Rüdiger Safranski Romantik

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Inhaltsangabe zu „Romantik“ von Rüdiger Safranski

Die Romantik, neben dem Idealismus der Inbegriff des deutschen Geistes, ist in aufgeklärten Zeiten an den Rand gedrängt worden. Rüdiger Safranski holt sie für uns ins Zentrum zurück. Er beschreibt die Romantik als Epoche, ihre Zeitgenossen Tieck, Novalis, Fichte, Schelling, Schleiermacher oder Dorothea Veit, die für die Entfesselung des Genies stehen, für den Aufbruch ins Grenzenlose, für die Lust am Experiment. Und er erzählt die Geschichte des Romantischen, die bis heute fortlebt. Sie handelt von der Karriere des Imaginären und führt über Heine, Richard Wagner, Nietzsche und Thomas Mann bis in die Gegenwart - die Biographie einer Geisteshaltung.

Insgesamt ein zu künstlicher Wortschwall. Inhaltlich zu aufgebläht. Zu viel Namedropping.

— melvil

Nach einem Novalis Seminar reitz mich dieses Buch um so mehr...

— Maggi

Wie wunderbar der schreiben kann, dieser Safranski.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Hallo. Dies war mein Gegenbesuch. Lustige Bibliothek. Mag leider kein Asterix, sonst würde ich mir mal was ausleihen. Hab nur einen Band: Asterix auf fränkisch....

— sternenfee

Besten Dank und Gruß zurück :)

— Rainbow

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  • Rezension zu "Romantik" von Rüdiger Safranski

    Romantik

    PaulTemple

    26. October 2012 um 15:56

    Gewohnt detailliert befasst sich Safranski mit der deutschen Romantik, deren Kernzeit zwar nur zwischen 1790 und 1820 liegt, die jedoch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wirkt. So wird ein philosophisch-musikalisch-literarischer Bogen über Richard Wagner, Friedrich Nietzsche bis hin zu Thomas Mann geschlagen, die allesamt Grundgedanken der Romantik immer wieder aufgriffen. Teilweise leider etwas trocken formuliert, erhält der Leser dennoch einen umgfassenden Überblick über die Romantik und ihre Ideale in Deutschland.

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  • Rezension zu "Romantik" von Rüdiger Safranski

    Romantik

    Gerryblue

    29. August 2011 um 08:02

    Etwas schwierig zu lesen.

  • Rezension zu "Romantik" von Rüdiger Safranski

    Romantik

    Affenbrotwald

    08. October 2010 um 19:28

    Das Thema hat mich sehr interessiert, aber die Art wie Safranski immer wieder in der Zeit hin und her gesprungen ist hat mich irritiert. Da ich nicht allzu viel über die Lebensläufe der einzelnen Personen wusste, hätte ich mich in einem linearen Handlungslauf besser zurechtgefunden.
    Trotzdem ein gut geschriebenes und interessantes Buch.

  • Rezension zu "Romantik" von Rüdiger Safranski

    Romantik

    ChiefC

    30. May 2010 um 10:52

    Romantik, in der Tat eine deutsche Affäre, wie der Untertitel lautet und wie Safranski sowohl stilistisch als auch inhaltlich brillant darstellt. Die Lektüre dieses Buches ist keine leichte Kost aber dafür eine echte Delikatesse. Viele Sätze muss man zweimal lesenl, um sie so richtig zu genießen und zu verstehen. Die Romantik sei eine Fortsetzung der Religion mit ästhetischen Mitteln, lautet eine der ebenso geschliffenen wie zutreffenden Formulierungen. Und wie die Religion fehlt es ihr an Bodenhaftung, schwebt der Kopf des Romantikers iin den Wolken. Nur dass er dort nicht mehr in erster Linie Gott entdeckt sondern das eigene Ich. Zum einen war die Romantik eine Abkehr von einer zunehmend als mechanistisch empfundenen Welt, zum anderen die Resignation vor der Situation in Deutschland, das nach dem Aufruhr der Französischen Revolution und den Napoleonischen Wirren wieder in der Restauration erstarrte und dessen Potentaten sich von ihren Bürgern jegliche politische Einmischung verbaten, notfalls mit Waffengewalt. Wenn sich aber die Romantik oder besser gesagt, das Romantische, dennoch in die Politik schleicht, wird's gefährlich, macht Safranski unmissverständlich klar. "Das Romantische liebt die Extreme, eine vernünftige Politik aber den Kompromiss." Nichts ist fataler, als wenn man Träume mit Gewalt in die Realität umsetzen will. Das Ergebnis sind ganz und gar unromantische Alpträume. Die Herren Heidegger und Benn, die den Aufstieg der Nationalsozialisten zu Beginn völlig falsch einschätzten und als Neuanfang begrüßten, könnten Lieder davon singen.

