Rachel Held Evans Mein Jahr als biblische Frau

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Inhaltsangabe zu „Mein Jahr als biblische Frau“ von Rachel Held Evans

Rachel steht mitten im Leben, ist verheiratet und macht beruflich Karriere. Die überzeugte Christin glaubt an Gott und liest regelmäßig in der Bibel. Trotzdem stand sie bisher eher auf Kriegsfuß mit der "Superfrau" aus dem biblischen Buch der Sprichwörter. Als einige ihrer Freundinnen erklären, sie wollen "biblischer leben", ihrer Karriere den Rücken kehren und häuslich werden, stimmt sie das nachdenklich.

Ist das wirklich der richtige Weg, als Frau nach der Bibel zu leben? Rachel will es wissen und versucht ein Jahr lang, so biblisch wie möglich zu leben. Dabei nimmt sie so manche Passage wörtlich. Einige ihrer Maßnahmen scheinen absurd, andere genial. Auf ihrer Reise in die Vergangenheit dringt Rachel tief zum Kern biblischer Aussagen vor und entdeckt überraschend Zeitloses.

Verschiedene Blickwinkel auf die Bibel & ihre Botschaft, das Erleben jüdischer Traditionen geben vllt. auch Anregungen f. den eigenen Alltag

— Sick

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  • Leserunde zu "Mein Jahr als biblische Frau" von Rachel Held Evans

    Mein Jahr als biblische Frau

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Verlag Gerth Medien stellt zwei Exemplare des Romans  „Mein Leben als biblische Frau“ von Rachel Held Evans  zur Verfügung.. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde! „Rachel steht mitten im Leben, ist verheiratet und macht beruflich Karriere. Die überzeugte Christin glaubt an Gott und liest regelmäßig in der Bibel. Trotzdem stand sie bisher eher auf Kriegsfuß mit der "Superfrau" aus dem biblischen Buch der Sprichwörter. Als einige ihrer Freundinnen erklären, sie wollen "biblischer leben", ihrer Karriere den Rücken kehren und häuslich werden, stimmt sie das nachdenklich. Ist das wirklich der richtige Weg, als Frau nach der Bibel zu leben? Rachel will es wissen und versucht ein Jahr lang, so biblisch wie möglich zu leben. Dabei nimmt sie so manche Passage wörtlich. Einige ihrer Maßnahmen scheinen absurd, andere genial. Auf ihrer Reise in die Vergangenheit dringt Rachel tief zum Kern biblischer Aussagen vor und entdeckt überraschend Zeitloses"                                              Den Link zur Leseprobe findet ihr hier.                       Bitte bewerbt euch bis zum 9. April  24 Uhr hier im Thread und beantwortet die Frage, ob ihr euch ein Leben als "biblische Frau"/"biblischer Mann vorstellen könnt bzw. warum nicht. Bitte beachtet, dass Arwen10 die Bücher selber verschickt. Deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 2,00 Euro Portokosten zu überweisen. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid. Die Bücher werden erst nach der Überweisung des Geldes versendet. Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Diese wird bitte nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage…) veröffentlicht. Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine christliche Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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    • 64
  • Die Bibel lässt sich nicht auspredigen - oder ausinterpretieren.

    Mein Jahr als biblische Frau

    Sick

    23. June 2014 um 10:51

    Rachel und ihr Mann Dan sind seit zehn Jahren zusammen und leben im Osten Tennessees. Sie arbeiten selbstständig und auch gerne als Team zusammen. Rachel betreibt außerdem einen Blog und ist als freie Journalistin tätig. Beide sind evangelikale Christen, die ihren Glauben praktizieren, wenn auch nicht so streng, wie sie es in der Sonntagsschule gelernt haben. Sie sind also ein modernes, christliches Paar.   Doch für ein Jahr wird vieles anders sein. Denn Rachel möchte herausfinden, was es heißt als Frau nach der Bibel zu leben. Ohne Herauspicken von angenehmen Stellen und möglichst wörtlich. Ist der Platz einer Frau tatsächlich nur Zuhause bei Mann und Kind? Untergeordnet, schweigsam und ohne Autorität? Dürfen Frauen das Wort Gottes wirklich nicht lehren? Und gibt es überhaupt DIE eine Lebensweise um biblisches Frausein zu praktizieren? All diese und noch mehr Fragen, die Rachel sich schon öfter gestellt hat, möchte sie durch das Projekt beantworten. Dabei konzentriert sie sich jeden Monat verstärkt auf eine andere Tugend, unter anderem Sanftmut, Häuslichkeit, Gehorsam, Züchtigkeit, Gerechtigkeit und Stille. Manche Bereiche des Lebens wie angemessene Kleidung oder Kochen nach biblischen Bräuchen integriert sie fest in den Alltag. Dabei geht sie nicht nur auf die Bibel als Gesamtwerk ein, sondern auch auf Interpretationen zeitgenössischer Autoren verschiedener Glaubensrichtungen. Interessant waren auch die Kommentare auf ihrem Blog, die zum Teil im Buch veröffentlicht wurden. Vor allem zu Anfang und nach Bekanntgabe, dass Rachel über ihre Erfahrungen schreiben würde, gab es viele Proteste, teilweise wütend, andere argumentativ. Es gab aber auch viele Menschen, die Rachel ermutigt haben oder ihr mit Ratschlägen zur Seite standen. Über manche Themen wurde auch wild diskutiert. Außerdem hat ihr Mann Dan in dieser Zeit Tagebuch geführt, sodass man ab und zu einen kleinen Einblick bekommt, wie er das Projekt wahrnimmt.   Einige Aktionen sind bizarr und Manche würden sagen auch unnötig. Dazu gehören wohl die Buße auf dem Dach des Hauses, das Zelten im Garten während der Periode oder Babysitting einer batteriebetriebenen Puppe. Bei anderen Dingen wie Handarbeit, Kochen lernen oder der Reise nach Bolivien mit World Vision kann ich Rachel aber verstehen, dass sie es unbedingt ausprobieren möchte. Und sie nimmt auch immer etwas für sich mit, sei es durch ihre Experimente oder das Lesen. Diese zusammenfassenden Erkenntnisse, die meistens den Monat und somit das Kapitel beenden, haben mir am besten gefallen. Denn sie zeigen auf, dass die Bibel sehr viel mehr in sich trägt als das, was sich die Menschen im Laufe der Jahrhunderte zum Vorteil ein paar Weniger herausgesiebt haben. Wer sich für dieses Buch interessiert, sollte das Vorwort sorgfältig lesen und es immer im Hinterkopf behalten, denn manchmal könnte man meinen, dass Rachel ein bisschen vom eigentlichen Thema abkommt. Und auch Solche, die der Meinung sind, dass sie die Bibel damit ins Lächerliche zieht, sollten sich immer vor Augen halten, dass sie (sicherlich ein wenig überspitzt) aufzeigt, was ein Leben als Frau nach der Bibel in der heutigen Zeit bedeuten könnte. Und wer jetzt sagt: "Das war vor Tausenden von Jahren in einem anderen Kulturkreis, das kann man nicht vergleichen!", dem sage ich: Keine Rosinenpickerei! Letztlich muss man mit Rachels Art zurecht kommen, denn natürlich lernt man sie sehr persönlich kennen. Wer sich aber auf das Projekt einlässt, der wird viele verschiedene Blickwinkel auf bekannte und eher unbekannte Bibelstellen bekommen, die jüdischen Traditionen näher kennen lernen und vielleicht auch Anregungen für den eigenen Alltag erhalten.

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  • Leider nicht empfehlenswert...

    Mein Jahr als biblische Frau

    blessed

    Bloggerin und Autorin Rachel Held Evans ist überzeugte Christin und liest regelmäßig in der Bibel. Als einige ihrer Freundinnen "biblischer leben" wollen, stimmt sie das nachdenklich. Rachel will wissen, wie es ist als Frau nach der Bibel zu leben und wagt ein Experiment: Sie will ein Jahr lang so biblisch wie möglich leben. Dabei nimmt sie so manche Passage wörtlich und überträgt für die Dauer ihres Projekts Bibelstellen aus dem Alten, sowie dem Neuen Testament auf ihren Alltag. Jeden Monat stellt sie unter ein neues Thema, setzt sich passende Ziele und konzentriert sich in dieser Zeit auf eine bestimmte Tugend, wie z.B. Sanftmut, Häuslichkeit, Gehorsam, Schönheit und Unterordnung. In ihrem Buch Mein Jahr als biblische Frau lässt Rachel Held Evans ihre Leser an ihrem außergewöhnlichen Projekt teilhaben. Anfangs war ich sehr gespannt auf dieses Buch und fasziniert von dem Vorhaben der Autorin. Nachdem ich zu lesen begonnen habe, merkte ich recht schnell, dass ich anscheinend ganz andere und vorallem falsche Erwartungen an das Buch hatte. So war ich z.B. sehr überrascht, dass Rachel Held Evans sich u.a. an Reinlichkeitsgebote aus dem Alten Testament halten wollte. Je mehr ich las, desto öfter fragte ich mich nach dem Sinn und Zweck des Experiments. Wirklich erschlossen hat sich dies mir auch nach Beenden der Lektüre nicht. Rachel Held Evans hat zu den verschiedenen Bibelstellen in feministischer, konservativer und liberaler Literatur recherchiert. Auch hat sie jüdische, katholische und protestantische Sichtweisen zu jedem ihrer Themen herausgesucht. So fand ich besonders die jüdisch-orthodoxe Sicht auf Sprüche 31 sehr interessant. Dennoch lies mich das Buch immer wieder leicht irritiert zurück. Die Autorin weiß z.B., dass Sprüche 31 keine To-do Liste ist, sondern ein Lobgesang. Trotzdem bürdet sie sich viele Extraaufgaben aus dieser Bibelpassage auf. Auf das "wozu" habe ich leider keine Antwort finden können. Nach und nach hat sich für mich herauskristallisiert, dass Rachel Held Evans sich bei vielen Themen für mein Empfinden gar nicht so sehr an die Bibel hält, sondern vielmehr an das, was andere Leute daraus gemacht haben. Sie recherchiert zwar auch selbst und die Schlüsse, zu denen sie durch induktive Bibelarbeit kommt, sind sehr interessant. Aber für ihr Projekt verlässt sie sich für meinen Geschmack zu sehr auf anderer Leute Meinungen. Im Kapitel über Unterordnung hat sie sich z.B. nicht an der Bibel orientiert, sondern an den Interpretationen einer anderen Autorin. Auch wenn sie zwischendurch immer mal wieder zu einigen interessanten Schlussfolgerungen kommt, konnte ich mit dem Buch als Ganzes nicht wirklich warm werden. Unter "biblischem Frausein" scheine ich etwas anderes zu verstehen als Rachel Held Evans und habe wohl entsprechend auch ein anderes Buch erwartet. Was mir im ganzen Buch jedoch am meisten gefehlt hat war Jesus Christus und was Er am Kreuz für uns getan hat. Als Christin kann ich beim Betrachten der Bibel (und das gilt selbstverständlich auch für das Alte Testament) Jesus nicht einfach außen vor lassen. Das scheint mir hier aber leider geschehen zu sein.

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    • 2
  • Überflüssig und albern

    Mein Jahr als biblische Frau

    Carigos

    Sowohl der Titel als auch das Cover trafen spontan einen Nerv bei mir. Mir kamen positive und negative Assoziationen in den Sinn. In Bezug auf die Rolle der Frau befinden sich Christen bekanntermaßen schon lange im Konflikt und ich wollte unbedingt wissen, welches Fazit Rachel Held Evans aus ihrem Experiment gezogen hat. INHALT: Rachel Held Evans nimmt die Bibel in Bezug auf ihr Frausein ein Jahr lang beim Wort. Jeden Monat setzt sie mit einer anderen weiblichen "Tugend" einen Schwerpunkt, z.B. Sanftmut, Häuslichkeit, Gehorsam, Reinheit...Dabei steckt sie sich auch konkrete Monatsziele. Parallel werden immer wieder Tagebucheinträge ihres Mannes Dan eingestreut, der von seinen Eindrücken zum Projekt berichtet. ZITATE: "Nach zwölf Monaten biblischen Frauseins gelangte ich zu einem eigenwilligen Schluss: So etwas wie "biblisches Frausein" gibt es gar nicht." MEINUNG: Nachdem ich das Buch mit einem fahlen Beigeschmack zur Seite gelegt habe, weiß ich gar nicht so recht, wie ich in meine Rezension einsteigen soll. Die Autorin lässt bereits im Vorwort diesen absonderlichen Satz fallen: "Wie sich herausstellte, gibt es Verlage, die einen sogar noch für solche verrückten Ideen bezahlen! Am 1. Oktober 2010 gelobte ich also, mit Unterstützung von Dan und einem unerschrockenen Team von Verlagsprofis, ein Jahr meines Lebens damit zu verbringen, wahres biblisches Frausein anzustreben." Hier schlich sich bei mir zum ersten Mal der Gedanke ein, dass die Autorin das Experiment hauptsächlich dazu durchführt, um Material für ihren Blog und das geplante Buch zu sammeln. Desweiteren betont sie, dass sie in einem konservativ evangelikalen Umfeld groß geworden und deshalb (in Bezug auf das Rollenbild von Mann und Frau) stark vorgeprägt ist. Als mir im Verlauf des Buches dann bewusst wurde, dass sie die eigens auferlegten Aufgaben nicht wirklich ernst nimmt und vieles durch den Kakao zieht, fühlte sich das Buch plötzlich wie ein Rundumschlag gegen alle ihre konservativen Geschwistern an. Trotz der vielen kritischen Kommentare auf ihrem Blog, die sie auch in ihrem Buch erwähnt, lässt sie sich aber nicht beirren (was sie vielleicht hätte tun sollen...) Es ist schwer zu fassen, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Eines ist jedenfalls klar: Rachel bürdet sich eine Menge Mist auf. Sie zeltet während ihrer Periode drei Tage im Garten, setzt sich zur Buße aufs Hausdach, besucht einen Benimmkurs, quält sich mit Handarbeit, kümmert sich drei Tage lang um ein Simulationsbaby, läuft in Leinenrock und Kopfbedeckung herum, beschäftigt sich mit jüdischen Reinheitsgeboten, u.s.w. - bis zum Schluss wird nicht klar, wohin das führen soll. Ich finde es ja schön, dass sie sich auf die Spuren alttestamentlicher Frauen begeben und sich kritisch mit den Paulusbriefen auseinandergesetzt hat, aber ihre Art, die Ergebnisse zu präsentieren, hatte wenig mit Respekt zu tun. Man lernt in diesem Buch vor allem Rachel selbst kennen. Sie erzählt von ihrer wilden Entschlossenheit und hebt gerne ihre Stärken hervor. Wie verrückt man doch sein muss, um so ein Experiment durchzuziehen usw...Weiter erfahren wir, dass ihr Mann Dan ein angepasster und geduldiger Zeitgenosse ist, der sie bei ihrem Projekt vorbildlich unterstützt. Im Monat "Schönheit" (Sexualität) stellt Rachel klar, dass sie ein sehr zufriedenstellendes Sexleben hat und ihr Mann und sie auch sonst ein gutes Team sind. Und dass Babys völlig überschätzt werden. Wenn es um ihre Schwächen geht, werden diese humorvoll übergangen. Die Selbst-Beweihräucherung nimmt kein Ende...für mich stellt sich da die Frage: für wen wurde das Buch eigentlich geschrieben? Wer hat etwas davon, dass sie ein Passahfest feiert und ungesäuertes Brot isst, obwohl sie überzeugte Christin ist? Wem will sie damit etwas demonstrieren? In einem gebe ich der Autorin recht: man kann die Bibel nicht immer 1:1 auf heute übertragen und trotzdem missbrauchen viele Christen Gottes Wort für ihre eigenen Zwecke - in diesem Fall machtgierige Männer. Aber so wie sich solche Männer bestimmte Bibelverse herauspicken, pickt sich auch Rachel "ihre" Verse heraus und reißt sie mächtig aus dem Kontext. An einer Stelle bezieht sie sich sogar auf eine Passage, deren Auslegung/ Übersetzung nicht ganz eindeutig ist (Richter 11, 30-40) und sät Zweifel in Bezug auf die Souveränität Gottes. Das ging mir einfach zu weit. Insgesamt hatte ich mehr Erwartungen an den Inhalt. Ihrer Erkenntnis, dass es "biblisches Frausein" an sich nicht gibt, kann ich zustimmen. Alle guten Tugenden, die man vorrangig von Frauen erwartet, sollten genauso von Männern praktiziert werden. Gott schenkt jedem einzelnen die Weisheit, den für sich bestimmten Platz zu finden und von dort aus seine Aufgaben mit Liebe zu Gott und den Menschen ausführen zu können. Von daher kann ich ihre Hauptaussage sehr gut verstehen. Aber das Drumherum war völlig unnötig und viel zu ausschweifend. Sie streift am Rande noch die Themen Fair Trade / Wohlfahrt und macht auf das Leid von Frauen auf der ganzen Welt aufmerksam. Es ist gut und wichtig, sich darüber Gedanken zu machen - aber ich erachte sowas als selbstverständlich. Das Leid solcher Frauen hat, ganz nebenbei, nicht immer mit Glaubensmissbrauch zu tun, sondern gründet auch oft auf rein kulturellen und politischen Gepflogenheiten. Es gibt auch genügend "Chauvis", die sich nicht als Christ oder Moslem betiteln. Ich finde es schön, dass die Autorin nochmal eine Art Rückblick auf ihr Jahr macht, aber die Schlüsse, die sie zieht, scheinen mir total aus dem Zusammenhang gerissen... es geht um Gerechtigkeit im Allgemeinen, den Schutz von Frauen in aller Welt, Mut zum Muttersein, jede Woche neue Rezepte ausprobieren...das kommt mir alles ziemlich albern vor. Ihre Vorsätze in Ehren, aber mir erschließt sich kein Zusammenhang zum Projekt. Der Schreibstil ist insgesamt bissig, herablassend und provokant, aber nicht auf eine gute, sondern auf eine gehässige Art. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass die Autorin ihr Projekt um jeden Preis rechtfertigen will - was mir zeigt, wie unsicher sie letztendlich war. FAZIT: Das Projekt scheint vor allem der Autorin selbst geholfen zu haben - sowohl finanziell als auch persönlich. Vielleicht konnte sie dadurch ein Trauma überwinden, wer weiß. Mir hätte aber nichts gefehlt, wenn sie dieses Experiment in aller Abgeschiedenheit durchgeführt hätte und kein Buch daraus entstanden wäre...

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    • 3
  • Man hätte mehr daraus machen können...

    Mein Jahr als biblische Frau

    Arwen10

    Rachel ist verheiratet, Christin und liest regelmäßig in der Bibel. Als sich einige ihrer Freundinnen häuslich niederlassen, ihrer Karriere den Rücken kehren und "biblisch" leben möchten, macht sie das nachdenklich. Im Selbstversuch startet Rachel das Projekt "Biblisch Leben" und nimmt dabei so manche Bibelstelle wörtlich. Das Buch lässt sich gut lesen, der Schreibstil ist größtenteils humorvoll bis ironisch, bissig. Und das sind dann auch die Dinge, die mir weniger an diesem Buch gefallen. Manches wird einfach ins Lächerliche gezogen bzw. betont lächerlich gemacht. Sehr interessant fand ich geschichtliche und sachlische Informationen zu den angesprochenen Themen. Dabei ist dem Leser schon klar, dass das Klima z.B. ganz anders ist, als in früheren Zeiten und gar in einem anderen Land. Auch die Kleidung ist heute anders. Ganz lächerlich fand ich den Versuch, sich drei Tage um ein Puppenbaby zu kümmern, das schreien kann. Im Großen und Ganzen kam mir dabei der Gedanke, dass eine Hausfrau und Mutter wohl nie auf den Gedanken käme, einen solchen Versuch zu starten, weil weite Teile in abgewandelter Form sowieso zu ihrem Alltag gehören. Ist das vielleicht schon etwas in Vergessenheit geraten bei dem heutigen Leben, dass für viele Frauen ja schon ganz anders läuft als noch vor 40 Jahren ? Der Trend geht ja dahin, dass auch alle Frauen berufstätig sind und Kinder wenn, nur nebenbei laufen. Kochen und Backen zu können war mal eine Selbstverständlichkeit für Frauen, weil man es von Mutter, Oma und sogar in der Schule lernte. Heute sieht es da schon anders aus. Gestört hat mich auch manche Interpretation der Bibelstellen, die vielfach aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Ich habe extra in meiner Studienbibel nachgelesen und da steht nichts von den Schlüssen, die die Autorin daraus zieht. Ihr Mann Dan ist sehr geduldig und hat so manche seltsame Idee mitgemacht. Insgesammt hat man als Leser am Ende noch so manche Infos zu jüdischen Festen und Gebräuchen. Mir fehlt am Buch aber die tiefergehende Auseinandersetzung mit der Bibel für unser Leben. So wirkt manche Bibelstelle mit dem was daraus gemacht wurde seltsam und befremdlich .

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