Rüdiger Bertram , Heribert Schulmeyer Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

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Inhaltsangabe zu „Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit“ von Rüdiger Bertram

Über schmale, steile Pfade in die Freiheit – die Flucht eines Jungen vor den Nazis
Frankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft.

Eine sehr aufwühlende, emotionale und wichtige Geschichte

— NeriFee

Ein gefährlicher Weg wartet auf Vater, Sohn und Hund. Geführt werden sie von einem Jungen, der alles verloren zu haben scheint.

— Wanja

Eine berührende Geschichte über die Flucht in die Freiheit

— Silberseiten

Genial

— Liberace

wundervoll spannend , humorvoll aber auch ein wenig traurig, ein toller Bericht über die Flucht in die Freiheit

— knusperfuchs

Sehr spannend und sehr bewegend, wird für Kinder ab 12 Jahren die Flucht Gleichaltriger im Dritten Reich nacherlebbar!

— danielamariaursula

Ein großartiger Jugendroman über eine gefährliche Reise über die Pyrenäen nach Spanien, eine Flucht vor der Gestapo.

— AmyJBrown

Spannend, humorvoll und berührend. Ich kann dieses wundervolle Jugendbuch absolut empfehlen!

— CorniHolmes

Eine berührende, spannende, tragische und dennoch immer hoffnungsvolle Geschichte!

— gedankenlabor

Unterhaltsam, kurzweilig und absolut lesenswert.

— JasminDeal

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  • Berührend und mutig

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    NeriFee

    09. December 2017 um 14:06

    Auf Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit habe ich mich besonders gefreut. Schließlich ist die Thematik Flucht sehr aktuell, auch wenn das Buch von Bertram in den 1940er Jahren spielt. Vom Autoren habe ich bisher nichts gelesen und kann deshalb keine Vergleiche zu vergangenen Büchern ziehen.Klappentext"Gut oder böse?" ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich Rolf und sein Vater die Zeit in Marseille vertreiben. Als deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sind sie immer wieder auf die Hilfe anderer angewiesen. Ihr Ziel ist New York, wo Rolf's Mutter auf sie wartet. Doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie aus Frankreich raus und über die Berge nach Spanien führen. Als Rolf's Vater auf der Flucht festgenommen wird, beginnt für die beiden Jungen eine gefährliche und abenteuerliche Reise.Ich denke, schon die Tatsache, dass es um Fluchterfahrungen geht, macht jedem klar, dass dieses Buch voll von Emotionen ist. Die Beschreibungen Bertrams sind bildhaft und der Schreibstil insgesamt liest sich ansprechend und klar. Das Buch ist von Anfang an spannend und verspricht mehr davon. Ich habe das Buch deshalb in relativ kurzer Zeit ausgelesen. Historische Bücher sind allgemein nicht mein Genre, jedoch habe ich natürlich zu diesem Thema schon einiges gelesen. Nicht nur die Schulliteratur hat mein Wissen hierzu bereichert. Auch ich selbst habe einige Werke zu dieser Zeit gelesen. Ich muss gestehen, dass ich der Thematik irgendwann überdrüssig war. Nicht weil es mich nicht interessierte, im Gegenteil. Dennoch wird häufig spekuliert und vieles wirkt "nur" durchgekaut und wenig berührend. Hier gelang es dem Autoren, seinen Charakteren eine Stimme zu geben. Sein Buch regt durchgehend zum Nachdenken an. Es ist unfassbar wichtig, dass wir alle dafür Sorgen tragen, dass solch grausame Geschehnisse wie in dieser Zeit nie wieder passieren. Die Konfrontation mit dem, was damals geschah, ist immens wichtig und das Passierte, darf nie in Vergessenheit geraten. Dies untermauert diese Geschichte.Den Comic am Ende des Buches finde ich sehr gelungen und passend. Dieses Buch eignet sich nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Freundschaft und Mut kommen nicht zu kurz und viele Passagen im Buch haben mich sehr berührt. Ich danke LovelyBooks, dem cbj-Verlag und dem Autoren Rüdiger Bertram für dieses Buch. 

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  • eine bewegenden Geschichte in einer gefährlichen Zeit

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    Wanja

    04. December 2017 um 10:04

    Inhalt: Schauplatz ist Marseille im Jahre 1941. Verfolgte Künstler und Journalisten, die noch aus dem Nazideutschland fliehen konnten stranden nach und nach in Marseille, wo sie auf eine Gelegenheit warten, über einen steilen Pfad über die Pyrenäen nach Spanien zu gelangen. Dort wartet die Sicherheit auf sie und die Chance, nach Amerika zu fliehen. So auch der zwölfjährige Rolf und sein Vater, die von der Gestapo gesucht werden. Rolfs Mutter ist schon in New York und wartet auf Vater Ludwig, Sohn Rolf und Familienhund Adi. Ihre Wartezeit verbringen die beiden schwimmend am Meer, oder auf Nachrichten lauschend im Café. Da kommt endlich die Chance in Form von Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge in Rolfs Alter, der die beiden über den anstrengenden Weg führen soll.Meine Meinung: Ich finde die Atmosphäre sehr gut getroffen in diesem Buch. Zunächst lernt man Rolf und Ludwig kennen, die eine innige Vater-Kind-Beziehung haben. Die Zeit des Wartens und Nichtstuns verbringen sie mit Gesprächen und Schwimmen im Meer. Alle ihre neuen Bekannten sitzen hier fest und warten auf die erlösende Nachricht, jetzt los laufen zu können Richtung Spanien, Richtung Freiheit. Auch die Spannung während der Wanderung ist sehr gut nachvollziehbar und gut gemacht. Die Grenzpatrouillen machen den vieren doch sehr zu schaffen. Auch der weitere Verlauf der Geschichte wird sehr einfühlsam beschrieben.Einleitung und Epilog bilden eine kurze Comicstrecke, in der Vorgeschichte und weiterer Verlauf dargestellt werden. Eine schöne Idee!! Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Für Jugendliche ab 12 Jahre bietet es einen Eindruck in die Gefühlswelt eines verfolgten Jungen im Dritten Reich.

