Die Stunde des Assassinen

von R.J. Barker 
3,4 Sterne bei14 Bewertungen
Die Stunde des Assassinen
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Es ist eine wirklich spannende und interessante Geschichte mit wenigen langatmigen Stellen.

Kritisch (3):
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[2/5] Die Assassinen gehen völlig unter. High Fantasy ohne Erklärungen. Langwierige, langweilige Handlung. Und eine Auflösung aus dem Nichts

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Inhaltsangabe zu "Die Stunde des Assassinen"

Girton Klumpfuß ist kurz davor, einer der besten Auftragsmörder des Landes zu werden, schließlich geht er bei Meister Karn in die Lehre, einer lebenden Legende im Geschäft mit dem Tod. Eines Nachts werden Girton und sein Meister jedoch an den Königshof gerufen: Innerhalb der dicken Steinmauern von Burg Maniyadoc wispert man hinter vorgehaltener Hand von einem geplanten Attentat auf den Kronprinzen. Getreu dem Motto "Um einen Mörder zu fangen, musst du einen Mörder schicken" heuert die Königin die beiden Assassinen an, um das Attentat zu verhindern. Weder Girton noch Meister Karn ahnen, dass der Anschlag auf den Prinzen erst der Beginn einer Reihe von Verschwörungen und Intrigen ist, die das gesamte Königreich in einen grauenhaften Krieg stürzen könnten, der auch vor loyalen Assassinen nicht haltmacht ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453318823
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:09.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Fabelhafte_Buecherweltvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Es ist eine wirklich spannende und interessante Geschichte mit wenigen langatmigen Stellen.
    Interessant und spannend

    Das Cover hat mir einfach so gut gefallen, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Über die Assassinen selbst weiß ich natürlich auch ein paar Sachen, aber nicht besonders viel. Umso mehr freute es mich, als ich das Buch lesen durfte.

    Der Schreibstiel ist flüssig und einfach zu lesen und man befindet sich sofort mitten im Geschehen.

    Girton ist trotz seiner Behinderung im Begriff der beste Auftragsmörder des Landes zu werden. Er war mir sofort sympathisch und ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen und ihn und seine Handlungen nachvollziehen. Auch die Rückblenden sind äußerst aufschlussreich. So erfährt man, wie er zu den Assassinen und seinem Meister kam und wie er zu dem wurde, was er heute ist.
    Besonders spannend finde ich die zahlreichen Intrigen, die erst nach und nach aufgedeckt werden und Girton immer wieder in große Gefahr bringen.




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    Zelibas avatar
    Zelibavor 6 Monaten
    Nett für Zwischendurch

    Cover

    Wer wie ich einen kleinen Fabel für Assasinen hat, freut sich natürlich über dieses Cover. Eine vermummte Gestalt, düsteres Setting und passend dazu diese Schrift. Alles in allem macht es wirklich einen guten Eindruck. Noch besser hätte es mir zwar gefallen wenn er statt Schwertern Messer hätte, aber das ist jetzt meckern auf hohem Nivaue. ;)




    Handlung


    Girton Klumpfuß ist kurz davor, einer der besten Auftragsmörder des Landes zu werden, schließlich geht er bei Meister Karn in die Lehre, einer lebenden Legende im Geschäft mit dem Tod. Eines Nachts werden Girton und sein Meister jedoch an den Königshof gerufen: Innerhalb der dicken Steinmauern von Burg Maniyadoc wispert man hinter vorgehaltener Hand von einem geplanten Attentat auf den Kronprinzen. Getreu dem Motto "Um einen Mörder zu fangen, musst du einen Mörder schicken" heuert die Königin die beiden Assassinen an, um das Attentat zu verhindern. Weder Girton noch Meister Karn ahnen, dass der Anschlag auf den Prinzen erst der Beginn einer Reihe von Verschwörungen und Intrigen ist, die das gesamte Königreich in einen grauenhaften Krieg stürzen könnten, der auch vor loyalen Assassinen nicht haltmacht ...




    Charaktere


    Girton ist auf jeden Fall nicht der perfekte Kerl für dei Rolle des fast größten Assassinen im Land. Alleine wegen seine Behinderung. Doch er schafft Dinge, die ihm nie zugetraut wurden und das ist alleine seiner Meisterin Marela zu verdanken. Man gewinnt ihn lieb und merkt, wie er eben auch mal anders an Dinge herangeht. Aber man merkt auch, das er zwar ziemlich gut in seinem Job ist, aber ihm auch die Einsamkeit die damit verbunden ist in den Knochen sitzt.


    Und Marela ist einfach cool. ♥
    Dagegen sticht der König ziemlich hervor ... Naja ich darf ja nicht zu viel verraten. ^-^





    Schreibstil


    Der Stil ist flüssig wenn auch manchmal etwas langatmig. Die ganze Geschichte fast großteils nur auf der Burg spielen zu lassen war eine mutige Entscheidung. Zudem kommen die eher spärlichen Infos über die Außenwelt. Man erfährt das Magie eigentlich einem Todesurteil gleichkommt und das ein Magier die Welt fast völlig zerstört hat, aber groß in die Tiefe wird nicht gegangen. Das fand ich etwas schade.


    Meinung


    Dieses Buch ist nicht unbedingt ein typischer Vertreter der Assassinen-Lektüren. Es wird mehr wert auf das Intrigenspiel als auf das wirklich Mördertreiben gelegt. Das wird manche sicherlich enttäuschen, hat aber auch seinen Reiz. Mir selber fehlte dann doch etwas um die Welt wirklich plastisch wahr zunehme. So war dieses Buch eine nette Lektüre für zwischendurch aber leider auch nicht mehr.

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    booknerd84s avatar
    booknerd84vor 6 Monaten
    Eine spannende und sehr unterhaltsame Assassinen-Geschichte

    Titel: Die Stunde des Assassinen Autor: R.J. Barker Verlag: Heyne Verlag Seitenanzahl: 463 Seiten
    Inhalt/Klappentext:

    Girton Klumpfuß ist kurz davor, einer der besten Auftragsmörder des Landes zu werden, schließlich geht er bei Meister Karn in die Lehre, einer lebenden Legende im Geschäft mit dem Tod. Eines Nachts werden Girton und sein Meister jedoch an den Königshof gerufen: Innerhalb der dicken Steinmauern von Burg Maniyadoc wispert man hinter vorgehaltener Hand von einem geplanten Attentat auf den Kronprinzen. Getreu dem Motto "Um einen Mörder zu fangen, musst du einen Mörder schicken" heuert die Königin die beiden Assassinen an, um das Attentat zu verhindern. Weder Girton noch Meister Karn ahnen, dass der Anschlag auf den Prinzen erst der Beginn einer Reihe von Verschwörungen und Intrigen ist, die das gesamte Königreich in einen grauenhaften Krieg stürzen könnten, der auch vor loyalen Assassinen nicht haltmacht. (Quelle: Random House)

    Mein Fazit:

    Ich war wirklich sehr gespannt was mich bei dieser Geschichte erwarten wird. Bücher über Assassinen habe ich zuvor noch nie gelesen. Daher war meine Neugier besonders groß. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor R.J. Baker konnte mich durch seinen tollen Schreibstil, der hervorragend zu Fantasy-Geschichten passt, überzeugen.

    Der Protagonist dieses Buches trägt den außergewöhnlichen Namen Girton Klumpfuß. Er wird als Lehrling des Meisters Karn vorgestellt, doch im Laufe der Handlung sieht man, das Girton mehr ist als das. Auch wird die Geschichte aus der Perspektive von Girton erzählt. Dadurch konnte man sich gut in alle Situationen hineinversetzen und miterleben. Für mich war er ein sehr interessanter Charakter. Es hat mir zu jeder Zeit viel Freude bereitet zu sehen, wie er sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Der Charakter des Meister Karn hingegen war mir, ohne viel zu Verraten, oft sehr rätselhaft erschienen.

    "Die Stunde des Assassinen" ist ein toller Fantasyroman, der durchwegs mitreißend ist. Die Szenarien und Geschehnisse sind stets sehr detailiert und bildlich beschrieben, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Alles in allem hat die Handlung eine ganz besondere Atmosphäre. Von Spannung bis hin zu humorvollen Stellen, die man Girtons trockenem Humor verdankt, ist alles dabei was zu einem guten Fantasyroman gehört. 

    Für alle die Assassinen mögen, ist dieses Buch genau richtig. Ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne!

    Liebe Grüße
    eure Jasmin (booknerd84)

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    zeilenwanderer_s avatar
    zeilenwanderer_vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unterhaltsamer Fantasyschmöker, der Leser binnen der ersten Seiten zu fesseln weiß.
    Unterhaltsam und tolle Figuren!

    Kurzbeschreibung:

    Girton Klumpfuß ist kurz davor, einer der besten Auftragsmörder des Landes zu werden, schließlich geht er bei Meister Karn in die Lehre, einer lebenden Legende im Geschäft mit dem Tod. Eines Nachts werden Girton und sein Meister jedoch an den Königshof gerufen: Innerhalb der dicken Steinmauern von Burg Maniyadoc wispert man hinter vorgehaltener Hand von einem geplanten Attentat auf den Kronprinzen. Getreu dem Motto »Um einen Mörder zu fangen, musst du einen Mörder schicken« heuert die Königin die beiden Assassinen an, um das Attentat zu verhindern. Weder Girton noch Meister Karn ahnen, dass der Anschlag auf den Prinzen erst der Beginn einer Reihe von Verschwörungen und Intrigen ist, die das gesamte Königreich in einen grauenhaften Krieg stürzen könnten, der auch vor loyalen Assassinen nicht haltmacht …


    Meinung:

    Der Name unseres Protagonisten in diesem Buch lautet Girton Klumpfuß. Ich gebe zu, ich musste lachen, als ich den Namen zum ersten Mal las und war gespannt, was für ein Charakter sich hinter diesem außergewöhnlichen Namen verbirgt: Ein Assassinen Lehrling heißt es im Klappentext. Doch Girton ist nicht mehr nur ein Lehrling, der sich alles sagen lässt. Er ist ein vielschichtiger Charakter mit eigener Meinung und interessanten Gedankengängen, der vieles zu hinterfragen beginnt.


