R. S. Belcher

 4.4 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Revolver Tarot, The Queen of Swords (Golgotha) und weiteren Büchern.

Alle Bücher von R. S. Belcher

Revolver Tarot

Revolver Tarot

 (20)
Erschienen am 01.03.2015
The Shotgun Arcana

The Shotgun Arcana

 (1)
Erschienen am 07.10.2014
The Queen of Swords (Golgotha)

The Queen of Swords (Golgotha)

 (1)
Erschienen am 27.06.2017
The Six Gun Tarot

The Six Gun Tarot

 (1)
Erschienen am 06.09.2013

Neue Rezensionen zu R. S. Belcher

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Rezension zu "Revolver Tarot" von R. S. Belcher

Wilder Western mal anders
LadySunnyvor 2 Monaten

Dieses Buch hat mich zuerst durch sein Cover angesprochen und so habe ich eigentlich mit dem Lesen angefangen, ohne mich allzu sehr mit dem Klappentext zu beschäftigen. So war die Mischung verschiedener Genres in diesen Buch überraschend - aber auf eine gute Art und Weise. Das Cover und der Titel lassen zudem erahnen, dass wir uns im Wilden Western befinden, was wir tun. Revolver, Indianer, Pferde, Gauner, Silberminenarbeiter - all diesen typischen Figuren begegnet man auch hier.
In den ersten Kapiteln folgen wir Jim, einem Jungen, der von Zuhause flieht und schließlich in einer Stadt namens Golgotha, am Rand der Vierzigmeilenwüste landet. Eigentlich nur als Zwischenhalt gedacht, wird die Stadt schnell zu etwas, das seinen ganz eigenen Charme - und Schrecken - verbreitet. Im Laufe der Handlung lernt man verschiedene Charaktere von Golgotha kennen, die nicht zuletzt mit kirchlichen / religiösen Hintergründen konfrontiert und hintermalt werden - die Geschichte befasst sich letzten Endes mit dem nahenden Weltuntergang, etwas, das ich so nicht erwartet hätte, aber auch etwas, das mich zunehmenden mehr in Beschlag nahm, sodass ich das Ende des Buches kaum abwarten könnte, um herauszufinden, ob die Guten oder doch die Bösen siegen.
Das Buch ist spannend und gut geschrieben - einige wenige Rechtschreib-, Grammatik und / oder Flüchtigkeitsfehler sind den Editoren zwar durchgerutscht, was meinen Lesefluss manchmal beeinträchtigte, aber es waren keineswegs so viele, dass es mich wahnsinnig gestört hätte.
Besonders gefallen haben mir tatsächlich die vielfältigen Charaktere, die man nach und nach besser kennenlernt, obgleich damit teilweise ein mächtiges Head-Hopping entstanden ist. Auch bei all der Hektik zum Schluss hätte ich einen strikteren PoV besser gefunden. Einige Figuren sind mir außerdem Figuren etwas zu kurz gekommen. Zum Beispiel Biqa.  Dessen Wandlung bzw. Beweggründe zu dem zu werden, der er am Ende ist, kann ich nicht ganz verstehen / nachvollziehen…. Einiges wird aufgeklärt, aber grundsätzlich hätte ich mir mehr von seiner Zerrissenheit gewünscht. Er macht Dinge aus einem Grund heraus, auch weil er sich in der neuen Welt verliert, aber das erklärt, meiner Meinung nach, nicht alles, was er getan oder nicht getan hat.
Auch hätte ich gerne erfahren, ob Jim jemals erfährt, was mit seiner Familie ist.
Ab und an bin ich zudem über ein paar Formulierungen gestolpert, bei denen ich mich gefragt habe, ob man diese damals (im 19. Jahrhundert) bereits verwendet hätte …. so etwas wie "klinisch rein". Ist das nicht eher ein Begriff aus der Neuzeit?
Teilweise hatte ich also das Gefühl, dass Fäden aufgenommen, versponnen und dann wieder von der Nadel gerutscht sind und dass es zu oft ein zu großes Head-Hopping gab, das es schwerer machte mit den einzelnen Figuren mitzufühlen. Aber grundlegend hat mir die Lektüre von "Revolver Tarot" sehr viel Spaß gemacht, ich habe mich gerne auf all die Facetten eingelassen, hätte mir aber an der ein oder anderen Stelle doch mehr Tiefgang gewünscht. In diesem Sinne gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