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  • Leserunde zu "Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit" von Rüdiger Bertram

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    cbj_Verlag

    Der schmale Pfad in die Freiheit Bewegender Roman über die Flucht eines Jungen vor den Nazis Millionen Deutsche flohen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg vor Gräueltaten und Unterdrückung in ihrer Heimat. Das Schicksal der betroffenen Kinder ist dabei ein weitgehend unbeachteter Teil der deutschen Geschichte. Dass gerade auch sie großen Gefahren und Strapazen ausgesetzt waren, erzählt Rüdiger Bertram in seinem neuen Roman Der Pfad – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit.  Den alten Schmugglerpfad über die Pyrenäen, den die Protagonisten nehmen, gibt es noch heute. Zudem kam er durch den jüdischen Philosophen Walter Benjamin zu Berühmtheit, der den Weg bei seiner Flucht aus Frankreich nutze. Während der Arbeit an Der Pfad ging auch Rüdiger Bertram die beschwerlichen zwölf Kilometer von Banyuls nach Portbou. Nehmt mit Autor Rüdiger Bertram teil an unserer Leserunde zu Der Pfad. In den Lostopf für eines der 15 Freiexemplare kommt ihr, wenn ihr uns von Eurer prägendsten Wanderung oder bewegendsten Reise schreibt.

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    • 237
  • Rezension

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    Liberace

    26. November 2017 um 15:21

    InhaltDer 12 Jährige Rolf ist mit seinem Vater auf der Flucht vor den Nazis, denn Rolfs Vater hat einige Dinge geschrieben die den Nazis nicht gefallen.Nun sind die auf dem Weg nach New York, wo schon die Mutter auf sie wartet.Doch der Weg ist sehr gefährlich. Meine MeinungHitler und seine Nazis. Mittlerweile hatte ich das Thema schon so oft in der Schule, das ich eigentlich keine großen Überraschungen hier mehr erwarte. Schon gar nicht bei einem Kinderbuch.Und doch überraschte mich das Buch.Juden die fliehen, darüber hatte ich schon öfters gelesen.  Doch Rolf ist ein typisch deutscher Junge, der nur fliehen muss weil sein Vater Schriftsteller ist.Achtung!Das Buch hat kein vollständiges Happy End. Rolfs Vater wird gefangen genommen, und taucht nie wieder auf.Die Protagonisten empfand ich als sehr sympathisch. Rolf ist ein netter Junge, der prima zum identifizieren einlädt. Und dann gibt es auch noch einen kleinen Hund Namens Adi.Die Geschichte ist angemessen spannend. Liebe kommt nicht vor, Action auch nicht.Der Schreibstil ist angenehm zum lesen. Die Kapitellänge empfinde ich als zu lang zum Vorlesen, aber prima zum selber lesen.Das Buch spielt an einem wichtigen Geschichtlichen Zeitpunkt. Allerdings liegt der Fokus hierbei wirklich auf der Geschichte, und nicht auf den Hintergründen. So gibt es "nur" einen zweiseitigen Comic als Einführung, und nirgendwo im Buch steht mehr zu den Hintergründen.Obwohl das Buch in dieser Zeit spielt, kommt keine große Gewalt darin vor. Außer, der Spoiler. So finde ich das Buch für Kinder gut geeignet.Mir hat das Buch jedenfalls prima gefallen, und ich empfehle es sehr gerne weiter. ❤❤❤❤/❤

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  • wundervoll spannend, humorvoll aber auch traurig - die Flucht in die Freiheit

