Rachel Cusk Transit

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Inhaltsangabe zu „Transit“ von Rachel Cusk

<p>„Eine Übergangsphase“ prophezeit ihr eine astrologische Spam-Mail. Und tatsächlich verändert sich für die Schriftstellerin Faye gerade vieles: Nach einer kräftezehrenden Scheidung ist sie mit ihren beiden Söhnen zurück nach London gezogen und hat bei der Suche nach einer Wohnung einem Gefühl nachgegeben, das augenblicklich verschwand. Anders als die heruntergekommene Haushälfte, die sie jetzt ihr Eigen nennt. Sie lebt auf einer Baustelle, täglich ereignet sich eine kleine Katastrophe, während sie sich einem Ort anzunähern versucht, den sie schon einmal Heimat nannte. Sie trifft Freunde von früher und knüpft neue Bekanntschaften, sie erfährt von den Schicksalen und Krisen der anderen, spricht über Wahlfreiheiten und Notwendigkeiten und gelangt nach und nach zu einer weitreichenden Erkenntnis, die alles auf den Kopf stellt. </p> <p><strong>Wie können wir uns darin einrichten, wenn wir dem eigenen Leben zugleich entfliehen wollen? Mit Scharfsinn und Witz erzählt <em>Transit</em> von vertrackten Sehnsüchten, entscheidenden Momenten und dem Rätsel persönlicher Veränderung.</strong></p>

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    Transit
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    08. May 2017 um 12:34

