Rüdiger Safranski

 4.2 Sterne bei 258 Bewertungen
Autor von Romantik, Nietzsche und weiteren Büchern.
Rüdiger Safranski

Lebenslauf von Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski wurde 1945 im baden-württembergischen Rottweil geboren. Er studierte ab 1965 Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte in Frankfurt am Main und Berlin. Von 1972 bis 1977 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin. Safranski promovierte 1976 mit einer Arbeit zu „Studien zur Entwicklung der Arbeiterliteratur in der Bundesrepublik“. Anschließend war er Mitherausgeber und Redakteur der „Berliner Hefte“. Von 1977 arbeite Safranski drei Jahre lang als Dozent in der Erwachsenenbildung, bevor er sich 1987 als freier Schriftsteller in Berlin niederließ. Safranski lebt in Berlin und München. Vor allem durch seine Monografien zu Schiller, E. T. A. Hoffmann, Schopenhauer, Nietzsche und Heidegger wurde der Autor bekannt. Im Jahr 2005 heiratete er seine langjährige Lebensgefährtin Gisela Nicklaus. Seit 1999 ist Safranski Mitglied des PEN-Zentrums und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Gemeinsam mit Peter Sloterdijk moderiert er seit 2002 die Sendung das „Philosophische Quartett“ im ZDF. 2009 wurde er mit dem Literaturpreis CORINE für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Alle Bücher von Rüdiger Safranski

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Rüdiger SafranskiRomantik
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Romantik
Romantik
 (46)
Erschienen am 25.08.2007
Rüdiger SafranskiSchiller
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Schiller
Schiller
 (30)
Erschienen am 10.12.2015
Rüdiger SafranskiNietzsche
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Nietzsche
Nietzsche
 (34)
Erschienen am 17.10.2002
Rüdiger SafranskiGoethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft
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Goethe und Schiller: Geschichte einer Freundschaft
Rüdiger SafranskiGoethe - Kunstwerk des Lebens
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Goethe - Kunstwerk des Lebens
Goethe - Kunstwerk des Lebens
 (20)
Erschienen am 26.08.2013
Rüdiger SafranskiSchopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie
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Schopenhauer und Die wilden Jahre der Philosophie
Rüdiger SafranskiEin Meister aus Deutschland
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Ein Meister aus Deutschland
Ein Meister aus Deutschland
 (17)
Erschienen am 03.02.2014
Rüdiger SafranskiDas Böse oder Das Drama der Freiheit
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Das Böse oder Das Drama der Freiheit
Das Böse oder Das Drama der Freiheit
 (14)
Erschienen am 01.02.1999

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Neue Rezensionen zu Rüdiger Safranski

Neu
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Rezension zu "Romantik" von Rüdiger Safranski

Gelungenes Hörbuch - vom Autor gelesen
TaHavor 3 Monaten

Romantik: eine deutsche Affäre

Gekürzte Lesung, Audio-CD

Rüdiger Safranski

5 CDs, 5h 30 Spielzeit

Random House Audio

16,95 Euro

 

 

Covertext:

Eine deutsche Obsession mit europäischen Folgen

Rüdiger Safranski beschreibt die Epoche der Romantik und ihre Zeitgenossen: Tieck, Novalis, Fichte, Schelling, Schleiermacher und Dorothea Veit, die für die Entfesselung des Genies stehen, für den Aufbruch und die Lust am Experiment. Und er erzählt die Geschichte des Romantischen, die über Heine, Wagner, Nietzsche und Thomas Mann bis in die Gegenwart führt - die Biographie einer Geisteshaltung.

 

Der Leser:

Safranski liest selbst. Er, der Philosoph und Schriftsteller, hat Massen mit seinen Biografien über Schiller, Heidegger und Nietzsche begeistert. In meinem Schrank stehen einige seiner Bücher, ich finde sie nicht nur informativ, sondern genieße diese unterhaltsam formulierten Ideenspaziergänge. Für mich ist er der Meister der verständlichen Philosophie- Erzählungen. Unterhaltsames Vorlesen hingegen ist jetzt nicht unbedingt seine Stärke. Erwähnt werden muss, dass dieses Hörbuch/ die Lesung ohne jegliche Vertonung auskommt. Der Inhalt muss hinter nichts zurückstehen, auch nicht hinter dem Können eines professionellen Sprechers. Safranski moduliert seine Stimme nicht, wie es ein geübter Sprecher tun würde. Man hört die ein oder andere Lautbildstörung. Zuerst dachte ich, dass dieses Konzept sich erfrischend von den gängigen, professionell vorgetragenen und untermalten Hörbüchern abhebt. 5,5 Stunden zuhören gelingt jedoch in der Tat besser, wenn die Sprecherqualität besser ist.

