Rüdiger Jungbluth

 4.3 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Die Quandts, Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rüdiger Jungbluth

Rüdiger JungbluthDie Quandts
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Die Quandts
Die Quandts
 (10)
Erschienen am 24.08.2004
Rüdiger JungbluthDie 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs
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Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs
Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs
 (8)
Erschienen am 08.01.2008
Rüdiger JungbluthDie Oetkers
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Die Oetkers
Die Oetkers
 (4)
Erschienen am 15.08.2006
Rüdiger JungbluthDie Quandts
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Die Quandts
Die Quandts
 (1)
Erschienen am 01.09.2015
Rüdiger JungbluthDie Quandts: Deutschlands erfolgreichste Unternehmerfamilie
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Die Quandts: Deutschlands erfolgreichste Unternehmerfamilie
Rüdiger JungbluthTod in der Südstadt
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Tod in der Südstadt
Rüdiger JungbluthDie Quandts, 2 Audio-CDs
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Die Quandts, 2 Audio-CDs

Neue Rezensionen zu Rüdiger Jungbluth

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Die Quandts" von Rüdiger Jungbluth

"Wir arbeiten." (Stefan Quandt)
R_Mantheyvor 3 Jahren

Alles begann mit einer Textilfabrik, in der sich Emil Quandt in den Gründerjahren vom Lehrling zum Prokuristen hochgearbeitet und die Tochter des Inhabers geheiratet hatte, um dann selbst zum Chef zu werden. Seinen Sohn Günther bereitete er intensiv auf dessen Unternehmerleben vor. Die Quandts besaßen das nötige Glück, in einer Branche zu produzieren, in denen sie auf den Staat als Abnehmer ihrer Stoffe setzen konnten. Der Erste Weltkrieg spülte den Quandts viel Geld in die Kasse, weil es einen hohen Bedarf an Uniform-Stoffen gab. Dieses Kapital und seine Finanzkenntnisse nutzte Günther Quandt dann um sehr erfolgreich Firmen aufzukaufen. In der Zeit nach dem Krieg legte er auf diese Weise den Grundstein für die spätere Quandtsche Firmengruppe. Er umschiffte nicht nur die Klippen der Inflation, sondern er nutzte die Möglichkeiten dieser wilden Zeit, um seinen wirtschaftlichen Einflußbereich und die Größe des Familienbesitzes deutlich auszuweiten.

Das konnten interessierte Leser bereits in der ersten Familien-Biografie des Autors nachlesen. Warum nun also eine Neufassung? Dafür gibt es zwei Gründe: Es ist schwer, etwas über die Quandts zu erfahren, das außerhalb von Geschäftsberichten und Wirtschaftsnachrichten liegt. Im Jahre 2007 gelang es Fernsehjournalisten jedoch, die Familie mit dem Dokumentarfilm "Das Schweigen der Quandts" aus der Reserve zu locken. Dieser Film reitet die in Deutschland immer funktionierende moralische Empörungswelle und zeigt vor allem das Wirken Günther Quandts im Dritten Reich. Dadurch sahen sich die Familie Quandt und dabei natürlich insbesondere die direkten Nachkommen des inzwischen verstorbenen Günther Quandt genötigt, diesen Teil ihrer Familiengeschichte aufzuarbeiten, wie es immer so schön heißt. Damit wurde der Historiker Joachim Scholtyseck beauftragt, dem offenbar Zugang zu entsprechenden Dokumenten ermöglicht wurde. Scholtyseck veröffentlichte 2011 als Resultat seiner Bemühungen ein umfangreiches Buch. So entstand die Möglichkeit, auch die erste Biografie der Familie Quandt von Rüdiger Jungbluth neu zu fassen und durch die hinzugewonnenen Erkenntnisse und Bewertungen Scholtysecks zu erweitern.

