Régis de Sá Moreira Joseph und Clara

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Inhaltsangabe zu „Joseph und Clara“ von Régis de Sá Moreira

Die einfachste Sache der Welt: Joseph liebt Clara. Clara liebt Joseph. Doch dann ist da noch das Leben ... Eine ungewöhnliche, melancholische und warmherzige Liebesgeschichte. Was tat die Rose, nachdem der kleine Prinz sie verließ? Auf diese Frage hat Joseph eine Antwort: Sie hat gewartet. Tag und Nacht. So wie er auf Clara wartet und alles tut, um nicht mehr diese unerträgliche Leere zu spüren, die geliebte Menschen in uns hinterlassen, wenn sie gehen. Nur seine Liebe kann er nicht in Worte fassen. Denn genügen Worte, um wahre Gefühle zu äußern? Clara kann weder mit noch ohne Joseph leben, doch sie träumt davon, jede Sekunde mit ihm zu verbringen. Nun erinnert sie sich an ihre gemeinsamen Momente. An den ersten Kuss. An den Tag, als sie oben auf dem Turm den Sonnenuntergang bewunderten. An die Einzigartigkeit des Lebens mit ihm ... Aber Joseph kann seine endlose Liebe mit der Endlichkeit des Lebens nicht vereinbaren, und so schenkt er sich und Clara die Möglichkeit einer Ewigkeit, die nur für wahre Liebende in Frage kommt.

Zu verkopft, um mich berühren zu können - und verstörend in seiner kompromisslosen Konsequenz...

— parden

Hin und wieder erscheint das Geschriebene ein wenig kitschig, im Ganzen ist es jedoch eine sehr nachdenkliche, traurige, schöne aber auch amüsante Liebes- und Familiengeschichte. Das Buch ist nicht dick, sodass ich es in einer Nacht durchgelesen habe, aber es zählt zu meinen Favoriten und hat mir besser gefallen als der Vorgänger "Das geheime Leben der Bücher".

— ada

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  • Verstörend in seiner kompromisslosen Konsequenz...

    Joseph und Clara

    parden

    VERSTÖREND IN SEINER KOMPROMISSLOSEN KONSEQUENZ... Die einfachste Sache der Welt: Joseph liebt Clara. Clara liebt Joseph. Doch dann ist da noch das Leben... Was tun, wenn die Frau, die man liebt, eines Tages geht, obwohl sie einen liebt - oder ausgerechnet deswegen? Was tun, wenn Worte nicht genügen, um wahre Gefühle zum Ausdruck zu bringen? Was tun, wenn eine endlose Liebe sich mit der Endlichkeit des Lebens nicht vereinbaren lässt? Was macht eigentlich die Blume die ganze Zeit? (S. 137) "Der kleine Prinz" - darauf bezieht sich diese Frage - verlässt eines Tages seinen kleinen Planeten, nachdem er von seiner Rose enttäuscht ist. Aber was ist mit der Blume? Sie bleibt ganz allein zurück, ein Jahr lang, und man erfährt nicht mit einem Wort, wie es ihr dabei ergeht. Leidet sie, bereut sie, verändert sie sich, entwickelt sie sich weiter? Diese Fragen stellt sich  Joseph, der ebenfalls alleine zurückblieb, nachdem Clara, die er liebt, die ihn liebt, ihn einfach verlassen hat. Er leidet fürchterlich, von Woche zu Woche schlimmer, weiß nicht, ob sie je wiederkehrt, kann sie nicht vergessen, will sie nicht vergessen: "Ich lebe lieber ohne sie, aber in dem Wissen, dass es sie gibt, dass irgendwo jemand wie sie existiert, als ganz ohne sie." (S. 49) Diese Verlassenheit trotz der großen Liebe, die die beiden verbindet, bildet den Schwerpunkt der Geschichte. Dabei wechselt in den einzelnen Passagen immer wieder die Perspektive, so dass nicht nur Clara und Joseph selbst zu Wort kommen, sondern auch Josephs Bruder und dessen Frau. Der Schreibstil ist wenig lebendig, Gedanken, Gefühle, Dialoge bestimmen das Gefüge, durchwoben von einer für mich eher verkopften Poesie. "Ihre Abwesenheit hinterließ unweigerlich ein Loch in seinem Bauch, das nur durch Essen gefüllt werden konnte, das er nur ertrug, wenn er aß. Seltsamerweise nahm er nicht zu. Es war, als ernährte er seine Einsamkeit und nicht seinen Körper." (S. 60) Die kompromisslose Konsequenz, in die 'el camino del amor' - 'der Weg der Liebe' - schließlich führt, erscheint aus den Figuren heraus logisch, für mich jedoch traurig und verstörend. Dazu hat mich die gleichzeitig distanzierte Darstellung des Geschehens wenig berühren können, so dass die große Liebe für mich als eher abstraktes Gebilde aufflammte und beleuchtet wurde, was ich schade fand. Die Aufmachung des Buches hingegen ist wirklich bezaubernd. Ein wunderschön gestaltetes Hardcover-Büchlein mit geprägtem Einband in ansprechendem Druck, blutrotem Vorsatzpapier und schönem Satz, das sich als kleines Geschenk wirklich gut eignet und im Regal ein Schmuckstück ist. Insgesamt konnte das Büchlein leider nicht halten, was es zu versprechen schien. © Parden