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    knusperfuchs

    17. November 2017 um 18:06

    Inhalt  Rolf und sein Vater flüchten 1941, in der Zeit des zweiten Weltkrieges, von Berlin nach Südfrankreich. Dort sitzen sie in Marseille fest, da sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Das Ziel Ihrer Flucht in die Freiheit ist New York, wohin Rolfs Mutter bereits vorgereist ist. Gemeinsam mit dem Hirtenjungen Manuel suchen sie einen Weg in die Freiheit. Heimlich nimmt Rolf den kleinen Terrier Adi mit und so machen sie sich zu viert auf den gefährlichen Weg. Ein spannendes Abenteuer über einen steilen unwegsamen Pfad durch die Pyrenäen. Meine Meinung   Das Cover ist treffend zu der Handlung gestaltet, und gibt dem Leser sofort Anlass sich bildlich in die Geschichte von Rolf und seinem Vater einzulassen.   Der berührende Jugendroman „Der Pfad“ erzählt von der langen beschwerlichen Flucht vor den Nazis, von Verlust und dem Beginn einer langjährigen Freundschaft. Auch wenn ich geschichtlich vieles zu dem Thema weiß, muss ich gestehen, dass ich auch hier wieder etwas Neues über diese Zeit gelesen habe, was mir so nicht bekannt war.  Die Fluchtroute über die Pyrenäen nach Spanien war mir neu und gibt mir interessante Fakten zum Recherchieren.   Der Autor beschreibt die Charaktere in so authentischer Weise, dass ich mich gedanklich richtig in die Geschichte versetzten kann. Es geht um existenzielle Sorgen, Nöte um Angst aber auch Hoffnung auf ein besseres Leben. Trotz dieser ausweglosen Zeit scheinen die Protagonisten ihren Humor nicht verloren zu haben. Es lässt sie für kurze Zeit vergessen, was gerade um sie herum passiert. Das fand ich wirklich toll. Die Reise der vier ist so packend und ich habe an einigen Stellen richtig mitgefiebert mit dem, was sie auf dem abenteuerlichen Weg erleben.   Im Verlauf des Buches werden Bücher angesprochen und vorgestellt von Erich Kästner. Dies macht den Leser natürlich neugierig auf weitere Bücher. Besonders in den Focus tritt während der ganzen Geschichte das Buch „ Der 35.Mai“, hieraus werden auch Textpassagen zitiert.     Besonders interessant fand ich, wie sich zwischen den beiden Jungen langsam eine Freundschaft entwickelt hat. Jeder kann von dem anderen wichtiges, sogar überlebenswichtiges Lernen und das schweißt sie immer mehr zusammen. Es geht um Mut,  Vertrauen, starken Willen und um Krieg. Teils stimmen Szenen einen nachdenklich aber auch traurig, man hofft und fiebert mit ob es ein glückliches Ende gibt.   Die kurzen Comics sowohl zum Einstieg als auch zum Ende des Buches haben mir gut gefallen. Sie helfen, schnell in die Geschichte einzutauchen und man stellt sich alles damit bildlich einfach besser vor. Gerade für jüngere Leser ist dies sicher ein guter Einstieg in das Buch und die doch recht schwierige Thematik der damaligen Zeit.   Fazit   Ein sehr gelungenes Buch, nicht nur für den jugendlichen Leser. Die geschichtliche Thematik ist kindgerecht in einen spannenden Schreibstil verpackt, der den Leser fesselt. Man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses Buch! https://lilaliest.blogspot.de/

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    • 3
  • Abenteuerliche Flucht vor den Nazis.

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    AmyJBrown

    17. November 2017 um 11:12

    Handlung:Die Familie musste aus Deutschland fliehen, weil Manuel's Vater Ludwig Journalist ist und sich kritisch gegen das Nazi-Regime geäußert hat. Da Frankreich von den Deutschen besetzt ist, muss die Familie hier auch sehr auf der Hut sein. Amerika ist da der Ausweg, Rolf und Ludwig sind noch in Marseille, denn sie erhalten keine Ausreisegenehmigung. Als sie endlich gefälschte Papiere in den Händen halten, geht die Reise los.Die Geschichte wird durch einen außenstehenden Erzähler erzählt, dadurch hat man eine gute Übersicht über die Ereignisse der beiden und man bekommt auch durch andere Figuren mit, wie bedrohlich die Gesamtsituation ist.Figuren:Der Hauptprotagonist ist Rolf. Er ist ein zwölfjähriger Junge, der mehr mitbekommt und versteht, als sein Vater es ihm zutraut. Er ist clever und weiß in verschiedenen Situationen, wie er seinen Willen durchsetzen kann.Ludwig ist sein Rolf's Vater und ehemaliger Journalist. Er ist ein kritischer Mensch, der mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält, was die Familie ja erst in die Situation, in der sie sich befinden, gebracht hat. Er versucht, streng zu sein, ist aber meistens eher verständnisvoll, aber wenn es drauf ankommt, setzt er sich durch.Manuel ist ein jugendlicher Ziegenhirte, der bei seiner Tante und seinem Onkel lebt und sich zusätzliches Geld verdient, indem er deutschen Flüchtlingen über die Berge führt. Seine Eltern wurden bei einem Bürgerkrieg von Faschisten erschossen.Adi ist der kleine Terrier der Familie und Rolf's Schatten. Er ist sehr lebhaft, was auf der Flucht zu einigen brenzligen Situationen führt.Aller Figuren sind sehr detailliert ausgearbeitet, was mich sehr gefreut hat, denn für mich sind gute Figuren der Grundstein einer Geschichte.Schreibstil:Der Stil ist jugendbuchgerecht, die Geschichte ist locker und flüssig geschrieben. Das Buch hat sich schnell lesen lassen, und doch waren die Szenen und gerade das Setting immer sehr ausführlich beschrieben. Gerade am Anfang der Geschichte in dem Marseiller Viertel hatte das sehr viel Flair, aber auch die Flucht über die Berge bringt der Autor damit sehr nahe.Fazit:Ich finde es wichtig, dass man Jugendlichen solche Themen nicht vorenthält, um sie schützen zu wollen, denn dieser Teil unserer Geschichte gehört ebenso dazu wie alles andere. Außerdem habe auch ich durch den Roman noch einiges gelernt, was mich sehr gefreut hat. Für mich wäre es ein 5-Sterne-Buch gewesen, wenn nicht der Klappentext meiner Meinung nach zuviel verraten würde.

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  • Der Weg in die Freiheit ist steinig - und sehr spannend!

