Rüdiger Dingemann Mitten in Deutschland

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Inhaltsangabe zu „Mitten in Deutschland“ von Rüdiger Dingemann

Was einst im Niemandsland der Geschichte lag, gehört jetzt zu Deutschlands Natur- und Kulturschätzen: Von der Ostsee bei Travemünde bis zum Dreiländereck bei Hof in Bayern erstreckt sich entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze das 1400 Kilometer lange "Grüne Band" - eine Perlenkette geschützter Landstriche. Das reich illustrierte Sachbuch stellt diese Regionen aus aktuellem Anlass vor: 2014 feiert Deutschland 25 Jahre Mauerfall und Grenzöffnung. Ergänzt von Zeitzeugenberichten, erzählt Rüdiger Dingemann davon, wie der Eiserne Vorhang rund 40 Jahre lang Menschen voneinander trennte. Er beleuchtet auch die reiche Kulturgeschichte dieser Landschaften: Rundlingsdörfer im Wendland, die Wilhelm-Busch-Mühle im Eichsfeld und die Burg Wendelstein im Werratal. Deutschlands Natur zeigt sich hier in ihrer Vielfalt - vom norddeutschen Schaalsee über die majestätische Flusslandschaft an der Elbe bis hin zu verwunschenen Wäldern im Harz. Der abwechslungsreiche Band kontrastiert aktuelle Fotos markanter Orte an der ehemaligen Grenze und prägnante Luftaufnahmen mit historischen Aufnahmen. Übersichtskarten und Spezialkapitel zu Themen wie Elbschifffahrt, Kolonnenweg und Trabi runden diese Reise in ein unbekanntes Stück Deutschland ab, das im Jubiläumsjahr zu entdecken ist.

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    Mitten in Deutschland
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    18. June 2015 um 12:05

    Spurensuche Von der Ostsee bis an die Elbe, vom Wendland bis in den Harz, vom Harz bis in die Rhön, von der Rhön bis ins Vogtland, das sind die Etappen, in die Dingemann seine Reise entlang der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze aufteilt. Dort, wo Wachtürme, Todesstreifen, entsiedelte Zonen, Stacheldraht und gerodetes, ödes Land über Jahrzehnte hinweg die Kulturlandschaft geprägt haben, zeigt Dingemann, wie es heute aussieht. Wie die Zeit, die Natur und die Menschen vielfach die Spuren verwischt hat, wie aber auch heute noch rudimentäre Reste hier und da auf das „Damals“ hin verweisen. Der alte Wachturm, der immer noch wie drohend in den Abendhimmel ragt. Der ausgetretene „Frei-Streifen“, der sich durch Flora und Faune aus der Vogelperspektive heraus noch einwandfrei erkennen lässt, aber auch Landschaften, Flüsse, Auen, in denen nichts mehr von der ehemals trennenden, brachialen Kraft der Systeme erkennen lässt. „Die einstigen deutschen Grenzregionen sind in ihrer Vielgestaltigkeit noch unbekannt, auch 25 Jahre nach der Grenzöffnung“. Orte, Landschaften, die gerade ob ihrer herausgehobenen Lage in diesen Jahren der Grenzen oft von wirtschaftlicher Ausbeutung und „Zu-Siedelung“ verschont geblieben sind und mittlerweile Refugien teils unberührter Natur darstellen, deren Ursprünglichkeit, Schönheit und Atmosphäre Dingemann in vielfache großformatige, hervorragend getroffene Fotografien vor die Augen des Lesers führt. Seien es unberührt wirkende Fluss- oder Waldlandschaften, seien es wie gemalt wirkende, in der Zeit stehen gebliebene Gebäude wie das „Duderstädter Rathaus“, das in mittelalterlicher Pracht erstrahlt, sei es „alte Industrie“ wie der „Monte Kali“ mit einigen Einblicken in die Arbeit im Kali-Werk, die Dingemann prägnant illustriert vermittelt. Eine interessante, treffend ins Bild gerückte Reise in besondere, stille, urtümliche Landschaften und in die Geschichte einer Grenze, die immer noch nicht ganz verschwunden ist. Zumindest nicht an prägnanten Stellen ist der Verlauf noch deutlich sichtbar. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre einer ganz besonderen Seite Deutschlands.

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