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    • 9

    NiWa

    26. July 2014 um 13:33
  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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    • 37
  • Rezension zu "Joseph und Clara" von Régis de Sá Moreira

    Joseph und Clara

    Kossi

    05. August 2012 um 17:06

    Tiefsinnig, aber irgendwie auch 'gefährlich' Die Geschichte beginnt damit, dass Clara Joseph tot in der Wohnung vorfindet. Nach einigen Rückblicken in die Vergangenheit ihrer Liebesgeschichte, führt uns der Autor auch immer wieder in die Gegenwart des toten Josephs, der sich mit Gott unterhält. Was sich jetzt hier irgendwie abgefahren anhört, ist es auch. Das, was Gott dem toten Joseph erzählt, klingt in meinen Augen zwar einerseits logisch, andererseits habe ich aber Bedenken, wenn Menschen mit Seblstmordgedanken und Depressionen ein solches Buch lesen. Die Liebesgeschichte an sich ist schön, keine Frage. Wenngleich der Leser auch nicht die wirkliche Geschichte von Clara und Joseph erfährt, sondern vielmehr die tiefen Gefühle, die beide verbindet. Und auch die Ansicht Gottes gefiel mir (obwohl ich kein gläubiger Mensch bin), aber ich habe eben Bedenken, dass dieses Büchlein in Hände geraten könnte, die solche Dinge vielleicht nicht lesen sollten. Einerseits macht das Buch traurig, andererseits gibt es Hoffnung auf die Unendlichkeit einer großen Liebe, die selbst der Tod nicht erschüttern kann. Ich bin hin- und hergerissen bei diesem Buch und es hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Es ist schön, es ist toll geschrieben, es klingt plausibel und doch wirft es Fragen auf, die wahrscheinlich nur ich selber mir beantworten kann.

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  • Rezension zu "Joseph und Clara" von Régis de Sá Moreira

    Joseph und Clara

    Weltverbesserer

    17. June 2012 um 13:14

    Joseph liebt Clara und Clara liebt Joseph. Doch so einfach ist es nicht, denn als Clara eines Tages in die gemeinsame Wohnung kommt, hat sich Joseph erhängt... Ein Buch über die große Liebe und was passiert, wenn man in eine Art Abhängigkeit gerät. ------ Ein auf 167 Seiten zutiefst aufwühlendes Buch mit manchmal bizarren, aber auch emotionalen, filigranen Dialogen. Ein besonderes gleichzeitig aber auch ein sonderbares Buch, daher villeicht nicht jedermanns Geschmack. "Ein Schlag in den Magen, der einen auf Wolke sieben befördert." - Midi Libre