Ein zweiter Grund für eine Neufassung liegt dagegen völlig auf der Hand. Die beiden letzten Kinder von Herbert Quandt, Susanne Klatten und Stefan Quandt, haben sich inzwischen zu erfolgreichen Unternehmern entwickelt, die ihren Vorfahren in keiner Weise nachstehen. Insbesondere Susanne Klatten bewies mit der Lenkung von Altana ein außerordentliches unternehmerisches Geschick. Im Vergleich mit der Quandt-Biografie kürzte Jungbluth die ersten Jahre der Familiengeschichte, um so mehr Platz für die Entwicklungen im Dritten Reich und deren Bewertung sowie für die beiden erfolgreichsten Familienmitglieder der vierten Generation zu haben.

Das Buch liest sich unterschiedlich gut. Immer wenn der Autor sich auf ausreichend viele und belastbare Informationen berufen kann, gelingt es ihm, die Geschichte der Familie nachvollziehbar und interessant darzustellen. Dünn wird es allerdings, wenn er dabei in den persönlichen Bereich vordringt. Dafür kann er nichts, denn die Familie gibt aus guten Gründen kaum etwas darüber preis. Außerhalb der Hauptlinie Emil-Günther-Herbert Quandt und den letzten Kinder Herberts reduzieren sich die Informationen lediglich auf den Erbstreit zwischen Herbert und den Nachfahren seines verunglückten Bruders Harald sowie auf blasse Informationen über die anderen Kinder Herberts, die eher Geschäftsberichten als persönlichen Entwicklungen folgen.

Rüdiger Jungbluth beweist mit diesem Buch, dass man mit hinreichendem Fleiß durchaus in der Lage sein kann, dieser ungemein erfolgreichen Unternehmer-Familie einige ihrer ökonomischen Erfolgsgeheimnisse abzuringen. Dafür muss man ihm dankbar sein. Ob man allerdings einige Bewertungen, insbesondere die Verurteilung Günther Quandts, unbedingt teilen muss, steht auf einem anderen Blatt. Es hat wohl wenig Sinn, Menschen selbstgefällig anhand abstrakter Moralvorstellungen zu beurteilen und dabei die Zeit zu vergessen, in denen sie lebten und sich entsprechend anpassten. Darüber hinaus habe ich mich an einigen Stellen über gewisse nachlässige Formulierungen gewundert, beispielsweise über eine recht komische Bemerkung, wie die Weltwirtschaftskrise von 1929 entstanden sein soll.

Über die Menschen aus dieser Familie erfährt der Leser sehr wenig. Das kann man dem Autor nicht vorwerfen. Dafür aber ergibt sich ein recht gutes Bild über die wirtschaftliche Tätigkeit der Familie bis zum heutigen Tag. Einen gewissen (sicher aufs Nötigste reduzierten) Einblick erhält der Leser auch über die Gedankenwelt von Susanne Klatten und Stefan Quandt.

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Alus avatar

Rezension zu "Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs" von Rüdiger Jungbluth

Rezension zu "Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs" von Rüdiger Jungbluth
Aluvor 9 Jahren

Geheimnisse werden in diesem Buch zwar nicht erzählt (wie schon bei dem Buch über Aldi mit ähnlichem Titel) dafür aber sehr unterhaltsam die Hintergründe über das Unternehmen IKEA und vor allem auch dem Gründer Ingvar Kamprad. Dieser wird glücklicherweise nicht glorifiziert, sondern teilweise als zerrissener, geiziger Kauz mit brauner Vergangenheit beschrieben.
Wer Biographien und Firmensagen mag, kann zugreifen.

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Jens65s avatar

Rezension zu "Die Quandts" von Rüdiger Jungbluth

Rezension zu "Die Quandts" von Rüdiger Jungbluth
Jens65vor 10 Jahren

Alles in allem handelt es sich um ein spannend und doch sachlich geschriebenes Werk, das ich jedem empfehlen kann, der etwas über eine Familie wissen möchte, die maßgeblich am Auf und Ab der deutschen Wirtschaftsgeschichte beteiligt war und ist.
Wer sein Wissen nicht mit den Boulevard-Geschichten einiger Klatschblätter über allseits bekannte "Reiche" wie Thurn-und-Taxis, Flick oder Otto erweitern möchte, der kommt hier fundiert auf seine Kosten. Er lernt sehr intensiv, wieviel Arbeit und Fleiß, aber auch Macht und Einfluss auch heute noch bei dieser "im Stillen" wirkenden Familie steckt.

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