    Berichtet wird die Geschichte aus seiner Perspektive, sodass man sich Girton am meisten verbunden fühlt. Im Laufe der Handlung erfahren Leser mehr über ihn, über seine Wünsche und Sehnsüchte, aber auch über seine Zweifel und Ängste. Girton ist in der Lage die schrecklichen Geschehnisse aus seiner Kindheit hinter sich zu lassen. Er traut sich im Laufe seiner Ausbildung immer mehr zu und beginnt, einiges zu hinterfragen anstatt Dinge einfach hinzunehmen. Außerdem fängt er an Geheimnisse zu haben. Es gibt im Laufe der Zeit Dinge, die Girton nicht einmal Merela Karn – seinem Meister – erzählen möchte, der er eigentlich sehr untergeordnet begegnet. Girton vollzieht so eine bemerkenswerte Charakterentwicklung, die Leser gespannt verfolgen dürfen.


    Für mich stellt Girton einen überaus authentischen und sympathischen Charakter dar. Und gleichzeitig ist er ein Charakter, den ich immer wieder bemitleidet habe. Aufgrund seiner Vergangenheit als Sklave und seiner Behinderung hat er beispielsweise große Probleme Anschluss zu finden, obwohl er sich so sehr nach einer richtigen Familie und Freunden sehnt. In ihm ist eine tiefe Einsamkeit verankert, die mich ebenso tief rührte.

    Meister Karn war für die meiste Zeit des Romans ein großes Fragezeichen für mich, auf das ich auch gar nicht genauer eingehen möchte, da sie für Leser die ein oder andere Überraschung parat hält. R. J. Barker hat mit ihr wirklich einen erstaunlichen Charakter erschaffen. Eine Meister-Assassine, die mit einem männlichen Titel angesprochen wird, von dunkler Hautfarbe ist und trotz ihres Alters eine überaus erfolgreiche Assassine darstellt. Zusammen mit Girton hinterfragen Leser in Die Stunde des Assassinen ihre Figur, was wirklich aufregend ist.


    Doch Die Stunde des Assassinen punktet bei mir nicht nur durch außergewöhnliche Figuren. Meiner Meinung nach ist die Handlung sehr gut durchdacht und absolut fesselnd. Man möchte wissen, wie sich Girton im Laufe der Lehre schlägt, welche Intrigen er aufdecken wird, und und und. Es scheint, als würde mit jeder neuen Seite ein weiteres Geheimnis zutage treten. Aber dennoch haben sich manche Passagen für mich etwas gezogen. Eine Grundspannung herrscht mit den unaufgedeckten Intrigen allemal, doch hin und wieder empfand ich die Kapitel als langatmig. Dabei bin ich mir sicher, dass R. J. Barker sich mit jedem Satz etwas gedacht hat. Man merkt nicht nur an den Figuren und dem Plot, dass er Herzblut in dieses Werk gesteckt hat, sondern auch am Einfallsreichtum der Betitelung der Orte und Namen. Wie einige der Namen und Orte ausgesprochen werden, ist mir auch nach dem Lesen ein Rätsel.


    Der Schreibstil von R. J. Barker ist dem Genre entsprechend und absolut mitreißend. Das bedeutet für mich, dass er – typisch für Fantasy – sehr sachlich ist, wenn es darum geht, die Ereignisse rund um Girton zu berichten. Dabei kommt die ein oder andere Anekdote aus Girtons Vergangenheit zutage und Leser erfahren viel über seine Ausbildung zum Assassinen, beispielsweise das erste Mal, dass er ein Leben nahm. Da Die Stunde des Assassinen aus Girtons Sicht erzählt wird, kommt seine Meinung zu bestimmten Personen und Dingen offen zum Vorschein. Girton beweist zudem einen trockenen Sinn für Humor, den man ihm, nach allem was er erlebte, gar nicht zutrauen würde.

    Der Erzählstil durch Girtons Augen hat einen ganz besonderen persönlichen Touch. Dabei ist es quasi wie eine Berichtserstattung von Girtons Lebens, als würde er Lesern als Freund von seinem Leben erzählen. Der Autor überzeugt dabei mit sanften Sätzen, die einen Hauch von Melancholie ausströmen. Durch diese Melancholie – wobei Melancholie auch nicht der passende Ausdruck ist – entsteht eine ganz besondere Atmosphäre beim Lesen.


    Fazit:

    Ein unterhaltsamer Fantasyschmöker, der Leser binnen der ersten Seiten zu fesseln weiß. R. J. Barker überzeugt neben seinem außergewöhnlichen Schreibstil mit Ideenreichtum und spannendem Plot!

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    JenniferKriegers avatar
    JenniferKriegervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: [2/5] Die Assassinen gehen völlig unter. High Fantasy ohne Erklärungen. Langwierige, langweilige Handlung. Und eine Auflösung aus dem Nichts
    [Rezension] Die Stunde des Assassinen – R. J. Barker


    Hier geht's zur Rezension auf meinem Blog.