Meinung:

Mit „Romantik: eine deutsche Affäre“ hat er sich eine ganzen Epoche samt ihrer Theoretiker, Schriftsteller sowie einzelne Werke vorgenommen. Zusätzlich will er die Romantik als Geisteshaltung von Wagner über Heidegger, Nazi-Deutschland bis in die 1968 Jahre hin aufgreifen. Er skizziert Entstehungshintergründe und eröffnet fast schon anekdotische Einblicke.  Mit Hingabe nähert er sich Kleist, Heine, Hölderlin und anderen Vertretern dieser Epoche. Sehr ambitioniert!

 

Wesentliche Merkmale der Epoche werden gekonnt herausgearbeitet: Überschuss an Phantasie und Ästhetik, das Träumerische. Politische, ästhetische, soziale und philosophische Positionen werden skizziert, Entstehungsgeschichte nachgezeichnet. Gelungen arbeitet er heraus, dass eine Gleichsetzung von Romantik und politisch Reaktionärem zu vermeiden ist. Leider bemüht er dennoch immer wieder Gemeinplätze. Schade ist, das Safranski nicht deutlich macht, was mit den romantischen Impulsen seiner Meinung nach anzufangen ist.

 

Nun ist es eine gekürzte Fassung und das Buch kenne ich noch nicht, dennoch habe ich den Eindruck, ich höre eine sehr gut, aber ziemlich lückenhafte  Literaturgeschichte. Irritiert nehme ich war, dass Romantik als nationales Phänomen kommuniziert wird. Es fehlt mir ein bisschen die globale oder zumindest europäische Perspektive.

Fazit:

Wieder einmal fasziniert Safranskis Belesenheit. Es liegt hier nicht sein bestes Werk vor, aber besser als viele andere ist er immer noch.

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Viv29s avatar

Rezension zu "Goethe - Kunstwerk des Lebens" von Rüdiger Safranski

Einfühlsamer und interessanter Blick auf ein vielseitiges Genie
Viv29vor 3 Monaten

Wieder einmal hat Safranski es geschafft, mich mit einer Biographie in Bann zu ziehen. "Goethe - Kunstwerk des Lebens" ist eine umfangreiche Goethebiographie, betrachtet Goethe von vielen Seiten. Der Schreibstil von Safranski ist wie immer angenehm zu lesen, an vielen Stellen fast so unterhaltsam wie ein Roman. Manche Sätze sind so herrlich formuliert, daß ich sie mehrfach gelesen habe. Er hält eine gute Balance aus eigenem Text und Zitaten, so daß diese die Stimmen von Goethe und seinen Zeitgenossen hervorragend in de Text integrieren und dadurch für ein noch runderes Bild sorgen, ohne daß zu lange Zitate den Text zu sehr unterbrechen (wie ich es in anderen Büchern schon erlebt habe).

Safranski berichtet über die Geschehnisse in Goethes Leben, aber auch, wie sie ihn beeinflußt haben, wie er dachte und empfand. Wir erleben Goethes Verwandlungen im Laufe seines langen Lebens mit, sehen die Lebenskrisen und auch die Selbstzweifel, die sogar einen Goethe nicht verschonen. Die Beziehungen zu Schwester, Mutter, dem Herzog, Anna Amalia, natürlich Schiller und anderen wichtigen Freunden sind gut dargestellt. Die Beziehung zu seinem Sohn kommt leider viel zu kurz, hier hätte es viel mehr zu berichten gegeben.

Ganz ohne Philosophiererei geht es bei Safranski nicht, aber die manchmal recht trockenen und theoretischen Ausflüge hielten sich hier - anders als bei seiner Schiller-Biographie - zum Glück in Grenzen. Die wichtigsten Werke Goethes werden vorgestellt, hier erfolgte wie auch in der Schiller-Biographie immer auch ein informativer Blick auf Lebensumstände und Gedanken Goethes zur Zeit des jeweiligen Werkes, was das Bild gut abrundet. Das Kapitel zu Faust bietet eine hervorragende Einführung auch gerade in die Komplexität von Faust II - für den Leser, der das Werk nicht kennt ist es informativ und nicht überfordernd; für den Leser, der mit Faust II vertraut ist, ist es immer noch eine gute Zusammenfassung mit interessanten Punkten.

