Rachel Joyce Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

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Inhaltsangabe zu „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce

EIGENTLICH WOLLTE ER NUR ZUM BRIEFKASTEN. DANN GEHT HAROLD FRY 1000 KILOMETER ZU FUSS. Rachel Joyce' unvergesslicher Selbstfindungs-Roman über eine ungewöhnliche Pilgerreise hat die ganze Welt erobert. »Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.« Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle. Der preisgekrönte Roman von Rachel Joyce über Geheimnisse und lebensverändernde Momente, Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.

Ein Brief, eine Reise über 1000 Kilometer und in die Vergangenheit. Sehr bewegend!

— markus1708
markus1708

Ein großartiges Buch! Es ist niemals zu spät anderen zu danken und um Vergebung zu bitten.

— herrzett
herrzett

Wahnsinns Geschichte

— Bella_936
Bella_936

Wunderschöne Lektüre. Ein Wohlfühlbuch erster Klasse. Ein Stern Abzug nur deshalb, weil es am Schluss eine Prise zu viel Zuckerguss gibt.

— rumble-bee
rumble-bee

Eine Pilgerreise zum Genießen und Nachdenken.

— Wortverdichtung
Wortverdichtung

Berührend und schön geschrieben.

— Minka93
Minka93

Leseempfehlung

— Amber144
Amber144

Eine anrührende Geschichte, die mich ab der ersten Seite gefesselt hat. Absolut empfehlenswert!

— Summsebienchen27
Summsebienchen27

Ein schöner Selbstfindungsroman, den ich nur weiter empfehlen kann.

— Birkel78
Birkel78

Es war ein schönes Buch mit einigen schönen Gedanken, aber ein Highlight war es am Ende nicht. Trotzdem empfehle ich das Buch gerne weiter.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Ein Brief, eine Reise über 1.000 Kilometer und in die Vergangenheit. Sehr bewegend!

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    markus1708

    markus1708

    25. September 2017 um 16:01

    Harold ist Rentner und lebt mit seiner Frau in einem schmucken Häuschen in einer schmucken Siedlung ein langweiliges und eintöniges Leben.  Sie haben sich nicht mehr viel zu erzählen, schweigen sich an und schlafen in getrennten Zimmern.  Da bekommt Harold eines Tages Post von einer Kollegin mit der er vor 20 Jahren mal zusammen gearbeitet hat. Sie will sich von ihm verabschieden,  denn sie hat Krebs im Endstadium und nicht mehr lange zu leben. Harold setzt sich hin und schreibt eine Antwort.  Er packt den Brief in einen Umschlag,  verlässt das Haus um ihn in den Briefkasten zu werfen. Unterwegs überlegt er, wenn er einen Briefkasten weiter werfen würde, wäre er vielleicht eher da. Aber auch dort angekommen wirft er ihn nicht ein. Stattdessen macht er sich auf den Weg.  Zu Fuß und 1.000 Kilometer weit. Von unterwegs schickt er ihr Karten und beschwört sie, so lange am Leben zu bleiben bis das er bei ihr sei. Und so läuft und läuft er. Wochenlang.  Und begegnet auf seiner Reise vielen unterschiedlichen Personen und ihren Geheimnissen.  Aber er begegnet auch sich selbst und erkennt sich und wie er wurde was er ist. Was für ein bewegendes Buch! Wie einfühlsam die Geschichte von Harold geschrieben ist, so liebevoll sind auch die anderen Charaktere gezeichnet. Man fiebert mit während des Lesens – wird seine Kollegin bei Ankunft im Hospiz noch Leben? Man lacht, man grinst,  man verdrückt ein stilles Tränchen. Mich hat es sehr bewegt, ich kann es nur weiterempfehlen!

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  • berührend, mitreißend, schön

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    herrzett

    herrzett

    19. July 2017 um 18:43

    Dieses Buch umfasst so wahnsinnig viel und ist daher eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Der Rentner Harold Fry bricht aufgrund eines Briefes seiner ehemaligen Arbeitskollegin und Freundin aus seinem gewöhnlich, tristen Leben aus. Er möchte eigentlich nur einen Antwortbrief zum Briefkasten bringen, doch dies scheint ihm nicht genug. Er möchte zu ihr. Keiner glaubt an seinen anfänglichen Plan einmal quer durch England zu Quenie zu gehen und ihr seine aufrichtige Dankbarkeit zu zeigen und um Verzeihung zu bitten. Sein Wille bringt ihn dabei weiter als er jemals gedacht hätte... 'Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry' ist mitreißender Roman, den man beinahe nicht mehr weglegen möchte. Während des Lesens fiebert man förmlich mit und hofft, dass er noch rechtzeitig ankommen wird. Diese Geschichte berührt und lässt einen so schnell nicht los. Und eins sollte einem dabei stets bewusst sein, es ist nie zu spät. 

