R. West

 3,8 Sterne bei 21 Bewertungen

Lebenslauf

~A Writer of Fiction~ Mehr von R.West "Der Hafen meines Vaters" in "Der Schnee von Morgen": Climate Fiction-Anthologie mit den besten Stories aus dem Wettbewerb von Tor Online, Peggy Weber-Gehrke (Hrsg.), Verlag für Moderne Phantastik Gehrke "Kommt ein Gott in eine Bar" in "Die Zukunft der Frauen": Anthologie zum Wettbewerb "Frauen schreiben Science Fiction", Hermann Schladt (Hrsg.), vss Verlag

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von R. West

Neue Rezensionen zu R. West

Cover des Buches Glacial Blue (ISBN: 9783982148366)
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Rezension zu "Glacial Blue" von R. West

BiblioNights
Nur was für Freunde von "Slow Burn" Geschichten

Zuallererst, der Schreibstil der Autorin ist wunderschön und ich hatte daher von Seite eins an direkt ein gutes Gefühl beim Lesen. Ich würde den Stil mit dem von Maggie Stiefvater vergleichen. 🦋

Von der Handlung her ist es ein Buch das man aufmerksam lesen sollte und nicht so "nebenbei" - wobei ich mir beim Zeitreisenthema schon vor langer Zeit vorgenommen habe nicht zuuuu sehr darüber nachzudenken. Sonst ist man nämlich nichts anderes als verwirrt 😦


Die Handlung ist jedoch durchgehend spannend und ich hab so mitgefiebert und mitgedacht. Die Autorin hat sich hier wirklich Mühe gegeben mit ihren Ideen und Details. Nathan ist Zeitreisender, er ist in die Zukunft gereits, hat also dort bereits existiert. Was aber wenn er in der Gegenwart stirbt? Geht das überhaupt? Und was wenn er in der Vergangenheit sich selbst begegnet? Warum kann er überhaupt in die Vergangenheit reisen wenn man sie angeblich nicht ändern kann? Fragen über Fragen die das Buch sooo spannend machen! 🌏

Das Buch konnte mich überzeugen und ich würde es allen empfehlen die nach einem slow-burn Zeitreise-Roman suchen. 🩵

Cover des Buches Glacial Blue (ISBN: 9783982148366)
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Rezension zu "Glacial Blue" von R. West

BiblioJess
Faszinierende Idee in der Umsetzung gescheitert

Obwohl man Zeitreisende gar nicht töten kann, hat es jemand versucht. Nathan Peeregaard versucht daraufhin, Antworten zu finden. Wer hat das getan und vor allem: Warum? Während er in unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten Puzzleteile zusammensetzt, wird sein Schicksal enger mit einer Nicht-Reisenden verknüpft, als er für möglich gehalten hätte. Aber letztendlich kommt sowieso alles immer, wie es kommen muss – oder?


Für mich war "Glacial Blue" eine superspannende Thematik, die unbefriedigend umgesetzt wurde. Ich mag Zeitreise-Geschichten total gerne, obwohl sie gleichzeitig auch schnell in die Hose gehen können. Weil man Logikfehler übersieht, sich in Sackgassen verrennt oder wie hier einfach zu viel Chaos anrichtet. Denn Zeitreisebücher müssen nicht zwangsläufig auch konfus geschrieben werden, aber so war es für mich hier. Es wurde herumgesprungen, Sachen nur halb auserzählt, Anekdoten in den Raum geworfen, mit denen ich nichts anfangen konnte, Puzzleteile durch die Gegend geworfen, Szenen umgedichtet und parallel erzählt, sodass ich nicht mehr durchgefunden hab, was eigentlich geschehen ist, und am Ende ging mir bei zu vielen Punkten der rote Faden flöten. Gleichzeitig ist aber eigentlich kaum was passiert, außer dass Nathan in der Zeit umherhüpft, redet und sich Fragen stellt. So richtig aufgeklärt wird eigentlich auch nichts. Dazu kommt, dass das Buch in einem ziemlich distanzierten Schreibstil verfasst ist. Dadurch, dass zwar Nathan den Hauptfokus trägt, aber trotzdem oft die Sichtweise gewechselt wird, und das alles in Erzählperspektive, kombiniert mit wirren Situationen, hat das Buch es leider nicht ansatzweise geschafft, dass ich eine Verbindung zu einem der Charaktere aufbauen konnte. Fast alle sind mir als Persönlichkeiten selbst sehr blass, austauschbar und uninteressant vorgekommen.

Die Idee dahinter, der Plot an sich, die Art und Weise, wie mit Zeitreisen umgegangen wird, dass man Zeitreisende wohl nicht töten kann, wie man Dinge beeinflussen kann oder eben auch nicht – das alles hat mir gefallen und mich thematisch total fasziniert. Es ist ein supercooler Ansatz, der ordentlich hergibt für eine mega Story. Aber die Umsetzung war leider nicht meins.