    Rezension
    Ich habe eine große Schwäche für Assassinen. Deshalb habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Meine Erwartungen wurden aber leider ziemlich enttäuscht. Bis zum Schluss habe ich beispielsweise nicht verstanden, warum die Charaktere ausgerechnet Assassinen sein müssen. Im gesamten Buch gibt es keine Szene, die sie nicht auch als Personen anderer Berufsgruppen wie Ritter oder Soldaten hätten lösen können. Ihr Auftrag ist, ein Leben zu retten, und nicht, eines zu nehmen. Also verbringen sie das ganze Buch damit, Informationen zu sammeln, um den Anschlag zu verhindern. Sie töten auch, ja, aber eher in Soldaten-Manier in einer blutigen Schlacht. Wer sich, so wie ich, auf ein Buch über Assassinen freut, wird bitter enttäuscht werden. Nicht einmal ihr Auftrag mutet ehrenhaft an, weil der Prinz, den sie retten sollen, ein dermaßen unsympathischer, arroganter, verzogener Bengel ist, dass ich mir fast schon gewünscht habe, sie würden scheitern, einfach damit er stirbt. Der Aspekt der Assassinen geht in diesem Buch vollkommen verloren.

    Durch das pausenlose Sammeln der Information kommt auch keine Spannung auf. Girton und sein Meister schleichen sich ganz zu Beginn in der Burg ein und verbringen die folgenden 400 Seiten damit, mögliche Verdächtige zu beobachten. In der ersten Hälfte des Buches werden lediglich immer und immer mehr mögliche Auftraggeber des Meuchelmörders vorgestellt, ohne dass sie genauer überwacht werden und ohne dass ihnen überhaupt in irgendeiner Art vermehrte Aufmerksamkeit zukommt. In der zweiten Hälfte spielt fast nur noch Girtons Privatleben eine Rolle. Da mir aber auch die Bindung zu den Charakteren gefehlt hat, fand ich es nicht interessanter, stattdessen etwas über die Figuren zu lernen. Zum Großteil las sich das Buch wie eine unendliche Einleitung, in der immer mehr Charaktere vorgestellt und in der Grundinformationen für den Rest der Geschichte gesammelt werden. Dabei wird die High Fantasy Welt aber fast völlig ignoriert, sodass es kaum Erklärungen zum Setting gibt und auch die immer mal angerissene Magie wird nicht näher erläutert. Damit war das Buch leider sehr langweilig.

    Mit der finalen Auflösung des Komplotts konnte ich dann auch nichts anfangen. Ich habe sie schlichtweg nicht verstanden. Gemeinsam mit Girton bin ich immer noch völlig im Dunklen getappt, als sein Meister aus heiterem Himmel die gesamten Intrigen aufgelöst hat. Es waren eine Menge Figuren beteiligt, die bis dahin kaum aufgetreten waren, gesetzeswidrige Machenschaften wurden aufgedeckt, von denen Girton überhaupt nichts mitbekommen hat, und Magie spielte irgendwie auch noch eine Rolle. Es ist eine Mischung aus allen möglichen Intrigen und Machtkämpfen, die zum Teil nicht einmal miteinander zusammen hängen, und zusammen ein riesiges Komplott bilden. Grundsätzlich ist gegen Komplexität natürlich nichts einzuwenden, aber hier kam die Erklärung wirklich aus heiterem Himmel. Schlussendlich war es ein Komplott, auf das es kaum bis keine Hinweise gab, weil Girtons Meister die eigentliche Ermittlungsarbeit geleistet und ihn (und damit auch den Leser) aber nicht auf dem Laufenden gehalten hat. Während hat sich Girton eigentlich nur seine Zeit vertrieben, Freunde gefunden und sich in das erste Mädchen verliebt, das er gesehen hat. Aus der Perspektive des Meisters wäre das Buch vielleicht spannend gewesen, Girton dagegen hat mich eher gelangweilt.

    Fazit
    Ich hatte mich auf eine Assassinen-Geschichte in einer High Fantasy Welt gefreut. Bekommen habe ich leider nichts davon. Dass Girton und sein Meister Assassinen sind, geht in dem Buch völlig unter, weil sie lediglich Informationen sammeln, um das Leben einer absolut ätzenden Figur zu retten, die ich am liebsten sterben sehen wollte. Zudem war die Geschichte langwierig und las sich wie eine unendliche Einleitung. Die Auflösung am Ende kommt aus heiterem Himmel und ohne Hinweise, da der Meister das Komplott durchschaut hat, während Girton, der Erzähler, damit beschäftigt war, ein Mädchen anzuschmachten. „Die Stunde des Assassinen“ hat eine interessante Grundkonstellation, war aber leider in Summe so langweilig, dass ich nur zwei Schreibfedern vergebe.

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 8 Monaten
    Rezension zu "Die Stunde der Assassinen"

    Girton wächst als Sklave auf. Als er mit 6 Jahren auf dem Markt verkauft wird, will ihn keiner haben. Denn der Junge hat einen Klumpfuß. Doch er hat Glück und eine Frau kauft ihn.

    Sie stellt sich als Assassine heraus. Durch viele Jahre und lange harte Arbeit bildet sie Girton auch als Assassine aus.

    Eines Tages werden sie an den Königshof gerufen. Der Thronfolger ist in Gefahr und die beiden sollen einen weiteren Assassinen, der auf ihn angesetzt ist, aufspüren und eliminieren. Doch nicht nur einer ist hinter dem Königssohn her. Viele wollen seinen Tod sehen.

