Rachel Elliott Flüstern mit Megafon

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Inhaltsangabe zu „Flüstern mit Megafon“ von Rachel Elliott

Mehr als ein Flüstern bringt Miriam nicht heraus, und seit drei Jahren hat sie das Haus nicht mehr verlassen. Doch eines Tages ist sie endlich bereit, sich der Welt zu stellen. Auch Ralph steckt in einem Leben fest, das ihn nicht glücklich macht. Sein Beruf als Psychotherapeut erfüllt ihn nicht, seine Söhne werden erwachsen und brauchen ihn nicht mehr, und seine perfekte und ehrgeizige Frau Sadie verbringt mehr Zeit mit ihrer Twittergemeinde als mit ihm. Als er entdeckt, dass Sadie ihn nicht liebt, ist er nicht mehr bereit, sich mit weniger zufriedenzugeben. Er flieht Hals über Kopf aus seinem Leben – und trifft auf Miriam.

Ein wunderbar komponiertes Buch!

— Mira20
Mira20

So gar nicht mein Buch, leider!

— Archimedes
Archimedes

Für LeserInnen, die es skurril mögen

— MayOakwood
MayOakwood

Ein Debütroman, der viel bietet.

— TiniSpeechless
TiniSpeechless

Die Idee ist ganz gut, die Umsetzung leider nicht so. Ich kam einfach nicht rein.

— Tata87
Tata87

Meine Meinung? Lasst die Finger von dem Buch!

— PollyMaundrell
PollyMaundrell

Nicht zu empfehlen, völlig unglaubwürdig

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Mir hat es leider nicht gefallen...

— Nepomurks
Nepomurks

Leider nicht so mein Fall

— Diana182
Diana182

Ein Buch mit vielen Persönlichkeiten und deren Problemen bzw. Eigenarten. Wunderbar geschrieben, aber so einiges bleibt klärungsbedürftig.

— Betsy
Betsy

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  • Speziell, nicht für jeden Leser, der etwas andere Roman.

    Flüstern mit Megafon
    Archimedes

    Archimedes

    21. February 2016 um 17:38

    „ Flüstern mit Megaphone“ von Rachel Elliot, erschienen im Kein &Abel Verlag, gebundener Roman auf 399 Seiten. Originalausgabe 2015 erschienen mit dem Titel „ Whispers Throught Megaphone“. Ralph und Sadie Swoon führen mit ihren beiden 16 jährigen Zwillinge eine ganz normale Ehe. Miriam fühlt sich gefangen, mit der Angst, jemanden weh tun zu wollen oder zu können oder zu tun. Sie ist seit drei Jahren freiwillig eingesperrt in ihrem Haus. Als Ralph seinen 37 Geburtstag feiern muss, erwischt er seine Frau im Schrank mit Kristin, als sie sich gerade küssen. Darauf hin zieht er sich in den Wald zurück, wo er eine neue Freundin findet- Treade- eine rote Katze. Drei Tage ist er dort alleine, bis zufällig Miriam auf ihn stößt. Miriam hat noch nie mit jemanden, außer Fenella- ihre beste Freundin, über ihre Ängste gesprochen, aber zu Ralph fasst sie gleich vertrauen. Heimlich werden in Miriams Briefkasten Postkarten mit Sprüchen geworfen. Ihr Nachbar Boo Hodgkinson versucht dem Schreiber aufzulauern, aber er verpasst hin. Der Junge, der die Postkarte eingeschmissen hat, ist auch nicht der Schreiber, sondern sein älterer Bruder Matthew. Er hat ein Gespräch seiner Eltern belauscht, durch das er erfahren hat, dass Miriam seine Halbschwester ist. Sie wohnen nur 20 Kilometer entfernt und doch so weit weg, aber er will das ändern. Sadie sucht ihre alte Freundin Alison auf. Ralph sucht seine alte Freundin Julie auf- damit sind Beide quitt. Miriam lernt ihren, als verstorben geglaubten, Vater kennen und ihre zwei Halbbrüder, sowie ihre Stiefmutter. Bei Sadie und Ralph gibt es leider keine Happy End. Genauso wirr, wie meine Rezension, ist auch der Roman! Fazit: Nicht mein Buch. Weder der Schreibstil noch der Inhalt waren für mich überzeugend. Ich mag das Hinundher nicht. Eine Seite mit Miriams Geschichte, die nächste Seite dann Ralphs Geschichte, das ganze Buch geht so dahin. Dann die Tragödie mit der Mutter und das Verhältnis mit dem Schuldirektor und immer wieder der lesbische Einfluss, was soll das? Erst Kristin, dann Alison und dann auch noch der betrunkene Taxifahrer, etwas zuviel! Trotzdem war ich es der Autorin schuldig, dass Buch zu Ende zu lesen und Geschmäcker sind auch verschieden- Gott sei Dank!    

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  • Leserunde zu "Flüstern mit Megafon" von Rachel Elliott

    Flüstern mit Megafon
    KEIN & ABER Verlag

    KEIN & ABER Verlag

    Wessen Leben ist das hier eigentlich? Miriam Delaneys Leben ist kompliziert. Vielleicht komplizierter als das vieler anderer Menschen. Vollkommen von der Gesellschaft zurückgezogen, hat sie seit drei Jahren ihr Haus nicht verlassen. Mehr als ein Flüstern ist der 35-Jährigen nicht zu entlocken. Miriam ist gefangen in den Erinnerungen an das Zusammenleben mit ihrer herrschsüchtigen Mutter, soziale Kontakte überfordern sie. Doch genau das soll, das muss sich jetzt ändern. Miriam wagt den Schritt nach vorn, heraus aus dem Schatten ihrer Vergangenheit. Zur selben Zeit macht Ralph, Psychologe und Familienvater, eine folgenschwere Entdeckung: Während einer rauschenden Partynacht erwischt er seine Frau in flagranti und wird unvermittelt mit der unangenehmen Wahrheit konfrontiert, dass sie ihn nicht mehr liebt. Schlimmer noch: Dank Twitter scheint außer ihm bereits die ganze Welt über die Umstände ihrer Ehe Bescheid zu wissen. Während das Fest in vollem Gange ist, sucht Ralph das Weite und verschanzt sich in einer verlassenen Hütte im Wald – wo er auf Miriam trifft. Wie ein Sturm fegt diese unerwartete Freundschaft über das statische Leben der beiden Protagonisten hinweg, das nun plötzlich an Fahrt gewinnt. Der Wunsch, neu anzufangen, aus alten Mustern auszubrechen, spielt in Rachel Elliotts Debütroman Flüstern mit Megafon die zentrale Rolle und wird mit Miriam und Ralph lebhaft und voller Witz in Szene gesetzt. Rachel Elliott ist Autorin und Psychotherapeutin. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie für zahlreiche Preise nominiert, u. a. für den Dundee International Book Prize. Flüstern mit Megafon ist ihr erster Roman. Heute lebt und arbeitet die Autorin in Bath. Seid ihr neugierig geworden? Dann bewerbt euch doch gleich für unsere Leserunde! Wir, vom Verlag Kein & Aber, verlosen 30 Exemplare von Flüstern mit Megafon. Beantwortet uns einfach folgende Frage: »Wenn du beschließt zu leben, endlich zu leben, eröffnet sich dir eine Welt voller Möglichkeiten, verlockend und unermesslich. Aber wo ist die Brücke hinüber zu dieser Welt, sieht jemand eine Brücke?« (Miriam, aus Flüstern mit Megafon) Wann habt ihr zum letzten Mal etwas zum ersten Mal getan – und was war es? Viel Glück!