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    danielamariaursula

    15. November 2017 um 15:56

    Europa 1941: Europa befindet sich im Krieg. Nicht nur Juden verlassen wann immer möglich Deutschland, auch die geistige und kreative Elite versucht das Land zu verlassen. Viele sind zuerst nach Paris geflohen, bis sie auch von den Franzosen als Feinde in Lager gesteckt wurden. Als die Wehrmacht in Paris einmarschierte gelang vielen die Flucht in den „freien“ unbesetzten Süden. Doch auch dort unterstützen immer mehr deutsche Soldaten die französischen Polizisten oder Soldaten bei Razzien oder Kontrollen. Die Flucht nach Amerika wird immer dringender und immer schwieriger. Der kritische deutsche Journalist Ludwig Kaiser hat bereits seit Jahren seine Heimat verlassen, sein 12 jähriger Sohn Rolf spricht inzwischen Französisch. Über das Meer gibt es keine Fluchtmöglichkeiten mehr aus Marseille, da hilft nur noch eine Flucht über die Pyrenäen nach Spanien und vor dort auf ein Schiff im Lissaboner Hafen. Endlich hat Ludwig alle gefälschten Papiere beisammen und auch von seinen letzten Ersparnissen zwei Schiffspassagen gekauft, sie verlassen die Gemeinde der Gestrandeten in Marseille, um mit Hilfe von Widerstandskämpfern die Flucht durchs Gebirge anzutreten. Für die zwei Großstädter ist dies ein harter und gefährlicher Weg, geleitet von einem Ziegenhirten in Rolfs Alter. Diese Geschichte ist ab 12 Jahren sehr gut geeignet. Sie ist so spannend, dass kein Kind zu sagen wagen würde: bitte keine Kriegsgeschichte. Der Krieg spielt auch eher am Rande eine Rolle, es ist mehr eine Frage der Bedrohungslage. Denn Rolf und sein Vater befinden sich ja eigentlich schon im unbesetzten Teil Frankreichs und dennoch kontrollieren dort auch deutsche Nazi. Selbst hinter der spanischen Grenze treiben deutsche Soldaten ihr Unwesen. Viel haben wir in der Schule gelernt über die Judenverfolgung, die Verfolgung der Sinti und Roma, der Kommunisten, der Homosexuellen, diesmal geht es um die Verfolgung der kritischen Geister aus Sicht eines 12 Jährigen. Als Journalist, fällt Vater Ludwig die Emigration nicht leicht. Während Romanautoren auch im Exil noch auf Deutsch schreiben können, in der Hoffnung eines Tages wieder verlegt zu werden, war es schier unmöglich als deutscher Journalist in den Vereinigten Staaten Artikel an deutschsprachige Zeitungen zu verkaufen, um davon zu leben. Seine Frau hatte weniger, was sie an Deutschland hielt. Als Tänzerin kann sie überall auftreten, ohne Sprachbarriere und ist daher schon nach New York vorgereist, um für ihre Familie alles vorzubereiten. Doch die Lage in Europa hat sich anders entwickelt, als von Ludwig erhofft und so versuchen sie noch auf den letzten Routen vor den Nazis zu entkommen. Denn auch Ludwig steht auf der Liste deren, die die Nazis auf keinen Fall entkommen lassen wollen. Im Rahmen der Schilderungen lernen die Kinder viel über die Bücherverbrennung in Berlin und Erich Kästner. Diesem ist Rolf in Berlin persönlich begegnet und so begleitet ihn sein persönlich signiertes Exemplar von „Der 35. Mai“ quer durch Europa. Ich möchte nun auch unbedingt dieses Werk von Kästner lesen. Es ist aber auch eine Geschichte über großen Mut in Zeiten der Not und wahren Freundschaft, die sich auch zwischen zwei Menschen entwickeln kann, die sich auf Anhieb nicht mochten und ein Leben lang halten. Großstädter Rolf mit seinem Kuschel-Terrier und Hirtenjunge Manuel, der nicht Lesen und Schreiben kann und nicht versteht, wozu man einen Hund zum Kuscheln braucht, kommen aus ganz verschiedenen Welten. Doch wenn man eine andere Welt kennen lernt, kann man sie besser verstehen und auch schätzen. Meist macht nur das Fremde Angst, daher ist es wichtig es kennen zu lernen. Auch wenn diese Flucht, die an wahren Schicksalen orientiert ist, eine Zeit vor über 70 Jahren betrifft ist sie nicht nur eine Geschichte wider das Vergessen. Sie ist immer noch aktuell, denn noch immer fliehen Kinder ohne Eltern zu uns nach Europa, sie sind hier noch viel fremder, als der Berliner Rolf in den Pyrenäen. Daher hoffe ich, daß dieses Buch neben Spannung und Geschichtsverständnis auch Toleranz und Neugierde auf fremde Kulturen weckt. Eigentlich bin ich mir dessen sehr sicher und wünsche mir sehr, daß dieses wirklich wertvolle Buch auch im Schulunterricht zum Einsatz kommen wird. Ich bin ganz sicher, daß nicht nur die Comics zu Beginn und zum Ende des Buches die Kinder packen wird, sondern auch die Spannung und die Emotionen. Aber Vorsicht: dieses Buch ist ab 12 Jahren und kein Disney-Film! Es ist ein Abenteuer nahe an der damaligen Realität! Begeisterte 5 von 5 Sternen, nicht nur für Jungs und Mädels ab 12, sondern auch für deren Eltern und Lehrer!

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    • 4
  • Schmale, steile Pfade

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    Gandalf1991

    14. November 2017 um 17:35

    [INHALT:]Über schmale, steile Pfade in die Freiheit – die Flucht eines Jungen vor den NazisFrankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft.[DETAILS: ]* Gebundene Ausgabe: 240 Seiten* Verlag: cbj (16. Oktober 2017)* Sprache: Deutsch* ISBN-13: 978-3570172360 * Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren [EIGENE MEINUNG:]"Der Pfad" ist die Geschichte der Jungen Rolf und Manuel, die unter den Umständen des zweiten Weltkrieges fernab ihrer Eltern auf sich allein gestellt einen Weg über die Pyrenäen wagen, um ihre Familien zu finden. Zunächst lernen wir Rolf und seinen Vater kennen, die gemeinsam mit Hündchen Adi us Deutschland nach Marseille geflohen sind. Von da aus soll es weiter über die Pyrenäen nach Spanien gehen,dann nach Portugal bis nach New York gehen, wo die Mutter auf beide wartet. Unterwegs aber ereilt ihnen ein Schicksalsschlag. Glücklicherwiese ist inzwischen aber Hirtenjunge Manuel an Rolfs Seite und gemeinsam machen sich die Jungen voran...Ein sehr geschichtsträchtiges Jugendroman aus der Feder des Erfolgsautoren mit aussagekräftigen Comic-Zeichnungen des Illustrators Heribert Schulmeyer zu Beginn des Buches und auch am Ende. Die Handlung liest sich sehr packend und man hat mit den Figuren mitgefiebert. Sie zeugt von Freundschaft und Mut. Ein sehr lesenswerter Roman, der mich äußerst begeistert hat. 

