Quentin Bell Erinnerungen an Bloomsbury

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Inhaltsangabe zu „Erinnerungen an Bloomsbury“ von Quentin Bell

Sechzehn biographische Portraits widmet Quentin Bell Mitgliedern der exzentrischen "Bloomsbury Group" um Virginia Woolf und ihre Schwester Vanessa Bell. Er hat als kleiner Junge und später als junger Mann alle aus nächster Nähe erlebt, die in diesem kommunikationsfreudigen Künstler- und Literatenzirkel verkehrten, und schildert sie und ihr Zusammenleben witzig und ernsthaft zugleich, mit liebevoller Ironie und tiefer Menschlichkeit.

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  • Rezension zu "Erinnerungen an Bloomsbury" von Quentin Bell

    Erinnerungen an Bloomsbury

    Sokrates

    01. March 2011 um 09:27

    Ab 1905 entstand im gleichnamigen Londoner Stadtteil Bloomsbury die "Bloomsbury Group", eine lockere Zusammenkunft junger Literaten und Maler. Federführend waren die Schwestern Virginia und Vanessa Bell, von denen erste später durch Heirat mit Leonard Woolf den Namen erhielt, mit dem sie in die Literaturgeschichte eingehen sollte: Virginia Woolf. Die Gruppe wurde ein Beispiel für die sich am Anfang des 20 Jhs. entwickelnde Bohème; ihre Zusammenkunft löste sich zwar schon um die 1920er Jahre, aber viele der dort geschlossenen Freundschaften dauerten fort bis weit in die 1940er Jahre. Der vorliegende Band ist eine Sammlung kurzer biographischer Essays des Sohnes von Vanessa Bell, der Schwester von Virginia Woolf. Bell heiratete den Kunstschriftsteller Clive Bell, einen ehemaligen Studenten der Cambridge University und Mitglied der "Apostel", einer literarisch-philosophischen Gruppe junger Männer, die vorwiegend die ersten (männlichen) Mitglieder der "Bloomsbury Group" stellten. Quentin Bell war der erste Sohn aus dieser Ehe. In seinem Essayband widmet er sich in einer Reihe kurzer Darstellungen den wichtigsten Mitgliedern der "Bloomsbury Group", so bspw. Clive Bell, Vanessa Bell, Duncan Grant, John Maynard Keynes, Roger Fry, Leonard Woolf, Die MacCarthys, Edward Morgan Forster, die Stracheys und andere mehr. Bell - der alle Mitglieder noch selbst erlebt hat - vermischt Biographisches der Bloomsberries mit eigenen Erlebnissen. Dies gelingt ihm sehr gut; man kann sich sehr gut das Zusammenleben und -denken der Gruppe vorstellen, in Erinnerungen an ihrem Leben bspw. in Charleston Farmhouse teilhaben. Dieses Buch ist für all diejenigen interessant, die sich mit der "Bloomsbury Group" näher beschäftigen wollen; unerlässlich sicher, um das Werk Virginia Woolf's näher deuten zu können. Das Buch enthält einige aber wenige s/w-Abbildungen, insbesondere Zeichnungen.

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