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Priseas avatar

Rezension zu "Revolver Tarot" von R. S. Belcher

grandios
Priseavor 3 Monaten

Revolver Tarot
von R.S. Belcher
Papierverzierer Verlag
Cover:
Steampunk mäßiges Cover, passend zum Buch
Rezension:
„Nevada, 1869: Am Rand der gnadenlosen Vierzigmeilenwüste liegt Golgotha, eine kleine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen große Geheimnisse verborgen liegen. Der Sheriff trägt die Narben des Stricks am Hals und manche sagen, er sei ein toter Mann, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Golgotha ist der Ort, an dem sich die Gesegneten und die Verdammten sammeln. Schwärze flutet über die Welt und wenn der Sheriff und seine Leute sie nicht aufhalten, hat Golgotha seinen letzten Sonnenaufgang gesehen … und mit ihr die gesamte Schöpfung. Ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Western, Steampunk und Fantasy, das die Leben verschiedenster Persönlichkeiten auf einen gemeinsamen Kampf zuführt, dessen Wurzeln viel tiefer liegen, als sie sich vorstellen können.“
Dieses Buch hat eine stimulierende, verblüffende Handlung voller faszinierender und atypischer Charaktere, die am Ende zu einem zusammenhängenden Plot führen. Es ist einfach so jenseits von dem, was man als Norm ansiehst, es hat mich direkt angesaugt. Viele verschiedene spirituelle, kulturelle und religiöse Überzeugungen werden verwendet, verdreht, gewunden und dann in das grundlegende Gefüge dieser Geschichte verwoben. Die Dialoge sind cool und der Schreibstil grandios und modern. Der Plot ist einfach abgefahren, crazy und besonders. In jedem Kapitel werden dem Leser neue schillernde Protagonisten näher vorgestellt. Fast keiner ist so normal wie man sich Menschen vorstellt und jeder hat Geheimnisse. Glaubensrichtungen prallen nur so aufeinander. Dieses Buch passt in kein Raster und man kann es kaum mit den hergebrachten Kriterien bewerten. Über allem schwebt ein Hauch der Vernichtung, Hoffnung und Emotionen kochen hoch. Wenn dieses Buch jemals verfilmt werden sollte, könnte man den Film sicher nicht unter 18 Jahren freigeben. Erwartet keine ruhige und normale Fantasystory, denn das ist es auf keinen Fall. Dieses Buch ist krass, anders und es reißt den Leser einfach mit. Ich war geflasht von den Bildgewaltigen Szenen und den Charakteren. Die ganze Story an sich ist so crazy und nur eine Höchstbewertung möglich. 5/5 Sterne. Noch eine kleine Info am Rande, bisher haben mich alle Bücher des Papierverzierer Verlages einfach nur begeistert. Danke!
Mein Dank gilt dem Papierverzierer - Verlag für das zur Verfügung gestellte Exemplar.

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annlus avatar

Rezension zu "Revolver Tarot" von R. S. Belcher

Golgatha - eine Stadt für Menschen mit Geheimnissen
annluvor 2 Jahren

„Menschen mit Geheimnissen, Menschen, die vor etwas fliehen, müssen sich in den Schatten halten. Sich einen Platz suchen, der so weit weg von allem liegt, dass die Welt einfach daran vorbeizieht.“ „Einen Platz wie Golgotha?“

Nevada, 1869: Der junge Jim flieht vor seiner Vergangenheit. Dabei verschlägt es ihn nach Golgotha, einer Kleinstadt, die nicht nur ihm wie ein sicheres Versteck erscheint. Doch ganz so sicher ist die Stadt am Rande der Wüste nicht. Etwas Dunkles zieht herauf und befällt die Menschen, die sich zu nahe an den Silberminen aufhalten.


