Rüdiger Jungbluth Die Quandts

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Inhaltsangabe zu „Die Quandts“ von Rüdiger Jungbluth

Die mächtige Familie hinter BMW

"Wenn Frau Klatten spricht, horchen Unternehmer auf", titelt Die Welt zu einem der seltenen Auftritte von Susanne Klatten. Sie und ihr Bruder Stefan Quandt sind aus dem Schatten ihrer Vorfahren getreten. Aus Erben wurden Unternehmer.
Susanne Klatten und Stefan Quandt kontrollieren BMW, den erfolgreichsten deutschen Konzern. Aber ihr Imperium ist noch viel größer, ihr Einfluss breitet sich beständig aus, und ihr Vermögen ist auf annähernd 40 Milliarden Euro angewachsen.

Der Bestsellerautor Rüdiger Jungbluth hat die Biografie der mächtigsten deutschen Wirtschaftsdynastie geschrieben.
- "Die Quandts" ist eine Geschichte voller Triumphe und voller Tragödien, ein Lehrstück über Unternehmertum und die Verführungskraft des Geldes.
- Eine Familiensaga, die von Schuld und Streit, von Zusammenhalt und Erneuerung erzählt.
- Jungbluth ist einer der wenigen, mit denen "die Quandts" gesprochen haben, er gibt einen tiefen Einblick in das heutige Wirken und Denken der Quandt-Erben.
- Dieses Buch ist die Biografie der erfolgreichsten und mächtigsten Familiendynastie Deutschlands.

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  • "Wir arbeiten." (Stefan Quandt)

    Die Quandts

    R_Manthey

    09. November 2015 um 12:33

    Alles begann mit einer Textilfabrik, in der sich Emil Quandt in den Gründerjahren vom Lehrling zum Prokuristen hochgearbeitet und die Tochter des Inhabers geheiratet hatte, um dann selbst zum Chef zu werden. Seinen Sohn Günther bereitete er intensiv auf dessen Unternehmerleben vor. Die Quandts besaßen das nötige Glück, in einer Branche zu produzieren, in denen sie auf den Staat als Abnehmer ihrer Stoffe setzen konnten. Der Erste Weltkrieg spülte den Quandts viel Geld in die Kasse, weil es einen hohen Bedarf an Uniform-Stoffen gab. Dieses Kapital und seine Finanzkenntnisse nutzte Günther Quandt dann um sehr erfolgreich Firmen aufzukaufen. In der Zeit nach dem Krieg legte er auf diese Weise den Grundstein für die spätere Quandtsche Firmengruppe. Er umschiffte nicht nur die Klippen der Inflation, sondern er nutzte die Möglichkeiten dieser wilden Zeit, um seinen wirtschaftlichen Einflußbereich und die Größe des Familienbesitzes deutlich auszuweiten. Das konnten interessierte Leser bereits in der ersten Familien-Biografie des Autors nachlesen. Warum nun also eine Neufassung? Dafür gibt es zwei Gründe: Es ist schwer, etwas über die Quandts zu erfahren, das außerhalb von Geschäftsberichten und Wirtschaftsnachrichten liegt. Im Jahre 2007 gelang es Fernsehjournalisten jedoch, die Familie mit dem Dokumentarfilm "Das Schweigen der Quandts" aus der Reserve zu locken. Dieser Film reitet die in Deutschland immer funktionierende moralische Empörungswelle und zeigt vor allem das Wirken Günther Quandts im Dritten Reich. Dadurch sahen sich die Familie Quandt und dabei natürlich insbesondere die direkten Nachkommen des inzwischen verstorbenen Günther Quandt genötigt, diesen Teil ihrer Familiengeschichte aufzuarbeiten, wie es immer so schön heißt. Damit wurde der Historiker Joachim Scholtyseck beauftragt, dem offenbar Zugang zu entsprechenden Dokumenten ermöglicht wurde. Scholtyseck veröffentlichte 2011 als Resultat seiner Bemühungen ein umfangreiches Buch. So entstand die Möglichkeit, auch die erste Biografie der Familie Quandt von Rüdiger Jungbluth neu zu fassen und durch die hinzugewonnenen Erkenntnisse und Bewertungen Scholtysecks zu erweitern. Ein zweiter Grund für eine Neufassung liegt dagegen völlig auf der Hand. Die beiden letzten Kinder von Herbert Quandt, Susanne Klatten und Stefan Quandt, haben sich inzwischen zu erfolgreichen Unternehmern entwickelt, die ihren Vorfahren in keiner Weise nachstehen. Insbesondere Susanne Klatten bewies mit der Lenkung von Altana ein außerordentliches unternehmerisches Geschick. Im Vergleich mit der Quandt-Biografie kürzte Jungbluth die ersten Jahre der Familiengeschichte, um so mehr Platz für die Entwicklungen im Dritten Reich und deren Bewertung sowie für die beiden erfolgreichsten Familienmitglieder der vierten Generation zu haben. Das Buch liest sich unterschiedlich gut. Immer wenn der Autor sich auf ausreichend viele und belastbare Informationen berufen kann, gelingt es ihm, die Geschichte der Familie nachvollziehbar und interessant darzustellen. Dünn wird es allerdings, wenn er dabei in den persönlichen Bereich vordringt. Dafür kann er nichts, denn die Familie gibt aus guten Gründen kaum etwas darüber preis. Außerhalb der Hauptlinie Emil-Günther-Herbert Quandt und den letzten Kinder Herberts reduzieren sich die Informationen lediglich auf den Erbstreit zwischen Herbert und den Nachfahren seines verunglückten Bruders Harald sowie auf blasse Informationen über die anderen Kinder Herberts, die eher Geschäftsberichten als persönlichen Entwicklungen folgen. Rüdiger Jungbluth beweist mit diesem Buch, dass man mit hinreichendem Fleiß durchaus in der Lage sein kann, dieser ungemein erfolgreichen Unternehmer-Familie einige ihrer ökonomischen Erfolgsgeheimnisse abzuringen. Dafür muss man ihm dankbar sein. Ob man allerdings einige Bewertungen, insbesondere die Verurteilung Günther Quandts, unbedingt teilen muss, steht auf einem anderen Blatt. Es hat wohl wenig Sinn, Menschen selbstgefällig anhand abstrakter Moralvorstellungen zu beurteilen und dabei die Zeit zu vergessen, in denen sie lebten und sich entsprechend anpassten. Darüber hinaus habe ich mich an einigen Stellen über gewisse nachlässige Formulierungen gewundert, beispielsweise über eine recht komische Bemerkung, wie die Weltwirtschaftskrise von 1929 entstanden sein soll. Über die Menschen aus dieser Familie erfährt der Leser sehr wenig. Das kann man dem Autor nicht vorwerfen. Dafür aber ergibt sich ein recht gutes Bild über die wirtschaftliche Tätigkeit der Familie bis zum heutigen Tag. Einen gewissen (sicher aufs Nötigste reduzierten) Einblick erhält der Leser auch über die Gedankenwelt von Susanne Klatten und Stefan Quandt.

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