„Wolkenhoch: Mission 15. Stock“ von Wiebke Strank ist ein anspruchsvolles Kinderbuch aus dem Gerstenberg-Verlag.
Die Ich-Erzählerin Rock ist ein Einzelkind, mit ihrer Mutter ist es nicht einfach: „Mutt ist meine Mutter und ich bin ihr einziges Kind. Über meinen Vater weiß ich nicht so viel, dass ich ihm auch einen schönen Namen geben könnte. Jedenfalls bin ich wohl nicht sein einziges Kind. Das hat Mutt einmal gesagt und danach traurig ausgesehen. Und dann wieder leer.“
Rock liebt Bücher und lesen („Ich lese das Buch in einem Rutsch in der Schulmensa durch. Um mich herum essen alle, aber das ist mir egal. Manche Leute essen, ich verschlinge Shakespeare. Völlig normal.“) – und Rock ist verliebt in Jule, ihrer Meinung nach das coolste und mutigste Mädchen überhaupt.
„Ich selbst bin immer das Gegenteil von Jule. Zum Beispiel das Gegenteil von mutig. Das Gegenteil von mutig ist nicht ‚unmutig‘. Da muss man ein bisschen länger drüber nachdenken, bis man das richtige Wort findet. ‚Ängstlich‘ bin ich auch nicht. Nur halt nicht mutig, so wie Jule.“
Und deshalb traut Rock sich nicht, Jule anzusprechen. Stattdessen geht sie der Frage nach, wer denn dieser mysteriöse „G.Ott“ ist, dessen Name auf dem Klingelschild ihres Hochhauses steht. Stockwerk für Stockwerkt arbeitet sich Rock nach oben, trifft dabei die unterschiedlichsten Menschen, doch niemand von ihnen kennt „G.Ott“.
Wird Rock es schaffen, die Identität von „G.Ott“ herauszufinden – und Jule endlich anzusprechen?
„Wolkenhoch: Mission 15. Stock“ hat mir als Erwachsene sehr gut gefallen, tiefgründig und schön geschrieben. Ob es wirklich schon für Kinder ab 11 Jahren geeignet ist, bin ich nicht sicher; aber ich finde, man darf Kindern ruhig auch mal anspruchsvolle Bücher zumuten. Ich vergebe daher 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Sehr gut gefallen haben mir auch die Illustrationen von Rán Flygenring.
Vielen Dank an den Gerstenberg Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚














