Rüdiger Bertram Knastkinder

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Inhaltsangabe zu „Knastkinder“ von Rüdiger Bertram

Im Kinderknast! Für den Deutschen Jonathan wird ein Albtraum wahr: Er wollte doch nur mal ein paar Stunden ohne seine Eltern durch Manila spazieren. Schließlich spricht er die Sprache. Doch dann gerät er plötzlich in ein übles Viertel, wird ausgeraubt und landet im Knast. Zusammen mit Hunderten von Manilas Straßenkindern. Unter schrecklichen Bedingungen. Keiner glaubt Jonathan, dass ein furchtbarer Irrtum passiert ist. Keiner kann ihm helfen. Wie soll er hier je wieder rauskommen?

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  • Rezension zu "Knastkinder" von Rüdiger Bertram

    Knastkinder
    kiki62

    kiki62

    19. June 2012 um 07:35

    Rüdiger Bertram: „Knastkinder“ -Das besondere Buch – Schonungslos, authentisch, schockierend Bibliographische Angaben: • erschienen 2009 im Rowohlt Taschenbuch Verlag • hier 3. Auflage vom März 2012 • umfasst 127 Seiten Zum Autor: Der Autor Rüdiger Bertram wurde 1967 in Ratingen geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte und Volkswirtschaft. Nach seinem Studium arbeitete er als freier Journalist, Kolumnist und Autor. Zahlreiche BBC-Tierfilme wurden von ihm ins Deutsche übersetzt. Als Kinderbuchautor wurde er durch seine Figur „Coolman“ bekannt. Inhalt in Kurzform: Jonathan kommt aus Berlin und ist 12 Jahre alt. Gemeinsam mit seinen Eltern verbringt er seine Ferien im Heimatland seines Vaters. Die Philippinen sind für den in Berlin aufgewachsenen Jonathan eine völlig fremde Welt. Eines Tages beschließt er, ohne seine Eltern auf Entdeckungstour durch Manila zu gehen. Dass das ein Fehler war, muss der Junge schon bald einsehen. Er verläuft sich und gerät in das Armenviertel der Stadt. Hier wird er von kriminellen Jugendlichen ausgeraubt und landet im berüchtigten Kinderknast von Manila. Obwohl er am Anfang fest daran glaubt, dass er schon am nächsten Tag von seinen Eltern dort herausgeholt wird, muss er sich gedulden. Er lernt es, sich in dieser für ihn fremden Welt anzupassen um zu überleben. Sehr schnell lernt er, dass selbst die Wärter in diesem Gefängnis korrupt sind und die Kinder ausnutzen. Jonathan ist der einzige unter den Kindern, der lesen und schreiben kann. Das nutzt er aus, um sich Geld zu verdienen. In seinem Inneren aber schmiedet er verschiedene Pläne, wie er endlich aus dem Knast herauskommen kann, da bei dem Überfall auch sein Pass gestohlen wurde. Doch immer wieder gelangt er mit seinen Plänen in einer Sackgasse. Hier je wieder in Freiheit zu kommen, scheint fast ausweglos für den Berliner. Es dauert nicht lange, bis Jonathan erkennt, dass er dieser Lage nur dann entfliehen kann, wenn er seine Sinne schärft und einen perfekten Plan greifbar hat. Und mit dieser neuen Einstellung gelingt es ihm nach vier Wochen endlich der Kinderhölle Manilas zu entkommen. Sprache und Themenumsetzung: Begonnen hatte alles mit einem Theaterstück, das nach seinem Erfolg einen Roman forderte. Schon das Cover des Buches beeindruckt den Leser. Man sieht Gefängnisgitterstäbe, dahinter Kinder mit kahl geschorenen Köpfen. Der Titel des Buches ist unterteilt in weiß und rot. Das rote Wort Kinder steht für den Blutverlust der Kinder, sei es das sogenannte Herzblut, das Blut der Seele als auch für den Verlust des Lebens, das in diesem Knast nicht viel gilt. Der kleine graue Button mit dem Vermerk „Das besondere Buch“ lässt darauf schließen, dass es sich um keinen gewöhnlichen Roman handelt. Das erfährt der Leser dann auch recht schnell. Obwohl fiktiv Handelnde basiert das Buch auf tatsächlichen Vorkommnissen auf den Philippinen. Kurze und sehr leicht verständliche Sätze erleichtern das Lesen. So ist dieses Buch für jugendliche Leser geeignet. Der Gebrauch bildhafter Ausdrücke lässt den Leser in das Geschehen eintauchen. Es scheint ganz so, als befindet er sich als Beobachter mitten im Geschehen. Unnötig füllende Ausuferungen und Beschönigungen bleiben außen vor. Schlag auf Schlag lässt der Autor die Geschehnisse passieren. Eine recht nüchterne Darstellung. Doch genau das ist es, was die Authentizität des Buches ausmacht. „Knastkinder“ ist kein Buch, das man zur Unterhaltung liest. Man wird geschockt, was in Teilen unserer Welt mit Kinder, die als höchstes Gut angesehen werden sollen, geschieht, welches Leben sie führen. Wird dem Leser doch einmal mehr klar, dass das, was wir meist als sehr selbstverständlich hinnehmen, für viele Kinder nicht zutrifft. Eigene Meinung und Wertung: „Knastkinder“ ist keine Lektüre, die man abends im Bett liest. Es ist die Verdeutlichung von Missständen auf unserem Planeten, die wir sehr gern in den Hintergrund unseres Lebens drängen. Sind wir es doch gewohnt in einer Spaßgesellschaft zu leben. Und in so eine Gesellschaft passen solche Bilder wie die hier geschilderten nicht hinein. Steht das Buch heute in vielen Bibliotheken, sollten die Verantwortlichen in unserer Bildungslandschaft doch in Erwägung ziehen, dieses Buch als Pflichtlektüre in den Lesekanon aufzunehmen, auch wenn es diesen so definiert nicht gibt. Gerade in der Oberstufe ist dieses Buch eine angemessene Lektüre. Beschweren sich denn nicht eine ganze Menge Menschen über „die Jugend von heute“? Wie sollen junge Menschen ein Umdenken lernen, wenn sie immer nur eine Spaß- und materialistische Gesellschaft vor Augen haben? Mit diesem Buch können die jungen Leser zu einer Auseinandersetzung mit ihrem Leben veranlasst werden, die dann im Vergleich zum Leben der Knastkinder gipfelt. Aber nicht nur für jugendliche Leser sind die „Knastkinder“ ein Leseerlebnis.