    „Die Stunde des Assassinen“ ist der Auftakt einer Serie aus der Feder des Autors R. J. Barker.

    Das Cover selbst ist schon mal ein Hingucker. Obwohl mir die Klamotten der Figur nicht gerade für Assassinen tauglich erscheinen und ich mich frage, wo der Bogen zu den Pfeilen ist.

    Die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken ist kurz, verspricht aber trotzdem ein spannendes Buch.

    Die Hauptfiguren selbst sind schon nicht ganz die Norm. Girton hat als Assassine einen Klumpfuß und muss lernen damit umzugehen. Sein Meister ist eine Frau, was auch nicht ganz üblich ist. Die Punkte fand ich eigentlich sehr gelungen.

    Mit dem Rest des Werkes hatte ich dann allerdings so meine Probleme. Es tauchen unendlich viele Personen auf. Und die meisten davon wollen dem Thronfolger an den Kragen. Es gibt so viele Intrigen und Verschwörungen, dass man fast nicht mehr durchblickt, wer jetzt was gegen wen hat. Es war mir einfach zu viel des Guten.

    Dazu kommt, dass ich eigentlich eine Geschichte über Assassinen erwartet hatte. Immerhin verspricht dies die Inhaltsangabe des Buches. Doch irgendwie bekam man wenig bis gar nichts in Sachen Assassinen Arbeit mit. Für mich war es am Ende eher ein detektivisches Duo, das bei Königs ermittelte. Im Grunde nicht schlecht, aber eben nicht, was ich von der Story erwartet habe.

    Die eigentliche Welt erscheint sehr düster und interessant. Jedoch spielt sich fast alles an einem Ort ab, was ich auch etwas schade finde. Kann allerdings noch sein, dass die weiteren Bände an anderen Orten spielen und es dann doch noch in der Hinsicht interessant wird.

    Was mir auch zu viel war, waren die ganzen Rückblicke von Girton in seine Kindheit und Ausbildung. Es war mir einfach zu langatmig. Man hätte das alles Kürzen können, dann wäre an den Stellen auch nicht so viel Luft aus der Spannung genommen worden, die ohnehin nicht sehr hoch war.

    Für 4 Sterne konnte mich der Inhalt nicht ganz überzeugen. Da der Band zwar der Start einer Serie ist, sich eigentlich aber abgeschlossen anfühlt, weiß ich noch nicht, ob ich den nächsten Teil noch lesen werde.

    Man kann das Buch lesen, wenn man die Assassinen komplett weg nimmt und vielleicht Krieger daraus macht. Würde dann wohl auch besser passen. Und wenn man Fan von ausufernden Intrigen ist. Vor allem, kann man nach diesem Band aufhören. Zumal es eh nicht wirklich erkennbar ist, dass es ein Mehrteiler sein soll. Nur im Innenteil kann man erkennen, dass der Originaltitel „Age of Assassins – The Wounded Kingdom Book 1“ ist. Kann ein nächster Teil kommen … muss aber nicht.

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    phantastische_fluchtens avatar
    phantastische_fluchtenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: das Buch wurde ungerechtfertigt schlecht bewertet.
    Spannend und anders als erwartet

    Die ersten sechs Jahre seines Lebens verbringt Girton als Sklave. Sein Leben besteht nur aus Angst, Hunger, Kälte und Schlägen. Sogar unter den Sklaven ist er noch minderwertig, denn er ist ein Krüppel, kaum wert, dass man ihn am Leben erhält.

    Auf der Sklavenauktion kommt er als letztes auf den Auktionsblock, niemand will den kleinen, halb verhungerten Krüppel kaufen. Bis sein Meister erscheint. Sie ist es, die ihm seinen Namen und etwas Würde gibt und er dankt es ihr mit abgöttischer Liebe und tiefer Treue.

    Merela Karn ist ein Meisterassassine und bildet ihren neuen Schüler ebenfalls zum Assassinen aus. Kampfkunst, Geschichte, Politik, Geografie, er saugt alles wie ein Verhungernder auf und er reift zu einem flinken, begabten jungen Mann heran.

    Ihr neuer Auftrag bringt die beiden Berufsmörder in große Gefahr und an die Grenzen ihrer Fähigkeiten. Sie tappen in eine Falle und werden gezwungen, für Königin Adran zu arbeiten, die befürchtet, dass jemand einen Anschlag auf ihren Sohn Aydor plant. Aydor, der Thronfolger,  ist nicht sehr beliebt bei Hofe und es gibt ausreichend Konkurrenz um den Thron, so dass die Sorge der Königin durchaus berechtigt ist. Und wie kann man sich besser eines Assassinen erwehren, als einen Assassinen auf ihn anzusetzen.

    Um das Leben ihres Schützlings zu retten, nimmt Merela den Auftrag, der gegen jeglichen Berufsethos der Mördergilde verstößt, an und bald finden sich die beiden in einem Sumpf politischer Intrigen wieder.

    Kommentar:

    Eigentlich wollte ich anmerken, dass zu diesem Buch eine Landkarte fehlt. Aber sie ist nicht notwendig, da über 90% der Handlung in der Burg Maniyadoc und deren Umgebung spielen. Das mag langweilig klingen aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Geschichte hat mich vom ersten Moment an gepackt und in ihren Bann gezogen. Das liegt unter anderem daran, dass die beiden Protagonisten sich von den typischen Helden der Fantasy unterscheiden.