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  • Über schmale, steile Pfade in die Freiheit

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    esposa1969

    13. November 2017 um 23:41

    Klappentext:Über schmale, steile Pfade in die Freiheit – die Flucht eines Jungen vor den NazisFrankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft.Leseeindruck:Seit Jahren bin ich ein riesiger Fan des Autoren/ Illustrator-Duos Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer. Viele Kinder- und Jugendbücher habe ich bis dato von diesem Erfolgsduo gelesen. Dieses Buch ist so ganz anders, als alle bisherigen Bücher. "Der Pfad" ist die berührende Geschichte des Jungen Rolf, der gemeinsam mit seinem Vater aus dem Hitler regierten Deutschland nach Marseille flieht, den Vater verliert und gemeinsam mit dem Hirtenjungen Manuel über die Pyrenäen eine abenteuerliche Reise wagt, um seine Mutter in New York zu treffen.Sowohl das Vorwort, als auch das Nachwort sind als Comic Strip von Heribert Schulmeyer gezeichnet. Nicht lustig oder humorvoll, sondern bitterernst, so wie die Situation damals in Zeiten des zweiten Weltkrieges eben auch war.Neben dem düsteren Hintergrund der Kriegsszenerie, steht hier die Freundschaft und der Zusammenhalt der beiden kinder im Vordergrund, die vermittelt, dass man gemeinsam einfach alles erreichen kann. Der Schreibstil ist leicht verständlich und mitreißend. Viele Elemente beruhen auf historische Fakten, vermengt mit der fiktiven Geschichte der Protagonisten. Dieses Buch ist als Jugendbuch angelegt mit einer Altersempfehlung ab 12 Jahren. Mein Sohn ist fast 14 Jahre alt und konnte mit dem Inhalt gut umgehen, auch wenn dieser Roman kein Buch ist, das den Krieg beschönigt. Gerade die letzten Kapitel haben uns tief berührt. Das Cover ist sehr schön und könnte treffender kaum gewählt sein.@ esposa1969 

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  • Spannend, humorvoll und auch traurig. Ein ganz wundervolles Jugendbuch!

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    CorniHolmes

    13. November 2017 um 21:47

    Ich kannte von Rüdiger Bertram bisher nur witzige Kinderbücher wie die „Coolman und ich“-Reihe oder die „Stinktier & Co“ Bücher. Auf sein Buch „Der Pfad – Eine Geschichte über eine Flucht in die Freiheit“ war ich schon richtig gespannt gewesen, da es mein erstes Jugendbuch von ihm war, welches ein ernstes Thema behandelt. Frankreich 1941: Der zwölfjährige Rolf und sein Vater Ludwig sind auf der Flucht. Sie flüchten vor den Nazis, mit dem Ziel New York, wo Rolfs Mutter wartet. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Wie viele deutsche Flüchtlinge sitzen die beiden in Marseille fest, da sie keine Ausreisegenehmigung haben. Der einzige Weg in die Freiheit führt über die Pyrenäen nach Spanien. Ein steiler Pfad wird sie durch die Berge führen und der Hirtenjunge Manuel, der sich im Gebirge bestens auskennt, wird sie begleiten. Da Rolf seinen Hund Adi nicht zurücklassen möchte, widersetzt sich der Junge seinem Vater und schmuggelt den kleinen Terrier in seinem Rucksack mit. So treten sie also zu viert die gefährliche Reise an. Eine Reise, die Verluste einfordern, aber auch neue Freundschaften mit sich bringen wird. Mal wieder hat mich ein Buch von Rüdiger Bertram nicht enttäuscht. Ich war schon nach den ersten Seiten ganz gebannt von der Handlung. Durch den angenehm flüssigen Schreibstil und den vielen bildhaften Beschreibungen fliegt man hier regelrecht durch die Seiten und bekommt eine tolle Mischung aus Spannung, Wissen und Humor geboten. Ich habe schon so einige historische Bücher für Kinder und Jugendliche gelesen, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges spielen. Ganz besonders während meiner Schulzeit, da ich im Geschichtsprofil gewesen bin. Ich kenne mich mit dem Thema also recht gut aus, habe hier dann aber beim Lesen recht schnell festgestellt, dass ich noch so einiges Neues dazugelernt habe. Auch hat mich vieles in dem Buch sehr zum Nachdenken angeregt und mich dazu gebracht, mich wieder etwas mehr mit den Themen Flucht, Nazis und Zweiter Weltkrieg zu beschäftigen. Meine Schulzeit liegt nun noch nicht so lange zurück, aber ich musste ja nun doch feststellen, dass ich leider schon wieder so einiges aus meinem Geschichtsunterricht vergessen habe. Da das Buch stellenweise recht humorvoll und auch sehr spannend ist, merkt man es beim Lesen gar nicht so richtig, wie viel geschichtliches Wissen man hier lernt. Für Kinder ist dies wirklich perfekt, da sie hier sehr kindgerecht mit der Thematik „Zweiter Weltkrieg“ konfrontiert werden und vielleicht dadurch auch die Neugier entwickeln, sich weiter mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen. Der Autor beschreibt die gefährliche und beschwerliche Reise unserer Gefährten sehr anschaulich und abenteuerlich. Ich war immerzu am Mitfiebern und habe so gehofft, dass Rolf und sein Vater heil und gesund in New York ankommen werden. Allerdings müssen die beiden schon am Anfang ihrer Wanderung über die Pyrenäen einige Verluste in Kauf nehmen. Soldaten sind ihnen auf den Fersen und Rolf wird von seinem Vater getrennt. Zum Glück ist der Zwölfjährige dennoch nicht auf sich alleine gestellt. An seiner Seite befindet sich der Hirtenjunge Manuel und zwischen den beiden entwickelt sich sehr rasch eine wunderbare Freundschaft. Diese wird zum Teil richtig herzerwärmend beschrieben. Rolf hatte ich ja sofort fest in mein Herz geschlossen und auch Manuel ist mir im Verlaufe des Buches immer sympathischer geworden. Auch den kleine Terrier Adi, der die Jungen auf ihrem Weg über die Berge begleitet, mochte ich sehr. Er ist den beiden Jungen öfters eine große Hilfe und es zeigt sich nur mal wieder, dass man, auch wenn man recht klein ist, eine enorme Stärke besitzen kann. Auch Rolf besitzt eine große Willensstärke und einen bewundernswerten Überlebenswillen. Sehr schön finde ich, dass er, trotz der schlimmen Zeit, seinen Humor und seine Freude am Leben nicht verloren hat. „Der Pfad“ ist ein Buch über Freundschaft, Mut, Verzweiflung und Krieg, welches mir einen tollen Lesespaß geboten hat und welches ich absolut empfehlen kann. Meine einzige Kritik ist, dass es keine Karte gibt, die die Route unserer Gefährten zeigt. Die hätte ich zur Übersicht ganz nett gefunden. Dafür aber gibt es am Anfang und am Ende des Buches jeweils einen doppelseitigen Comic, den ich sehr gelungen finde, da er einen tollen Einstieg in die Geschichte liefert und diese auch perfekt wieder beendet. Fazit: Ein wunderbares und berührendes Jugendbuch, welches auch für Erwachsene absolut lesenswert ist. Die Geschichte ist spannend, humorvoll, traurig und liefert viel historisches Wissen, welches sehr gekonnt und kindgerecht in der fesselnden Story verpackt wurde. Ich bin hellauf begeistert von dem Buch und kann es sehr empfehlen! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen! 

