Raúl Argemí Chamäleon Cacho

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Inhaltsangabe zu „Chamäleon Cacho“ von Raúl Argemí

Alles ist wie ausgelöscht, als der Journalist Manuel Carraspique nach einem schweren Verkehrsunfall aus dem Koma erwacht. Man hat ihn ins Krankenhaus eines argentinischen Provinznestes gebracht, wo er, ans Krankenbett gefesselt, vor sich hin deliriert. Bis er begreift, wer im Bett neben ihm liegt: ein bis zur Unkenntlichkeit entstellter indianischer Exorzist, der im Wahn seine Familie niedergemetzelt haben soll.
Manuel wittert die Story seines Lebens und bringt seinen Bettnachbarn zum Reden. Haarsträubendes kommt ans Licht, und immer wieder fällt der Name 'Cacho' - ein Priester, ein Dealer, ein während der Diktatur gefürchteter General? Ein atemberaubendes Verwirrspiel nimmt seinen Lauf, bei dem die Grenzen zwischen Erinnern und Vergessen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu verwischen drohen.
Dies ist der bewusst gewählte Erzählstil eines Autors, der in der Zeit der Militärdiktatur selbst zehn Jahre lang politischer Gefangener war.

Sehr undurchsichtig bis zum Schluss, spannend und interessant.

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  • Rezension zu "Chamäleon Cacho" von Raúl Argemí

    Chamäleon Cacho

    Gospelsinger

    02. January 2011 um 16:33

    In einem argentinischen Provinzhospital erwacht ein Journalist nach einem Verkehrsunfall, unfähig, sich zu bewegen und vollgepumpt mit Medikamenten. Im Nebenbett liegt ein bis zur Unkenntlichkeit verbrannter indianischer Exorzist, der anfängt, im Delirium zu reden. Ein gefundenes Fressen für einen Journalisten, denn die Rede ist von Cacho, genannt „Das Chamäleon“, einem Schwerverbrecher, der die Namen und Identitäten wechselt wie andere ihr Hemd. Ist der Sterbende es vielleicht sogar selbst? Ich fand die Geschichte erst einmal völlig verwirrend. Im Delirium über unterschiedliche Personen und über unterschiedliche Identitäten des Chamäleons Erzähltes wechselt so schnell mit der Beschreibung der Gegenwart, dass ich beim Lesen manchmal selbst das Gefühl hatte, im Delirium zu sein. Aus dem ich am Ende mit einem Knall erwachte, so überraschend ist es. Und plötzlich wurde alles Vorhergehende verständlich. Ein etwas anderer und sehr raffiniert geschriebener Krimi, der so ganz nebenbei die Probleme der argentinischen Gesellschaft andeutet.

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