Rüdiger Bertram Die Liga der Guten

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Inhaltsangabe zu „Die Liga der Guten“ von Rüdiger Bertram

Jan, Mats und Andy sind Freunde. Sie hängen immer zusammen ab, weil sie die Kleinsten in der Jahrgangsstufe sind und niemand sonst mit ihnen befreundet sein will. Bis zu jenem Tag, bis zu jener Ohrfeige, die Jan nicht mehr klaglos hinnimmt. Er hält in der Schule eine flammende Rede gegen Ungerechtigkeit und für mehr Anstand und Ethik. Er gründet DIE LIGA DER GUTEN. Ab sofort werden keine Kompromisse mehr gemacht. Wer dazugehören will, muss sich konsequent für das Gute entscheiden und entsprechend handeln.
Seine Idee begeistert viele Jugendliche, alle wollen zu den Guten gehören. Immer mehr Anhänger scharen sich um Jan, der von zu Hause ausgezogen ist und mit seinen Freunden auf einer alten Fabrikbrache lebt.Doch wer bestimmt, was gut und was böse ist? Für Jan wird es immer schwieriger, die ständig wachsende Gruppe zu kontrollieren. Eine Katastrophe bahnt sich an.

War okay. Ist etwas ähnlich wie eine Mischung zwischen 'Die Welle' (aber linksextrem) und 'Animal Farm'.

— holdenmcrutch

Mal wieder ein Beweis dafür, dass eine gute Idee noch lange kein gutes Buch macht. Die Story ist völlig an den Haaren herbeigezogen.