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  • Flüstern, etwas zu laut

    Flüstern mit Megafon
    Wortwelten

    Wortwelten

    02. December 2015 um 14:34

    Miriam spricht nicht, oder zumindest nicht laut und auch nicht mit vielen Menschen. Seit drei Jahren hat sie das Haus nicht mehr verlassen, in dem sie bei ihrer Mutter aufgewachsen ist. Eine glückliche Kindheit war es nicht, doch auch wenn ihre Mutter nicht mehr lebt, scheinen die Dämonen der Vergangenheit Miriam nicht loszulassen. Doch irgendwann, bald schon, beschließt sie, ist es Zeit, sich dem Leben zu stellen und in die Welt zurückzukehren. Ralph hingegen hat, oberflächlich betrachtet, alles, was man sich vom Leben wünschen kann: einen zufriedenstellenden Job als Psychotherapeut, eine schöne Frau, zwei Söhne, die beide unterschiedlich mit ihrer Pubertät kämpfen, ein großes Haus, mehr oder weniger akzeptable Eltern. Oberflächlich betrachtet. Darunter bahnt sich eine Identitätskrise an, denn eigentlich gärtnert Ralph lieber, was seiner internetbesessenen Frau nur nicht fancy genug war, und überhaupt hat sie ihre eigenen Probleme, keimen in ihr doch zunehmend Gefühle für ihre beste Freundin auf. Auf dem großen Gartenfest der Familie beschließt Ralph von einem Moment auf den nächsten, eine Auszeit zu nehmen, die Familie zu verlassen, und wandert aus in den Wald, wo er bei Lagerfeuer und einer einsamen Hütte schließlich auf Miriam trifft. Eigentlich klingt das alles nach einer sehr interessanten Geschichte, wenn Ralphs Teil und seine Identitätskrise auch ein bisschen Klischee ist. Eigentlich. Doch irgendwie hat man das Gefühl, man wird in etwas Unausgegorenes verzettelt. Die Figuren führen merkwürdige Dialoge, die man ihnen nicht so ganz als authentisch abkaufen kann, einige wirken in ihrer Skurrilität überzeichnet, nicht wirklich echt. Auch werden gern Andeutungen und Informationen wiederholt, die man nach ein paar Sätzen bereits verstanden hat, beispielsweise, dass Ralphs und Sadies Ehe nicht die glücklichste ist, ohne dass die ausführlichen Beschreibungen etwas Nennenswertes zu der Geschichte oder Erzählung beitragen. Sprachlich ist der Roman gut ausgearbeitet und übersetzt, man gleitet hindurch und so lässt sich das Buch recht schnell lesen. Immer mal wieder kommt Spannung auf, immer mal wieder verliert sie sich jedoch auch. Die Figuren wirken recht speziell, teilweise auch egozentrisch, was die Geschichte einerseits vielschichtig und besonders wirken lässt, manchmal aber auch ein bisschen viel ist. Flüstern mit Megafon ist ein recht netter, unterhaltsamer, aber auch nachdenklicher Roman, der jedoch seine Längen hat und an einigen Stellen etwas zu konstruiert bzw. überzeichnet und sehr unreal wirkt, um bei mir einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Gerade zu dem Titel und der Hauptfigur Miriam hätte eine etwas leisere, authentischere Erzählweise besser gepasst.

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  • Eine (ver)rückte Welt

    Flüstern mit Megafon
    MayOakwood

    MayOakwood

    23. November 2015 um 12:46

    Debütroman der britischen Autorin Rachel Elliott, die bislang als Autorin von Kurzgeschichten positiv aufgefallen ist. So hat sie u.a. den „Dundee International Book Prize“ gewonnen. Rachel Elliott arbeitet außerdem als Psychotherapeutin. Zum Inhalt: Miriam ist unter schwierigen Verhältnissen aufgewachsen, drangsaliert von einer psychisch kranken Mutter und ohne Vater. Das Resultat: Sie bewegt sich flüsternd durchs Leben. Das ändert sich auch nach dem Tod der Mutter nicht. Miriam, mittlerweile ca. 35 Jahre alt, traut sich nicht hinaus in die Welt. Warum verrät die Autorin erst einige Kapitel später. Ihre selbst gewählte Isolation resultiert weniger aus ihrer unterdrückten Lebenshistorie, sondern eher aus Miriams Angst vor ihrer eigenen potentiellen Gewalttätigkeit und psychischen Instabilität. Sie hat sich drei Jahre zuvor erfolgreich gegen einen Überfall (eine versuchte Vergewaltigung?) gewehrt und lebt seitdem im geerbten Haus, finanziert durch eine Erbschaft, deren Herkunft nicht aufgeklärt wird. Miriams Isolation wird gelegentlich unterbrochen durch Kontakte zum hilfsbereiten, an ihr interessierten Nachbarn und zu einer Freundin. Nach drei Jahren entschließt sich Miriam das Haus zu verlassen. Einen direkten Anlass scheint es hierfür nicht zu geben, genaue Gründe nennt die Autorin nicht. Miriam geht ausgerechnet in den Wald, in dem sie überfallen worden ist und trifft dort auf Ralph, einen Psychotherapeuten, der wenige Tage zuvor sein Haus und seine lesbische Ehefrau zurückgelassen hat, um vorübergehend Zuflucht in einer Waldhütte zu suchen. Miriam ist vorsichtig, vertraut dann aber Ralph, und es entwickelt sich eine platonische Freundschaft zwischen den beiden. Wenig später entscheiden sich die beiden nach einem unangenehmen Zwischenfall mit zwei kriminellen Gestalten die Waldhütte zu verlassen. Miriam nimmt Ralph in ihrem Haus auf. Im weiteren Verlauf der Geschichte treten außer Ralph plötzlich auch Miriams verschollener Vater und zwei Halbbrüder in ihr Leben. Meine Meinung: 1. Eindruck des Buches: optisch sehr ansprechend, qualitativ hochwertiger Einband, gut gewähltes Cover, angenehmes, leicht getöntes Papier, dessen Farbe die Lesbarkeit der kleinen Schrift erleichtert. Die Qualität des Lektorats ist hervorragend. Zur Übersetzungsqualität kann ich nichts sagen, da ich den englischen Text nicht vorliegen habe. 2. Schreibstil. Der Schreibstil war und ist für mich persönlich sehr gewöhnungsbedürftig. Die Szenen werden häufig gewechselt, nicht nur zwischen den Kapiteln, sondern auch innerhalb eines Kapitels. Dies macht das Buch sehr unruhig. Prinzipiell könnte das Buch kapitelweise für sich allein stehen. Vielleicht liegt dies daran, dass Rachel E. ursprünglich Kurzgeschichten geschrieben hat? 3. Zum Inhalt: Ich habe den Eindruck, dass die Autorin sämtliche Verrücktheiten, die ihr in ihrer psychotherapeutischen Praxis begegnet sind, in diesem Buch geballt wiedergibt. Es gibt weit mehr durchgeknallte als „normale“ Figuren. Elliott lässt wirklich nichts aus. In die Familie des Psychotherapeuten Ralph baut sie gleich zwei homosexuelle Charaktere ein, nämlich die eigentlich lesbische Ehefrau, die mich als Leser mit ihren krankhaften Twittereinlagen genervt hat, und den homosexuellen Sohn. Selbst ein Taxifahrer verhält sich so, dass er eigentlich längst pleite gegangen sein müsste. Für meinen Geschmack etwas übertrieben und deshalb unglaubwürdig. Nach dem ersten Drittel des Buches hatte ich mich an Elliotts Schreibstil gewöhnt und konnte ihren Darstellungen trotz fortgesetzter Verrücktheit und nicht ganz nachvollziehbaren Wendungen im Plot und einigen Ungereimtheiten dennoch etwas abgewinnen, denn es gab immer wieder Textstellen, an denen Lebensweisheiten der Psychotherapeutin Rachel E. durchschimmerten, die zum einen nachdenklich stimmten und zuweilen auch erheiterten. Fazit: Ein Buch, das interessant ist für LeserInnen, die Skurriles lieben.

