Rüdiger Sünner Nachtmeerfahrten. Eine Reise in die Psychologie von C. G. Jung

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Inhaltsangabe zu „Nachtmeerfahrten. Eine Reise in die Psychologie von C. G. Jung“ von Rüdiger Sünner

In vielen Mythen muss der Held eine Nachtmeerfahrt durchmachen, in der er rätselhaften Wesen und gefährlichen Situationen begegnet. Der Psychologe Carl Gustav Jung (1875−1961) ging selbst auf eine solche Entdeckungsreise und befragte die Welt der Symbole und Archetypen auf ihre Bedeutung für unser Leben. Was können wir aus Mythen und Träumen lernen? Was erzählen uns unsere »Anima« und unser »Schatten« dabei? Wie sehen heutige Nachtmeerfahrten aus? Jung begab sich in Gefahrenzonen, aber er entdeckte vor allem den schöpferischen Reichtum unseres Unbewussten − das heilende Potential der Archetypen und Symbole, das uns, bei richtigem Umgang, zu einem vollständigeren Leben führen kann. Eine filmische Reise in die Biografie C. G. Jungs und in die wirkmächtige Welt der Mythen, Träume und Symbole. Mit Verena Kast, Eugen Drewermann, Hinderk Emrich, Sonu Shamdasani, Gerhard Wehr, Jörg Rasche, Robert Wimmer, Gary Lachman und Michael Lindner. Als Bonus ein Interview mit Verena Kast, Professorin für Psychologie und Sachbuchautorin.

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  • Wenn Zwischenwände durchlässig werden

    Nachtmeerfahrten. Eine Reise in die Psychologie von C. G. Jung
    olli2308

    olli2308

    12. February 2014 um 13:19

    Carl Gustav Jung, der Begründer der analytischen Psychologie und berühmtester Schüler Sigmund Freuds, starb am 6. Juni 1961. Zu seinem 50. Todesjahr hat uns Rüdiger Sünner einen Dokumentarfilm geschenkt, der Leben und Werk facettenreich in Szene setzt. Herausgekommen ist dabei ein künstlerisch anspruchsvolles, jedoch nie überforderndes Film-Portrait über einen der großen Visionäre unserer Zeit. Jungs Lebensaufgabe war es, die Welt der unbewussten, archaischen Gefühle mit den Erfordernissen der modernen Welt zu vereinen, wo Rationalität und wissenschaftliches Denken herrschen. Rüdiger Sünner, der sich in seinen Filmen schon mit Paul Klee, Rudolf Steiner und dem Mythenwahn des Nationalsozialismus auseinandergesetzt hat, findet starke Bilder und passende Musik zu den Themen, mit denen sich der berühmte Schweizer Psychotherapeut beschäftigt hat. Am eindrucksvollsten ist ihm dies am Turm von Bollingen gelungen: Jungs Refugium am Ufer des Züricher Sees, wo er im Alter die Hälfte des Jahres verbrachte. Nur das Plätschern des Wassers ist zu hören, das Knistern des Feuers, dazu Bilder der Weite des Züricher Sees, der einfachen Feuerstelle und der Steinskulpturen, die Jung geschaffen hat, um in die Welt der Mythen, Symbole und Archetypen besser eintreten zu können. In der Atmosphäre dieser Burg hat Jung »seine Zwischenwände durchlässig werden lassen«, um einzutauchen in die Welt der Imagination, der Träume, der Schatten, der Synchronizität und des kollektiven Unbewussten: »Es ist, als ob eine stille, ahnenreiche Familie, die sich über Jahrhunderte erstreckt, das Haus bevölkert,« zitiert Sprecher Gerd Heidenreich C. G. Jung. Der Film streift seine Kindheit, berührt seine Tätigkeit als Assistent von Eugen Bleuler in der Klinik »Burghölzli«, geht auf das schwierige Verhältnis zu seinem Mentor Freud ein und erzählt von den Reisen nach Afrika, Amerika und Indien. Er endet mit den Eranos-Gesprächen am Lago Maggiore, wo der alte Jung regelmäßig Gesprächspartner aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten um sich scharte und damit die interdisziplinäre Tagung gründete, wie wir sie heute kennen. Ausreichend Platz bleibt auch für das »Rote Buch«, das geheime Tagebuch von Jung. Es wurde erst 2009 freigegeben. Dort enthüllt Jung seine Heldenreisen in das (Traum)-Reich des Schattens und der Visionen. Nicht verschwiegen wurde auch der Ausrutscher Jungs in der Zeit des Nationalsozialismus, als er sechs Wochen nach der Bücherverbrennung antisemitische Äußerungen machte (»Das arische Unbewusste hat ein höheres Potential als das jüdische «), die er öffentlich nie zurückgenommen hat. Zu Wort kommen Verena Kast, Eugen Drewermann, Hinderk Emrich, Sonu Shamdasani, Gerhard Wehr, Jörg Rasche, Robert Wimmer, Gary Lachman und Michael Lindner, und als Bonustrack gibt es ein 22-minütiges Interview der Züricher Psychologin Verena Kast, die in kurzen, klaren Statements Jungs Werk reflektiert.

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