Rachel Joyce Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

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Inhaltsangabe zu „Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie“ von Rachel Joyce

Der gefeierte neue Roman der Autorin des Weltbestsellers ›Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry‹.

'Wenn Sie Worte lieben, wenn Sie Musik lieben, wenn Sie irgendetwas lieben, dann müssen Sie diesen Roman lesen!' Book Page

'Rachel Joyce trifft jeden Ton: ein Tribut an Freundschaft, Liebe und die Kraft von großartigen Songs.' Washington Post

'Dieser Roman ist so wunderbar und tiefgründig wie die Musik, die jede Seite davon durchdringt.' The Boston Globe

Mister Frank hat eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. In Franks Plattenladen in einer vergessenen Ecke der Stadt treffen sich Nachbarn, Kunden und die anderen Ladenbesitzer der Straße und hören Klassik und Jazz, Pop und Punk. Keiner weiß, wie lange sie hier noch überleben können. Da taucht eines Tages die Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Sosehr er sich auch bemüht, Frank kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt.

Wundervoll!!!

— Fantasia08

Rachel Joyce hat mich mit diesem Roman wieder einmal überzeugt. Ich möchte berichten ...

— HEIDIZ

Echt, reagieren Menschen so? Ich finde das sehr fragwürdig. Dennoch -vor allem hinten raus- ein nettes Buch

— AllerleiRausch

Der Roman ist eine Liebeserklärung an die Musik und an Außenseiter. Die ruhigen Töne, die Melancholie lassen die Geschichte dahinplätschern.

— buechernarr

Wunderbar, traurig und Tränen voller Musik

— Linny

Sehr amüsant

— wunderbar

Vorhersehbar und Kurzweilig. Zum Schmöckern ganz nett. 3/5 Sterne

— Cubey

Gerade der Anfang hatte seine Längen,aber ich konnte mich gut auf Mister Frank und seine Liebe zu Vinyl einlassen.Schön erzählte Geschichte!

— Code-between-lines

Eine märchenhafter Roman mit kleinen Längen und skurrilen Figuren. Wer ruhige Geschichten mit viel Musik mag wird sich trotzdem wohlfühlen

— tinstamp

Eine wunderschöne Liebeserklärung an die Musik mit liebenswerten Protagonisten. Sehr lesenswert.

— Zeilenspringer

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  • Das Buch des Monats Dezember im FISCHER Leseclub: "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" von Rachel Joyce