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  • Rezension zu "Knastkinder" von Rüdiger Bertram

    Knastkinder
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    11. April 2012 um 13:19

    interessantes Buch für (eher männliche) Jugendliche.
    Über Freiheitswunsch und die Konsequenzen.
    Zum "über den Tellerrand hinausschauen".

  • Rezension zu "Knastkinder" von Rüdiger Bertram

    Knastkinder
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. October 2011 um 14:26

    Zum Inhalt: Der 12-jährige Berliner Jonathan verbringt zusammen mit seinen Eltern seine Ferien in Manila, einer Stadt auf den Philippinen. Sein Vater ist dort geboren und durch ihn beherrscht Jonathan auch die dortige Sprache Tagalog. Daher sieht Jonathan auch kein Problem darin, einmal einen Tag lang alleine die Stadt zu erkunden. Doch es kommt, wie es kommen musste: Er verirrt sich in einem der ärmeren Vierteln und wird ausgeraubt. Kurz darauf trifft er auf die Straßenkinder Dennis, Marlon und Arnol, die ihm helfen wollen, doch stattdessen werden sie alle vier in einen Kinderknast gesteckt, wo für Jonathan ein Albtraum beginnt… . Meine Meinung: Auf relativ wenigen Seiten wird die Geschichte eines jugendlichen Touristen erzählt, die so tatsächlich hätte passieren können. „Knastkinder“ gibt einem einen Einblick in die elendigen Zustände, die teilweise in der Stadt Manila herrschen. Dass Kinder einfach von der Straße gesammelt und in Kinderknast gebracht werden, ohne, dass sich jemand dafür zu interessieren scheint, ob sie tatsächlich etwas verbrochen haben. Justiz existiert dort in den meisten Fällen nicht, was auch Jonathan oft schmerzhaft erfahren muss. Er lernt unfreiwillig das Leben in einem dieser Knast kennen. Fernab von sämtlichen Komfort und sanitären Anlagen, muss er sich unter den anderen Kindern zurechtfinden, lernen Kämpfe und Ärger aus dem Weg zu gehen, sich im Notfall aber auch zu verteidigen. Und natürlich versucht er auch irgendwie seine Eltern zu kontaktieren, was sich wegen den betrügerischen Wärtern als schwierig erweist. Die Geschichte stellt diesen ständigen Zustand zwischen Hoffnung und Enttäuschung dar und hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck von den Zuständen in einem solchen Kinderknast. Und nach dem Lesen war ich auch ziemlich froh, dass bei uns, selbst wenn man im Gefängnis sitzt, die Grundrechte wirken, was bei Jonathan ja nicht der Fall ist. Ich hätte mir dennoch gewünscht, dass das Buch noch ein wenig erzählt. Viele Dinge werden nur immer ganz kurz erwähnt, ansonsten aber nicht mehr näher behandelt. So wird zwar angesprochen, dass viele der Kinder von Schnüffelstoffen abhängig sind, aber was das für den alltäglichen Kreislauf der Gewalt und Hoffnungslosigkeit im Knast bedeutet, darauf wird nicht eingegangen. Interessant hätte ich es auch gefunden, wenn nicht nur Jonathans Erlebnisse geschildert worden wären, sondern auch die Suche seiner Eltern nach ihm. Sein Vater ist ja schließlich auch Philippine, welche neuen Eindrücke bekommt er durch das Verschwinden seines Sohnes von dem Land? Und wie reagieren eigentlich die Behörden dort auf solch einen Fall? . Ich denke dieses Buch hat viel Potenzial, das leider nicht ganz ausgeschöpft worden ist. Trotzdem fand ich es sehr interessant und auch gut und flüssig zu lesen. Wer sich einmal für die Umstände in einem Kinderknast auf den Philippinen interessiert, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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  • Rezension zu "Knastkinder" von Rüdiger Bertram

