Quentin Tarantino

 4 Sterne bei 92 Bewertungen
Autor*in von Es war einmal in Hollywood, Cinema Speculation und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Quentin Tarantino, 1963 geboren, zweifacher Oscarpreisträger, ist einer der bekanntesten Regisseure der Welt. Seine Werke wie »Pulp Fiction«, »Kill Bill«, »Inglourious Basterds« oder »Django Unchained« prägen unser kulturelles Gedächtnis. Sein jüngster Film »Once upon a Time in Hollywood« wurde allein in Deutschland von fast zwei Millionen Kinobesuchern gesehen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Quentin Tarantino

Cover des Buches Es war einmal in Hollywood (ISBN: 9783462003628)

Es war einmal in Hollywood

 (42)
Erschienen am 02.11.2022
Cover des Buches Cinema Speculation (ISBN: 9783462005394)

Cinema Speculation

 (12)
Erschienen am 01.11.2023
Cover des Buches Django Unchained (ISBN: 9783847905387)

Django Unchained

 (6)
Erschienen am 20.12.2013
Cover des Buches Es war einmal in Hollywood (ISBN: B097BK3HWP)

Es war einmal in Hollywood

 (8)
Erschienen am 08.07.2021
Cover des Buches Inglourious Basterds (ISBN: 9780316080651)

Inglourious Basterds

 (8)
Erschienen am 17.08.2009
Cover des Buches FROM DUSK TILL DAWN (ISBN: 9780571190072)

FROM DUSK TILL DAWN

 (7)
Erschienen am 10.06.1996
Cover des Buches Reservoir Dogs (ISBN: 0802136850)

Reservoir Dogs

 (4)
Erschienen am 01.07.2000
Cover des Buches Pulp Fiction (ISBN: 9780571200689)

Pulp Fiction

 (2)
Erschienen am 05.04.1999

Neue Rezensionen zu Quentin Tarantino

Cover des Buches Cinema Speculation (ISBN: 9783462004298)
Soerens avatar

Rezension zu "Cinema Speculation" von Quentin Tarantino

Ein Filmfan referiert über die Filme der Siebziger
Soerenvor einem Jahr

In „Cinema Speculations“ erzählt uns Quentin Tarantino von seiner Filmleidenschaft und wie er von Kindestagen mit seiner Mutter und mit Freunden viel Zeit im Kino verbracht hat. Allerdings handelt es sich bei dem Buch weniger um eine Autobiografie als vielmehr ein Sachbuch über Kinofilme, vorwiegend um die 1970er Jahre. Er berichtet uns von Martin Scorseses „Taxi Driver“, dem Steve McQueen-Blockbuster „Bullit“, was ihm am Paul-Schrader-Film „Hardcore“ nicht gefallen hat und schwärmt von Sylvester Stallones „Rocky“. Überhaupt lässt uns Tarantino viel an seinem Filmwissen teilhaben und nennt haufenweise unbekannte Streifen, die mit den genannten Titeln in Zusammenhang steht. Auf dem Wege habe ich erst von Geheimtipps Werken wie „Der Mann mit der Stahlkralle“ und „Brooklyn Blues“ erfahren. Dank Tarantinos leidenschaftlichen Essays darüber, wird man als Filmfan automatisch neugierig. Daher richtet sich das Buch hauptsächlich an Leute, die genauso filmbegeistert sind wie Tarantino. Diese allerdings haben damit zweifellos ihren Spaß.
Schön hätte ich noch empfunden, wenn der Regisseur (mehr) darauf eingegangen wäre, wie die genannten Titel sein eigenes Filmschaffen beeinflusst haben. Aber möglicherweise hebt er sich das ja für ein anderes Buch auf.

Cover des Buches Cinema Speculation (ISBN: 9783462004298)
Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Cinema Speculation" von Quentin Tarantino

Hinter den Kulissen
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Was eigentlich in ein Fazit gehört, gleich zu Beginn. Wer das Kino nicht mag, ist hier fehl am Platze. Denn um nichts anderes geht es hier. Klar, dass die versammelte Fangemeinde Tarantinos auf so etwas gewartet hat, denn bekanntlich hat der Meister viel zu erzählen. Dass es aber solche Ausmaße, wie in "Cinema Speculation" ausführlichst beschrieben, annimmt, dachten viele wohl im Traum nicht.

Natürlich gibt es einige Voraussetzungen, die Leserinnen und Leser mitbringen müssen, denn wer Filme wie BULLITT, THE GETAWAY, DIRTY HARRY oder DELIVERANCE nicht kennt, wird es schwer haben, sich in Tarantinos Filmlexikon zurechtzufinden.

Aber auch Experten der Gemeinde wissen längst nicht alles, und wenn sie dies bisher dachten, werden sie eines Besseren belehrt. Was der Autor hier an Hintergrundinformationen abliefert, dürfte seinesgleichen suchen. Was man schon immer über Filme wissen wollte, bisher aber nie zu fragen wagte, wird hier in aller Ausführlichkeit besprochen. Es ist schon unglaublich, was Quentin Tarantino hier an Geschichten, Zusammenhängen und Querverweisen anzubieten hat.

Diese schier explodierende Informationsflut ist aber keineswegs be- oder überlastend, sondern extrem unterhaltsam. Selbst wenn man einen Großteil der von ihm zitierten Filmtitel nicht kennen mag, ja gar nicht kennen kann, zumal sich sein Fokus bekanntermaßen auf die Produktionen der 70er Jahre richtet.