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  • Mach toter Hund Adi!

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    Antek

    13. November 2017 um 12:53

    Rüdiger Bertram hat mich mit noch keinem Kinder- oder Jugendbuch enttäuscht und auch bei „Der Pfad“, in dem er Historisches spannend, einfühlsam und mit einer feinen Prise an Humor gekonnt an die jungen Leser bringt, hat er mich wieder einmal begeistert. Frankreich 1941: Rolfs Vater ist Journalist und hat gehörig gegen die Nazis gewettert, deshalb war die Familie gezwungen aus Deutschland zu fliehen. Während sich die Mama, mit einem Engagement als Tänzerin bereits in die USA retten konnte, hat dies beim zwölfjährigen Rolf und seinem Vater noch nicht geklappt. Im Moment sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung haben. Die Gestapo ist ihnen bereits auf den Fersen und deshalb eilt der Aufbruch. Ziegenhirte Manuel soll sie über die Pyrenäen nach Spanien führen, damit sie in Lissabon den Dampfer in die USA besteigen können. Ein bellender Hund könnte sie verraten, Adi soll deshalb zurück bleiben, aber was ist mit dem Versprechen seines Vaters, dass sie sich nie von den drei Dingen, der Schreibmaschine, dem Hund und ihrer Ehre trennen würden? Auf geht´s für Karl mit einem betrunkenen Hund, einem übergewichtigen Vater und einem resoluten Zigenhirten in eine ungewisse Zukunft, die über schmale, steile und beschwerliche Pfade hoffentlich in die Freiheit führen wird. Als Leser begleitet man die Truppe über die Berge, muss Kontrollen und Patrouillen ausweichen, Angst vor der Entdeckung haben, Verluste hinnehmen und gefährliche Situationen überstehen. Man darf hoffen und bangen und auch mit ansehen, wie sich zwischen Manuel und Karl eine richtige Freundschaft entwickelt, die Höhen und Tiefen übersteht. Eine bewegende, spannende und fesselnde Zeitreise. Ganz nebenbei erfährt man so, wie Nazis früher nach den Flüchtigen gefahndet haben, wie es Menschen auf der Flucht erging, erfährt was Hunger bedeutet und dass es auch Menschen gegeben hat, die geholfen und auch welche die gegen Hitler und seine Leute gekämpft haben. Die geschichtlichen Fakten werden gekonnt in die Story verpackt. Man merkt beim Lesen gar nicht, dass man hier Geschichte geboten bekommt. Genau so soll es sein, damit man auch die jungen Leser damit locken kann. Sehr gelungen fand ich auch, dass den Anfang und das Ende je eine Doppelseite Comic bilden. Zu Beginn wird die Geschichte so ansprechend, kurz und knapp in den historischen Kontext eingebettet, zum Schluss bekommt man einen Ausblick, wie es nach der Flucht weiter geht. Der Sprachstil des Autors liest sich wie immer flüssig, locker, leicht und ich bin regelrecht durch übersichtlich langen Kapitel geflogen. Alles wird so bildreich und ausführlich beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst mit auf der Flucht zu sein oder gar im kleinen Karl zu stecken. Es gibt zahlreiche Szenen, bei denen man vor Angst und Anspannung beim Lesen fast die Luft anhalten muss, weil es furchtbar gefährlich wird, aber auch viele, bei denen man schmunzeln darf. So kann es schon sein, dass Karl gezwungen ist, Blätter als Toilettenpapier zu benutzen, auf denen sich Ameisen tummeln oder Hund Adi sich im Suppentopf vor der Patrouille verstecken muss und tapfer erträgt, dass ihm der Hintern brennt. Amüsant fand ich auch Manuels Holperer mit der deutschen Sprache, die er sich als Fluchthelfer selbst angeeignet hat. So kann schon mal ein Wortwechsel wie „Ich bade mäßigregel. Einmal Monat“ was natürlich von Rolf mit den Worten „Man sagt regelmäßig, nicht mäßigregel. Einmal im Monat ist allerdings tatsächlich eher mäßig.“ verbessert wird, kommen. Hier wird aber kein Klamauk betrieben und die Ernsthaftigkeit und die Tragik auf keinen Fall schöngefärbt. Ich habe ergriffen gelesen, konnte die Trauer, die Angst, die Ungewissheit, aber eben auch die schönen Momente regelrecht mit erleben. Der kleine Karl ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Er durchschaut mehr als sein Vater denkt, und die beiden haben einen lockeren Umgang miteinander, der einen auch zum Schmunzeln bringt. Manuel, den man sich auf den ersten Blick nicht unbedingt als besten Freund wünscht, hat sich auf der Reise ebenfalls in mein Herz geschlichen. Die beiden Jungen können gegenseitig voneinander lernen und wachsen zu guten Freunden zusammen. Toll fand ich auch den tierischen Begleiter Adi, den Terrier. „Mach toter Hund, Adi!“ Wenn es doch bei Adolf Hitler auch so einfach gewesen wäre. Alles in allem ein tolles Jugendbuch, das die Flucht vor den Nazis auf ergreifend, fesselnde Weise erzählt und somit Geschichte alles andere als schnöde, langweilig präsentiert. Gerade in der heutigen Zeit ist es sicher auch toll, dass Kinder und Jugendliche erfahren, was Flucht bedeuten kann und dass auch Deutsche einst auf der Flucht und die Hilfe anderer angewiesen waren. Begeisterte fünf Sterne.