Zum Ende hin kann Safranski sehr gut vermitteln, wie der alternde und immer wieder kränkelnde Goethe mit dem Verrinnen seiner Lebenszeit hadert, wie einsam es manchmal gewesen sein muß,  nachdem die Weggefährten starben und Goethe merkte, daß seine große Zeit, die Freundschaft und das Arbeiten mit Schiller, für viele nur noch nicht besonders relevante Vergangenheit waren. Auch die Tatkraft dieses Goethe der letzten Lebensjahre kommt hervorragend rüber. Das letzte Kapitel, in dem Goethe sein Lebenswerk ordnet und zusammenstellt, die Plätze seiner Jugend besucht, ist unglaublich berührend.

Ein tiefgehendes, menschliches und anrührendes Werk ist Safranski hier gelungen.

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Viv29s avatar

Rezension zu "Schiller" von Rüdiger Safranski

Hervorragende Biographie, im zweiten Teil wäre mehr "Mensch" schön gewesen
Viv29vor 4 Monaten

Wie immer war ich von Safranskis Schreibstl sehr angetan. Man ist in seine Bücher sofort "drin", er schafft es, seine Biographien mit viel Leben zu füllen, die Personen regelrecht wieder auferstehen zu lassen. Auch Schiller wird hier sofort greifbar, teilweise liest sich dieses Buch wie ein spannender Roman (was Schillers Leben auch durchaus angemessen beschreibt). Gerade die schweren Jugendjahre, die Flucht, die schwierigen Anfänge, die emotionalen Höhen und Tiefen Schillers in dieser Zeit werden hervorragend beschrieben und dem Leser nahegebracht. Auch wenn man weiß, wie es weitergeht, fiebert man doch regelrecht mit diesem leidenschaftlichen jungen, vom Schicksal ungerecht behandelten, Schiller mit.

Auch wie immer fand ich Safranskis Neigung zu sehr ausführlichen philosophischen Exkursen etwas anstrengend und weit weniger packend. Das Thema liegt ihm am Herzen, es hat auch in Leben Schillers einen wichtigen Platz, aber hier wird es doch manchmal viel zu viel. Kapitel vier und fünf sind fast durchgängig philosophische Betrachtungen - mehr Schiller, weniger Philosophie wäre mir hier (und auch an recht vielen weiteren Stellen) lieber gewesen.

Schillers Werke werden gut vorgestellt, mit wichtigen Hintergründen, Gedanken und einer Beschreibung der Lebensumstände Schillers bei Schreiben des jeweiligen Werkes. Leider ist es auch hier manchmal des philosophisch-theoretischen Hingergrundes (für mich jedenfalls) zu viel.

Ein wenig überrascht war ich, wie wenig Raum Schillers Beziehung und Ehe zu/mit seiner Lolo in diesem Buch findet. Gerade im Vergleich zu der Beschreibung von Schillers Jugend, in der die Eltern, die Beziehung zu ihnen, der Freundeskreis - das Persönliche eben gut und detailliert beschrieben werden, fand ich es enttäuschend, daß in der zweiten Hälfte der Buches der Mensch Schiller hinter dem Werk Schiller(s) zurücktritt. Die Beziehung zu Lolo war ein wichtiger Teil seines Lebens, findet hier aber nur in Nebensätzen und kurzen Absätzen Beachtung - sogar, als es um seinen Todeskampf geht. Auch die Freundschaft zu Goethe wird knapp behandelt (aber dafür hat Safranski diesem Thema ein hervorragendes eigenes Buch gewidmet). Der im ersten Teil des Buches so lebhaft geschilderte Mensch Schiller verschwindet im zweiten Teil sehr, persönliche Entwicklungen werden im Vergleich zu den ausführlichen Betrachtungen seiner Werke sehr knapp und ein wenig lieblos abgehandelt.

Es ist aber im Ganze eine hervorragende Biographie, in Stil und Thematik sehr lesenswert und informativ.

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Zusätzliche Informationen

Rüdiger Safranski wurde am 01. Januar 1945 in Rottweil (Deutschland) geboren.

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