Wobei ich es auch nicht unfassbar schlecht fand! Es hat mich durchaus soweit gefesselt, dass ich weitergelesen und nicht abgebrochen hab. Dass ich wissen wollte, was Nathan noch herausfindet. Was Salea mit allem zu tun hat. Welche Rolle der Globus bei allem spielt (was mich aber leider enttäuscht hat). Wer hinter dem Anschlag steckt und warum. Was ist seine Geschichte? Es waren sehr viele interessante Aspekte drin, die mich festgehalten haben. Aber am Ende blieb ich ziemlich unzufrieden zurück und war mir nicht sicher, was ich davon mitnehmen soll.
Für mich sinds daher 2,5 Sterne. Aber wer sich nicht so daran stört, dass es konfus ist und man am Ende keine genauen Antworten bekommt, hat bestimmt mehr Spaß daran als ich!


Cover des Buches Glacial Blue (ISBN: 9783982148366)
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Rezension zu "Glacial Blue" von R. West

Niflair
Für Zeitreisen-Liebhaber.

Story, Charaktere & Schreibstil
Vorneweg habe ich dieses Buch unheimlich gerne gelesen. Zeitreisen sind für mich immer wieder spannend und auch verwirrend. Bei diesem Schätzchen war dies ebenso wieder der Fall. Eine intensive Story gespickt mit einem bildhaften, atmosphärischen und zugleich flüssigen Schreibstil. Ich war einfach mittendrin, habe mich in der Handlung zeitweise verloren und wusste nicht mehr, wo oben und unten war – ich habe es dennoch sehr genossen. Es passte einfach zum Buch – Zeitreisen folgen auch keinem linearen System und so baute sich die Story perfekt parallel dazu auf. Es ist nichts, was man “nebenher” liest, die volle Aufmerksamkeit ist gefordert – ich lieb’s. Manchmal dürfen mich solche magischen Geschichten durchaus verwirren. 🙂 Es war jedoch letztendlich in meinen Augen alles nach etwas Hirnschmalz nachvollziehbar. Trotz allem fehlten mir zwischendurch aber ein paar zusätzliche Handlungsstränge – an sich ist auf diesen knapp 400 Seiten nicht viel passiert, wohingegen das Thema Zeitreisen vielleicht auch kompliziert genug ist. 😉
Die Charaktere haben bei mir etwas gebraucht, um zu mir durchzudringen. Ich musste sie definitiv erst näher kennenlernen. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen, aus der die Geschichte erzählt wird, fühlte ich mich mit Voranschreiten der Storyline immer mehr zu ihnen hingezogen. Salea hat mich da am meisten überzeugt, sie war authentisch und ehrlich, wird in das Thema wie wir als Leserinnen und Leser reingeschmissen und ist gezwungen, sich zurechtzufinden – vielleicht fühlt man sich deswegen so mit ihr verbunden. 🙂 Die anderen Charakteren bleiben im Endeffekt bis zum Schluss nicht ganz greifbar für mich und ich kann gar keinen Grund benennen, wieso das so ist. Wahrscheinlich eine subjektive Empfindung, die jeder für sich treffen muss. Das Genre Romantasy, in das die Story eingeteilt wurde, hat mich auch etwas anderes erahnen lassen. Dafür fehlte mir tatsächlich ein wenig die Romantik, was in meinen Augen aber keinen negativen Einfluss auf den Verlauf der Geschichte genommen hat.
Auch wenn ich mich in der Handlung verloren habe, konnten für mich am Ende nicht gänzlich alle Fragen geklärt werden und ich hatte noch ein paar wenige offene Themen im Kopf. Vielleicht muss ich es erneut lesen, um alles bis ins Detail zu ergründen.

Fazit
Eine klare Leseempfehlung für all diejenigen, die Zeitreisen so sehr lieben wie ich. Es hat mich sehr gut unterhalten, wozu auch besonders der wirklich schön flüssige und atmosphärische Schreibstil beigetragen hat. Dieser war auch der Grund dafür, mich tief in die Handlung abtauchen zu lassen und alles um mich herum zu vergessen. Auch wenn mir persönlich ein bisschen mehr Action in Form von zusätzlichen Handlungssträngen gefehlt hat, habe ich es genossen. Man flog durch die Seiten, trotz des doch manchmal verwirrenden und verworrenen Themas der Zeitreisen – aber das brachte dem Buch in meinen Augen noch mehr Authentizität ein. Dieses Merkmal zog sich z.T. auch bei den Charakteren weiter. Salea, eine der Hauptprotagonisten, überzeugte mich durch ihre Ehrlichkeit. Ich konnte mich unheimlich gut in sie hineinversetzen, wohingegen ich mit den anden Charakteren – auch mit Nathan – meine Probleme hatte. Da hat mir zum Teil die Tiefe gefehlt.

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