Habt ihr schon vom Wolf gehört?

von Quentin Gréban 
4,8 Sterne bei4 Bewertungen
Habt ihr schon vom Wolf gehört?
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Eine wunderschöne, auch lehrreiche Geschichte, die erkennen lässt was passieren kann wenn man übertreibt.

K

Vom Hörensagen.

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Inhaltsangabe zu "Habt ihr schon vom Wolf gehört?"

Eine Wölfin trifft auf ein kleines Lamm, das seine Herde verloren hat, und lächelt es freundlich an ? das verängstigte Lämmchen aber sieht nur gebleckte Zähne und flüchtet zu den Schweinen.
Diesen berichtet es, dass es von einem bösen Wolf angeknurrt wurde. Die Schweine sind empört und erzählen die Geschichte der Gans ? und auch sie übertreiben ein wenig. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht und jedes Tier schmückt die Geschichte noch etwas weiter aus, macht den Wolf noch größer, noch gefährlicher und noch schrecklicher. Als schließlich die Wölfin hört, wie sich zwei Meisen über ein gefährliches Monster unterhalten, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Ahnungslos, dass sie selber damit gemeint ist, flüchtet sie mit ihren Jungen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783280035382
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:32 Seiten
Verlag:Orell Füssli Verlag
Erscheinungsdatum:07.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Ramgardias avatar
    Ramgardiavor 4 Monaten
    So kommt man zu einem schlechten Ruf

    In diesem Bilderbuch erfahren wir, warum die Wölfe einen so schlechten Ruf haben.

    Die nette Wolfmutter lacht der Lamm freundlich an und zeigt dabei alle ihre Zähne. Allerdings erschrak das Lamm vor den spitzen Zähnen und erzählt dem Schwein, der Wolf wollte es beißen. Und dann erzählt das Schwein es der Gans, die dem Esel und so weiter. Natürlich wird der Wolf immer gefährlicher, am Ende streift ein grausames Monster durch die Gegend und vernichtet jeden.  Als das die Wölfin hört bekommt auch sie Angst und rennt weg.

    Der Text ist kurz und die Bilder sehr realistisch gezeichnet. Auch das Rotkäppchen finde seinen Platz in der Geschichte.

    Man darf eben nicht alles glauben, was einem erzählt wird, es wäre besser sich selbst ein Bild vom bösen Wolf zu machen

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    Kinderbuchkistes avatar
    Kinderbuchkistevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine wunderschöne, auch lehrreiche Geschichte, die erkennen lässt was passieren kann wenn man übertreibt.
    Eine wunderschöne, auch lehrreiche Geschichte, die erkennen lässt was passieren kann wenn man übertr

    Wer kennt es nicht, wer ist nicht schon einmal in irgend einer Form damit konfrontiert worden?
    Der Macht des Wortes!
    Der Vorurteile und Übertreibung

    "Habt ihr schon vom Wolf gehört"
    erzählt solch eine Geschichte.

    Vor Wölfen hat man Angst.
    Wieso eigentlich?

    Am Ende der Geschichte wissen wir wie es dazu kam, denn es war nicht immer so!
    Alle lebten friedlich und ohne Angst miteinander
    bis zu jenem Tag, an dem eine junge friedliche, freundliche Wölfin einem kleinen Lamm begegnete. Die Wölfin lächelte zur Begrüßung das Lamm freundlich an, dabei sah das Lamm ihre großen Zähne, deutete die freundliche Geste falsch und erschrak fürchterlich.
    In seiner, völlig unbegründeten, Angst lief es zu den Schweinen, denen erzählte das Lamm, dass ein böser Wolf, mit großen spitzen Zähnen es angegriffen hätte.
    Die Schweine erzählten die Nachricht der Gans.
    Bei ihnen klang das ganze schon wieder etwas anders.
    Da ist der Wolf noch ein Stück größer und die Zähne noch gefährlicher.
    Die Gans wiederum erzählt es mit neuen Übertreibungen, die noch gefährlicher wirken dem Esel weiter.
    Auch der gibt die Nachricht weiter, an die Ratte, dabei ist aus dem vermeintlichen Angriff auf das Lamm schon ein furchtbarer Angriff auf die ganze Schafherde geworden.
    Die Ratte erzählt es den Hühnern und Küken und die dem Hasen.
    So geht es immer weiter und weiter. Plötzlich haben alle Angst vor dem Monster, dem riesigen Ungeheuer.
    Die junge Wölfin hat davon nichts mitbekommen. Lebte weiter ihr Leben bis sie eines Tages das Gespräch zweier Vögel mitbekommt, die von einem grausamen Monster berichten.
    Das fand die Wölfin so schlimm, bekam furchtbare Angst vor dem Monster.
    Als es dann ein Gewitter aufzog und es donnerte und blitzte, da dachte die Wölfin das dies das Monster sei und nun übertrieb auch sie denn sie rannte weg und rief dabei
    "Das Monster ist da!
    Und heute Abend wird es sie fressen!"
    Denn nicht nur Lämmer, Schweine, Gänse und Ratten übertreiben.
    Auch Wölfe!
    Die Wölfin hat man nie wieder gesehen.

