3,5 Sterne
Die drei Freunde Clem, Zara und Ash sind Mitglieder des Londoner Schatzsucher-Clubs, sogenannte Schlammlerchen. Bewaffnet mit Schaufel und Eimer gehen sie jeden Samstag an der Themse auf die Suche nach Schätzen, die ans Ufer geschwemmt wurden. Die drei Kinder können sich keine schönere Beschäftigung vorstellen. Es ist jedes Mal einfach absolut magisch! Nicht nur Schätze warten am Ufer darauf gefunden zu werden, sondern auch Geschichten. Vor allem Clem ist eine begnadete Schatzsucherin, ihren Adleraugen entgeht nichts. Eines Tages zieht sie etwas ganz Besonders aus dem Schlamm. Zu dem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ist. Auf einmal beginnt in London das Chaos auszubrechen. Das Wetter spielt verrückt, heftige Erdbeben erschüttern die Stadt und die Themse beginnt sich immer sonderbarer zu verhalten. Nur der Schlammladenbesitzer Oswald scheint zu wissen, was los ist. Als er den Freunden von seiner Vermutung erzählt, steht für die drei schnell fest, dass sie sich in den schäumenden Fluss wagen müssen. Ob sie ihre Heimatstadt wohl retten können?
Nachdem mich Katya Balen bereits mit ihrem Roman „October, October“ begeistern konnte, war meine Neugier schnell geweckt, als ich von ihrem neuen Werk „Der Schatzsucher-Club von der Themse – Die geheime Stadt“ hörte. Das Cover hat mich direkt angelacht (sieht es nicht toll aus?) und die Geschichte dahinter klang nach einer ziemlich abenteuerlichen und skurrilen Lektüre – also genau mein Ding! Abenteuerlich und skurril habe ich auch bekommen – für meinen Geschmack schon ein wenig zu viel des Guten.
Wer hier ein Buch im Stil von „October, October“ erwartet, wird wahrscheinlich überrascht sein (oder vielleicht auch enttäuscht). Katya Balen stellt zweifellos unter Beweis, dass sie eine sehr vielseitige Autorin ist und neben poetisch und bewegend auch sehr spaßige Geschichten schreiben kann. Mit einer ordentlichen Portion Humor und Fantasie erzählt die britische Autorin ein turbulentes (Unterwasser)-Abenteuer, das auch Lesemuffel zu fesseln vermag. Durch die schlanke Seitenzahl, die kurzen Kapitel und die reiche Bebilderung ist das Buch flott gelesen und durchaus auch für Erwachsene unterhaltsam. Katya Balen hat hier eine sehr kreative Welt erschaffen, die vor schrägen Details und Einfallsreichtum nur so sprüht. Vor allem die zahlreichen Fisch-Wortspiele sind genial wie Guppingham Palace oder Britfish Library. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle auch der Übersetzerin Birgitt Kollmann, die den wortwtzigen Text so gekonnt ins Deutsche übertragen hat.
Kinder werden die Ideen in diesem Buch garantiert lieben, vor allem für Leser*innen aus London wird es ein großes Vergnügen sein, da sie die Anspielungen auf die Metropole natürlich am besten verstehen. Aber auch für Nicht-Kenner bietet das erste Abenteuer der drei Schatzsucher Clem, Zara und Ash spannende Unterhaltung. Die drei Freunde sind ein tolles Team. Ziemlich verschieden und nicht immer einer Meinung, aber gerade das macht sie so sympathisch und unschlagbar.
Auch mit den Nebenfiguren hat die Autorin echte Unikate kreiert, die für einige vergnügliche Momente sorgen. Und ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wichtige Botschaften über Klimawandel, Umweltverschmutzung, Freundschaft und Zusammenhalt, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen.
Begleitet wird die Handlung von vielen charmanten und detailreichen schwarz-weiß Illustrationen von Rachael Dean, die das Erzählte perfekt ergänzen. Das Ende ist abgeschlossen, lässt aber reichlich Spielraum für weitere Bände. Auf Englisch gibt es sogar schon zwei Fortsetzungen. Ob ich die Reihe aber weiterverfolgen werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Mir hat dieser Band gefallen, aber so richtig überspringen wollte der Funke dann irgendwie doch nicht.
Fazit: „Der Schatzsucher-Club von der Themse – Die geheime Stadt“ ist ein rasantes, witziges und ziemlich verrücktes Abenteuer, das auf eine fantasievolle Weise das Thema Umweltschutz behandelt. Ein origineller Auftakt einer ungewöhnlichen Kinderbuchreihe ab 8 Jahren. Auch wenn ich mir etwas mehr erhofft habe, habe ich das Buch gerne gelesen und kann es sehr empfehlen. Von mir gibt es 3,5 – hier gerundet auf 4 von 5 Sternen!
Rachael Dean
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Rachael Dean
Der Zauber der Worte
Der Schatzsucher-Club von der Themse
Neue Rezensionen zu Rachael Dean
In dem Kinderbuch Zauber der Worte von Helen Mortimer & Rachael Dean geht es um William, der mit seinen Eltern über dem Buchladen der Familie wohnt.Die Buchhandlung Wortewunderland muss bald schließen, weil nicht mehr so viele Kunden in den Laden kommen, um etwas zu kaufen. Um mehr Kunden anzulocken, bastelt William ein Rentier für das Schaufenster. In der nächsten Nacht erwacht das Rentier, das William gebaut hat, zum Leben. Es nimmt William mit auf einen Flug über die Stadt.
Hoch in der Luft rufen sie schöne Worte und schaffen so ein Weihnachtswunder...
Persönliche Meinung:
Ich habe schon lange kein so gutes Kinderbuch mehr gelesen, in dem mit einfachen Worten das Wunder von Weihnachten erklärt wird. Die Seiten sind sehr schön gestaltet und illustriert. Ich fand die Geschichte spannend geschrieben, nicht zu kurz aber auch nicht zu lang.Ein gutes Vorlesebuch für die KITA Gruppe, ich würde es für Kinder ab drei Jahren empfehlen.
Fazit
Ein tolles Weihnachtsbuch, das ich jedem empfehlen kann, der noch auf der Suche nach einer einfachen, liebevoll gestalteten Geschichte ist.
Das Buch bekommt von mir fünf Sterne.
Eine ganz andere Weihnachtsgeschichte mit viel Herz und Magie.
Tolle Bilder, auf denen es kleine Details zu entdecken gibt. Nicht zu viel Text, ab drei Jahren kann man es durchaus vorlesen.
Für Menschen wie mich, die Bücher über alles lieben und wie Schätze behandeln, genau das Richtige. Ich freue mich schon darauf, es meiner Tochter und meiner Kita-Gruppe im Winter vorzulesen.