Der Beginn der Geschichte zeigt Jims langen Weg durch die Wüste. Hier hatte ich noch den Eindruck, einen Jugendabenteuerroman, der im Wilden Westen spielt, vor mir zu haben. Schon das Auftauchen des indianischen Hilfssheriffs Mutt bringt Magie mit ins Spiel. Die fantastischen Elemente wurden deutlich erhöht, als sich ein Kapitel den Engeln und ihren Widersachern widmete. Dann wiederum driftete die Geschichte in Szenen ab, die an einen Horrorroman gemahnten. Zusammen mit einigen Elementen, die dem Steampunk entsprungen sind, kam eine Genremischung zusammen, die im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, schon bald aber sehr ansprechend war.

Noch besser als die Mischung der Genres hat mir die Mischung der unterschiedlichsten Charaktere gefallen. So begegnet Jim in der Wüste nicht nur Mutt, sondern auch einem Mann, dessen Interesse toten Tieren gilt. Er bleibt nicht die außergewöhnlichste Person in Golgotha: dem Sheriff wird nachgesagt, ein lebender Toter zu sein; der Ladenbesitzer birgt ein trauriges, aber ungeheuerliches Geheimnis; ein ominöser Prediger geht um und die am Rande lebenden Chinesen scheinen mehr zu wissen, als mancher glauben kann. Nicht zu vergessen trägt auch die Bankersfrau Maude eine Maske. Auf den ersten Blick verschüchtert und unterwürfig, entpuppt sie sich als trainierte Killerin, die einem Hexenzirkel angehört, der jedem Mann überlegen ist. Der Bürgermeister passt gut ins Bild der ungewöhnlichen Stadtbewohner – lebt er doch auch ein Leben, das er sich nie gewünscht hat.

Die einzelnen Charaktere bekommen viel Raum, übernehmen ihren eigenen Part der Geschichte und drängen Jim so immer wieder in den Hintergrund. Dabei bleiben die unterschiedlichen Persönlichkeiten nicht farblose Nebencharaktere, sondern werden durch das Einfügen von Szenen aus ihrer Vergangenheit interessant. Meine Favoritin war dabei meist Maude, die für Themen stand, die mir zusagten. So war sie ein Mädchen, das gegen die Abhängigkeit der Frauen von den Männern rebelliert hat. Auch wenn der Weg dazu – der über Kampfkunst und Magie führt – etwas ungewöhnlich war, sagte mir ihre Geschichte sehr zu. Besonders auch ihre Entscheidung einen Mann zu heiraten, von dem sie wusste, dass er alles andere als perfekt ist und der eigentliche Widerspruch zu ihren Überzeugungen, der sich darin fand. Fast genauso gut fand ich das Schicksal des Bürgermeisters und seiner Frau. Er versucht sich an die Gesellschaft anzupassen und so zu handeln, wie es andere von ihm erwarten. Dabei kann er aber nicht unterdrücken, wer er wirklich ist, worunter auch seine Ehe leidet.

Der fantastische Zug der Geschichte kam auf unterschiedliche Weise. Magie kann sich hier durch mehrere Wege äußern. So hat Mutt Brüder, die sich in Kojoten verwandeln können; Jim ist im Besitz eines magischen Auges, das sein Vater von den Chinesen bekommen hat; die Frauen um Maudes Zirkel können ihr Leben durch das Blut Liliths verlängern. Diese Magie allerdings macht einen kleinen Teil der Erzählung aus, sodass ich über das erste direkte Auftauchen der Engel sehr überrascht war. Sie schienen mir vorerst als deutlich fantastischer, als der Rest der Geschichte. Dafür konnten sie mich zum Ende hin am meisten überraschen.

