Rachel Elliott

 2.6 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Flüstern mit Megafon, Critical Care Therapeutics und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rachel Elliott

Rachel ElliottFlüstern mit Megafon
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Flüstern mit Megafon
Flüstern mit Megafon
 (27)
Erschienen am 22.09.2015
Rachel ElliottFröhliche Weihnachten
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Fröhliche Weihnachten
Fröhliche Weihnachten
 (0)
Erschienen am 29.09.2014
Rachel ElliottWhispers Through a Megaphone
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Whispers Through a Megaphone
Whispers Through a Megaphone
 (0)
Erschienen am 04.08.2016
Rachel ElliottCritical Care Therapeutics
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Critical Care Therapeutics

Neue Rezensionen zu Rachel Elliott

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Archimedess avatar

Rezension zu "Flüstern mit Megafon" von Rachel Elliott

Speziell, nicht für jeden Leser, der etwas andere Roman.
Archimedesvor 3 Jahren

„ Flüstern mit Megaphone“ von Rachel Elliot, erschienen im Kein &Abel Verlag, gebundener Roman auf 399 Seiten.

Originalausgabe 2015 erschienen mit dem Titel „ Whispers Throught Megaphone“.

Ralph und Sadie Swoon führen mit ihren beiden 16 jährigen Zwillinge eine ganz normale Ehe. Miriam fühlt sich gefangen, mit der Angst, jemanden weh tun zu wollen oder zu können oder zu tun. Sie ist seit drei Jahren freiwillig eingesperrt in ihrem Haus. Als Ralph seinen 37 Geburtstag feiern muss, erwischt er seine Frau im Schrank mit Kristin, als sie sich gerade küssen. Darauf hin zieht er sich in den Wald zurück, wo er eine neue Freundin findet- Treade- eine rote Katze. Drei Tage ist er dort alleine, bis zufällig Miriam auf ihn stößt. Miriam hat noch nie mit jemanden, außer Fenella- ihre beste Freundin, über ihre Ängste gesprochen, aber zu Ralph fasst sie gleich vertrauen. Heimlich werden in Miriams Briefkasten Postkarten mit Sprüchen geworfen. Ihr Nachbar Boo Hodgkinson versucht dem Schreiber aufzulauern, aber er verpasst hin. Der Junge, der die Postkarte eingeschmissen hat, ist auch nicht der Schreiber, sondern sein älterer Bruder Matthew. Er hat ein Gespräch seiner Eltern belauscht, durch das er erfahren hat, dass Miriam seine Halbschwester ist. Sie wohnen nur 20 Kilometer entfernt und doch so weit weg, aber er will das ändern. Sadie sucht ihre alte Freundin Alison auf. Ralph sucht seine alte Freundin Julie auf- damit sind Beide quitt. Miriam lernt ihren, als verstorben geglaubten, Vater kennen und ihre zwei Halbbrüder, sowie ihre Stiefmutter. Bei Sadie und Ralph gibt es leider keine Happy End. Genauso wirr, wie meine Rezension, ist auch der Roman!

Fazit:

Nicht mein Buch. Weder der Schreibstil noch der Inhalt waren für mich überzeugend. Ich mag das Hinundher nicht. Eine Seite mit Miriams Geschichte, die nächste Seite dann Ralphs Geschichte, das ganze Buch geht so dahin. Dann die Tragödie mit der Mutter und das Verhältnis mit dem Schuldirektor und immer wieder der lesbische Einfluss, was soll das? Erst Kristin, dann Alison und dann auch noch der betrunkene Taxifahrer, etwas zuviel! Trotzdem war ich es der Autorin schuldig, dass Buch zu Ende zu lesen und Geschmäcker sind auch verschieden- Gott sei Dank!

 

 

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Wortweltens avatar

Rezension zu "Flüstern mit Megafon" von Rachel Elliott

Flüstern, etwas zu laut
Wortweltenvor 3 Jahren


Miriam spricht nicht, oder zumindest nicht laut und auch nicht mit vielen Menschen. Seit drei Jahren hat sie das Haus nicht mehr verlassen, in dem sie bei ihrer Mutter aufgewachsen ist. Eine glückliche Kindheit war es nicht, doch auch wenn ihre Mutter nicht mehr lebt, scheinen die Dämonen der Vergangenheit Miriam nicht loszulassen. Doch irgendwann, bald schon, beschließt sie, ist es Zeit, sich dem Leben zu stellen und in die Welt zurückzukehren.