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  • Hat meinen Geschmack nicht getroffen

    Flüstern mit Megafon
    bookgirl

    bookgirl

    23. November 2015 um 10:34

    Inhalt Miriam hat seit drei Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Doch nun ist sie bereit wieder am Leben teilzunehmen und ihre selbst gewählte Isolation aufzugeben. Ralph ist verheiratet mit Sadie, die in ihrer ganz eigenen Twitter-Welt lebt. Seine Söhne brauchen ihn nicht und auch sein Beruf als Psychotherapeut macht ihm keinen rechten Spaß mehr. Als ihm alles zu viel wird, flieht er und trifft auf Miriam. Ein Treffen, dass beider Leben verändern wird.    Meine Meinung "Flüstern mit Megafon" lässt mich leider enttäuscht zurück. Nach Kurzbeschreibung und Leseprobe hatte ich scheinbar eine ganz falsche Erwartungshaltung was die Geschichte anbelangt. Auf den ersten Seiten lernen wir Miriam kennen, die uns mit in ihre selbst gewählte Isolation nimmt und nicht nur mit dem Gedanken spielt dieser ein Ende zu bereiten, sondern auch eine Liste schreibt, was sie alles tun möchte, wenn sie ihr Haus verlässt. Dass es im Leben immer anders kommt, als man denkt – ja, das weiß ich, aber dass die Geschichte dann so abstrus und unglaubwürdig wird, das hätte ich nicht gedacht. In dem Buch wimmelt es nur so von unsympathischen Charakteren. Allen voran Sadie, die wirklich unerträglich ist. Sie twittert in einer Tour, denkt jedem mitteilen müssen, wie sie sich fühlt, nimmt auf die Gefühle anderer jedoch keine Rücksicht. Es geht nur um sie, um Dinge, die sie verpasst hat und nun unbedingt nachholen muss, weil sie sonst wohl vor Wut und Enttäuschung platzen würde. Aber auch mit den Hauptprotagonisten Ralph und Miriam hatte ich so meine Schwierigkeiten. Er zieht sich in den Wald zurück, anstatt einfach mal auf den Tisch zu hauen und Sadie die Meinung zu sagen. Was soll man nur von so einem Mann halten? Das größte Problem ist jedoch Miriam selbst, die für mich nach dem Verlassen ihres Haus einfach total unglaubwürdig agiert.  Der Grundgedanke hinter der Geschichte ist wirklich gut, aber man hätte viel mehr daraus machen können. Auch wenn der Schreibstil ganz gut ist, so hat das Buch doch einige Längen und ist dadurch stellenweise anstrengend zu lesen. Fazit "Flüstern mit Megafon" hat mich leider enttäuscht und ich konnte nur wenig mit dem Buch anfangen. Skurril, abstrus, unglaubwürdig und gespickt mit nervigen Charakteren – schade!

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  • "Was vergangen ist, kann nicht wirklich vorbei sein"

    Flüstern mit Megafon
    TiniSpeechless

    TiniSpeechless

    22. November 2015 um 12:21

    Inhalt: Um den Inhalt von "Flüstern mit Megafon" zusammenzufassen, könnte ich weit ausholen. Viele Charaktere werden in dem Roman vorgestellt und ihre Lebensgeschichten erzählt. Die für mich wichtigsten Charaktere sind Miriam und Ralph, die sich anfänglich nicht kennen und nichts gemein haben, aber trotzdem freundschaftlich zueinanderfinden. Miriam litt jahrelang unter ihrer verrückten Mutter, Ralph litt an der Belanglosigkeit und den fehlenden Gefühlen in seiner Ehe - eine Basis für mehr. Weiterhin vorgestellt werden Frances (Miriams Mutter), Sadie (Ralphs Frau), Stanley und Arthur (die Söhne von Ralph und Sadie), Boo (Miriams Nachbar), Fenella (ihre Freundin), Alison und Kristin (Freunde von Sadie), Julie (Ralphs ehemaliger Schwarm), Eric, Angelina, Matthew und Alfie (Miriams Vater, seine Frau und die Kinder). Persönliche Meinung: Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde erhalten und habe dort schnell mitbekommen, dass das Buch bei vielen Mitlesern nicht ankommt. Irgendwie habe ich mich davon beeinflussen lassen und dem Buch immer wieder andere vorgezogen. Im Nachhinein ein Fehler, wie sich herausstellte. Mir gefällt das Buch gut, die Komplexität der Charaktere, die verschiedenen Denkweisen und Lebensgeschichten. Positiv hervorzuheben ist auch die Spannung, die durch die thematisch wechselnden Kapitel erzeugt wird. Der Leser wird angefüttert, dann folgt ein Schwenk auf andere Charaktere und erst im nächsten Kapitel folgt eine Auflösung - so etwas mag ich. Für Buchkenner: z.B. als Miriam ihre Postkarte erhält und der Leser erfährt, dass zwei Brüder dahinter stecken, aber erst später wird aufgeklärt, wer diese beiden Jungs sind. Das Ende des Buches wird relativ offen gestaltet und doch kann der Leser mit der Geschichte abschließen. Fazit: Das Buch ist anders als andere Bücher. Es handelt von Sehnsüchten und Wünschen, von Gefühlen und Mustern. Keine leichte Lost, aber Leser, die auf komplexe Inhalte und skurile Charaktere stehen, finden ihren Gefallen.