    Eine wunderschöne Geschichte, die durch Übertreibung immer gefährlicher klingt.
    Dabei wird diese Übertreibung bewusst als Stilmittel eingesetzt.
    Es trägt auf besondere leichte Weise durch die gesamte Geschichte.
    Bei jeder neuen Botschaft steht ein Satz zum Schluss der Seite.
    Wie: " Lämmer übertreiben immer ein bisschen."
    oder
    "Eine Gans übertreibt immer ein bisschen....." ( Zitate aus dem Buch)
    So erkennen die Kinder schnell die wiederholenden Elemente, gehen intuitiv mit  der Geschichte mit.
    Schon nach der zweiten "Wiederholung" bilden sie den letzten Satz selbst.
    Aber nicht nur, dass sie wissen was als Schlusssatz kommt, nein sie erkennen durch dieses Stilelement  genau die Verselbständigung der Geschichte.
    In den Lesestunden konnten wir feststellen, dass die Kinder die Geschichte selbst auch noch steigern können. Eine wunderbare Möglichkeit Sprachkompetenzen zu entwickeln.

    Einfühlsame illustriert der Autor selbst seine Geschichte, legt den Fokus auf das zu erzählende übertreibende Element. Er zeichnet die Wölfin jeweils passend zu den schrecklichen Übertreibungen, die im Laufe der Geschichte immer angsteinflößender erscheint, endet dann aber auch mit den liebevollen Bildern kleiner heulender Wolfskinder, die mit ihrer Mutter aus Angst vor dem Monster das Weite suchen.
    Wunderbar schon die Illustration auf dem Cover, die  uns schon mit einer besonderen Stimmung förmlich einlädt das Buch zu entdecken.

    Bleibt zu hoffen, dass die Botschaft des Buches, die Kinder  durchaus leicht erkennen, auch lange nach hält. Das sich die Kinder in ihrem Leben zu gegebener Zeit, in ähnlichen Situationen,
    an diese schöne Geschichte erinnern.

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    W
    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    Ein hintersinniges Bilderbuch



    Dieses schon 2009 auf Französisch in Namur in Belgien erschienene Bilderbuch von Quentin Greban thematisiert auf eine lustige und nachdenkliche Weise das Phänomen, wie Gerüchte entstehen, die durch Übertreibung immer übler werden und schon bald mit der Realität nichts mehr zu tun haben.

    Eine Wölfin trifft auf ein kleines Lamm, das seine Herde verloren hat, und lächelt es freundlich an. Das verängstigte Lämmchen aber sieht nur gebleckte Zähne und flüchtet zu den Schweinen.
    Diesen berichtet es, dass es von einem bösen Wolf angeknurrt wurde. Die Schweine sind empört und erzählen die Geschichte der Gans und auch sie übertreiben ein wenig. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht und jedes Tier schmückt die Geschichte noch etwas weiter aus, macht den Wolf noch größer, noch gefährlicher und noch schrecklicher. Als schließlich die Wölfin hört, wie sich zwei Meisen über ein gefährliches Monster unterhalten, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Ahnungslos, dass sie selber damit gemeint ist, flüchtet sie mit ihren Jungen.

    Ein hintersinniges Bilderbuch.

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    K
    kvelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vom Hörensagen.
    Vom Hörensagen.

    Inhalt:

    Alles beginnt mit einem Missverständnis:
    Eine Wölfin und ein kleines Lamm treffen aufeinander; die Wölfin wollte grüßen und lächelt das Lamm an; aber das Lamm erschreckt sich vor den spitzen Zähnen.
    Das Lamm flüchtet zu anderen Tieren und berichtet diesen von ihrem schrecklichen Erlebnis.
    So wird die Story immer weiter erzählt – und jeder „dichtet noch etwas dazu“, so dass die Geschichte immer noch schrecklicher und furchteinflößender und der Wolf als immer größeres Monster dargestellt wird.


    Meine Meinung:

    Schöne kindgerechte Zeichnungen mit jeweils kurzen Texten für die mittleren oder schon älteren Kindergartenkinder.


    Das Ende:
    Da am Ende die Nachricht über das „Monster“ auch die Wölfin erreicht, die natürlich nicht wissen kann, dass sie der eigentliche Auslöser der Geschichte ist, und nun auch noch ein schreckliches Gewitter aufzieht, hat die Wölfin Angst und flieht, um sich und ihre Kleinen in Sicherheit zu bringen.
    Diesen Bogenschlag fand ich sehr gut gelungen.
    Und das Kind, dem die Geschichte vorgelesen wurde, konnte sich in die „verursachende Person“ hineinversetzten und empfand Mitleid.


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