Ralph hingegen hat, oberflächlich betrachtet, alles, was man sich vom Leben wünschen kann: einen zufriedenstellenden Job als Psychotherapeut, eine schöne Frau, zwei Söhne, die beide unterschiedlich mit ihrer Pubertät kämpfen, ein großes Haus, mehr oder weniger akzeptable Eltern. Oberflächlich betrachtet. Darunter bahnt sich eine Identitätskrise an, denn eigentlich gärtnert Ralph lieber, was seiner internetbesessenen Frau nur nicht fancy genug war, und überhaupt hat sie ihre eigenen Probleme, keimen in ihr doch zunehmend Gefühle für ihre beste Freundin auf. Auf dem großen Gartenfest der Familie beschließt Ralph von einem Moment auf den nächsten, eine Auszeit zu nehmen, die Familie zu verlassen, und wandert aus in den Wald, wo er bei Lagerfeuer und einer einsamen Hütte schließlich auf Miriam trifft.

Eigentlich klingt das alles nach einer sehr interessanten Geschichte, wenn Ralphs Teil und seine Identitätskrise auch ein bisschen Klischee ist. Eigentlich. Doch irgendwie hat man das Gefühl, man wird in etwas Unausgegorenes verzettelt. Die Figuren führen merkwürdige Dialoge, die man ihnen nicht so ganz als authentisch abkaufen kann, einige wirken in ihrer Skurrilität überzeichnet, nicht wirklich echt. Auch werden gern Andeutungen und Informationen wiederholt, die man nach ein paar Sätzen bereits verstanden hat, beispielsweise, dass Ralphs und Sadies Ehe nicht die glücklichste ist, ohne dass die ausführlichen Beschreibungen etwas Nennenswertes zu der Geschichte oder Erzählung beitragen.

Sprachlich ist der Roman gut ausgearbeitet und übersetzt, man gleitet hindurch und so lässt sich das Buch recht schnell lesen. Immer mal wieder kommt Spannung auf, immer mal wieder verliert sie sich jedoch auch. Die Figuren wirken recht speziell, teilweise auch egozentrisch, was die Geschichte einerseits vielschichtig und besonders wirken lässt, manchmal aber auch ein bisschen viel ist.

Flüstern mit Megafon ist ein recht netter, unterhaltsamer, aber auch nachdenklicher Roman, der jedoch seine Längen hat und an einigen Stellen etwas zu konstruiert bzw. überzeichnet und sehr unreal wirkt, um bei mir einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Gerade zu dem Titel und der Hauptfigur Miriam hätte eine etwas leisere, authentischere Erzählweise besser gepasst.

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MayOakwoods avatar

Rezension zu "Flüstern mit Megafon" von Rachel Elliott

Eine (ver)rückte Welt
MayOakwoodvor 3 Jahren

Debütroman der britischen Autorin Rachel Elliott, die bislang als Autorin von Kurzgeschichten positiv aufgefallen ist. So hat sie u.a. den „Dundee International Book Prize“ gewonnen. Rachel Elliott arbeitet außerdem als Psychotherapeutin.

Zum Inhalt:

Miriam ist unter schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, drangsaliert von einer psychisch kranken Mutter und ohne Vater. Das Resultat: Sie bewegt sich flüsternd durchs Leben. Das ändert sich auch nach dem Tod der Mutter nicht. Miriam, mittlerweile ca. 35 Jahre alt, traut sich nicht hinaus in die Welt.

Warum verrät die Autorin erst einige Kapitel später. Ihre selbst gewählte Isolation resultiert weniger aus ihrer unterdrückten Lebenshistorie, sondern eher aus Miriams Angst vor ihrer eigenen potentiellen Gewalttätigkeit und psychischen Instabilität. Sie hat sich drei Jahre zuvor erfolgreich gegen einen Überfall (eine versuchte Vergewaltigung?) gewehrt und lebt seitdem im geerbten Haus, finanziert durch eine Erbschaft, deren Herkunft nicht aufgeklärt wird. Miriams Isolation wird gelegentlich unterbrochen durch Kontakte zum hilfsbereiten, an ihr interessierten Nachbarn und zu einer Freundin.

Nach drei Jahren entschließt sich Miriam das Haus zu verlassen. Einen direkten Anlass scheint es hierfür nicht zu geben, genaue Gründe nennt die Autorin nicht. Miriam geht ausgerechnet in den Wald, in dem sie überfallen worden ist und trifft dort auf Ralph, einen Psychotherapeuten, der wenige Tage zuvor sein Haus und seine lesbische Ehefrau zurückgelassen hat, um vorübergehend Zuflucht in einer Waldhütte zu suchen.

Miriam ist vorsichtig, vertraut dann aber Ralph, und es entwickelt sich eine platonische Freundschaft zwischen den beiden. Wenig später entscheiden sich die beiden nach einem unangenehmen Zwischenfall mit zwei kriminellen Gestalten die Waldhütte zu verlassen. Miriam nimmt Ralph in ihrem Haus auf.

Im weiteren Verlauf der Geschichte treten außer Ralph plötzlich auch Miriams verschollener Vater und zwei Halbbrüder in ihr Leben.

Meine Meinung:

1. Eindruck des Buches: optisch sehr ansprechend, qualitativ hochwertiger Einband, gut gewähltes Cover, angenehmes, leicht getöntes Papier, dessen Farbe die Lesbarkeit der kleinen Schrift erleichtert. Die Qualität des Lektorats ist hervorragend. Zur Übersetzungsqualität kann ich nichts sagen, da ich den englischen Text nicht vorliegen habe.

2. Schreibstil. Der Schreibstil war und ist für mich persönlich sehr gewöhnungsbedürftig. Die Szenen werden häufig gewechselt, nicht nur zwischen den Kapiteln, sondern auch innerhalb eines Kapitels. Dies macht das Buch sehr unruhig. Prinzipiell könnte das Buch kapitelweise für sich allein stehen. Vielleicht liegt dies daran, dass Rachel E. ursprünglich Kurzgeschichten geschrieben hat?

3. Zum Inhalt: Ich habe den Eindruck, dass die Autorin sämtliche Verrücktheiten, die ihr in ihrer psychotherapeutischen Praxis begegnet sind, in diesem Buch geballt wiedergibt. Es gibt weit mehr durchgeknallte als „normale“ Figuren. Elliott lässt wirklich nichts aus. In die Familie des Psychotherapeuten Ralph baut sie gleich zwei homosexuelle Charaktere ein, nämlich die eigentlich lesbische Ehefrau, die mich als Leser mit ihren krankhaften Twittereinlagen genervt hat, und den homosexuellen Sohn. Selbst ein Taxifahrer verhält sich so, dass er eigentlich längst pleite gegangen sein müsste. Für meinen Geschmack etwas übertrieben und deshalb unglaubwürdig.

Nach dem ersten Drittel des Buches hatte ich mich an Elliotts Schreibstil gewöhnt und konnte ihren Darstellungen trotz fortgesetzter Verrücktheit und nicht ganz nachvollziehbaren Wendungen im Plot und einigen Ungereimtheiten dennoch etwas abgewinnen, denn es gab immer wieder Textstellen, an denen Lebensweisheiten der Psychotherapeutin Rachel E. durchschimmerten, die zum einen nachdenklich stimmten und zuweilen auch erheiterten.

Fazit:

Ein Buch, das interessant ist für LeserInnen, die Skurriles lieben.

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Gespräche aus der Community

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KEIN & ABER Verlags avatar

Wessen Leben ist das hier eigentlich?

Miriam Delaneys Leben ist kompliziert. Vielleicht komplizierter als das vieler anderer Menschen. Vollkommen von der Gesellschaft zurückgezogen, hat sie seit drei Jahren ihr Haus nicht verlassen. Mehr als ein Flüstern ist der 35-Jährigen nicht zu entlocken. Miriam ist gefangen in den Erinnerungen an das Zusammenleben mit ihrer herrschsüchtigen Mutter, soziale Kontakte überfordern sie. Doch genau das soll, das muss sich jetzt ändern. Miriam wagt den Schritt nach vorn, heraus aus dem Schatten ihrer Vergangenheit.
Zur selben Zeit macht Ralph, Psychologe und Familienvater, eine folgenschwere Entdeckung: Während einer rauschenden Partynacht erwischt er seine Frau in flagranti und wird unvermittelt mit der unangenehmen Wahrheit konfrontiert, dass sie ihn nicht mehr liebt. Schlimmer noch: Dank Twitter scheint außer ihm bereits die ganze Welt über die Umstände ihrer Ehe Bescheid zu wissen. Während das Fest in vollem Gange ist, sucht Ralph das Weite und verschanzt sich in einer verlassenen Hütte im Wald – wo er auf Miriam trifft.
Wie ein Sturm fegt diese unerwartete Freundschaft über das statische Leben der beiden Protagonisten hinweg, das nun plötzlich an Fahrt gewinnt. Der Wunsch, neu anzufangen, aus alten Mustern auszubrechen, spielt in Rachel Elliotts Debütroman Flüstern mit Megafon die zentrale Rolle und wird mit Miriam und Ralph lebhaft und voller Witz in Szene gesetzt.

Rachel Elliott ist Autorin und Psychotherapeutin. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie für zahlreiche Preise nominiert, u. a. für den Dundee International Book Prize. Flüstern mit Megafon ist ihr erster Roman. Heute lebt und arbeitet die Autorin in Bath.

Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbt euch doch gleich für unsere Leserunde! Wir, vom Verlag Kein & Aber, verlosen 30 Exemplare von Flüstern mit Megafon.
Beantwortet uns einfach folgende Frage:

»Wenn du beschließt zu leben, endlich zu leben, eröffnet sich dir eine Welt voller Möglichkeiten, verlockend und unermesslich. Aber wo ist die Brücke hinüber zu dieser Welt, sieht jemand eine Brücke?«
(Miriam, aus Flüstern mit Megafon)

Wann habt ihr zum letzten Mal etwas zum ersten Mal getan – und was war es?

Viel Glück!

Archimedess avatar
Letzter Beitrag von  Archimedesvor 3 Jahren
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