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  • Flüstern mit Megafon - für mich leider ein Flop

    Flüstern mit Megafon
    zessi79

    zessi79

    14. November 2015 um 10:01

    Inhaltsangabe: Mehr als ein Flüstern bringt Miriam nicht heraus, und seit drei Jahren hat sie das Haus nicht mehr verlassen. Doch eines Tages ist sie endlich bereit, sich der Welt zu stellen. Auch Ralph steckt in einem Leben fest, das ihn nicht glücklich macht. Sein Beruf als Psychotherapeut erfüllt ihn nicht, seine Söhne werden erwachsen und brauchen ihn nicht mehr, und seine perfekte und ehrgeizige Frau Sadie verbringt mehr Zeit mit ihrer Twittergemeinde als mit ihm. Als er entdeckt, dass Sadie ihn nicht liebt, ist er nicht mehr bereit, sich mit weniger zufriedenzugeben. Er flieht Hals über Kopf aus seinem Leben – und trifft auf Miriam. Meinung: Mir hat weder der Schreibstil noch die Art und Weise wie das Buch geschrieben bzw. aufgebaut wurde nicht gefallen. Ich konnte auch dem, was die Autorin sagen wollte nicht folgen. Es war alles total wirr und vieles hat für mich keinen Sinn ergeben. Die Charaktere waren mir auch alle sehr unsympathisch und wurden mir auch im Laufe des Buches nicht sympathischer, sondern eher noch unsympathischer. Außerdem waren mir die Charaktere zu unglaubwürdig. Jeder der Charaktere hat ein mehr oder weniger großes psychische Problem, aber die Probleme bzw. der Umgang mit den Problemen war mir viel zu überdreht. Für mich war das Buch leider der Flop des Jahres 2015. Fazit: Ich kann das Buch leider überhaupt nicht empfehlen. Mir war es zu überdreht und unglaubwürdig.

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  • Nicht zu empfehlen, völlig unglaubwürdig

    Flüstern mit Megafon
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    Mehr als ein Flüstern bringt Miriam nicht heraus, und seit drei Jahren hat sie das Haus nicht mehr verlassen. Doch eines Tages ist sie endlich bereit, sich der Welt zu stellen. Auch Ralph steckt in einem Leben fest, das ihn nicht glücklich macht. Sein Beruf als Psychotherapeut erfüllt ihn nicht, seine Söhne werden erwachsen und brauchen ihn nicht mehr, und seine perfekte und ehrgeizige Frau Sadie verbringt mehr Zeit mit ihrer Twittergemeinde als mit ihm. Als er entdeckt, dass Sadie ihn nicht liebt, ist er nicht mehr bereit, sich mit weniger zufriedenzugeben. Er flieht Hals über Kopf aus seinem Leben – und trifft auf Miriam... So besagt es die Inhaltsangabe und die liest sich nach einem tiefsinnigen Roman, so dass ich hier gern wissen wollte, wie sich das Leben der Beiden verbindet. Mein Interesse verlor sich allerdings sehr schnell.Autorin Rachel Elliot ist Verfasserin von Kurzgeschichten und Psychotherapeutin. Daher hoffte ich auch auf ein psychologisch fundiertes Buch. Ich konnte mich allerdings im Laufe des Lesens des Eindrucks nicht erwehren, dass sie den Überblick verloren oder mehrere Kurzgeschichten in "Flüstern mit Megaphon" packen wollte, die alle weder ausgereift noch gut ausgearbeitet sind.Es werden wahllos Problem-Schubladen geöffnet ohne Ziel oder Erklärung, die weder die Handlung voranbringen, noch das Verständnis des Lesers bessern. Zu viele Handlungsstränge verlaufen entweder im Sande oder stereotyp, Nebencharaktere werden in aller Ausführlichkeit vorgestellt, um dann nicht weiter aufzutauchen oder nur in belanglosen Nebensätzen, während die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten an Unglaubwürdigkeit nicht zu übertreffen ist. Wobei das für den ganzen Roman gilt - alles Geschilderte ist einfach konstruiert und das nicht mal gut; so als wäre da einfach irgendwas hingekritzelt worden, um Seiten zu füllen. Wenn ich jetzt beginnen sollte, jede der sinnlos hier erscheinende Person vorzustellen, ich würde Ihnen das Buch erzählen - womit Sie sich das Lesen dieses Werkes sparen könnten, aber das können Sie auch so. Dabei fallen zwischendurch immer mal wieder wirklich tiefsinnige und schöne Sätze - leider war ich schon im ersten Drittel so genervt, dass ich mir wirklich nicht mehr die Mühe machte, in dem ganzen unnötigen Drumrum danach zu suchen. Ich lese jedes Buch zu Ende - manchmal brauchen Bücher einfach Zeit, um mich zu überzeugen.Bei diesem traf das allerdings nicht zu, es wurde in meinen Augen immer schlimmer. Keine Leseempfehlung, das war eines der schlechtesten Bücher in diesem Jahr.

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  • Nette Idee, leider ist die Umsetzung nicht so gut.

    Flüstern mit Megafon
    Tata87

    Tata87

    13. November 2015 um 12:52

    Leider fällt mir diese Rezension absolut nicht leicht.  Der Klappentext klang sehr vielversprechend wie ich fand. doch dem Buch konnte ich leider nicht so viel abgewinnen.  Ich wurde mit den Protagonisten überhaupt nicht warm . Die meisten Gedanken von ihnen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen.  Vieles geht in dem Buch viel zu schnell für mein Empfinden, es passieren Sachen die man nicht so ganz nachvollziehen kann, dann wundert man sich wieder warum dieses oder jenes jetzt nicht passiert obwohl es doch so offensichtlich auf der Hand liegt.  Die Autorin hat mehrere Kurzgeschichten sehr erfolgreich veröffentlicht und auch diverse Preise gewonnen.  Bei diesem Roman hatte man jetzt aber leider das Gefühl das sie von Kurzgeschichten nicht so weg kommt. Gegen Ende des Buches machte es mir den Eindruck als hätte sie keine Lust mehr zu schreiben... Es wurden über das ganze Buch verschiedene Sichtweisen aufgezeigt mit den jeweiligen Gedanken, zum Ende jedoch nicht mehr.  Ich würde dieses Buch nicht weiter empfehlen, ich habe sehr lange dafür gebraucht und war ziemlich enttäuscht nachdem es so vielversprechend klang. 