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  • Rezension zu "Romantik" von Rüdiger Safranski

    Romantik

    katermurr

    04. November 2008 um 17:24

    Mit diesem Buch zieht Rüdiger Safranski eine große Linie von den Anfängen dessen, was man "die Romantik" nennt bis zu ihren vorläufig letzten Ausläufern in der sog. 68er-Generation, die er allerdings nur streift - die "Grüne Kraft" (was ist eigentlich aus Werner Pfeiffer geworden?) und die Weiterwirkungen in der Ökobewegung kennt er vermutlich gar nicht. Ich habe mich mit mehr als der Hälfte der rund 500 Seiten schwer getan beim Lesen, denn der Autor weiß so viel mehr als ich, dass manche Gedankenlinien kaum nachzuvollziehen sind. Zu komplex, zu komprimiert sind die dargestellten Verbindungen zB zwischen Philosophen und ihren Wirkungen auf Kunst und Politik zur Zeit der Französischen Revolution. Da raucht mir der Kopf. Gleichwohl faszinierend zB der Abriss der Grundideen von Fichte. Irgendwann entstand mir beim Lesen eine Idee von historischer Bedeutung im Wortsinn, nämlich, was das, was wir heute auf zehn Seiten in wenigen Minuten nachlesen können, für die Menschen, die es in Stunden, Tagen, Wochen und Monaten usw. erlebten, bedeutet haben mag - für mich besonders anschaulich am Ende des 18. Jahrhunderts. Wesentlich flüssiger und lesbarer erscheinen mir die Passagen, in denen Safranski vermutlich frühere "Vorarbeiten" verarbeitet, vielleicht auch zitiert? E.T.A. Hoffmann ist solch ein Spezialgebiet des Autors. Überhaupt: Je aktueller das Geschehen, desto klarer die Gedanken und der Schreibstil. Was ich nur bedingt gutheißen möchte, denn zB die Kapitel über Nietzsche und Wagner erscheinen mir doch sehr festgezimmert in ihren Aussagen - wenn ich mich da an die vergleichsweise "labilen" Ausführungen von Peter Härtling über Hölderlin/Romantik erinnere, ist mir Letzterer sympathischer. Ich finde Safranski zwar nicht eitel in seinem vielen Wissen, aber mir erscheint er doch sehr selbstgewiss, ich würde gerne das gleiche Buch auch noch von einem anderen Autor lesen - und eben doch nicht, denn es war über Wochen harte Arbeit, eben auf Grund der Komplexität. Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch für alle, die sich für Romantik im weiten Sinne interessieren, die eine große Linie mitverfolgen wollen, die sich gerne Gedanken über historische und kulturelle Entwicklung machen - und ganz besonders für Leserinnen und Leser, die Lust und Zeit oder auch Notwendigkeit haben, sich von der angefügten, langen Literaturliste in die Tiefen der Thematik leiten zu lassen.

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  • Rezension zu "Romantik" von Rüdiger Safranski