    Knastkinder
    Black_Cat

    Black_Cat

    07. August 2011 um 15:17

    Das Buch war landweilig und auch nicht wirklich spannend. Hätte ich es nicht lesen müssen, hätte ich es mir bestimmt nicht gekauft.

  • Rezension zu "Knastkinder" von Rüdiger Bertram

    Knastkinder
    Luna_Silvermoon

    Luna_Silvermoon

    12. June 2011 um 20:30

    Ich mochte das Buch Knast Kinder überhaupt nicht. Es gab für mich nur 2 Gute Stellen in dem Buch und sonst war es tot langweilich für mich. Hätte ich das Buch nicht lesen müssen hätte ich es nicht mal bis zur hälfte durch gelesen. Ich kann das Buch nur Leuten empfheln die wissen wollen wie es ist in einem Fremden Land im Gefängnis zu sitzen ohne das jemand einem glaubt das man nichts gethan hat.

  • Rezension zu "Knastkinder" von Rüdiger Bertram

    Knastkinder
    schlumeline

    schlumeline

    14. June 2009 um 12:24

    Jonathan reist mit seinen Eltern in den Sommerferien nach Manila auf die Philippinen. Dort verbringen sie keinen schönen Strandurlaub, sondern besuchen Verwandte. Jonathans Vater ist nämlich in Manila geboren und als Kind nach Deutschland gekommen. Dies ist sein erster Besuch nach vielen Jahren in seiner alten Heimat und er möchte seiner Ehefrau und seinem Sohn Jonathan soviel wie möglich von Manila zeigen. Jonathans Vorstellungen von Sommerurlaub jedoch sind ganz anders. So gaukelt er seinen Eltern Kopfschmerzen vor um im Hotel bleiben zu können. Dort wird es ihm jedoch zu langweilig, so dass er sich auf Entdeckungstour durch Maila macht. Er geht los und landet immer tiefer in einem Gewirr aus kleinen Gassen. Zuletzt findet er sich in den Slums von Manila, weit ab vom Centrum wieder. Dort wird er ausgeraubt, verprügelt und in der Gosse liegengelassen. 3 Kinder kommen vorbei und wollen ihm helfen. Sie besorgen Wasser (stehlen es) um die Wunden von Jonathan zu versorgen. Dabei werden dann alle vier verhaftet. Jonathan landet mit seinen neuen Freunden im Knast. Dort lernt er die Armut der Straßenkinder so richtig kennen. Sie schnüffeln Kleber, haben alte Kleider (wenn überhaupt) am Leib. Zu essen gibt es kaum etwas. Geschlafen wird auf einfachen Matten oder auf dem Boden. Jonathan gelingt es nicht den Wärtern klar zu machen, dass er Deutscher ist. Er wird nur belächelt. Das Buch von Rüdiger Bertram schildert auf eindrucksvolle Weise das Leben der Straßenkinder in Manila. Es ist spannend geschrieben und man kann es in einem Zuge durchlesen. Man sollte sich vor Augen halten, dass es in anderen Ländern eben ganz andere Probleme gibt als in Deutschland. Dies erfährt Jonathan hier auf ganz besondere Weise. Ich hätte nicht mit ihm tauschen wollen. In einem solchen Moment rücken wohl alle materiellen Dinge weit in den Hintergrund. Ein lesenswertes Buch für Jugendliche und Erwachsene.

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