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  • Leseempfehlung

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    Amber144

    Amber144

    14. April 2017 um 17:40

    Ein wirklich tolles Buch.
    Es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt.
    Ein toller Schreibstil, der den Leser nicht mehr loslässt und eine sehr berührende Geschichte.
    Absolute Kauf- und Leseempfehlung

  • Eines meiner Lieblingsbücher

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    textgesteuert

    textgesteuert

    24. January 2017 um 10:45

    Das Buch hat mich ganz unerwartet sehr berührt. Der Renter Harold Fry, der aus seinem gewöhnlichen Leben ausbricht und zwischen den Zeilen so viel lernt. Es ist eine Lebensgeschichte mit viel Liebe, die dir viele Fragen stellen wird. Ich war wirklich tief berührt!

  • berührende Geschichte

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    Engelchen07

    Engelchen07

    23. January 2017 um 13:05

    Harold Fry erhält einen Brief von seiner früheren Kollegin Queenie. Queenie schreibt ihm, dass sie krank ist und im Sterben liegt. Harold überlegt was er ihr zurückschreiben kann und benötigt mehrere Anläufe bis er mit seinem kurzen Brief zufrieden ist. Er verabschiedet sich von seiner Frau Maureen, er gehe nur kurz zum Briefkasten um den Brief an Queenie einzuwerfen. Doch am ersten Briefkasten geht er vorbei, beim nächsten auch. Harold läßt mehrere Briefkästen hinter sich und beschließt dann zu Queenie zu laufen um sie ein letztes Mal zu sehen. Auf den Umschlag schreibt er , sie solle warten, er sei unterwegs. Bis zum Ziel sind es nahezu 1000 km. Harold läuft und läuft und läuft. Er verarbeitet auf seiner Pilgerreise die Vergangenheit mir seinen Eltern, das Leben seines Sohnes, das Zusammenleben mit seiner Frau Maureen und die Zeit mit Queenie. Eine sehr bewegende Geschichte.

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  • Erinnerung daran, Ballast abzuwerfen

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    Carigos

    Carigos

    16. January 2017 um 12:54

    Bei einem Gang durch die Bibliothek ist mir (mal wieder) dieses Buch in die Hände gefallen. Das Cover und der Titel waren mir natürlich nicht unbekannt. Doch dass mich nicht jeder Bestseller vom Hocker reißt, weiß ich bereits - trotzdem wollte ich diesem Roman eine Chance geben. INHALT: Harold Fry, ein scheinbar durchschnittlicher Rentner aus dem südbritischen Kingsbridge, erhält eine Nachricht von einer alten Bekannten – Queeny Hennessy. Sie liegt in Nordengland im Sterben und möchte ihren alten Arbeitskollegen, der ihr scheinbar wichtig ist, mit ein paar Abschiedszeilen darüber informieren. Harold beschließt, ihr aus Höflichkeit ebenfalls einen kurzen Brief zu schicken – doch der eigentlich geplante Gang zum Briefkasten entwickelt sich zu einer über 1.000 km weiten Pilgerreise der besonderen Art. Es stellt sich heraus, dass Harold doch nicht so durchschnittlich ist, wie er scheint. Auch das Leben anderer erscheint plötzlich in einem anderen Licht, als er einen Blick hinter die Fassade wagt. ZITATE: „Empfangen war nicht weniger ein Geschenk als geben, denn es verlangte sowohl Mut als auch Demut.“ „Du bist aufgestanden und hast etwas getan. Du hast versucht, einen Weg zu finden, obwohl du gar nicht wusstest, ob du überhaupt ankommst. Wenn das kein kleines Wunder ist, dann weiß ich auch nicht.“ MEINUNG: Vorweg sei gesagt: ich habe LANGE an diesem Buch gelesen. Es waren ca. 2 Wochen, in denen ich es immer wieder zur Hand genommen habe und häppchenweise mit Harold gepilgert bin. Trotz der schwerfälligen Lektüre wollte ich aber unbedingt wissen, wie und wo seine Reise endet. Im Grunde war das Lesetempo passend, denn auch Harolds Pilgerreise ist lang, beschwerlich und erfordert Geduld. Es war fast so, als hätte ich ebenfalls auf das schnelle Auto verzichtet. Dementsprechend hat es auch eine Weile gedauert, bis ich mit Harold als Hauptfigur warm wurde. Der schrullige alte Mann, der die Reise in Kingsbridge startet, ist mir in seinem Verhalten fremd. Doch für Harold wird die Pilgerreise zu einer Reise zu sich selbst und auch der Leser erfährt mehr über seine unschöne Vergangenheit. Nach und nach kann man sein befremdendes Verhalten einordnen. Doch nicht nur der Leser verändert seine Einstellung Harold gegenüber – auch Harold selbst bekommt einen anderen Blick auf sein Leben und seine große Liebe Maureen. Der scheinbar ungeliebte, passive, feige Harold bekommt plötzlich Flügel und wächst über sich hinaus. Es ist schön, diese Entwicklung zu sehen. Nichts desto trotz waren manche Passagen sehr langatmig, der Plot eher eintönig. Im Grunde gab es drei Komponenten: Harolds gegenwärtige Reise (aufgepeppt durch plötzlichen PR-Rummel), Harolds Erinnerungen / seine Vergangenheit, Maureens Alltag als „Zurückgelassene“ und ihre Sicht auf die gemeinsamen Ehejahre. Zwar wird der Leser hin und wieder überrascht, was die Informationen zu Harolds Vergangenheit und seine Reise angeht, aber es kommt nicht zu großen Verstrickungen. Harold und Maureen machen jeweils eine schöne, realistische Charakterentwicklung durch, aber die Interaktion mit den anderen Charakteren wirkt eher gestelzt. Wieso sollten z.B. scharenweise wildfremde Menschen ihr Innerstes vor Harold ausbreiten, obwohl sie ihn nicht kennen? Das konnte ich der Autorin einfach nicht abnehmen. Auch der Pilger-Tumult rund um Harold kommt sehr plötzlich. Er soll wohl etwas Spannung und Konflikt hineinbringen, gerade durch die unterschiedlichsten Pilger, die sich ihm anschließen. Aber gerade die aneckenden Figuren Wilf und Rich sind für mich so überzogen dargestellt, dass ihr Verhalten nicht mehr nachvollziehbar ist. Ebenso konnte ich nicht nachvollziehen, warum Harold das ganze Theater so lange mitmacht. Es fühlte sich für mich an, als sei er in seiner charakterlichen Entwicklung schon auf einer ganz anderen Stufe angelangt. Das große Ganze ist aber gelungen; die Autorin hat einen „runden“ Roman verfasst - der Schluss ist weder kitschig-übertrieben, noch unbefriedigend. Es bleibt offen, was Harold und Maureen konkret aus ihren Erfahrungen machen. Gewiss ist nur, dass sie in ihrer Seele etwas aufgeräumt und dazugelernt haben. FAZIT: Die Grundidee dieses etwas langatmigen Romans ist gut, aber nicht unbekannt. Dennoch ist es nicht falsch daran erinnert zu werden, wie wichtig es ist, alten Ballast abzuwerfen und eigene Verhaltensmuster zu überdenken – bevor man sich und anderen langfristig damit schadet und es womöglich irgendwann zu spät ist.

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  • Eine bewegende Geschichte

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    EmmaZecka

    EmmaZecka

    09. December 2016 um 18:07

    Dieses Buch gehört zu den glorreichen drei Exemplaren, die ich mir dieses Jahr mithilfe eines Thalia Gutscheins sichern durfte. Es hat mich schon ein paar Mal im Buchladen angelächelt. Als ich dann mit dem Gutschein im Laden stand, habe ich die drei Bücher, nach einem Bauchgefühl folgend, ausgewählt.Der Einband stach mir ins Auge, obwohl er eigentlich nicht sehr spektakulär wirkt. Es ist kein typisch weibliches Gesicht darauf zu erkennen, sondern ein einfaches Paar Schuhe und ein Vogel, der scheinbar auf einen Buchstaben des Titels einhackt. Was mich daran angesprochen hat, war wahrscheinlich die Farbe des Einbandes. Ich finde die Farbe geht in eine leicht gelbliche Richtung. (Tut mir leid, wenn ich mich da jetzt täusche :-) ).Das Buch war schnell umgeklappt und schon der erste Satz des Klappentextes klang interessant. Ich glaube, dass ich da gar nicht groß weitergelesen, sondern gleich zugegriffen habe.Harold ist wahrscheinlich der typische Familienvater. Er liebt seinen Sohn David, weiß aber nicht, wie er es ihm zeigen soll, demnach bestimmt Angst vor dem Unbekannten die Vater-Sohn Beziehung, seine Ehe mit Maureen wird von einem Schweigen geprägt. Schnell wird klar: Auch Maureen erfüllt das scheinbar typische Hausfrauen Klischee. Sie wirkt unzufrieden und wünscht sich mehr Unterstützung von ihrem Mann.Als dann ein Brief von Harolds ehemaliger Arbeitskollegin eintrifft, beginnt ein Stein ins Rollen zu kommen. Harold und Queenie verbindet eine tiefe Freundschaft, obwohl die beiden 20 Jahre lang nichts voneinander gehört haben. Harold ist von Queenies Brief gerührt, weiß aber mit dieser Emotion nicht richtig umzugehen. Kurzerhand beschließt er nicht nur zu antworten, sondern durch ganz England zu laufen, um sie zu besuchen.Die Übersetzung des Romanes ist sehr angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig und lebendig gestaltet. Sehr begeistert war ich von den teils witzigen teils ernsten Dialogen und den Charakteren. Sowohl Dialoge als auch Charaktere waren sehr fein und präzise beschrieben und herausgearbeitet. Mir fiel spontan eine Person aus meinem Bekanntenkreis ein, auf die Harolds Beschreibung zutraf. Gerade das sorgte dafür, dass ich mich den Charakteren verbunden gefühlt habe.Wunderbar verstrickt sind auch die Handlungsstränge der Geschichte. Harolds Drang einfach weiterzulaufen scheint sehr realistisch und wirkt in keinster Weise konstruiert. Allerdings muss ich zugeben, dass mich das Buch entfernt an die "Lauf Episode" im Film "Forrest Gump" erinnert hat und ich bei der Handlung auch entfernt an das Buch "Hectors Reise" denken musste, welches ich aber nicht mehr so präsent habe.An der Handlung gefiel mir sehr gut, dass die Geschichte durch Rückblicke in die Vergangenheit aufgerollt wurde. Häppchenweise bekam man zu lesen, was in Harolds Leben passierte. So lernte man auch Queenie besser kennen. Ich finde diese Frau, obwohl sie in der ganzen Geschichte kein einziges Wort gesagt hat, wenn man von den Vergangenheitsperspektiven absieht, einfach nur genial und absolut liebenswürdig.Schön finde auch, dass Harold sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Seine Reise bleibt nicht ohne Folgen. Er muss sich Menschen gegenüber öffnen und sieht sich bald mit einer Schar Anhängern konfrontiert. Hier ist folgender Konflikt wunderbar herausgearbeitet: Harolds Ursprungsidee Queenie zu besuchen gerät durch seine begeisterten Anhänger immer mehr in den Hintergrund. So muss Harold überprüfen, was er wirklich will. Dieser Konflikt ist wunderbar aufgegriffen und bearbeitet worden.Rund um kann ich gar nicht mehr aufhören von dem Buch zu schwärmen. Normalerweise fällt es mir leichter lange Rezensionen zu Büchern zu schreiben, die mir nicht gut gefallen haben. Oft finde ich es einfacher "negative" Aspekte zu erläutern, als sich bewusst zu werden, was einem an einem Buch wirklich gut gefallen hat. Ich hoffe, ich konnte euch das Buch etwas schmackhaft machen.Ich für meinen Teil kann jedenfalls sagen, dass es den Sprung auf Platz eins meiner Lieblingsbücher geschafft hat.

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  • Gehen, um anzukommen

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    LittleDream

    LittleDream

    07. December 2016 um 09:44

    Harold Fry sitzt beim Frühstück als er per Brief die Nachricht erhält, dass seine längst vergessene, ehemalige  Arbeitskollegin Queenie Hennessy am anderen Ende von England an Krebs erkrankt ist und im Sterben liegt. Eigentlich will er ihr nur mit einem kurzen Brief antworten - doch dann geht er in Gedanken am ersten Postkasten vorbei, und auch am nächsten und am übernächsten.Was wie ein kleiner Spaziergang beginnt wird zu der größten Reise, auf die dieser stille Mann sich je gemacht hat. Er läuft zu Fuß quer durch England und bittet Queenie, so lange durchzuhalten bis er angekommen ist.Rachel Joyce hat eine Gabe, ganz alltägliche Menschen zu ihren Helden zu wählen und sie uns Leserinnen dadurch nur umso liebenswerter zu machen.Harold würde niemandem auf der Straße auffallen. Doch während seiner Reise nehmen wir Anteil an seinem Leben. Seine Erinnerungen nehmen einen großen Teil der Geschichte ein. Aber auch die Gegenwart wird immer gewichtiger: Auch Harolds Frau, mit der er seit einem schrecklichen Vorfall vor zwanzig Jahren nur noch eine schale und ausgehölte Ehe führt, muss sich durch die "absurde Entscheidung" ihres Mannes der Vergangenheit stellen. Und letztendlich ist diese seltsame Pilgerreise tatsächlich eine Art Erlösung - nach der endlich ein neuer Anfang möglich ist.Obwohl es an einigen Stellen tieftraurig ist, bietet dieses wunderbare Buch auch den feinen, britischen Humor, der zwischen den Zeilen immer wieder durchschimmert. Es macht uns alle zu Helden in unserem eigenen Leben. Und fordert uns auf, Vergangenes, das uns nicht ruhen lässt, erneut anzuschauen und endlich loszulassen.Ich zähle das Buch zu meinen liebsten.

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  • Super Buch!

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    Tudde

    Tudde

    12. November 2016 um 14:54

    Leise aber dennoch herzergreifend, Ein Buch welches zu Herzen geht. Findet man sich nicht auch ein wenig in der Figur des harold wieder? Mir ging es jedenfalls zuweilen so.

  • Bis auf das zu schnelle Ende sehr schön

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    Yannah36

    Yannah36

    27. September 2016 um 19:16

    Dieses tolle Buch lang jetzt schon etwas länger auf meinen SUB, da ich dann doch andere Bücher eher lesen wollte. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, es jetzt in die Hand zunehmen. Ich habe mich damals in der Buchhandlung für dieses Buch entschieden, weil mir der Titel so gut gefallen hat und auch der Klappentetxt sprach mich an.Der Roman handelt von Harold Fry, der eigendlich einer ehemaligen Freundin einen Brief schreiben will, sich dann aber auf macht über 10000 km zurück zulegen um sie zu besuchen. Es ist erstaunlich welche Veränderungen der Charakter im Buch durch macht und er ist mir schnell ans Herz gewachsen. Die Autorin hat es geschafft eine sehr realistische Person zu schaffen, die einen einfach sympathisch sein muss. Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie unterschiedlich Harold seine Umgebung war nimmt und welche Wirkung er auf seinen Mitmenschen hat, beziehungsweise was auch deren Schicksale in ihm bewirken. An manchen Stellen habe ich richtig mit ihm mitgelitten und man konnte nur hoffen, dass die Geschichte gut ausgeht. Die Beziehung zu seiner Frau wird sehr gut dargestellt, man kann die Spannungen regelrecht greifen und es ist schon erstaunlich, wie sich die Gefühle im Laufe der Kilometer verändern.Das Buch hat mir sehr gut gefallen, aber mir kam das Ende dann doch etwas zu schnell. Bis dahin ist es meiner Meinung nach sehr detailreich und lässt sich wunderschön lesen. Aber mir persönlich ging es am Ende dann zu sehr schlag auf schlag. Für mich fand eine sehr unerwartete Wendung statt, die meiner Meinung nach mehr Raum in der Geschichte hätte einnehmen sollen.

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  • Eine Reise zur Verzeihung, ein Weg durch Erinnerungen, ein Lauf durchs Leben

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    Eternity

    Eternity

    17. August 2016 um 11:51

    Harold Fry, Rentner und ein Mann, der sein Leben lang nicht der Mutigste war, macht sich auf den Weg quer durch England, um eine sterbende Freundin um Verzeihung zu bitte und sich zu bedanken.Die Geschichte zeigt, was für Kräfte Gefühle entwickeln können. Der Protagonist wird von seinen lange verschlossenen Emotionen so überwältigt, dass es für keinen anderen Weg gibt, als sie durch seine Pilgerreise herauszulassen und zu verarbeiten. Dabei tauchen lange vergessene Erinnerungen auf und Einsichten kehren ein, die seine Perspektive auf sein Leben verändern.Eine schöne Geschichte, eine mutige Geschichte, eine traurige Geschichte, eine hoffnungsvolle Geschichte und vor allem eine gefühlvolle Geschichte, die zwischendurch vielleicht etwas langatmig ist, aber ihr großes Geheimnis erst am Ende lüftet.

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  • Nicht hochtrabendes ... einfach nur "schön"

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    Bommerlinda

    Bommerlinda

    27. July 2016 um 16:21

    Harold Fry, ein liebenswerter Zeitgenosse, kauzig, behäbig, durchaus auch ängstlich und mittlerweile Rentner, erhält eines Tages einen Brief seiner vor 20 Jahren spurlos verschwundenen Freundin und Arbeitskollegin Queenie Hennessy. In ihrem Brief berichtet sie Harold von ihrer unheilbaren Krebserkrankung. Betroffen antwortet er ihr und will den Brief eigentlich nur in den nächstbesten Briefkasten werfen. Beschämt darüber, vielleicht nicht die richtigen Worte in dem Brief gefunden zu haben, marschiert er weiter und läuft einfach drauf los ... zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospizeinrichtung. Ein Fußmarsch, den er jeden Tag für all die Menschen auf sich nimmt, die ihm je etwas bedeutet haben, seine Frau Maureen, seinen Sohn und Queenie. Auf dem Weg an die schottische Grenze trifft Harold viele verschiedene Menschen, die ihm durch Gespräche und Taten aufzeigen und erkennen lassen, wo beispielsweise die Problematik in seiner Ehe liegt und warum er Schwierigkeiten mit seinem bereits verstorbenen Sohn nie so richtig meistern konnte. Harolds Erlebnisse sind derart authentisch, dass man das Gefühl hat, Harold schon lange zu kennen. Die Geschichte steckt voller Höhen und Tiefen. Sie ist weder spektakulär, noch besonders aufdringlich. Vielmehr ist sie etwas ganz besonderes: eine wunderschöne Geschichte, die insbesondere von Liebe, Einsamkeit, Trauer, Wut, aber auch Angst geprägt ist. Eine wirklich schöne Story über die Liebe, die Verbundenheit zu Menschen, die einen einmal sehr berührt haben, über das Verzeihen und über den Tod. Man sollte sich jedoch darüber im klaren sein, dass man hier keine besonders anspruchsvolle Kost vor sich liegen hat. Wem das Seichte, das Kitschige so überhaupt nicht liegt, dem wird dieses Buch sicherlich nicht gefallen. Wer aber einfach ein "schönes" Buch lesen möchte, ohne allzu hohen Anspruch, einen Roman, in dem er sich vielleicht auch so dann und wann wiedererkennt, dem sei es zu empfehlen.

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  • "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    calimero8169

    calimero8169

    29. June 2016 um 14:41

    Inhalt:Eigentlich will Harold Fry nur einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen mus. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.Eindruck:"Ich werde laufen. Die Wanderung, das ist der Sinn."1000 km zu Fuß, ist ein Weg zu sich selbst, seinen eigenen Grenzen und das Aufarbeiten und Wertschätzen des Lebens mit allen Höhen und Tiefen. Alte nicht verarbeitete Wunden reißen wieder auf.Nicht ausgesprochene und unerledigte Dinge, die im Untergrund brodeln, sprudeln an die Oberfläche.Ich muß zugeben, dass ich einige Zeit gebraucht habe um in die Geschichte hinein zu kommen und dass es sich auch sehr zieht. Eigentlich passiert nicht viel - außer das Harold läuft. Und einiges scheint mir auch wirklich sehr "unwahrscheinlich", aber so etwas soll es ja schon gegeben haben.Für meinen Geschmack wurde seine Pilgerreise - die ja ein klares Ziel hatte - sehr gestört, dadurch dass die "Mitpilger" aufgetaucht sind, was ich sehr schade fand. Harold's selbstgewählte Mission wurdemissbraucht um sich selbst zu vermarkten und Profit aus der ganzen Sache zu schlagen.Harolds Begegnung mit Queenie war klar geprägt von der Verunsicherung und dem Schock, einen Krebspatienten im Endstadium zu sehen, darauf sind wir einfach nicht vorbereitet und uns wird vor Augen gehalten wie wenig Kontrolle wir letztendlich über unseren eigenen Körper und das Leben haben. Dennoch war sein Besuch für Queenie der Pol den sie brauchte um in Frieden gehen zu können. Wunderschön !Und letztendlich haben auch Harold und seine Frau wieder einen Weg gefunden miteinander umzugehen und weiter zu machen.Fazit:"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist eine Geschichte, auf die man sich schon sehr einlassen muss um die Schönheit dahinter zu sehen. Die aber, wenn man bereit ist Harold auf seinen 1000 Kilometern zu begleiten, aufzeigt dass es sich lohnt Durststrecken im Leben zu überwinden.

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  • Eine wirklich unwahrscheinliche Reise

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    miah

    miah

    20. June 2016 um 17:19

    Inhalt: Eigentlich will Harold Fry nur zum Briefkasten, um einen Brief an seine frühere Arbeitskollegin einzuwerfen. Sie ist schwer krank und schreibt Harold, um sich zu verabschieden. Harold antwortet auf ihren Brief und beschließt auf dem Weg zum Briefkasten, zu Fuß die knapp 1000 Kilometer zu ihr zu gehen. Völlig unvorbereitet geht er einfach los und lernt auf seiner Reise viele verschiedene Menschen kennen. Er denkt viel über sein eigenes Leben nach und kämpft jeden Tag aufs Neue, um voranzukommen. Meine Meinung: Die Geschichte ist wirklich bewegend. Am Anfang war ich skeptisch, ob Harold überhaupt ankommen wird. Immerhin hat er weder sein Handy noch Wechselklamotten noch andere nützliche Utensilien dabei. Die Voraussetzungen hätten fast nicht schlechter sein können. Doch er beweist, dass er nichts braucht. Die Hilfe von Fremden, denen er auf dem Weg begegnet, ist unglaublich herzlich. Auch die Schicksale, von denen sie ihm erzählen. Doch am berührendsten ist wohl sein eigenes. Erst am Schluss wird das ganze Ausmaß deutlich. Bei der Reise hat Harold viel über sich selbst gelernt. Ich hatte im Mittelteil ein paar Schwierigkeiten, weiterzulesen, da Harold eben "nur" läuft und sonst nicht viel Aufregendes passiert. Das Spannende sind die Menschen und Harold selbst. Doch zwischendurch hatte ich auch plötzlich Lust, einfach loszulaufen. Insgesamt ist die Geschichte sehr berührend. Am Schluss hätte ich fast geweint. Der Roman regt zum Nachdenken an. Über Harold und auch über das eigene Leben.

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  • gluehbuechlein's Rezension zu 'Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry' von Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
    gluehbuechlein

    gluehbuechlein

    14. June 2016 um 18:26

    Zunächst muss ich euch beichten, dass ich für dieses Buch uuunglaublich viel Zeit gebraucht habe - nicht etwa weil es uninteressant zu lesen war. Viel mehr, weil ich momentan selbst den Höhen & Tiefen des Alltags immer wieder begegne.Wenn man so will habe ich mit diesem wundervollen Buch einen eigenen kleinen Pilgerweg bestritten.Nun aber zum Buch. ;) Anfangs dauerte es ein bisschen, in die Geschichte abzudriften, Personenwechsel gleich zu erkennen & gewisse Abschnitte zu verstehen. Doch im Laufe der Zeit & in der man Harold Fry begleiten darf, lernt man immer besser zu verstehen. Ich selbst habe mich oft genug dabei erwischt, wie ich mir ausmalte selbst mal drauf loszulaufen oder gewisse Dinge in meinem Leben zu hinterfragen. Dieser Roman ist so berührend, emotional & gedankenanregend geschrieben - ein Traum! Das Ende des Buches hat mich durchaus mehrere Tränchen gekostet & doch ein tiefes Wohlbefinden in mir ausgelöst.Grandiose Geschichte die ich jedem nur weiterempfehlen kann! Liebe Grüße euergluehbuechlein

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