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  • DER PFAD – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit von RÜDIGER BERTRAM

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    gedankenlabor

    13. November 2017 um 11:37

    DER PFAD – Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit von RÜDIGER BERTRAM >>Über schmale, steile Pfade in die Freiheit – die Flucht eines Jungen vor den Nazis.Frankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft. <<„Der Pfad“ von Rüdiger Bertram beschreibt den Weg von zwei Jungs, die von Anfang an eigentlich nicht wissen, auf was sie sich da wirklich einlassen – bzw. gezwungener maßen einlassen müssen um an ihr Ziel zu gelangen. Sie wissen nicht, wo und wie ihr Weg letztlich enden wird und folgen ihm dennoch mit einer riesigen Portion Mut und soviel Hoffnung im Herzen, dass mir nichts anderes übrig blieb als voller Spannung ihrem Weg als Leser zu folgen. Umrahmt wird die Flucht von Rolf und Manuel mit fundierten geschichtlichen Hintergrundinfos, die der Autor sehr gut in die Geschichte integriert. Ein kurzer Comic zu Beginn und am Ende der Geschichte bieten hier einen tollen und leichten Einstieg und auch Ausstieg in und aus der Geschichte.„Der Pfad“ von Rüdiger Bertram ist meiner Meinung nach eine wirklich wunderbare Geschichte, die Freundschaft, Krieg, Angst, Verzweiflung, Mut und soviele Strapazen vereint und dennoch voller Hoffnung steckt und durch die beiden tollen Protagonisten Rolf und Manuel immer ein Lächeln übrig hat. Mein Fazit:Ein lesenswertes Jugendbuch, das mit besonderer Thematik auch heute sehr aktuell ist!

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  • Mitreißend, einfühlsam und sehr unterhaltend.

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    JasminDeal

    13. November 2017 um 09:19

    Eine spannende Geschichte rund um die Flucht einer Familie vor den Nazis, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Mittlerweile kennt man ja schon einige Geschichten, über die Flucht vor dem NS Regime. Der Schreibstil ist einfach unterhaltsam, mitreißend und leicht verständlich. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieses Buch im Geschichtsunterricht von weiterführenden Schulen, durchgenommen wird. Das Besondere ist mit Sicherheit auch die Sicht auf die Flucht und Erlebnisse aus der Perspektive von Kindern. Man spürt die Angst und Verunsicherung genauso, wie den nicht zu brechenden Lebensmut und die Zuversicht, wie sie oftmals nur Kinder haben können. Es gibt im Buch viele Stellen, an denen man nur ungläubig staunen kann. Staunen über so viel Grausamkeit, über so viel Einfluss der Nazis selbst in fremde Länder. Unvorstellbar muss die Angst während dieser Hetzjagd für die Geflüchteten gewesen sein. Familien wurden auseinander gerissen, Gewalttätigkeit und Verrat waren an der Tagesordnung. Trotz dieser widrigen Umstände, entstanden auch neue Freundschaften und die Flüchtigen erfuhren Solidarität und Hilfsbereitschaft durch für sie fremde Menschen. Gut hat mir auch gefallen, dass man durchaus mal Grund zum Lachen hat. Die Verbindung zwischen Rolf, seinem Vater und dem Hund Adi ist einfach so herzerwärmend. Als Rolfs Vater von den Nazis aufgegriffen wird, ist Rolf auf sich alleine gestellt. Zum Glück gibt es Manuel, einen einheimischen Jungen der ihm hilft, sich in der Wildnis zurecht zu finden. Bisher ist Rolf recht behütet aufgewachsen, er kommt aus Berlin und der Wald und die Berge sind ihm als Stadtkind nicht ganz geheuer. Ab jetzt kommen immer öfter Situation die zeigen, wie gut die Jungen sich ergänzen. Was der eine nicht kann oder weiß, bekommt der andere hin. Sie stehen füreinander ein und halten zusammen, auch wenn es hier und da mal zu Auseinandersetzungen kommt, beide können sich aufeinander verlassen und stützen sich gegenseitig in dieser schwierigen Zeit. Zwischenzeitlich erleben sie das ein oder andere Abenteuer zusammen, leider im unter dem Schatten der Flucht. Wer auf ein rundum Happy End hofft, wird vermutlich enttäuscht werden. Ich bin aber froh, dass das Buch genau dieses Ende hat. Es ist authentisch ohne zu sehr auf die grausamen Details, dieser Zeit einzugehen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses Buch!