Das Böse nimmt einen immer größer werdenden Teil der Geschichte ein. So driftete der zweite Teil des Buches immer mehr in Richtung Horror ab, zu dem auch einige Szenen gehörten, die nicht für schwache Nerven geeignet sind. Durch die Engel kam aber nicht nur das Böse durch die Wesen der Dunkelheit in die Geschichte, auch Gott bekam seine Rolle. Allerdings wird er besonders in Bezug auf die Zweifel eines der Engel erwähnt, sodass er nicht so sehr für das Gute und Richtige steht, wie man das erwarten hätte können. Für mich war besonders interessant, dass die von den Engeln beobachtete Schöpfungsgeschichte gar nicht der entsprach, die man aus der Bibel kennt, sondern eine Verbindung der wissenschaftlichen Erdgeschichte und Evolution mit den aus dem Glauben bekannten Wesen war.

Fazit: Die Genremischung fand ich sehr interessant, kombinierte sie doch all jene in sich, die ich gerne lese. Allerdings waren es die Kombination der unterschiedlichsten Persönlichkeiten, die mir am Besten gefallen hat, da es dadurch gelungen ist viele ernste und mir wichtige Themen locker in eine sehr spannende Geschichte zu bauen. Sehr gelungen!

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Gespräche aus der Community

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Papierverzierer_Verlags avatar

Revolver Tarot

von R. S. Belcher
übersetzt von Dennis Frey

Liebe Rezensentinnen und liebe Rezensenten,

hier könnt ihr zehn Exemplare des Werks Revolver Tarot von R. S. Belcher gewinnen.

Klappentext:
Nevada, 1869: Am Rand der gnadenlosen Vierzigmeilenwüste liegt Golgotha, eine kleine Stadt, in der hinter verschlossenen Türen große Geheimnisse verborgen liegen. Der Sheriff trägt die Narben des Stricks am Hals und manche sagen, er sei ein toter Mann, dessen Zeit noch nicht gekommen ist. Golgotha ist der Ort, an dem sich die Gesegneten und die Verdammten sammeln.
Schwärze flutet über die Welt und wenn der Sheriff und seine Leute sie nicht aufhalten, hat Golgotha seinen letzten Sonnenaufgang gesehen … und mit ihr die gesamte Schöpfung.

Ein außergewöhnliches Abenteuer zwischen Western, Steampunk und Fantasy, das die Leben verschiedenster Persönlichkeiten auf einen gemeinsamen Kampf zuführt, dessen Wurzeln viel tiefer liegen, als sie sich vorstellen können.

Der Autor:
R. S. Belcher ist mehrfach ausgezeichneter Autor, Zeitungs- und Zeitschriftenjournalist, und hat vorher unter anderem als RadioModerator, Produktionsassistent für das Fernsehen und als Privatermittler gearbeitet. Heute lebt er in Roanoke, Virginia. Dort lebt er mit drei Kindern, zwei Katzen und einem Hund.



Um eines der 10 Rezensionsexemplare zu gewinnen, müsst ihr nur euren Blog oder euer Profil auf der Seite als Kommentar in die Bewerberrunde schreiben. Daraufhin losen wir die 10 Gewinner aus. Wichtig ist: diese 10 Revolver Tarots müssen an unserem Stand auf der Leipziger Buchmesse (Halle 2, Stand H306) abgeholt werden. #lbm15

Revolver Tarot ist eine von sechs Neuerscheinungen zur Leipziger Buchmesse. Bitte beachtet auch unsere Bücher UMRAY, Alania - Das Lied der Geister, Chronik der Hagzissa, Sunnie und Polli im Land der Monate und Seelenseher.

Weitere Infos zu diesem Buch auch auf der Verlagsseite: http://papierverzierer.de/revolver-tarot.html

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