    Merela Karns Vergangenheit liegt im Dunkeln. Etwas verbindet sie mit er Königin, so dass diese die Möglichkeit hat, Merela zu erpressen und zu diesem unwillkommenen und ehrlosen Auftrag zu zwingen. Girton ist ein Faustpfand, der Junge wäre allerdings auf jeden Fall bei seinem Meister geblieben, denn er kennt nur das Leben an dessen Seite.

    In der Burg bleibt er ein Außenseiter und auf Grund seines Klumpfußes wird er verspottet und verachtet. Für Girton ist der Umgang mit den Gleichaltrogen nicht einfach, hat er doch nie gelernt, mit Menschen zu interagieren. Er muss seine Fähigkeiten vor den anderen Knappen verbergen, niemand darf wissen, dass sich Assassinen in der Burg befinden. Er spioniert für seinen Meister die Stimmung unter den Knappen aus. Jeder unterschätzt den verkrüppelten Jungen, so dass er unbeachtet seiner Tätigkeit nachgehen kann.

    Es ist das erste Mal, dass er ohne seinen Meister handeln muss, zu Beginn fühlt er sich sehr einsam, doch bald findet er zwei Freunde in der Burg, die ihm eine andere Seite des Lebens zeigen.

    Es ist rührend zu lesen, wie sich Girton nach Freundschaft sehnt, wie tief seine Einsamkeit sitzt und wie er aufblüht, als er sich verliebt. Der Autor schildert dies mit sehr intensiven und eindringlichen Worten, der Leser kann sich dieser aufkeimenden Freude des Jungen nicht verschließen. Allerdings führt dieses "sich der Welt öffnen" zu ersten Konflikten mit seinem Meister, die erkennen muss, dass ihr Schützling langsam flügge wird.

    Die politischen Intrigen verwirren die beiden Assassinen zusehends. Verschiedene Parteien innerhalb der Burg sammeln Anhänger um sich, der König liegt im Sterben und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Kampf um die Nachfolge entbrennt. Es ist die Wahl zwischen Pest und Cholera. Als Girton jedoch ein Geheimnis zu Ohren kommt, entscheidet er sich, zu handeln und er zieht Merela in die Ereignisse mit hinein, Obwohl sie erkennt, dass ihrer beider  Leben durch  ihre  Handlungen in Gefahr gerät, unterstützt sie Girton und lässt ihre unmenschliche Maske fallen. Letztendlich ist sie auch nur eine Frau, die aus Liebe zu ihrem Ziehsohn handelt.

    Für ein Erstlingswerk ist die Geschichte sprachlich sehr ausgereift und der Plot sehr spannend. R.J. Barker erzählt routiniert und gekonnt die Geschichte zweier Außenseiter, alles fügt sich logisch und glaubhaft ineinander. Die Geschichte wird aus der Sicht von Girton erzählt, der über eine gewisse Ironie und einen trockenen Humor verfügt.

    Über die Welt erfährt der Leser nicht sonderlich viel.  Nur, dass ein Zauberer sie fast zerstört hätte und Zauberei seither verboten ist. Jeder, der mit Anzeichen von Magie geboren wird, ist des Todes. Das Blut der Opfer wird dem Land zugeführt um es zu heilen. Das Leben auf dieser Welt ist schwierig, teilweise besteht sie nur aus Ödnis oder Fäulnis, Anbauflächen und somit Lebensmittel sind knapp, die Bevölkerung leidet oft Hunger. Es ist eine mittelalterliche Welt, in der das Recht des Stärkeren zählt und die Reichen die Armen ausbeuten.

    Diese Rahmeninformationen reichen aber aus, um die Geschichte und die Handlungen der Protagonisten zu verstehen.

    Das Cover ist etwas plakativ, zieht aber die Aufmerksamkeit auf sich.

    Für mich war dieses Buch eine angenehme Entdeckung und eine positive Überraschung. Es handelt sich um einen Einzelband. Ein Lob an den Autor, wann findet man heutzutage noch einen Autor, der es schafft, in einem Band eine ganze Geschichte zu erzählen und zu einem logischen Ende zu führen. Die negativen Rezensionen auf Amazon kann ich nicht nachvollziehen. Sicherlich sprüht dieser Band nicht vor Action aber die Personen sind glaubhaft und die Geschichte spannend.