    Romantik

    Kaivai

    25. August 2007 um 15:53

    Am Ende des 18.Jahrhunderts dämmerte es jedem geistig begeisterten Menschen, daß eine neue Mythologie im kommen war, die jede vergangene weit in den Schatten stellte. Diese Mythologie nannte sich Wissenschaft und die Wissenschaft war eine Mythologie der Objektivität, sie wußte was Sache ist und das was Sache ist, das ist auch. Diese Sachlichkeit war ein großer Fortschritt, sie half den Menschen vom Kopf auf die Füße zu stellen. Doch nun steht er da und weiß nicht weiter. Die Füße stehn jetzt auf dem was ist, doch der Kopf hängt mehr denn je in den Wolken und die Dinge unter den Füßen und das Ich im Kopf verrühren und verquarken sich zu einer klebrigen Suppe in einem Nebeltopf. Liegt dort unsre Seele? Die Suppe müssen wir auslöffeln lernen, subjektiv und objektiv müssen in Einklang kommen. Das ist sicher noch ein weiter Weg und die Romantiker waren diejenigen, die am Anfang dieses Weges standen. Sie spürten, daß er gangbar war. Gangbar und doch voller Klippen. Rüdiger Safranski erläutert diesen Weg und er zeigt auf wie eine direkte Linie von den deutschen Romantikern zu Adolf Hitler führte. Im Nationalsozialismus vermischten sich Mythologie und Wissenschaft auf eine sehr unheilvolle Weise und das zeigt mir (und ich hätt mir gewünscht, Safranski hätte es auch klar gesehen und gesagt), daß Worte, sei es in den vergangenen und gegenwärtigen Mytho- und Ideologien oder auch in der Wissenschaft, weder wörtlich noch wirklich ernst genommen werden dürfen. Worte sind Schall und Rauch und ganz besonders im öffentlichen Raum oft nur ein Instrument im Dienst von Geld, Eitelkeit und Macht. Das schöne an diesem Buch ist der Ausblick und der versteckt sich im Nietzsche-Kapitel: "Inzwischen ist Musik zum Grundrauschen unserer Existenz geworden. Wer mit Stöpseln im Ohr in der U-Bahn sitzt oder durch den Park joggt, der lebt in zwei Welten. Appolinisch fährt oder joggt er, dionysisch hört er. Die Musik hat das Transzendieren vergesellschaftet und zu einem Massensport gemacht. Die Diskotheken und die Konzerthäuser sind die gegenwärtigen Kathedralen. Ein erheblicher Teil der Menschheit zwischen Dreizehn und Dreißig lebt heute in den nichtsprachlichen und prälogischen dionysischen Räumen von Rock und Pop. Die Musikfluten kennen keine Grenzen, sie unterspülen die politischen Terrains und Ideologien, was sich in den Umwälzungen von 1989 gezeigt hat. Musik stiftet neue Gemeinschaften und versetzt in einen anderen Zustand. Musik eröffnet ein anderes Sein. Der Hörraum vermag den Einzelnen einzuschließen und die Außenwelt zum Verschwinden zu bringen, und doch schließt die Musik, auf einer anderen Ebene, die Hörenden zusammen. Sie mögen zu fensterlosen Monaden werden, aber sie sind nicht einsam, wenn ihnen dasselbe erklingt. Die Musik ermöglicht eine soziale Tiefenkohärenz in einer Schicht des Bewußtseins,d ie früher eben >mythisch< genannt wurde." und "Für Nietzsche wird mit dem Tode Gottes der Wagnis- und Spielcharakter des menschlichen Daseins offenbar. Übermensch ist, wer die Kraft und die Leichtigkeit hat, bis in diese Dimensionen des Weltspiels durchzudringen. Nietzsches Transzendieren geht in diese Richtung: zum Spiel als Grund des Seins. Nietzsches Zarathustra tanzt, wenn er diesen Grund erreicht hat, er tanzt wie der indische Weltengott Schiwa. Das ist auch eine überraschende Rückkehr zu jenem ersten Impuls der frühen Romantiker, zu jenem Satz von Schiller: der Mensch ist erst da ganz Mensch,wo er spielt." Das klingt nach Regenbogen. Wenn Musik und Spiel wirklich die Menschschheit ergreifen und auf einer Ebene einen, die über die Objektivität hinausgeht,dann wär das ganz schön schön. Mannamanadudubdidubi! Noch kurz zum Buch: so gut wie seine Biografien fand ichs nicht, die Kapitel sind meist abgehackte biografische Notizen und das stockt den Fluß. Auch reitet mir Safranski zu sehr auf dem negativen Einfluß der Romantik auf die Politik herum. Dabei verliert er den Blick für das wesentliche. Doch befruchtet hat mich das Buch in jedem Fall und in dem Sinn kann ichs auch weiterempfehlen.

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