Es sind auch und vor allem vielleicht die vielen Geschichten, die sich im weiteren Umfeld der Filme und ihrer Entstehung um diese ranken, und die so manchen Filmfan in ungläubiges Staunen versetzen können. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass der junge Richard Gere, der ursprünglich für die Rolle des Chico Tyrell in Martin Davidsons Low-Budget-Independentfilm "The Lords of Flatbush" vorgesehen war, von Sylvester Stallone, der die Figur des Stanley Rosiello spielte, wegen gegenseitiger persönlicher Abneigungen "vermöbelt" und dann auch noch gefeuert wurde?

Wenn Quentin so richtig in Fahrt kommt, ähneln seine ausschweifenden Ausführungen nicht selten den sachbezogenen Aufzählungen eines Filmlexikons, wo er uns Unwissenden doch eigentlich einen seiner vielen Lieblingsfilme vorstellen wollte. Erstaunlicherweise ist einer davon "Rocky", "quasi sein liebster Film aller Zeiten", und in diesem Zusammenhang lernen wir einen völlig anderen Sylvester Stallone kennen.

"Rolling Thunder" gehört ebenfalls in die lange Liste jener Filme, die ihn "völlig umgehauen" haben. John Flynns Vietnam- und Rachethriller sah er bereits mit 14 Jahren (in Begleitung seiner Mutter) am Premiereabend in Los Angeles und später, als er Führerschein und Auto hatte, in unzähligen Grindhouse-, Programm- und Nachaufführungskinos.

"Bevor es Heimvideo gab, machten Filmliebhaber solche Sachen."

Und noch ganz andere Sachen. Einfach mal weit über die gegebene Thematik hinausgehen. Raus aus dem Filmalltag und hinein in die "Speculation". Hier wäre dann zum Beispiel die (film)weltbewegende Frage zu stellen, wie sich "Taxi Driver" gestaltet hätte, wenn nicht Martin Scorsese, sondern Brian De Palma die Regie übernommen hätte. Schließlich war letzterer der Erste, der Paul Schraders Drehbuch las...

Der Umfang des Buches mag auf den ersten Blick abschrecken, doch nach der Lektüre, die sich aufgrund des unerwartet hohen Unterhaltungswertes nicht lange hinzieht, entstehen reichlich ambivalente Gefühle, denn wie sollte sich das Ende eines solchen Werkes gestalten?

Der vermeintlich drohenden Ernüchterung entkommt Tarantino mit einem Kunstgriff, der einen weiten Bogen von sehr privaten Kindheitserinnerungen zu einem seiner neueren Filme spannt. Jetzt läuft die Sache rund. So könnte auch ein Film enden.

Doch, oh Schreck, wo sind die "Credits"? Kein Inhaltsverzeichnis, kein Register, Quellenangaben usw. und Fotos sind schon gar nicht vorhanden!?

Wie auch immer, "Cinema Speculation" kann nicht das letzte Wort Tarantinos gewesen sein. Da kommt noch (viel) mehr, zumal Sicht und Reflexion auf die eigenen Filme, was schon fast an vornehme Bescheidenheit grenzt, nur in Spurenelementen vorhanden sind. Filmnerds sind dann weniger bescheiden und harren der Dinge bis zu einer Fortsetzung. Auf den zehnten (und letzten?) Film warten sie ja sowie schon (lange).

Cover des Buches Cinema Speculation (ISBN: 9783462004298)
losgelesens avatar

Rezension zu "Cinema Speculation" von Quentin Tarantino

„Sehr geehrter Herr Taranatino,“
losgelesenvor einem Jahr

vielen Dank für Ihr neustes Buch „Cinema Speculation“, das hier in Deutschland im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen ist.

Nach Ihrem ersten Buch „Es war einmal in Hollywood“, war ich mir nicht sicher, ob sie tatsächlich ein Autor sind und nach der Lektüre der 400 Seiten ihres neusten Werks, bin ich mir immer noch im Unklaren.

Sie sind ein großer Erzähler, das haben Sie mit Ihren Filmen bewiesen, aber ein Buch, ist ein anderes Medium, das auch anders bespielt wird. Dies ist Ihnen in Ihrem ersten Roman nicht immer gelungen, aber ihr neustes Buch ist kein Roman, sondern eine Niederschrift über Ihre Passion zum Kino und zu Filmen. Ihre Hingabe steckt dabei in jedem Wort, jedem Satz, jedem Absatz, jeder Seite und liest sich genauso auch wieder heraus. Leider ist aber nicht jede Leserin und Leser gleichermaßen in der Filmkultur, insbesondere der 70er Jahre, so bewandert wie Sie, als dass Ihre Wiedergabe der Filme ausreicht, um auch nur annähernd Ihre Erfahrung zu teilen, die Sie gemacht haben, als Sie die Filme gesehen haben.

Nach der Lektüre des Buchs ist man so möglicherweise etwas ratlos, denn es unklar, was Sie mitteilen wollten. Nur ein Buch über Filme, die sie beeindruckt und beeinflusst haben? Warum verstecken Sie sich dann allzu oft hinter den Worten der Beschreibungen? Ein Bezug zu Ihren Filmen eindeutiger herauszustellen, wäre eine Verbeugung vor den Filmen und vor Ihren Leserinnen und Lesern gewesen, denn nicht alle teilen Ihr cineastisches Wissens.

Nur im letzten Kapitel wagen Sie sich aus Ihrer Deckung aus Worten und Sätzen und lassen einen tieferen Blick zu und dadurch wird das Kapitel zum besten des gesamten Buchs. Immerhin beweisen Sie so wieder einmal ihre erzählerische Raffinesse und bewahren den Höhepunkt bis zum Ende auf.

Gut gemacht.

Mit freundlichen Grüßen...

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Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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