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  • Spannende Geschichte mit historischen Details aus der Zeit des 2. Weltkrieges

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    Buchraettin

    13. November 2017 um 07:59

    Rolf und sein Vater sind Deutsche, die nach Südfrankreich 1941 geflüchtet sind. Es ist die Zeit des zweiten Weltkrieges. Sie versuchen ein Schiff nach Nordamerika zu bekommen, doch dann müssen sie vor den Nazis fliehen. Zusammen mit einem jungen Fluchthelfer namens Manuel, suchen sie den Weg durch die Berge nach Spanien. Doch es kommt anders. Den Leser erwartet hier ein spannendes Abenteuer.Ich hatte das Gefühl beim Lesen, das Buch findet die richtige Balance zwischen Spannung, Historie und dennoch kindgerecht, das hat mir sehr gut gefallen. Es macht auch neugierig auf die Vergangenheit und ich finde es auch wichtig, dass Kinder so in diesem Alter darüber schon etwas wissen. Das wandert nun auf den Lesestapel meines Kindes.Im Buch werden auch andere Bücher angesprochen, wie Erich Kästner“ Der 31. Mai“, ich mag solche kleinen Details, denn sie machen den Leser neugierig auf weitere Bücher.Es ist ein toller und anschaulicher Stil. Die Figuren sind lebendig, man fiebert als Leser mit ihnen, man zittert mit ihnen und man hofft mit ihnen. Was mir gefehlt hat im Buch, ich hätte mir zumindest eine kurze Übersicht über die Eckdaten des Krieges gewünscht, vielleicht eine Art Zeitleiste oder eine kurze Übersicht. So kann man für die Leser der Zielgruppe so ab ca. 12 Jahren nach geeigneter Sachbuchliteratur suchen. Ich denke, dass das Buch Fragen aufwirft, was ist damals passiert und warum konnte es passieren.Gut gefallen hat mir zu Beginn des Buches ein kurzes Comic, das ein wenig auf die Vorkommnisse im damaligen Deutschland eingeht. Das macht Kinder schon neugierig auf das Buch und weckt auch historisches Interesse. Auch der Abschlusscomic, den fand ich sehr gelungen. In der Geschichte selbst finden sich Szenen, die durchaus spannend und auch abenteuerlich sind. Die traurig sind, die nachdenklich stimmen und auch Szenen, die Freundschaft und einen starken Willen zeigen.Aber auch erwachsene Leser wissen vielleicht nicht so viel, über die Fluchtroute über die Pyrenäen nach Spanien. So das auch ich als erwachsener Leser noch für mich unbekannte Fakten aus dem zweiten Weltkrieg recherchieren kann, angeregt durch die Geschichte im Buch.Ein sehr gelungenes Buch um Kindern so ab ca. 12 Jahren eine Einführung in die Geschichte des zweiten Weltkrieges zu geben. Es regt Interesse an historischen Themen, ist aber dennoch auch kindgerecht verpackt in einer spannenden Geschichte, die die Leser fesselt

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  • Bewusstsein schaffen

    Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

    Prinzesschn

    10. November 2017 um 13:18

    "Der Pfad" erzählt Rolfs Geschichte über den Alltag im Krieg, die lange und beschwerliche Flucht mit seinem Vater, dessen Verlust und den Beginn einer langjährigen Freundschaft. Auch wenn sich die Protagonisten mitten im Krieg befinden, ihre Sorgen, Ängste und Nöte zum Greifen nah sind, scheinen sie ihren Humor in dieser ausweglosen Zeit nicht verloren zu haben. Die Charaktere wurden so authentisch beschrieben, dass ich ihr Handeln zu jeder Zeit nachvollziehen konnte. Am meisten fasziniert hat mich die Freundschaft zwischen den beiden Jungen. Wie sie zusammengewachsen sind und sich in dieser Zeit zur Seite gestanden haben. Wie sie sich mit den Umständen arrangiert und versucht haben, das Beste aus der Situation zu machen. Der einfache Schreibstil hat es mir sehr leicht gemacht, in die Geschichte einzusteigen, ihr zu folgen und sie so gut wie in einem Rutsch durchzulesen. Besonders toll fand ich die Comics am Anfang und am Ende der Geschichte, die kurz und knapp die Umstände zusammenfassen, in denen sich Rolf befand. Eine Geschichte, die gerade heutzutage sehr wichtig ist und Bewusstsein für die damalige Zeit schafft.

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