R. Austin Freeman Das Auge des Osiris

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Inhaltsangabe zu „Das Auge des Osiris“ von R. Austin Freeman

CSI vor hundert Jahren - mit Dr. Thorndyke gelangt die Forensik in den Kriminalroman. Krimi-couch§Wie bestimmt man den genauen Todeszeitpunkt, wenn die Leiche unauffindbar ist? Für Dr. Thorndyke stellt sich genau diese Frage, denn John Bellingham, ein bekannter Ägyptologe, ist spurlos verschwunden.

Für jeden Krimifan ein Muss!

— Nil
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  • Der Startschuss des "Golden Age"

    Das Auge des Osiris
    Stefan83

    Stefan83

    15. October 2011 um 21:33

    Mit "Das Auge des Osiris" liegt nun der erste Kriminalroman aus der neuen Fischer Crime Classics-Reihe vor. Und R. Austin Freemans dritter Band um den Naturwissenschaftler Dr. Thorndyke lässt einiges in Bezug auf die weiteren Veröffentlichungen innerhalb der Reihe hoffen. Nachdem vor einigen Jahren der Druck der erfolgreichen Dumont-Kriminalbibliothek eingestellt worden ist, scheint nun endlich wieder Nachschub im Bereich des klassischen Kriminalromans in Sicht zu sein. Dass dabei die Wahl auf R. Austin Freeman gefallen ist, kann aus Sicht der Genre-Anhänger nur begrüßt werden, sind seine Werke in Deutschland doch völlig in Vergessenheit geraten und wohl nur wenigen Spezialisten bekannt. Großes Lob also an die Entscheidungsträger, einen derartigen Autor auszuwählen und der Leserschaft des 21. Jahrhunderts nahe zu bringen. Das sich letzteres durchaus schwierig gestalten dürfte, liegt nicht nur am gemächlichen Erzählton des Krimis, sondern in erster Linie an der Tatsache, dass "Das Auge des Osiris" kein reinrassiger Kriminalroman ist. Vielmehr vermischen sich Elemente des klassischen Detektivromans im Stile Sir Arthur Conan Doyles mit einer ordentlichen Prise Romantik. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des Allgemeinmediziners Dr. Paul Berkeley, der im Spätsommer des Jahres 1904 als Vertretung des sich im Urlaub befindlichen Kollegen die Bekanntschaft mit den Bellinghams macht. Godfrey Bellingham, dessen Bruder John vor gut zwei Jahren spurlos und auf mysteriöse Art und Weise verschwand, befindet sich im Streit mit einem gewissen Mr. Hurst. Beide sind sie als Erben im Testament von John Bellingham angesetzt, das jedoch aufgrund von umständlichen Klauseln und Bedingungen die Identifikation eines Haupterben unmöglicht macht. Nun will Mr. Hurst John Bellingham per Gerichtsbeschluss für tot erklären lassen, um endlich das Testament vollstrecken zu können. Berkeley ist von dem verzwickten Fall und in noch größerem Maße von der hübschen Tochter Godfreys namens Ruth beeindruckt und bespricht den Fall mit seinem ehemaligen Lehrer Dr. Thorndyke, der bereits vor zwei Jahren sein Interesse an den in den Zeitungen geschilderten Ereignissen gezeigt hat. Dieser scheint als einziger in der Lage mithilfe streng logischen Denkens und systematischer Ermittlung, die kargen Indizien in dem Fall auszuwerten, der im weiteren Verlauf mit mehreren Knochenfunden in der Umgebung immer mehr ins Licht der Öffentlichkeit gerät. Was spannend und interessant klingt, kommt leider anfangs nur sehr zäh in Gang. Der Liebesgeschichte von Paul Berkeley und Ruth Bellingham räumt Freeman mindestens ebensoviel Raum ein, wie dem eigentlichen kriminalistischen Rätsel. Dieses "Damsel in Distress"-Motiv bremst vielerorts den Erzählfluss, weshalb ein gesundes Maß an Geduld in diesem Fall eine Tugend und Notwendigkeit ist, zumal Thorndyke ebenfalls genau und gerne auch langsam seine Ermittlungen vorantreibt. Da die Frage, ob überhaupt ein Mord begangen wurde, ebenfalls lange Zeit unbeantwortet bleibt, liegt auch das Spannungselement über weite Strecken brach. Wer sich jedoch auf diese Mischung aus Rätseln und Romantik einlässt, und am Indizien deuten seine Freude findet, wird letztendlich auch mit einer überraschenden Auflösung belohnt. Insgesamt ist "Das Auge des Osiris" ein Paradebeispiel des klassischen Detektivromans, das nicht nur den Beginn des "Golden Age" markiert, sondern auch vielen nachfolgenden Kriminalautoren als Vorbild gedient hat. Ein Buch für Fans des Genres. Und nur für solche! Großes Lob an dieser Stelle auch für die zwei sehr aufschlussreichen und erhellenden Artikel aus der Feder Lars Schaffts am Ende des Buches.

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  • Rezension zu "Das Auge des Osiris" von R. Austin Freeman

    Das Auge des Osiris
    Nil

    Nil

    26. December 2009 um 17:27

    Das Auge des Osiris von R. Austin Freeman ist ein Krimiklassiker ohne Zweifel. Es spielt 1904 in London. Ein Mann namens John Bellingham verschwindet nachdem er nur noch einmal kurz gesehen wurde. Zunächst einmal ist noch unklar ob ein Verbrechen vorliegt oder nicht, da es noch 2 Jahre nach dem Verschwinden keine Leiche gibt. Besonders tragisch ist das ganze für den Bruder und dessen Tochter, da beide finanziell von J. Bellingham abhingen. Das Verschwinden stürzte sie über Nacht in die Armut. Zu all dem kommt auch noch ein merkwürdiges Testament des Verschwundenen. Der Krimi wird aus der Ich-Perspektive von Dr. Berkeley erzählt, der zunächst als Mediziner zum Geschehen hinzukommt. Sein Interesse wächst an dem Fall und an der Tochter... Dr. Berkeley wiederum bezieht den berühmten Dr. Thorndyke in die Ermittlungen hinein um der Familie Bellingham zu helfen. Zunächst plätschert das Geschehen ohne besondere bewegende Handlungen dahin, aber es ist grandiose englische Erzählkunst mit feiner Manie! Wer Krimis liebst, sollte dieses Werk auch gelesen haben. Besonders ist auch die Ausführung am Ende des Romans von Lars Schafft über diesen Krimi sowie Allgemein über die „whodunnits“ lesenswert. (in dieser Fischer Ausgabe!)

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  • Rezension zu "Das Auge des Osiris" von R. Austin Freeman

    Das Auge des Osiris
    Rosalind

    Rosalind

    28. October 2008 um 15:10

    Ein wunderbarer Klassiker des Krimigenres, englisch-kultiviert und voller viktorianischer Forensik.