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  • Meine Meinung? Lasst die Finger von dem Buch!

    Flüstern mit Megafon
    PollyMaundrell

    PollyMaundrell

    07. November 2015 um 15:41

    Klappentext Ralph und Miriam haben vorerst wenig gemeinsam. Sie scheut jeden sozialen Kontakt, er führt eine vermeintlich perfekte Ehe mit Sadie, die ihre Gefühle für Frauen wiederentdeckt. Eines Tages brechen Ralph und Miriam aus ihrem Leben aus und treffen völlig unverhofft aufeinander. Es ist der Beginn einer unerwarteten Freundschaft - und ein Neuanfang, der für beide voller Überraschungen steckt. Erster Satz Miriam Delaney sitzt an ihrem Küchentisch und starrt auf das Radio. Cover Ein Spiegel liegt auf einer Wiese und fängt die Reflexion einer jungen Frau ein, die mit ihrem Blümchenkleid da sitzt und in die Ferne starrt. DerTitel prangt in großen blauen Lettern ebenfalls im Spiegel. Ich bin bekennender Coverkäufer, hätte dieses Buch allerdings niemals wegen des Covers in die Hand genommen. Ich persönlich finde es zeimlich langweilig und wenig interessant. Meinung Ich gestehe, vor diesem Teil der Rezension "fürchte" ich mich ein wenig :-D Hätte ich dieses Buch nicht in einer Leserunde gelesen, hätte ich es vermutlich niemals beendet - und dass obwohl ich jedes Buch bis zum Ende durchstehe. Miriam ist mitte 30 und hatte es nicht leicht im Leben. Ihre alleinerziehende Mutter war psychisch krank und zur Großmutter hatte sie lediglich Kontakt über merkwürdige Briefe und Karten, obwohl diese wusste, wie schlecht es Miriam bei ihr ging und wie krank ihre Tochter (Miriams Mutter) war. Da ist mein erster Kritikpunkt. Wenn ich weiß, dass meine Tochter nicht in der Lage ist sich anständig um das Kind zu kümmern, warum hole ich es dann nicht raus und informiere Ämter und sonstige Hilfestellen? Leider wird das im Buch nicht erklärt. Die Großmutter wird einfach ab einem gewissen Punkt nicht mehr erwähnt. Da ihre Mutter ihr immer wieder sagt, dass sie ihre Stimme nicht erträgt und sie still sein soll, fängt Miriam irgendwann an zu flüstern. Egal wo sie ist und mit wem sie spricht - sie flüstert. Und irgendwie fällt es auch niemandem wirklich schwer sie zu verstehen. Leider verstehe ich nicht, wie das möglich ist. Die Mutter brachte sich irgendwann um (warum erfährt man erst am Ende des Buches) und Miriam isolierte sich selbst drei Jahre lang, indem sie das Haus nicht mehr verließ. Lediglich in den Garten und auf die Veranda schafft sie es. Miriam hat einen freundlichen Nachbarn, Boo, und eine Freundin, Fenella, die ihr helfen das Leben zu meistern. Diese beiden Charaktere sind ebenso langweilig wie unnötig und doch wird beiden extrem viel Raum in dem Buch gegeben, der für wichtigere Dinge gebraucht worden wäre. Nach diesen drei Jahren selbstverordneter Haft beschließt Miriam von heute auf morgen, dass sie raus gehen wird. Einfach so. Ihr kommen keine Zweifel, sie hat keine Panik - sie spaziert einfach so hinaus in die Welt und fügt sich in das Stadtbild ein, als wenn sie nie weg gewesen wäre. Miriam hat Angst vor Menschen? Kein Problem, dann geht sie eben ins Kino. Ganz stimmig durchdacht war auch dieser Punkt nicht. Alles in Allem ist sowohl die Geschichte um Miriam als auch das gesamte Buch realitätsfern. Irgendwann verschlägt sie es in einen Wald, in dem sie auf Ralph trifft. Ralph war mal Gärtner und wurde auf Drängen seiner Frau Sadie dann Psychotherapeut. Zusammen mit ihr hat er Zwillingsjungs, von denen einer hochaggressiv und der andere schwul ist. Leider interessiert sich weder Ralph noch Sadie für einen der beiden. Sadies Leben spielt nur im Internet, was im Buch durch eingeschobene Twitter-Tweets deutlich gemacht wird. Nicht nur, dass ich das erst gar nicht verstanden hatte, da ich selbst kein Twitter nutze, es hat mich auch tierisch genervt und war absolut unnötig. Irgendwie erschien es mir, als wenn man versuchte noch ein paar Seiten zu füllen, denn diese kurzen Tweets haben doch ziemlich viel Raum auf den jeweiligen Seiten eingenommen. Auch hier hat eine Nebenfigur, meiner Meinung nach, viel zu viel Aufmerksamkeit bekommen. Irgendwie wird man nämlich das Gefühl nicht los, dass es in diesem Buch eigentlich um Sadie geht. Seitenweise entdeckt sie ihre homosexuelle Ader wieder, erinnert sich an ihre erste große Liebe und tut alles um diese zurück zu bekommen. Ralph und Miriam? Völlig verdrängt durch Sadie und ihre Weiber. Als Ralph irgendwann seine Familie verlässt und in den Wald geht, trifft er auf Miriam. Obwohl sie extrem scheu und ängstlich ist, vertraut sie ihm sofort ihr ganzes Leben an. Na klar, er ist Psychotherapeut und dafür ausgebildet mit so was umzugehen, mag jetzt mancher von euch denken...falsch gedacht. Den lieben Ralph interessiert das nämlich alles nicht die Bohne. Er hört ihr zwar zu, aber er analysiert nichts und scheint auch nicht sonderlich erpicht darauf zu sein Miriam irgendwie zu helfen. Ich mochte den schwulen Sohn und hätte gern mehr über ihn und seinen Freund gelesen. Der Rest des Buches war mir eigentlich relativ egal und hat mich genervt. Es war mir alles zu realitätsfern, es blieben zu viele offene Fragen und die Autorin hat ihre meiste Zeit und den Großteil des Buches mit Nichtigkeiten vertrödelt. Das Einzige, was mir wirklich richtig gut gefallen hat, war die Antwort der Kummerkasten-Tante, an die Sadie sich gewendet hatte. Endlich gab es mal jemanden, der dieser eingebildeten und egozentrischen Nuss die Meinung gesagt hat. Zitate / Textstellen Sadies Worte hingen noch immer im Raum. Wir müssen unbedingt in die Türkei. Ich sollte behaupten, du hättest mich vergewaltigt. Happy Fucking Birthday. (Seite 55) Fazit Ich will niemanden davon abhalten dieses Buch zu lesen. Es gibt durchaus Menschen, denen es gefällt, aber ich persönlich kann es einfach nicht empfehlen. Diese und alle meine anderen Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog. http://franzyliestundlebt.blogspot.de

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  • Eine merkwürdige Zufallsbegegnung mitten im Wald

    Flüstern mit Megafon
    TochterAlice

    TochterAlice

    07. November 2015 um 13:23

    ist es, die Miriam und Ralph zusammenführt, die beiden Protagonisten von "Flüstern mit Megafon", die uns die Autorin zu diesem Zeitpunkt bereits recht detailliert vorgestellt hat. Zwei Menschen mit einer merkwürdigen - Miriams Fall muss man sogar sagen: grausamen Biografie, die jeder für sich ian einen bestimmten Punkt gelangt sind, der sie in den Wald führte. Es ist ein Aufeinandertreffen von zwei verlorenen Seelen, die dennoch unterschiedlicher nicht sein könnten. Ralph, ein gestandener Familienvater, fühlt sich in seinem Leben, seinem Beruf als Psychotherapeut, in seiner Ehe mit Sadie, nicht (mehr) gut aufgehoben. Miriam hingegen hatte gar kein "normales" soziales Leben, seit drei Jahren ist sie nicht mehr aus dem Haus gegangen, ihre Kontakte beschränken sich auf ihre beste Freundin und auf einen Nachbarn. Es gibt einen Grund, aber im Hinblick auf ihre Vergangenheit, auf das von ihr Erlebte, ist dieser eher nebensächlich, bzw. unbedeutend. Und man kann gut verstehen, warum Miriam nur noch flüsternd durch die Welt geht. Was ich allerdings weniger verstehe, ist: aus diesem so fantasievollen, so anregenden Stoff ist einfach nicht genug herausgeholt worden - irgendwie kann ich der Geschichte oft nicht folgen, vieles ist unlogisch und vermag irgendwann auch einfach nicht mehr zu fesseln. Es sind interessante Charaktere, die in der Welt des Romans leben - aber sie sind einfach nicht von dieser Welt! Wäre ja nicht weiter schlimm, wenn sie und ihre Geschichte uns in irgendeiner Form  nahegebracht worden wären, doch das ist nicht der Fall - im Gegenteil, ich habe mich mehr und mehr von dieser Geschichte entfernt, so dass der Abschied am Ende des Romans vollkommen emotionslos ausfiel. Für mich keine Geschichte, die mir mißfiel - aber doch eine, die - leider - stellenweise so ziemlich an mir vorbeiging. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies für jemanden das Nonplusultra, der Roman schlechthin sein könnte, daher gibt es von mir nicht einmal eine eingeschränkte Leseempfehlung - obwohl ich an einigen Ideen der Autorin durchaus meine Freunde hatte.

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  • Der Klappentext hält leider nicht, was er thematisch verspricht!

    Flüstern mit Megafon
    Insider2199

    Insider2199

    Der Klappentext hält leider nicht, was er thematisch verspricht! Dies ist der Debüt-Roman, der in Suffolk (England) geborenen Autorin, die auch Psychotherapeutin ist und für ihre Kurzgeschichten zahlreiche Preise gewonnen hat, u.a. den „Dundee International Book Prize“. Zum Inhalt: Drei Jahre hat die nur flüsternde Miriam gebraucht, um endlich die Kraft aufzubringen, ihr Haus zu verlassen und wieder am Leben teilzunehmen. Mitten im Wald trifft sie auf den Psychotherapeuten Ralph, der sich jedoch im Gegensatz zu ihr auf der Flucht vor seinem Leben befindet. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt, und plötzlich treten immer mehr Menschen in Miriams Leben und stellen es völlig auf den Kopf... Meine Meinung: Was mich an diesem Roman gereizt hatte, war die überaus interessante Ausgangssituation: ich wollte wissen, wie es ein Mensch schafft, nach so langer Isolation, wieder ins Leben zurückzufinden – denn ich kämpfe in gewisser Weise mit dem ähnlichen Problem. Doch in dieser Hinsicht wurde ich SEHR enttäuscht, denn einen Auslöser dafür, warum Miriam das Haus verlässt, gibt es nicht. Wenn ich den Klappentext aufmerksamer gelesen hätte, wäre mir dies sicher schon vorher aufgefallen: „Doch eines Tages ist sie endlich bereit, sich der Welt zu stellen.“ Allein die Formulierung „eines Tages“ klingt schon nach „Märchen“ und zeigt, dass es hier keinen Grund gibt. Für mich völlig unglaubwürdig, dass jemand einfach so, „eines Tages“ festlegen kann, so JETZT gehe ich raus, vielleicht, weil das Wetter grade passt oder sonst etwas. LOL Diese Unstimmigkeiten setzen sich leider in unangenehmer Weise fort: da hätten wir z.B. die Tatsache, dass Miriam flüstert. Trotzdem wird sie von jedem verstanden, selbst, wenn sie längere Monologe hält, v.a. auch im Wald, wo es nicht so still und lautlos ist, wie manch einer denken mag. Oder die Tatsache, dass Miriam trotz langer Isolation, an ihrem ersten Tag draußen sehr souverän auftritt, ja sogar ins Kino geht, wo normalerweise mit einer größeren Menge an Menschen gerechnet werden muss, vor denen sie angeblich solche panische Angst hat. Und doch, vertraut sie sich gleich an diesem Tag einem wildfremden Menschen an und offenbart ihm ihre tiefsten Geheimnisse (mitten im Wald!). Für meinen Geschmack etwas zu viel des Guten; die Figuren und deren Motivationen sind leider nicht stimmig und durchdacht, was bei einer in Psychotherapie geschulten Autorin schon zu erwarten gewesen wäre. Sprachlich ist der Roman gewöhnungsbedürftig, was zum einen an der Erzählperspektive, zum anderen am Stil und den Dialogen liegt: wir haben es hier mit einem „Auktorialen (= allwissenden) Erzähler“ zu tun, wobei die Perspektive zwischen den Figuren nicht pro Kapitel, sondern sogar von Absatz zu Absatz wechselt, was den Text unruhig macht und distanziert wirkt. Außerdem kommuniziert der Erzähler nicht nur mit dem Leser – fiktives Beispiel: „Miriam geht im Wald spazieren. Warum tut sie das? Weil ihr langweilig ist...“ – sondern mit der Figur selbst, d.h. Ralph sagt z.B. irgendetwas und dann ergänzt der Erzähler in Klammern: "(Nein, Ralph, Miriams Selbstbewusstsein ist nur aufgesetzt!)" – OMG! Dies wirkt tw. lächerlich und passt nicht zur Geschichte, deren Thematik ja eigentlich sehr ernst ist. Die Dialoge wirken ebenfalls gestelzt, sind tw. sehr kurz, nur eine Zeile oder ein Wort lang, was eine sehr abgehackte Atmosphäre schafft und nicht stimmig wirkt, denn kein Mensch unterhält sich so! Der Gesprächspartner – meist sind das ALLE Figuren, d.h. man spürt den Autor dahinter! – antwortet meist mit einer Gegenfrage, die einen Teil der Frage wiederholt, so als wäre die Figur schwerhörig und müsse sich ständig erkundigen, ob sie die Frage auch richtig verstanden habe. Hier ein fiktives Beispiel: "Ich fühle mich heute so eigenartig!" – "Eigenartig?" "Ja." "Weil du schlecht geschlafen hast?" "Schlecht geschlafen?" "Ja." "Nein. Ich war nur im Wald spazieren." „Im Wald?“ usw., den Rest kann man sich lebhaft vorstellen! LOL Und das über eine ganze Buchseite hinweg, da wird man rammdösig davon, und es nervt mit der Zeit unheimlich! LOL Des Weiteren verliert die Autorin den Main Plot mit Miriam und Ralph völlig aus den Augen, weil sie beginnt, zwei Nebenhandlungen um Ralph und dessen Frau Sadie so auszuweiten, dass plötzlich drei gleichwertige Parallel-Stories entstehen und der Fokus der Kernhandlung verlorengeht. Sub Plots sollten meiner Meinung nach immer eine Funktion erfüllen, nämlich eng mit dem Main Plot verbunden sein und diesen thematisch in irgendeiner Weise bereichern und ergänzen. Hier wirkt es eher so, als habe die Autorin drei thematisch unterschiedliche Kurzgeschichten zu einem Roman zusammengefügt. Nur hat die eine Story nichts oder wenig mit der anderen zu tun. Das kann man daran sehen, dass das Fehlen der Sub Plots den Main Plot nicht verändern würde – und ich hätte gut und gerne auf diese verzichten können. Der Schluss ist leider vorhersehbar und bringt keinen Aha-Effekt oder gar eine Auflösung. Diese hätte es nur dann geben können, wenn die Freundschaft mit Ralph der Grund für Miriams Wandlung darstellt – das erwartet man zumindest nach dem Klappentext – aber selbst DAS ist leider nicht gegeben. Fazit: Ein Klappentext, der thematisch nicht hält, was er verspricht, somit ein leider auf ganzer Linie enttäuschender Roman – dennoch bleibe ich dem Kein & Aber Verlag treu, von dem ich bis jetzt immer positiv überrascht worden bin. Sprachlich (Stil, Perspektive, Dialoge) sehr gewöhnungsbedürftig bis nervig und v.a. eine psychologisch nicht ausgereifte und glaubwürdige Figurenzeichnung. Sub Plots, die nichts zur Handlung beitragen und ein fader Schluss schließen das Ganze ab. Insg. nur 2 Sterne von mir und leider keine Empfehlung!

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    • 4
  • Ein Buch für Querdenker

    Flüstern mit Megafon
    Puschel1304

    Puschel1304

    "Flüstern mit Megaphon" von Rachel Elliot Titel: Der Titel dieses Buches ist schön gewählt und war mit ein Grund, mich an diese Geschichte zu locken. Der Titel wird gut umgesetzt und ebenfalls auch innerhalb des Buches wieder aufgegriffen. Cover: Das Cover allein ist schon für Querdenker gedacht und symbolisiert in gewisser Weise, die Kuripsität dieser Geschichte. Zu sehen ist ein Mädchen, dass sich sitzend im Gras befindet, dennoch ist dieses Bild einmal nach links dewendet, sodass der Leser das Buch drehen muss, um dieses zu sehen. Das macht das ganze sehr interessant und animiert. Sehr gute Variante. Klappentext: Der Klappentext beschreibt zwei Protagonisten, Ralph und Miriam, die beide eines Tages aus ihrem gewohnten Leben ausbrechen. Dieses ist der Beginn einer unerwarteten Freundschaft und der Neuanfang für beide voller Überraschungen. Für die Handlung, die der Leser vorfindet, ist diese Zusammenfassung ein wenig zu sehr zusammengefasst und beschreibt nur die wesentlichen Züge, nicht jedoch eine spannende Geschichte. Schreibstil: Die Geschichte teilt sich in 46 Kapiteln in 399 Seiten auf, hierbei unterscheiden sich sehr kurze Kapitel und einige wenige lange. Die Autorin verwendet einen neumodernen Schreibstil aus der Form eines Erzählers, bei dem sie den Leser das ein oder andere Mal verwirrt, da sie nicht nur während der Handlung in die Vergangenheit springt, sondern oftmals auch etwas von der Zukunft preis gibt, noch hinzu kommt, dass sie an einigen Stellen Schachtelsätze benutzt, die der Leser mehrmals lesen muss, um hinder den Grundgedanken zu steigen. Inhalt: Der Inhalt beeschreibt das Leben von Ralph, einem Mann der als Beruf den Psychotherapeut ausübt, in dem er jedoch sehr schlecht zu sein scheint und der sich aus seinem Leben und seiner Ehe verflüchten zu versucht. Auf der anderen Seite haben wir Miriam, die sich drei Jahre nicht aus dem Haus gewagt hat und sich nun endlich ihren Zwängen entflieht. Leider bekommt der Leser keinen Einblick, warum es zu diesem Zwang kam. Aber damit nicht genug, die Geschichte beinhaltet in gewisser Weise nicht nur zwei Protagonisten, sondern jeder Charakter bekommt in gleichen Größen eine Art Hauptrolle, daher ist es für den Leser schwer zu entscheiden, welchem Leben er folgen möchte. Bei all diesen Protagonisten kommt es dazu, dass die Autorin am Ende leider keine Seiten mehr übrig hat, um jeden auch ein gewisses Ende zu garantieren. Somit bleibt der Leser leider auf vielen Fragen sitzen. Hinzu kommt, dass dieses Buch in der modernen Zeit spielen soll, somit wird die Technik mit eingebracht und das ein oder andere Mal darf der Leser Twitter-Gespräche verfolgen. Diese sind eindeutig unübersichtlich und tragen nicht zu Handlung bei. Kommen wir aber zurück zur Geschichte, Ralph und Miriam treffen sich also durch Zufall im Wald und beginnen eine Art Freundschaft. Hierbei fehlt dem Leser die Handlung, bei der sich beide vielleicht helfen, ihren Zwängen zu entfliehen. Dieses erwartet man zumindest, wenn man den Klappentext gelesen hat, jedoch ist dies keineswegs der Fall, es gibt keine langen Gespräche oder Denkanstöße untereinander, ganz im Gegensatz, zu den meisten Dingen bringen die beiden sich von alleine, daher erscheint die Geschichte nicht als rund und die beiden hätten sich letzendlich auch nicht kennenlernen brauchen. Fazit: Die Grundidee ist super, dennoch bleiben zu viele Fragen offen. Wichtig ist für diese Handlung doch die Mutter, die ausschlaggebend für Miriams Leben zu sein scheint und doch erfährt der Leser nicht, was dieses Verhalten auf sich hat. Zu viele Dinge bleiben unausgesprochen und dafür erfahren wir Dinge und lernen Personen kennen, die überflüssig sind, weil sie nicht wesentlich zur Handlung beitragen. Dieses Buch ist zwar lesenswert, nicht jedoch aber schlüssig. Eher etwas für nebenbei, wenn man nicht einmal darüber nachdenken möchte. Macht man sich dennoch die Mühe und denkt nach, wird man zu keinem Schluss kommen. Dafür ist es zu verwirrend, die Charaktere zu unverständlich und leider auch nicht gut genug ausgeführt.....

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    • 2
    Insider2199

    Insider2199

    02. November 2015 um 22:12
  • "Die Welt ist ein sicherer Ort, bis sie es plötzlich nicht mehr ist."

    Flüstern mit Megafon
    Miia

    Miia

    Inhalt Die Wege von Ralph und Miriam könnten unterschiedlicher kaum verlaufen. Der Psychotherapeut und Familienvater Ralph führt ein scheinbar glückliches Leben, bis er seine Frau Sadie auf seiner Geburtstagsparty mit ihrer besten Freundin in fagranti erwischt. Schlimmer noch: Dank Twitter scheint außer ihm bereits die ganze Welt über die wahren Gefühle seiner Frau Bescheid zu wissen. Während Ralph wutentbrannt das Weite sucht, verlässt am anderen Ende der Stadt auch Miriam ihr Haus das erste Mal seit Langem. Nach Jahren der Isolation wagt sie endlich den Schritt hinaus in die Welt. Mitten im Wald treffen sie und Ralph aufeinander. Was als zaghafte Begegnung beginnt, entwickelt sich zu einer unerwarteten Freundschaft und stellt das Leben der beiden komplett auf den Kopf. Rachel Elliott erzählt mit viel Witz und Tempo von verborgenen Sehnsüchten, dem Wunsch, neu anzufangen, und dem befreienden Gefühl, aus alten Mustern auszubrechen. Meine Meinung Ich durfte das Buch aufgrund einer Leserunde lesen und bedanke mich dafür! Die Thematik des Buches lässt sich eigentlich gut zusammen fassen. Im Endeffekt erleben wir Personen, die ein bestimmtes Leben führen. Sie haben verschiedene Routinen, einen (Ehe-)Alltag. Leider ist das Leben oftmals entweder gar nicht selbstbestimmt oder sie führen ein Leben, was sie eigentlich nie leben wollten.  Die Geschichte versucht den Ausbruch aus diesem Alltagstrott darzustellen.  Teilweise gelingt das auch ganz gut. Sadie, Ralph und Miriam brechen aus ihrem Alltag aus. Machen das, was sie schon immer mal machen wollten. Besuchen die Leute, die noch immer in ihren Köpfen spuken. Versuchen den richtigen Weg für sich zu finden.  Meiner Meinung nach ist das nicht immer perfekt gelungen. Mir sind insbesondere Ralphs und Miriams Handlungen nicht immer ganz schlüssig. Sie erleben teilweise Sinneswandlungen, die für mich aus heiterem Himmel kommen und für mich auch nicht nachvollziehbar sind. Alleine, dass Miriam nach 3 Jahren das Haus verlässt, ist nicht nachvollziehbar, weil man nicht verstehen kann, was nach 3 Jahren der Auslöser für diese Veränderung war. Dazu nimmt das Buch meiner Meinung nach am Ende eine komische Richtung ein. Einige Vorfälle, insbesondere in Sadies Part, sind mir zu konstruiert und irgendwie zu glücklich. Dann gibt es Vorfälle, die einfach nur absurd und auch geschmacklos sind. Mir fehlt da irgendwie ein bisschen der rote Faden und auch einen Spannungsbogen habe ich vermisst.  Ich bin von der Thematik begeistert, aber das Potential wurde hier nicht genutzt.  Fazit Die Thematik der Geschichte finde ich toll. Wie viele Leute leben ein Leben, dass sie sich so für sich gar nicht vorgestellt haben. Aber auch man selbst erlebt oft, dass man total im Alltag gefangen ist. Man braucht halt zwischendurch einfach mal so einen Alltagsausbruch. Dies wird hier thematisiert und das finde ich wirklich gut. Die Umsetzung finde ich dagegen nicht sehr gelungen. Mir fehlt der rote Faden sowie der Spannungsbogen. Einige Handlungen der Charaktere sind zu wenig nachvollziehbar. Ich lande bei 2 Sternen! 

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    • 2
    Insider2199

    Insider2199

    02. November 2015 um 21:34
  • Flüstern mit Megafon

    Flüstern mit Megafon
    Bella5

    Bella5

    01. November 2015 um 16:07

    Cover: Das Cover hat mir gut gefallen, die unaufgeregte Gestaltung, die Farbgebung, die sich auf wenige Töne beschränkt, sagt mir zu. In der Buchhandlung würde ich auf jeden Fall nach dem Buch greifen! Beschreibung: " Mehr als ein Flüstern bringt Miriam nicht heraus, und seit drei Jahren hat sie das Haus nicht mehr verlassen. Doch eines Tages ist sie endlich bereit, sich der Welt zu stellen. Auch Ralph steckt in einem Leben fest, das ihn nicht glücklich macht. Sein Beruf als Psychotherapeut erfüllt ihn nicht, seine Söhne werden erwachsen und brauchen ihn nicht mehr, und seine perfekte und ehrgeizige Frau Sadie verbringt mehr Zeit mit ihrer Twittergemeinde als mit ihm. Als er entdeckt, dass Sadie ihn nicht liebt, ist er nicht mehr bereit, sich mit weniger zufriedenzugeben. Er flieht Hals über Kopf aus seinem Leben – und trifft auf Miriam. " Mein Lesefazit: Vorab: Das Buch ist kein feelgood - Roman und stellenweise ist es auch keine leichte Kost, wer also eine Wohlfühllektüre sucht, sollte hier nicht zugreifen. Wenn man diese Erwartung hinter sich gelassen hat, liest sich "Flüstern mit Megafon" aber recht flüssig, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Beschränkung auf ein Problemfeld der Erzählung nicht auch gedient hätte. Die Autorin reißt diverse Probleme an, die der Mensch haben kann, schwere Traumata stehen neben scheinbar alltäglichen Problemen und Unzufriedenheiten. Identitäts - und Lebenskrisen werden beschrieben, ist es möglich, ein ganz neues Leben zu leben & was ist schon normal ? Der Roman war völlig anders als ich vor der Lektüre angenommen hatte; dennoch ließ er sich trotz kleiner Längen im Erzählfluss recht flott lesen. Über den Handlungsverlauf will ich nicht zuviel verraten, teils ist es eine etwas sperrige Lektüre, aber keineswegs durchweg eine schlechte :) Für "Flüstern mit Megafon" vergebe ich 3,5 - 4 Sterne .

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