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  • Rezension zu "Joseph und Clara" von Régis de Sá Moreira

    Joseph und Clara

    Speckelfe

    31. January 2012 um 13:37

    Ein "sonderbares" Buch. Joseph und Clara lieben sich, doch irgendwie steht ihnen das Leben im Weg. Clara geht irgendwann und Joseph weiß nicht, was er tun soll. Im Endeffekt findet er eine Lösung, wie die beiden Liebenden für immer zusammen sein können. Wie gesagt, ich fand das Buch etwas "sonderbar". Es besteht hauptsächlich aus Dialogen, teilweise auch mit Gott, und manchmal hatte ich Probleme zuzuordnen, wer jetzt was gsagt hat. Die Geschichte konnte mich irgendwie nicht so richtig fesseln, ich konnte ihr teilweise schwer folgen. Sehr gefallen hat mir allerdings das Buchcover. :)

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  • Rezension zu "Joseph und Clara" von Régis de Sá Moreira

    Joseph und Clara

    Traeumeline

    28. September 2010 um 21:00

    Wieder eine verwirrende Geschichte von Moreira. Ein Liebespaar mit einem sehr seltsamen Verhältnis zueinander. Sie findet ihn tot in seiner Wohnung, dann springen die Szenen im Buch; irgendwann wusste ich garnicht mehr, wo vorne und hinten ist. Seltsame Telefongespräche und Gedanken. Den Hintergrund ihrer Gedanken und ihres Handelns verstehe ich bis heute nicht. Vielleicht ist es mir zu hoch, aber ich fand das Buch auch wieder verwirrend. Pluspunkt geht an das Cover.

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  • Rezension zu "Joseph und Clara" von Régis de Sá Moreira

    Joseph und Clara

    Kathchen

    09. August 2009 um 22:42

    Ehrlich gesagt, fällt es mir schwer, zu dem Buch etwas zu schreiben. Vielleicht bin ich einfach zu sehr Optimist, um diesem Buch etwas postives abzugewinnen. Clara findet ihren Joseph tot in der Wohnung, er hat sich selbt erhängt. Während sie so dasitzt und nachdenkt, findet sich der Leser in einem Gespräch zwischen Gott und Joseph wider. Und allein dieser Gesprächsinhalt hat mich fast dazu gebracht, das Buch in die Ecke zu werfen. Danach wird in den folgenden Kapiteln über Joseph und Clara erzählt. Joseph ist eigentlich Schriftsteller und liebt Clara. Doch eines Tages hat sie es bei ihm nicht mehr ausgehalten und auch, wenn sie ihn noch immer liebte, hat sie ihn verlassen. Joseph ist seitdem noch mehr durch den Wind, als er es vorher schon war und hat aufgehört zu schreiben. Er ruft nachts bei seinem verheirateten Bruder an, der ihm gerne helfen möchte, aber Joseph blockt sofort ab. Er will nur Clara. Sein Bruder Andres und seine hochschwangere Frau Françoise, die unbedingt eine Zigarette oder Joint rauchen will, spielen in den Kapiteln ebenfalls eine Rolle. Ehrlich gesagt, ich bin schwer enttäuscht von dem Buch. Überall habe ich bisher nur positives zu diesem Buch gehört, aber meine Erwartungen waren wohl einfach zu hoch. Die 174 Seiten sind schnell gelesen, ca. 2 Stunden habe ich dafür gebraucht und was am Ende bei mir blieb, ist die Ratlosigkeit. Die Figuren blieben mir alle fremd und dadurch, dass zwischenzeitlich Andres und Françoise mehr in den Mittelpunkt geraten, blieben Clara und Joseph sehr farblos und wirklich was erfahren habe ich über die Hauptpersonen auch nicht, außer dass ich Claras Entschluss Joseph zu verlassen, sehr verstehen konnte. Ja, das Leben ist endlich, eine große Liebe (möglicherweise) nicht. Aber zum einen konnte ich diese große Liebe zwischen Clara und Joseph gar nicht spüren oder bemerken und zum anderen muss/sollte man, meiner Meinung nach, sich das nicht als vor Augen halten und der einzige Ausweg Selbstmord sei, denn nur durch Selbstmord gelange man zum ewigen Leben. Das Ende fand ich sehr vorhersehbar. Das Buch habe ich eigentlich nur gelangweilt gelesen, weder die Geschichte noch die Personen haben mich berühren oder Interesse wecken können. Vielleicht habe ich die “tolle” Botschaft, die hinter dem Buch stecken soll, nicht verstanden oder keine Lust, mich näher damit zu beschäftigen, denn für mich war es eindeutig ein Flop und ich frage mich noch immer, warum ich dieses Buch überhaupt zu Ende gelesen habe…