    Transit – Durchreise, Passage, vielleicht auch Übergang. Auch: der Vorbeizug eines Himmelskörpers. Wie schon bei Rachel Cusks letztem Buch „Outline“, darf man den Titel gerne als Leitmotiv für den Roman nehmen. Faye, die Autorin in mittleren Jahren, die wir aus dem Vorgänger bereits kennen, Mutter zweier Söhne, die in beiden Büchern jeweils nur in besorgniserregenden Anrufen vorkommen, geschieden, und zwar nicht, wie man das oft so schön sagt, in gegenseitigem Einvernehmen, sondern, wir spüren es, auch wenn es nirgends thematisiert wird, mit einigen Blessuren einhergehend, diese Faye ist auch in „Transit“ die Erzählerin und das Zentrum des Romans. Auch von der grundlegenden Struktur ähneln sich die beiden Bücher sehr – sind sie doch auch Teil einer geplanten Trilogie. Faye begegnet unterschiedlichen Menschen, Handwerkern, ihrem Friseur, ihren Studenten, Kollegen, Freundinnen, einem ehemaligen Geliebten, und kommt mit ihnen ins Gespräch. Vielmehr, sie lässt sie erzählen, ist geduldige, manchmal ermunternde, manchmal nachfragende Zuhörerin. Die Gesprächspartner öffnen sich bereitwillig, erzählen oft aus ihrem Leben, holen kleine Geschichten hervor. Faye selbst bleibt im Hintergrund. Von ihren Gedanken, Gefühlen, Ansichten erfahren wir, wenn überhaupt, nur indirekt. Darin ähneln sich beide Bücher, wie gesagt, sehr. Ebenso in ihrer Klugheit und intelligenten Unterhaltsamkeit.Und doch gibt es auch Unterschiede. Transit als Leitmotiv scheint auch für Faye zu gelten. Haben wir sie in „Outline“ auf einer Reise nach Athen begleitet, die sich ein wenig auch wie eine Flucht vor den Verwüstungen, die die Scheidung mit ihr angerichtet hat, anfühlte, so ist sie nun zurück in London. Sie bezieht mit den Söhnen ein Haus, das sie auf Rat eines Freundes in einer „guten Gegend“ gekauft hat. Leider erweist es sich, das Budget war begrenzt, als eine ziemliche Bruchbude. Nahezu baufällig, zudem mit Untermietern versehen, die dort schon seit Jahrzehnten in Souterrain wohnen, oder besser gesagt, hausen. Deren Gartenanteil ist völlig zugemüllt, die Wohnung verdreckt und, das ist beinahe das Schlimmste, beide ausgesprochen unsympathisch, vulgär und streitlustig. Begegnungen mit ihnen ziehen sich als wiederkehrende Motive genauso durch den Roman wie hilfesuchende Anrufe ihrer Söhne, die für die Zeit der dringend anstehenden Renovierung beim Vater wohnen. In beiden Fällen erweist sich Faye als ausgesprochen passiv. Sie wirkt wie eine Frau, deren Lebensmodell komplett zusammengebrochen ist, die sich mühsam ein neues zurechtbasteln muss. Von daher passt das Bild der Baustelle, des völlig baufälligen Hauses, der feindlich gesinnten Mitbewohner sehr gut.Beschäftigt man sich ein wenig mit der Vita von Rachel Cusk, findet man darin erstaunliche Übereinstimmungen. Auch sie ist geschiedene zweifache Mutter. Zudem hat sie ihre zerbrochene Ehe und die Scheidung zum Thema eines in England stark umstrittenen Buchs „Aftermath“ gemacht. Wegen ihrer Offenheit, „Obszönität“ und „Indiskretion“ wurde sie dafür in der Öffentlichkeit hart angegangen und angefeindet, zeitweise wurde ihr der Titel „meistgehasste Schriftstellerin“ zuerkannt. Eine Zeit, die die Person Rachel Cusk zutiefst erschüttert hat. Eine Erschütterung, die man auch bei ihrer Figur Faye wiederfindet. In einem Interview sagte Cusk, die Bücher wären auch ein Versuch, sich „aus dem Käfig herauszuschreiben“.Und so scheint Faye auch in „Transit“ einen Schritt weiter gekommen zu sein, bewegt sich zunehmend auf festerem Grund. Wie das baufällige Haus, setzt sie auch langsam ihr eigenes Leben instand, widersteht auch den böswilligen „Trollen“ im Untergeschoss. Bereits in „Outline“ erklärte sie die Möglichkeit der Selbstvergewisserung, der Identitätsbestimmung in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen so:"Während er sprach, sah sie sich selbst als Form, als Umriss, und alle Details legten sich von außen daran, während der Umriss selbst leer blieb. Und dennoch vermittelte ihr dieser Umriss, obwohl sein Inhalt unbekannt war, zum ersten Mal eine Ahnung davon, wer sie jetzt sein könnte."Faye mit ihrem zertrümmerten, inkongruenten inneren Selbst spiegelt sich in ihren Gesprächspartnern, die einen kurzen Blick auf ihre Leben erlauben, die aber selbst auch von Flüchtigkeit, Entfremdungen, Verletzungen erzählen, manchmal auch, wie der Friseur, kleine Alltagsphilosophien parat haben. Insgesamt erscheint Faye bei aller Zurückgenommenheit in „Transit“ doch deutlich präsenter als im vorangehenden „Outline“, auch wirkt das Buch insgesamt strukturierter. Man darf gespannt sein, wohin ihre „Durchreise“ sie im dritten und abschließenden Band führt.Rachel Cusk hat mit ihren Büchern einen wirklich originellen Versuch der Identitätsbestimmung einer Frau gewagt. Stilistisch elegant, vieldeutig und gerade auch wegen ihres leisen Humors sehr unterhaltsam.

