Rüdiger Vaas Hawkings neues Universum

(5)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(2)
(1)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Hawkings neues Universum“ von Rüdiger Vaas

Die Entwicklung des Universums seit dem Big Bang vor 13,7 Milliarden Jahren haben Wissenschaftler gründlich erforscht. Doch jetzt wollen die Physiker die letzte Grenze der Erkenntnis überwinden, an ihrer Spitze Stephen Hawking: Haben Raum, Zeit, Materie und Energie einen Anfang oder sind sie ewig? Der Wissenschaftsjournalist Rüdiger Vaas traf Stephen Hawking persönlich, verfolgt seit Jahren seine Forschungen und berichtet spannend und allgemeinverständlich von den neuesten Theorien und Fragestellungen des berühmtesten Kosmologen unserer Zeit.

Stöbern in Biografie

Dichterhäuser

Ein farbenprächtiger Bildband, der Appetit macht, sich mit der Lebens- und Arbeitsumgebung deutschsprahiger Dichter zu beschäftigen

Bellis-Perennis

Nachtlichter

"Nature writing" in Perfektion

Frau_J_von_T

Heute hat die Welt Geburtstag

Ein durchaus gelungenes und unterhaltsames Buch mit interessanten Einblicken hinter die Kulissen einer deutschen Band

Buchraettin

Der Lukas Rieger Code

Lukas Rieger über seinen Aufstieg leider weniger über sein Leben - keine Biografie

blaues-herzblatt

Gegen alle Regeln

Bewegend - eine Geschichte von Liebe und Verlust!

SophLovesBooks

Ich bin mal eben wieder tot

Kein Ratgeber,aber fantastisch geschrieben. Ich selber hatte zum Glück bisher nie mit Panikattacken zu tun,aber mein bester Freund.

Rahel1102

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Hawkings neues Universum" von Rüdiger Vaas