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Marina_Nordbreze

    Ein Roman wie ein Geschenk, wie eine Reise voller Musik und mit wunderbaren Begleitern. Nach "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" verzaubert uns Rachel Joyce nun mit ihrem neuesten wunderbaren Roman "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie": eine Geschichte vom Zuhören, von Freundschaft, Mut, Veränderung und Liebe. Mister Frank, ein ebenso liebenswürdiger Mann wie Harold Fry, besitzt einen Plattenladen und die besondere Gabe, dass er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. Doch als die Frau in Grün in Mister Franks Leben tritt, bringt sie sein gewohntes Leben ganz schön aus dem Takt ...Freut euch auf unser Buch des Monats Dezember, das nahe geht, weil es von Nähe handelt!  Mehr zum Buch Mister Frank hat eine besondere Gabe: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen, um glücklich zu werden. In Franks kleinem Plattenladen in einer vergessenen Ecke der Stadt treffen sich Nachbarn, Kunden und die anderen Ladenbesitzer der Straße. Da taucht eines Tages die Frau in Grün vor Franks Schaufenster auf. Sie ist blass und schön, zerbrechlich und stark zugleich. Doch sosehr er sich auch bemüht, Frank kann einfach nicht hören, welche Musik in ihr klingt … >> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!Wir vergeben gemeinsam mit FISCHER Krüger 50 Exemplare von "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" unter allen, die sich bis einschließlich 13. Dezember 2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* für das Buch des Monats bewerben und uns verraten, warum sie gerne mitmachen möchten.   In den folgenden Wochen stellen wir euch Aufgaben, bei denen ihr Buchlose erhalten könnt. Für jede Aufgabe gibt es ein eigenes Unterthema, in welchem erklärt wird, was ihr machen müsst, um ein Buchlos zu erhalten. Wenn ihr genügend Buchlose gesammelt habt, könnt ihr am Ende der Monatsaktion ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen gewinnen.   Alle Infos zum System der Buchlose findet ihr hier.   Bitte beachtet, dass es in dieser Challenge zudem Spezialaufgaben geben wird, die jeweils nur an einem einzigen Tag erfüllt werden können. Regelmäßiges Vorbeischauen in der Challenge lohnt sich also!   Wer 9 Buchlose sammelt, erhält als Sofortgewinn ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen, das aus sechs Vorschlägen ausgewählt werden kann.   Zusätzlich verlosen wir unter allen, die mindestens 10 Buchlose gesammelt haben, eine mydays Magic Box "Erholsame Zweisamkeit".Alle, die mit ihrem eigenen Exemplar an der Aktion zum Buch des Monats teilnehmen möchten, sind natürlich herzlich willkommen. Ihr könnt jederzeit mit einsteigen.   Die Frist für die Bearbeitung der Hauptaufgaben für das Buch des Monats Dezember endet am Sonntag, den 4. Februar 2018 – d.h. alle Aufgaben müssen bis einschließlich dieses Datums vollständig bearbeitet sein, damit sie in die Buchlos-Wertung mit einfließen. Mitglieder des FISCHER Leseclubs erhalten das Abzeichen für das jeweilige "Buch des Monats", wenn sie mindestens 5 Beiträge und eine Rezension geschrieben haben.   Ihr möchtet beim FISCHER Leseclub mitmachen? Alle Informationen dazu findet ihr hier.   Ihr müsst aber kein Mitglied im FISCHER Leseclub sein, um an der "Buch des Monats"-Aktion teilzunehmen.    Die Buchlose gelten immer nur für den jeweiligen Monat und können nicht in den nächsten Monat übertragen werden.    *  Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme, am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie zum Erfüllen aller Hauptaufgaben der "Buch des Monats"-Aktion bis spätestens 04. Februar 2018. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für ein Testleseexemplar schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas verschicken!   Ein allgemeiner Hinweis: Bitte markiert eure Beiträge nur dann als Spoiler, wenn es sich wirklich um Spoiler handelt und beispielsweise nicht eure Beiträge für die einzelnen Aufgaben!

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    • 2225
  • I don't want to hear sad songs anymore