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  • Rezension zu "Joseph und Clara" von Régis de Sá Moreira

    Joseph und Clara

    Anin

    24. July 2009 um 10:13

    Ein wahres Meisterwerk! Ich möchte nicht zuviel vom Inhalt verraten, nur soviel sei gesagt: Es geht um die grosse Liebe, ohne die man nicht weiterleben kann/will. Um eine emotionale Abhängigkeit wie sie schnell vorkommt unter zwei Menschen die füreinander bestimmt sind. Es geht um die Frage, was passiert mit einer Liebe die endlos ist und doch begrenzt durch die Endlichkeit des Lebens. Fragen mit denen der/die Leser/in konfrontiert wird und in Form der Geschichte von Joseph und Clara eine von mehreren Antworten darauf erhält. Damit muss man nicht unbedingt einverstanden sein oder diesen gewählten Ausweg des Autors bejahen. Aber Gedanken darüber macht man sich zwangsläufig, nach der Lektüre dieser kurzen und doch intensiven Geschichte. Ich habe das kleine 174 Seiten lange Buch innerhalb von 2 Stunden verschlungen. Verfolgt hat es mich aber noch einige Stunden länger und lässt mich nun zwar etwas irritiert und doch zufrieden zurück. Es ist schon eine Weile her, dass ich ein Buch gelesen habe, welches mich auf diese Art bewegt und zum Nachdenken angeregt hat. Deshalb volle und verdiente 5 Sterne…

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  • Rezension zu "Joseph und Clara" von Régis de Sá Moreira

    Joseph und Clara

    bücherelfe

    19. June 2009 um 22:35

    Joseph liebt Clara. Clara liebt Joseph. So einfach ist das und doch so unendlich schwierig. Die Geschichte beginnt mit einem Schlag in die Magengrube. .................................................................................................................................... "Wer bist du"?, fragte der Mann. "Ich bin, der ich bin", antwortete der andere. "Bist du es?". "Ja." "Gott?" "So nennst du mich." Sie gingen nebeneinander her. Der Mann führte die Hände zum Hals, als suchte er etwas. "Was mache ich hier?" "Du hast verstanden", sagte der, den der Mann Gott nannte. "Was habe ich verstanden?" "Das Offensichtliche." Als er nicht fand, wonach er gesucht hatte, massierte sich der Mann den Nacken. "Komisch, dass du das sagst." "Komisch?" "Ich hatte eher den Eindruck, nichts zu verstehen." "Du hast dich geirrt. Und jetzt?" "Jetzt..." , sagte der Mann. "Sprich weiter", sagte Gott. Der Mann sprach weiter.^ "Damit habe ich nicht gerechnet." "Warum nicht?" "Drüben sagt man, es gebe nichts Schlimmeres." "Ich weiss. Das ist bestimmt der Grund, warum ihr noch so wenige seid." "Wir?" "Ja." "Wer, wir?" "Ihr Selbstmörder", sagte Gott ....................................................................................................................... Kaum vorstellbar, dass ich eine ganze Woche gebraucht habe, um dieses nur 134 Seiten dünne Buch zu lesen. Aber die Dialoge in dieser dramatischen Liebesgeschichte sind so schlicht, so schön und so grausam zugleich, dass sie nur häppchenweise zu ertragen waren.

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