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  • Lebensfragen

    Transit
    serendipity3012

    serendipity3012

    24. April 2017 um 17:56

    Lebensfragen Zu Beginn bekommt Faye, eine Autorin, eine Email, vermeintlich von einer Astrologin. Man prophezeit Faye, dass sie sich in einer Übergangsphase befinde und sich in ihrem Leben viele Dinge ändern werden. Faye ist gerade nach der Trennung von ihrem Mann mit ihren Söhnen vom Land zurück nach London gezogen, aus einem Impuls heraus hat sie ein Haus gekauft, in dem noch viele Arbeiten zu erledigen sind. So lebt sie wie auf einer Baustelle. Ihre unmittelbaren Nachbarn scheinen aus unerfindlichen Gründen beschlossen haben, sie zu hassen und zu verabscheuen, es will Faye nicht gelingen, die Wogen zu glätten und zu einem besseren Verhältnis zu finden.Dieser kurze inhaltliche Abriss zu Rachel Cusks Roman „Transit“ beschreibt zwar die Situation der Protagonistin, vermittelt aber wohl trotzdem einen falschen Eindruck von diesem Roman, der nach dem im letzten Jahr erschienenen Roman „Outline“ den zweiten Teil einer Trilogie darstellt, einer „weiblichen Odyssee im 21. Jahrhundert“, wie es im Buchumschlag heißt. Wobei „Transit“ als Titel natürlich ganz wunderbar auf Fayes derzeitiges Leben passt – glaubt man der astrologischen Vorhersage, doch es bestätigt sich, dass Faye sich wohl wirklich in einer Übergangsphase befindet.Dabei bin ich durchaus froh, dass der Roman das Thema der Astrologie, die in Form einer unerwünschten Email in Fayes Leben kommt, schnell beiseite lässt: Wenn kluge, im Leben stehende Frauen sich aus heiterem Himmel Sternen und Horoskopen zuwenden, erscheint das immer erst einmal ein wenig unglaubwürdig. Auf der anderen Seite steht aber Fayes Leben und momentane Situation oftmals gar nicht im Fokus, da fast jedes Kapitel eine Begegnung mit einem jeweils anderen Menschen beschreibt, wobei es dann auch fast ausschließlich um dessen Geschichte geht. So trifft sie den Mann, den sie einst für ihren jetzigen Exmann verlassen hat und erfährt von dem Leben, das er inzwischen führt. Sie lässt sich zum ersten Mal die ergrauenden Haare färben und spricht dabei über Persönliches mit ihrem Friseur. Eine Studentin, deren Mentorin sie sein soll, schildert ihre Probleme. Und auch von den finanziellen Sorgen eines der Handwerker, die ihre Wohnung auf Vordermann bringen, erfährt sie bei einem dieser Gespräche. All diese Personen berichten ihr auffällig bereitwillig Persönliches – es gibt keine Anlaufschwierigkeiten, allem Anschein nach keine oder kaum Tabus, was daran liegt, dass Faye eine sehr gute Zuhörerin ist. Sie selbst ist es, die auf den letzten Seiten des Romans zu einem ihrer Gesprächspartner sagt, dass sie beim Zuhören mehr dazugelernt habe, als sie je für möglich gehalten hätte. Wie im ersten Roman der Trilogie ist es auch hier so, dass die Hauptfigur kaum direkt charakterisiert wird. Zwar ist sie auch gleichzeitig die Erzählerin, aber an ihren Gedanken und Gefühlen lässt sie uns kaum teilhaben. Wir lernen sie durch ihr Verhalten in den geschilderten Gesprächen kennen: Gute Zuhörer zeichnen sich dadurch aus, dass sie wie Faye kluge Fragen stellen. Es fällt aber auch auf, dass sie sich nicht zu den Problemen der anderen positioniert, keine Ratschläge erteilt, sondern bloß so etwas wie eine Hilfestellung abgibt, damit der andere selbst auf die für ihn richtige Lösung kommen kann.Rachel Cusks „Transit“ ist ein unheimlich kurzweiliger Roman, der sich mit den Lebensentwürfen seiner Protagonisten auseinandersetzt – sie alle streben danach, die richtigen Entscheidungen zu treffen und mit den Anforderungen des modernen Lebens an sie zurechtzukommen. Mittendrin Faye, in der astrologisch vorhergesagten Übergangsphase, eine kluge und feinfühlige Protagonistin, deren Ausführungen in den Dialogen, die sie führt, zu lesen, großen Spaß macht. Jedes einzelne Kapitel zieht den Leser quasi sofort hinein in das Leben der gerade charakterisierten Figur, in seine Fragen, seine Entscheidungen. Dass ich über jede dieser Figuren gern weitergelesen hätte, dass jede ihrerseits genug Stoff für eine ganz eigene Geschichte böte, spricht für diesen Roman und für seine kluge Autorin.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    29. December 2016 um 13:40

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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