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    Sabriiina_Ks avatar
    Sabriiina_Kvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Leider bekommt man durch den Klappentext eine falsche Vorstellung von der Handlung...
    Ein etwas irreführender Klappentext…

    *Man hat leider nicht ganz das bekommen, was versprochen wurde*

    Seit es die Spiele Assassins Creed gibt, bin ich ein großer Fan von Assassinen Geschichten. Ich finde sie sehr geheimnisvoll und elegant. Wie sie auf Dächern rennen, sich sehr gut tarnen und im Verborgenen agieren um dann lautlos zuzuschlagen. Ich war darum auch besonders neugierig auf die Handlung, da es ja laut Klappentext darum gehen sollte, dass Assassinen einen anderen Assassinen finden und aus dem Verkehr ziehen sollen. Ich habe mir dementsprechend viel Spannung und viel Action mit Kämpfen erwartet.
    Leider wurden meine Erwartungen diesbezüglich eher enttäuscht.
    Der Leser begleitet Girton, einen Assassinen mit einem Klumpfuß und seinen Meister nicht dabei, wie sie einen Assassinen in einer atemlosen Jagd über die Dächer der Stadt verfolgen, sondern wie sie zu Detektiven werden und im Königshaus ermitteln, um an den Auftraggeber des engagierten Assassinen heranzukommen. Diese Grundhandlung hat meine Lesefreude leider schon ab dem ersten Viertel des Buches sehr gebremst, da sich die Hauptfiguren einfach nicht so verhalten haben, wie ich mir Assassinen bisher vorgestellt habe. Ich glaube an dieser Stelle hätten Girton und sein Meister auch ganz normale Krieger sein können. Zudem fehlten mir leider die wirklich fesselnden Kämpfe sowie spannende Flucht- und Jagdszenen. Es dümpelte alles, besonders in der Mitte des Buches, so vor sich hin.
    Was mir an dieser Geschichte aber sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil und die Konstruktion der Welt an sich. Die bildhaften Beschreibungen der Landschaft, der Gerüche und der Szenerien ließen vor meinem Auge ein wirklich gutes Bild von einer mittelalterlichen Stadt entstehen. Auch die beiden Protagonisten Girton und sein Meister waren gut beschrieben, auch wenn mir hier und da noch ein paar Details gefehlt haben. Ich fand Girton jedenfalls relativ sympathisch, da man merkte, dass er alles andere als ein perfekter Hauptcharakter ist, der auch mit seinen Schwächen umgehen muss. Besonders interessant fand ich bei ihm die „Zwischenspiele“ zu lesen, in denen es um Girtons Kindheit und seine Ausbildung als Assassine ging. So konnte ich mich noch besser in ihn hineinversetzen.

    Mein Fazit:
    Der Klappentext führt den Leser hier leider ziemlich in die Irre und verspricht eine Handlung, die im Buch allerdings keine zentrale Rolle spielt. Dadurch bekommt man als Leser leider einfach eine falsche Erwartungshaltung. Davon abgesehen gefielen mir die Geschichte und die Charaktere recht gut, auch wenn es mich eher an einen Detektivroman als ein Buch über Assassinen erinnert hat. Dazu hätte das Buch deutlich spannender und actiongeladener sein müssen.
    Ich gebe dem Buch deshalb 3 von 5 möglichen Büchern!

    Lest fleißig,
    eure Sabrina

    Diese und viele weitere Rezis findet ihr wie immer auf meinem Blog
    http://komm-mit-ins-buecherwunderland.blogspot.de/

    Ich freue mich sehr auf euren Besuch! :)


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    hiddenbookparadises avatar
    hiddenbookparadisevor 8 Monaten
    Das Gegenteil einer typischen Assassinengeschichte

    Heißt es: „Willst du einen Assassinen töten, schicke einen Assassinen“, dann erwartet man eine spannende und gar düstere Geschichte, die man mit Faszination verfolgt. Hier war eher das Gegenteil der Fall.

     

    Girton ist ein Assassine, jedoch beeinträchtigt durch seinen Klumpfuß. Dennoch würde man ihm dies in seinem Element nie anmerken, zumal sein Meister eine der berüchtigtsten Assassinen ist. Doch als Girton und sie zum königlichen Hof gelockt werden, um ein Attentat auf den Kronprinzen zu verhindern, darf er keinen Gebrauch von seinen Fähigkeiten machen, sondern muss bewusst seine Schwächen offenbaren. Während sie versuchen, den Attentäter ausfindig zu machen, geraten sie unweigerlich in eine viel größere Verschwörung hinein.

     

    Schon nachdem der Auslöser der Handlung in den ersten Seiten aufkam, konnte ich mich nicht mehr für das Buch begeistern und schien es auch weiterhin so zu bleiben. Über die Lektüre hinweg bleibt die Geschichte stets zu karg mit zu wenig Inhalt für die vielen Seiten. Meinem Gefühl nach hätte die Handlung lediglich eine Nebenhandlung und ein begleitendes Erlebnis in einem Buch sein können, doch in diesem Umfang kein ganzer Band. An sich ist es eine solide Idee, die jedoch auch gänzlich ohne Assassinen funktioniert hätte, wenn man bedenkt, dass diese kaum vorkamen. Eher liegt das Augenmerk auf Magie und Intrigen in dieser Welt. Vielleicht wäre es eine interessante Welt, doch konnte ich mir zu keinem Zeitpunkt ein ausgestaltetes Bild vorstellen, denn das durch die Magie tote Land – ein Aspekt den man viel besser hätte ausbauen und den Blick darauf richten können – wird stets betrachtet und erwähnt, sodass es recht verwirrend sein kann, wenn doch alles in der Umgebung größtenteils grün ist. Im Allgemeinen gibt es recht wenig Information zu der Welt an sich. Möglicherweise mag man den Namen des Landes kennen, wenngleich er nicht gut zu merken ist und eine Karte ganz hilfreich wäre. Auch weiß man, dass ein Konflikt vorherrscht. Ab und an erfährt man etwas aus der Vergangenheit und dem damit zusammenhängenden Gebrauch der Magie, aber alles ist zu grob umrissen. Die Welt ist ohne großartige Tiefe, wodurch das Buch noch länger erscheint.