    Hawkings neues Universum

    HeikeG

    13. June 2010 um 16:57

    Leuchtende Inselchen im unermesslichen Ozean der Leere oder Die hohe Kunst der Erschaffung von Universen . „Das Bestreben, das Universum zu verstehen, hebt das menschliche Leben ein wenig über eine Farce hinaus und verleiht ihm einen Hauch von tragischer Würde.“ (Steven Weinberg, Physik-Nobelpreisträger 1979) . Die Neugier ist eine der stärksten und konstruktivsten Triebkräfte des menschlichen Handelns. Jeder sollte sich das Staunen bewahren und immer wieder nach dem „Warum“ fragen. Es gibt eigentlich nichts erfüllenderes für den Geist, als immer ein Suchender zu bleiben. „Wir sehen uns in einer befremdlichen Welt leben. Wir möchten verstehen, was wir um uns herum wahrnehmen, und fragen: Wie ist das Universum beschaffen? Welchen Platz nehmen wir in ihm ein, woher kommen und wohin gehen wir? Warum ist es so und nicht anders?“, fragt sich Stephen Hawkings. Er hat keine Scheu vor den großen und grundlegenden Fragen, die alles andere als bescheiden klingen: „Mein Ziel ist einfach: das vollständige Verständnis des Universums - warum es ist, wie es ist, und warum es überhaupt existiert.“ Diesen Anspruch wird sich der bekannte Astrophysiker wohl nicht vollständig erfüllen können. Denn wie bemerkte schon der britische Biologe und Philosoph Thomas Henry Huxley, mit dessen Worten Rüdiger Vaas sein Buch einleitet: „Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich. Geistig stehen wir auf einer kleinen Insel inmitten eines Ozeans von Unerklärlichkeiten. Unsere Aufgabe ist es, in jeder Generation ein bisschen mehr Land trocken zulegen.“ . Vaas, Wissenschaftsreporter, Astronomie- und Physik-Redakteur bei „Bild der Wissenschaft“ und ein versierter Kenner der modernen Kosmologie nimmt den Leser auf einen wahrhaft weiten und spannenden Diskurs in die Tiefen des Universums mit. Er stellt in Anlehnung an den herausragenden britischen Physiker Hawkings in seinem Buch die großen Fragen: „Was hat den Urknall vor 13,7 Milliarden Jahren ausgelöst? Haben Raum, Zeit, Materie und Energie einen Anfang oder sind sie ewig? Ist es überhaupt sinnvoll zu fragen, was vor dem Urknall geschah? Existieren noch weitere Universen, und welche Rolle spielt der Mensch im Kosmos?“ . Nach einer ca. 50-seitigen Biografie des an ALS erkrankten Hawkings und einer Abhandlung, wie sich die kosmologischen Weltbilder von der Antike bis zur Urknalltheorie verändert haben - Descartes, Alexander Pope, Max Scheler, Albert Camus oder Steven Weinberg sind nur einige, die Vaas dabei heranzieht -, steigt der Autor im zweiten Teil fundiert, tiefgründig und umfassend in die Materie ein und beschäftigt sich einzig mit der Frage, wie das Universum entstanden ist. Der Ursprung der Welt ist mittlerweile nicht mehr bloß ein Thema von archaischen Mythologien oder metaphysischen Spekulationen, sondern ein respektabler Zweig der modernen Naturwissenschaft. . Den Begriff „Big Bang“ (Urknall) prägte übrigens ein Gegner desselbigen - der britische Astronom und Mathematiker Sir Fred Hoyle. Er bürgerte sich trotzdem ziemlich schnell ein, auch wenn es keineswegs geknallt hat. Der Urknall war keine Explosion in einem Raum, sondern eher die Explosion bzw. Entstehung des Raums. Dabei ist die kosmische Hintergrundstrahlung, die seit damals erhalten ist, für die Kosmologie, was die Erbsubstanz DNA für die Biologie ist. „Ihre Temperaturschwankungen sind eine Art kosmische DNA, weil sie die Bauanleitung für die Evolution des Universums codieren.“ Trotzdem kann auch sie nicht alles klarstellen und viele Interpretationen beruhen auf Theorien. Es ist und bleibt ein ständiges Ringen der Theoretiker mit der Anfangssingularität - dem „Punkt“ in Raum und Zeit, aus dem alles entstanden sein soll, der jedoch aufgrund der Unendlichkeit der physikalischen Größen sinnlos ist. . „Herum geht unser Tanz der Fragen im Kreis, und in der Mitte sitzt das Geheimnis, das alles weiß.“ Auf diesen Vers des amerikanischen Dichters Robert Frost können Physiker und Astronomen ein Lied singen. Inflation ja oder nein, Anfang oder Ewigkeit, Bounce, Magnetische Monopole oder eindimensionale Kosmische Strings, GUT-Vakuum, Inflatonfelder, Quantenfluktuationen oder ein ewig selbstreproduzierendes Universum sind nur einige Begrifflichkeiten, die auf den Leser einstürmen. Aber Vaas erklärt verständlich und trotzdem auf hohem wissenschaftlichen Niveau, von Zeit zu Zeit ergänzt durch anschauliche Bilder und Skizzen. . Auch wenn wir heute sehr genau wissen, „was wir nicht wissen, und das sind gut 95 Prozent des Gehalts unseres Universums!“, so der Autor, ist dieses Buch ein kleiner Beitrag, die Welt in ihrer Tiefe und damit den Widerspruch zu verstehen, wie es sinngemäß Friedrich Nietzsche formulierte. Denn aus „Bescheid wissen kann Bescheidenheit erwachsen, und nicht nur angesichts der Ewigkeit, sondern konkreter auch angesichts der kosmischen Winzigkeit unseres Planeten müssten selbst die größten Egomanen und Ideologen erkennen, würden sie (es) denn erkennen, dass die Erde ,viel zu klein ist, sich auf ihr oder um sie zu streiten‘ (Clark Darlton)“, bemerkt Rüdiger Vass treffend. . Fazit: Womöglich ist unser Universum unendlich groß und nur eines unter Myriaden. „Umso erstaunlicher, vielleicht sogar anmaßend, erscheint es, dass einige kleine Kohlenwasserstoff-Aggregate auf der Kruste einer Felskugel, die um einen mittelprächtigen Stern kreist, der sich durch einen entlegenen Winkel einer spiralförmigen Zusammenballung aus Gas und Sternen in einer großen Leere bewegt, diesen gewaltigen Kosmos auszuloten und sogar zu erklären versuchen.“ Trotzdem haben diese Kohlenwasserstoff-Aggregate, die sich Menschen nennen, schon tief hinein gesehen, in diese Unendlichkeit. Rüdiger Vaas lässt den Leser daran teilhaben. „Hawkings neues Universum“ ist ein tiefgründiges, anspruchsvolles, spannendes, ja phänomenales Buch für den wissenschaftsinteressierten Leser.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks