Rachel Hawkins Demonglass

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  • Rezension zu "Demonglass" von Rachel Hawkins

    Demonglass

    serpent

    12. May 2011 um 20:02

    Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler, wenn man den ersten Band noch nicht gelesen hat! Das erste Semester in Hex Hall ist für Sophie ein Desaster gewesen: sie hat sich mit den mächtigsten Hexen der Schule angelegt, wurde zum Nachsitzen verurteilt, musste miterleben wie Schülerinnen von einem Dämon angegriffen wurden und hat dann auch noch erfahren, dass sie selber ein Dämon ist. Ach, und nicht zu vergessen ihre absolut unpassende Verliebtheit in Archer Cross, der sich als Mitglied der L’Occhio di Dio herausstellte – einer Gruppierung, die alle übernatürlichen Wesen vom Erdboden tilgen möchte. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie immer noch an ihrem Plan festhält, sich ihre Zauberkräfte vom Rat entfernen zu lassen. Doch ihr siebzehn Jahre lang abwesender Vater – das Oberhaupt des Rates – taucht plötzlich auf und läd sie nach England ein, wo sie mehr über ihre Herkunft und ihre Kräfte lernen soll. Mit ihrer besten Freundin Jenna im Gepäck macht sie sich deshalb auf den Weg um Hex Hall hinter sich zu lassen und den Sommer in Großbritannien zu verbringen. Und obwohl sie sich freu etwas Zeit mit ihrem Vater verbringen zu können, sieht sie ihrem Trip doch mit gemischten Gefühlen entgegen – schließlich gehen Gerüchte um, dass der mittlerweile überall gesuchte Archer sich ebenfalls in England aufhält. Tatsächlich wird Sophie, dort angekommen, aber mit viel größeren Problemen als einem desaströsen Liebesleben konfrontiert, denn es scheint sich ein Krieg zwischen den übernatürlichen Wesen und L’Occhio di Dio anzubahnen. Außerdem kommt sie einem Verrat auf die Spur, der sie und ihre Freunde in große Gefahr bringt… Der zweite Teil der „Hex Hall“-Trilogie schließt kurz an den Ersten an und erzählt dieses Mal eine rasante Geschichte, die beinahe an einen Thriller herankommt. Sophie ist sarkastisch und schlagfertig wie eh und je. Ihre Kommentare und frechen Bemerkungen sind auch in „Demonglass“ das, was das Buch für mich zu einer so wunderbaren Lektüre macht. Manchmal absolut unpassend, meistens aber herrlich auf den Punkt gebracht, nimmt sie kein Blatt vor den Mund und bringt einen beim Lesen immer wieder zum Lächeln. Und nicht nur bei uns Lesern scheint sie mit ihrer Art gut anzukommen: auch der junge Heiler Hex Halls – Cal – hat offensichtlich ein Auge auf sie geworfen. So ist es wenig verwunderlich, dass sich ein kleines Liebesdreieck abzuzeichnen beginnt. Letztendlich muss Sophie entscheiden ob sie dem schweigsamen Heiler eine Chance gibt, oder ob ihr Herz noch immer an dem Verräter Archer hängt. Gut fand ich, dass man endlich auch mehr über Sophies Vater erfahren hat. Als Oberhaupt des Rates spielt er in der Welt der Übernatürlichen eine große Rolle, hat aber im Leben der Siebzehnjährigen hauptsächlich durch Abwesenheit geglänzt. Damit, dass er sie nun nach England zum Rat einläd, lernt man seine Persönlichkeit und sdie Beweggründe für sein Handeln eher kennen. Auf mich persönlich hat er einen recht mysteriösen Eindruck gemacht und obwohl es gegen Ende eine unerwartete Wendung gibt, bleibt es spannend und es wird sicher nicht das Letzte gewesen sein, was man von ihm hört. Natürlich kommen auch einige andere alte und viele neue Bekannte vor: Jenna, Sophies Vampir-Freundin, ist dabei ganz Vorne mit von der Partie. Sie hat wieder recht kurze und unbedeutende Auftritte, rückt meiner Meinung nach sogar etwas in den Hintergrund. Das ist eigentlich schade, denn ein Vampirmädchen, das ein Faible für Pink hat, hat definitiv Potential um die Welt des Rates auf den Kopf zu stellen. Vermutlich wäre dies aber zu viel gewesen wenn man bedenkt, wer noch alles Platz auf diesen knapp 350 Seiten haben musste: Die Schulleiterin Mrs. Casnoff hat eine Schwester, die uns Leser mehr als einmal überrascht… und dann sind da noch Nick und Daisy, die gleich von der ersten Begegnung an eine bedrohliche Rolle einnehmen. Insgesamt war ich fasziniert davon, wie die Geschichte sich von einer recht überschaubaren Internatsgeschichte mit etwas Sarkasmus und vielen abgedrehten Ideen zu einem verwobenem Roman entwickeln konnte. Tatsächlich bietet „Demonglass“ eine ganz neue Dimension und entführt sowohl seine Charaktere, als auch den Leser tiefer in Sophies Welt, ihre Gefahren und Intrigen. Immer wieder gibt es Wendungen, die man nicht vorhersehen konnte und trotz des gut dosierten Humors ergreift einen bei fortschreitender Handlung ein beklemmendes Gefühl. Das Ausmaß an Intrigen, Verworrenheiten und Mysterien hält einen dabei immer in einer Anspannung, die es unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen. Rachel Hawkins hat mit der Fortsetzung ihres Fantasyromans einen Volltreffer gelandet und gezeigt, dass sie ihre Geschichte an Tempo und Komplexität noch steigern kann. Für alle Fans von Sarkasmus, gutem Humor, Fantasy und Geheimorganisationen ist das Buch also gleichermaßen etwas wie für Freunde von Liebesgeschichten (á la Romeo und Julia), Dreickesbeziehungen und pinken Kleidern. Wer das Buch gelesen hat, wird auf jeden Fall ungeduldig auf das Finale der Trilogie im nächsten Jahr warten. Wohl oder übel bleibt bis dahin nichts Anderes zu tun als zu spekulieren, wie es weiter gehen könnte, schon einmal Fähnchen zu basteln („Team Cal“ vs. „Team Archer“) und zu hoffen, dass Rachel Hawkins uns ein weiteres Mal positiv überraschen und die Auflösung noch einmal spannender verfassen kann.

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