     

    Auch die Charaktere können hier nicht abhelfen. Es gibt Bücher, in denen es die Figuren sind, die einen fesseln und deren Werdegang man miterleben möchte. Hierbei sind die Charaktere lediglich eine graue Masse. Weder sind sie außergewöhnlich noch gibt es Etwas, das sie in Erinnerung bleiben lässt. Griton und sein Meister wirken teils nicht recht wie Assassinen, da sie sich als jene nicht gerade unauffällig  verhalten. Viele der Jugendlichen sind klischeehaft bösartig zu Griton aufgrund seiner Behinderung. Und schlichtweg kennt man kaum etwas von ihnen, die kleinen Details, die ihren Charakter bilden, bleiben unerwähnt. Lediglich Girtons Vergangenheit bekommt man in kurzen Rückblicken erzählt, wobei man diese schlussendlich nicht notwendig sind und in zwei Seiten könnte man sie komprimieren.


    Der Schreibstil ist hingegen solide und gut zu lesen, weshalb manche Stellen trotz der Langatmigkeit schnell zu lesen sind. Dennoch kann er nicht davon ablenken, dass es gar keine besonders überraschenden Wendungen gibt und vermeintlich große Enthüllungen werden als gewaltig angesehen, dabei weiß man diese schon seit dutzenden Seiten und wundert sich nur, da der betroffene Charakter die Information aktiv mitgehört hatte. Oder anscheinend eher weniger aktiv. Außerdem gibt es seltsamerweise einen Sprung im Buch, nach welchem die Charaktere plötzlich anders auftreten und die Geschichte ohne Grund eine neue Atmosphäre bekommt. Davon abgesehen was das Ende unterhaltsamer und so musste man sich nicht auch noch über die letzten Kapitel quälen.

     

    Zusammenfassend war es eine für mich sehr simple und stumpfe Erzählung, die bei mir keinerlei Eindruck hinterlassen hat. Man hat so wenig bekommen, dass man sich nicht einmal eine richtige Meinung aus diesen losen Fäden bilden kann. Leider war es schlichtweg ein Buch, das mich nicht mitreißen konnte und  lieber hätte ich meine Zeit mit einer anderen Lektüre verbracht.

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    Haliaxvor 9 Monaten
    Ermittlungen im Königshaus.

    Girton und sein Assassinenmeister Merela Karn werden zum Königshaus gerufen, um einen Mordkomplott aufzudecken. Man munkelt, dass der Kronprinz durch die Hand eines Assassinen den Tod finden soll. Die Königin zwingt Merela und Girton ihr bei der Suche nach dem Auftraggeber zu helfen. Ihre verdeckten Ermittlungen geben ihnen einen besseren Einblick in die Abgründe der Burg Maniyadoc und zeigen ihnen auch die dunklen Seiten, die sich hinter den dicken Mauern verbergen.

    Die Stunde des Assassinen von R.J Barker wirbt mit dem Slogan „Willst du einen Assassinen töten, schicke einen Assassinen“ und ich glaube, dass es den falschen Inhalt vermittelt. Darunter stelle ich mir eine actiongeladene Jagd nach einem Assassinen und einigen spannenden Kämpfe vor. Jedoch hat die Geschichte weniger mit der Suche nach einem Assassinen zu tun, als vielmehr mit Ermittlungen in den engen Kreisen der Königsfamilie, um den Auftraggeber zu entlarven.

    Die beiden Protagonisten nehmen eine falsche Identität an, schnüffeln in der Burg und suchen nach brauchbaren Hinweisen. Es hat Spaß gemacht bei den Ermittlungsarbeiten dabei zu sein. Hinweise wurden immer Stück für Stück hinzugegeben, bis am Ende ein ganzes Bild zustande kommt und der Übeltäter entlarvt wird. Obwohl die Geschichte ihre Höhepunkte hat, hat mir zwischendurch etwas Action gefehlt.
    Die Grausamkeit dieser Welt hat mich besonders schockiert. Eine Welt, die durch den Einsatz von Magie sehr gelitten hat und diese düstere Stimmung an die Lebewesen übertragen hat. Es ist definitiv keine Welt, in die ich freiwillig reisen würde.

    Girton ist nicht von Beginn sympathisch. Man erwärmt sich mit seinem Charakter erst im Verlauf der Geschichte, was keinesfalls einen Nachteil darstellt. Durch die falsche Identität kommen seine Unsicherheiten zum Vorschein, die mich sofort weichgekocht haben. Es zeigt deutlich, dass auch ein Assassine seine Schwachstellen hat.

    Fazit
    Eine interessante Geschichte, die durch die einnehmenden Ermittlungen und den überzeugenden Charakteren an Leben gewinnt. Im mittleren Teil des Buches hat die Spannung gefehlt und konnte mich deswegen nur teilweise fesseln. Durch den Slogan wird leider eine andere Geschichte vermittelt, die zu einer falschen Erwartungshaltung führen kann. 

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