Sokratesvor 8 Jahren

Ab 1905 entstand im gleichnamigen Londoner Stadtteil Bloomsbury die "Bloomsbury Group", eine lockere Zusammenkunft junger Literaten und Maler. Federführend waren die Schwestern Virginia und Vanessa Bell, von denen erste später durch Heirat mit Leonard Woolf den Namen erhielt, mit dem sie in die Literaturgeschichte eingehen sollte: Virginia Woolf. Die Gruppe wurde ein Beispiel für die sich am Anfang des 20 Jhs. entwickelnde Bohème; ihre Zusammenkunft löste sich zwar schon um die 1920er Jahre, aber viele der dort geschlossenen Freundschaften dauerten fort bis weit in die 1940er Jahre.

Der vorliegende Band ist eine Sammlung kurzer biographischer Essays des Sohnes von Vanessa Bell, der Schwester von Virginia Woolf. Bell heiratete den Kunstschriftsteller Clive Bell, einen ehemaligen Studenten der Cambridge University und Mitglied der "Apostel", einer literarisch-philosophischen Gruppe junger Männer, die vorwiegend die ersten (männlichen) Mitglieder der "Bloomsbury Group" stellten. Quentin Bell war der erste Sohn aus dieser Ehe. In seinem Essayband widmet er sich in einer Reihe kurzer Darstellungen den wichtigsten Mitgliedern der "Bloomsbury Group", so bspw. Clive Bell, Vanessa Bell, Duncan Grant, John Maynard Keynes, Roger Fry, Leonard Woolf, Die MacCarthys, Edward Morgan Forster, die Stracheys und andere mehr. Bell - der alle Mitglieder noch selbst erlebt hat - vermischt Biographisches der Bloomsberries mit eigenen Erlebnissen. Dies gelingt ihm sehr gut; man kann sich sehr gut das Zusammenleben und -denken der Gruppe vorstellen, in Erinnerungen an ihrem Leben bspw. in Charleston Farmhouse teilhaben.

Dieses Buch ist für all diejenigen interessant, die sich mit der "Bloomsbury Group" näher beschäftigen wollen; unerlässlich sicher, um das Werk Virginia Woolf's näher deuten zu können. Das Buch enthält einige aber wenige s/w-Abbildungen, insbesondere Zeichnungen.

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