— LaLecture

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    Die Liga der Guten

    LaLecture

    01. December 2013 um 14:01

    Inhalt Jan, Andy und Mats sind die Außenseiter an ihrer Schule. Kaum jemand nimmt sie überhaupt wahr und die einzigen Aufmerksamkeiten, die sie bekommen, sind Hänseleien und Schläge von Lucas und seinen Kumpels. Das ändert sich, als Lucas Jan eines Tages eine Ohrfeige gibt und dieser daraufhin eine flammende Rede über gut und böse hält und beschließt, von nun an nur noch auf der guten Seite zu stehen. Jans "Kurzer Prozess mit allen Kompromissen"-Politik kommt bei vielen Jugendlichen gut an, doch als das Projekt, die "Liga der Guten", immer mehr Anhänger bekommt, droht es, außer Kontrolle zu geraten. Meinung Was ist gut und was böse? Was kann man gegen das Böse auf der Welt tun? Stehe ich auf der guten Seite? Angesichts der vielen Ungerechtigkeiten wie Krieg, Armut und Diskrimierung stellt man sich solche Fragen immer mal, zum Beispiel, wenn man gerade eine erschreckende Dokumentation gesehen hat und vor lauter Betroffenheit beschließt, sein Leben zu ändern. In manchen Teilbereichen klappt das vielleicht auch, doch vermutlich kann kaum jemand von sich behaupten, dass er wirklich komplett konsequent "gut" lebt. So geht es zumindest mir und genau deshalb fand ich die Idee, mit der Rüdiger Bertram in diesem Buch spielt, sehr interessant. Von deren Umsetzung war ich dafür umso enttäuschter. Um noch etwas positives anzumerken: Der Schreibstil war relativ authentisch und ich kann mir gut vorstellen, dass ein 14-jähriger Junge wie Mats so schreiben würde. Ansonsten kann "Die Liga der Guten" allerdings kaum mit positiven Punkten überzeugen. Die Charaktere waren relativ flach und unglaublich langweilig. Mats ist ein fruchtbarer Mitläufer, der zu allem Ja und Amen sagt und es nicht schafft seine eigene Meinung sagen (wobei es solche Leute ja wirklich gibt), Andy wirkt sie der traurige Versuch, eine Figur sympathisch zu machen, indem man sie dauernd futtern lässt und Jan war einfach nur komplett undurchschaubar und kam mir sehr, sehr unrealistisch vor. Wie gesagt, die Idee des Buches ist toll und ich kann mir durchaus vorstellen, dass man sich mal solche Gedanken macht wie Jan in dem Buch, aber so radikal zu sein und dann so schnell zum Anführer einer Art Sekte aufzusteigen - ein bisschen geisteskrank muss man dafür schon sein. Mal ganz angesehen davon, dass ich es wirklich sehr unrealistisch finde, dass so viele Jugendliche diesen krassen Idealen folgen. Klar gibt es viele, die sich für ihre Umwelt engagieren und etwas Gutes tun wollen, aber so? - Eher nicht. Was mich auch enorm gestört hat, war das Schubladendenken und die vielen Klischees, die in diesem Buch stecken. Zu der Vorstellung, dass an einer Schule die kleinen "Loser" gemobbt werden und es die Models und die coolen Sportler gibt, kann ich nichts sagen. Bei mir gibt es diese nach amerikanischen 08/15-Filmen klingenden Gruppen nicht, aber ich will ja gar nicht sagen, dass das überall nicht der Fall ist. Was mich genervt hat, war die Tatsache, wie die Mitschüler in Schubladen gesteckt werden. So sind die Sportler beispielsweise alle beschränkt, können sich nicht vernünftig ausdrücken und sind eh nur zum Wachestehen gut. Was soll das? Seit wann sind Sportler Vollidioten, die außer Sport nichts anderes können? Extrem nervig war auch die Beschreibung der scheinbar perfekten Reihenhaussiedlung, in der Jan und Mats wohnen und hinter deren Fassade sich zerstrittene Familien und die Affäre des Vaters mit seiner Sekretärin verbergen. - Muss das sein? Klar, nicht jede Familie ist perfekt, aber das Klischee mit der Sekretärin war mir wirklich zu viel. Allgemein hat mich, obwohl man das sicher als positiv werden könnte, weil es immerhin eine Emotion ist, Jans Idee entsetzlich aufgeregt. Ist ja schön und gut, dass er jetzt komplett als guter Mensch leben möchte, aber wie er das Wort "gut" auslegt und Kompromisse eingeht, hat mich entsetzlich auf die Palme gebracht. Er ist einfach völlig inkonsequent und die Ignoranz, mit der er das verdrängt, ist furchtbar. Man kennt das ja: Bei manchen Büchern regt man sich über die Handlung auf und fiebert mit, weil man hofft, dass es noch anders wird, und andere machen einfach bloß keinen Spaß. "Die Liga der Guten" gehört leider zur letzten Sorte. Leider wirkte die Geschichte auch des Öfteren völlig an den Haaren herbeigezogen. Innerhalb einer Woche kommen Mitglieder aus ganz Deutschland, nur weil sich eine Journalistin in einem Artikel über die Liga lustig gemacht hat? - Wer das glaubt, wird selig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die meisten Jugendlichen etwas anderes machen würden, als sich über Jan totzulachen. Klar finden manche es gut, wenn Gleichaltrige sich für ihre Umwelt und die Mitmenschen engagieren, aber sein wir doch mal ehrlich: Die Wenigsten (ich auch nicht) würden dafür gleich ihr Handy wegwerfen, auf ihren Computer und ihr Lieblingsessen verzichten. Und selbst wenn es so wäre: Dass es keine interessanteren Nachrichten gibt als einen Haufen rebellischer Jugendlicher, sodass nach zwei oder drei Wochen sogar japanische Fernsehteams kommen, um die Liga zu sehen, kam mir wirklich wie haarsträubender Blödsinn vor. Teilweise wirkte die Liga in ihrer unverständlichen und plötzlichen Radikalität und Aggressivität auch wie ein Remake der "Welle", allerdings nicht halb so überzeugend und erschreckend. Am schärfsten und lächerlichsten war dann aber immer noch, dass die Polizei und die Regierung, die das Quartier der Liga räumen lassen und die Schüler zur Erfüllung ihrer Schulpflicht bringen wollte, akzeptieren, dass die Schüler sich selbst unterrichten. Als ob das jemals passieren würde. Fazit Die Idee von "Die Liga der Guten" ist ja recht gut und hat durchaus Potential, der Rest des Buches wirkt jedoch völlig an den Haaren herbeigezogen und sowohl die Charaktere als auch die Handlung haben mich regelmäßig auf die Palme gebracht. Mehr als 2 Sterne sind nicht drin.

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  • Die Liga der Guten

    Die Liga der Guten

    Piinquin_x3

    27. September 2013 um 17:01

    Es fing so gut an und durch das Cover wurde ich auf eine ganz andere Fährte gelockt. Das Thema an sich ist momentan schon präsent, aber wie es verpackt wurde. Ich weiss nicht. Ich dachte nach dieser Ohrfeige würde sich das Leben des Jungen nicht auf diese Art und Weise ändern, sondern dass sie sich untereinander beistehen und helfen und nicht auf einmal in solch etwas hineingeraten ... Ein wenig übertrieben. Mag sein, dass es Jugendliche gibt, die so etwas tun würden. Aber auf der anderen Seite ... Nun ja, Welcher Jugendliche schmeisst schon sein Handy weg und beginnt solch ein neues Leben?  Zu viel will ich ja nicht verraten, darum werde ich nun auch nicht sagen wie sich derer Leben verändert oder was sie tun .. Aber mich hats nicht gefesselt. Ich habe aufgehört mit Lesen

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