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Keksisbaby

    16. April 2018 um 15:15

    Eigentlich hat Frank schon damit abgeschlossen die Liebe zu finden. Er fühlt sich wohl in seinem Plattenladen, wo er Leuten mit seelischen Problemen, mit genau dem richtigen Musikstück aushilft. Eines Tages fällt vor seinem Laden eine junge Frau in Ohnmacht und noch bevor sich erwacht ist es um ihn geschehen. Ilse ist eine junge Deutsche und auch sie hat sich ein bisschen in Frank verguckt, nur die beiden wissen nicht so recht, wie miteinander ins Gespräch kommen. Da bittet ihn Ilse über Musik zu reden, was Frank völlig aus der Bahn wirft. Er kann Musik empfehlen, aber darüber reden? Im Endeffekt funktioniert die Verführung, die beiden kommen sich näher, doch dann holen unvorhergesehene Ereignisse das Paar ein und sie verlieren sich aus den Augen. Platten kommen aus der Mode und auch das Viertel wo Frank wohnt geht vor die Hunde. Vielleicht gibt es ja doch noch ein Comeback für die Platten und die Liebe der beiden.   „Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonien ist ein Muss für jeden Musikliebhaber. Egal welches Genre jeder kommt auf seine Kosten. Ich muss aber gestehen, dass dieses Buch jetzt nicht das Meine war. Vielleicht bin ich nicht so ganz der Musiknarr und vergrabe mich lieber in Büchern. Es ist so ähnlich wie Nina Georges „Das Lavendelzimmer“ oder Christopher Morleys „Das Haus der vergessenen Bücher“, nur halt wie gesagt mit Musik. Ich für meinen Teil wurde einfach nicht warm mit den Figuren. Frank und Ilse sind so unterkühlt im Umgang miteinander, dass mir bald die Puste ausging für die Liebesgeschichte, als würde man zwei Schildkröten beim Paarungstanz beobachten. Jeder ist dann mal dran sich auf den Schlips getreten zu fühlen, durch eine unbedachte Bemerkung und anstatt das richtig zu stellen, entziehen sie sich oft der Situation. Daher jagt ein Missverständnis das nächste und irgendwann geht es sogar so weit, dass beide sich aus den Augen verlieren. Was ich wirklich mochte, waren die Rückblicke von Frank auf seine Kinderzeit. Seine verrückte Mutter, die mit dem Leben nicht klar kam, aber ein wandelndes Lexikon war, was Komponisten und Interpreten angeht. Die Liebe zu Vinyl hat sie an Frank vererbt und so bleibt er stur dabei nur Schallplatten zu verkaufen, obwohl zu Beginn der 1990ger die CD ihren Siegeszug antritt. Franks beharrliche Weigerung führt zunächst zu einer einmaligen Geschäftsidee bis diese in Flammen aufgeht. Damit ist auch sein Leben mit der Musik zu Ende. Doch mit einem fulminanten Finale schafft Ilse es aus seinem Schneckenhaus zu holen. Es wäre schön hätten sie für dieses Ende nicht unbedingt Jahrzehnte gebraucht, aber dafür war ich dann bei dem Ende mit ganzem Herzen dabei.   Für Musikliebhaber empfiehlt es sich neben dem Buch eine YouTube App dabei zu haben, damit man in der richtigen Stimmung ist und die erwähnten Stücke unterstützend zu hören. Mir war das zu umständlich. Es war ein gut recherchiertes Buch mit einer tollen Story, aber meinen Nerv hat sie leider nicht getroffen.

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  • Ein Buch das jeder lesen sollte!

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Fantasia08

    12. April 2018 um 11:39

    Als ich das Buch das erste Mal auf Lovelybooks entdeckte, wusste ich das ich dieses Buch lesen wollte. Die Geschichte spielt 1988 in einem kleinen Englischen Städtchen, welches die Modernisierung spürt. Mister Franks welcher einen chaotischen Plattenladen führt, hat ein besonderes Talent Musik für seine Kunden zu suchen. Er hilft ihnen über die Schmerzen des alltäglichen Lebens hinweg. Er selber hatte eine schwere, aber mit Musik erfüllte Kindheit, er glaubt er könne nicht lieben. Als eines Tages die junge Ilse vor seinem Leben in Ohnmacht fällt, stellt sich sein ganzes Leben auf den Kopf... Das Buch ist erfrischend humorvoll, aber gleichzeitig extrem tiefgründig. Leicht, schwermütig, berauschend, alles zu selben Zeit. Was ich ganz toll finde ist die Playlist am Ende des Buches. Dort sind alle Titel verzeichnet, welche Frank seinen Kunden empfiehlt. Ein liebevolles Detail. Herzlichen Dank, Rachel Joyce, für diesen warmherzigen Roman.

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  • Mister Frank und die Frau in Grün

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    HEIDIZ

    12. April 2018 um 09:58

    Rachel Joyce hat mich mit diesem Roman wieder einmal überzeugt. Ich möchte berichten ...   Mister Frank ist unser Hauptcharakter. Er hat eine besondere Gabe, nämlich, die, dass er spürt, welche Musik die Menschen benötigen, um glücklich zu sein. In seinem Plattenladen, der sich  in einer vergessenen Ecke der Stadt befindet, treffen sich die Menschen und hören Klassik und Jazz, auch Pop oder Punk. Niemand weiß, wie lange sie hier noch werden überleben können. Dann lernen wir die Frau in Grün kennen, sie trägt einen grünen Mantel und führt eine grüne Handtasche bei sich, die plötzlich vor Franks Schaufenster auftaucht. Warum kann Frank nicht hören, welche Musik sie glücklich macht, welche Musik in ihr erklingt ???   Leseprobe: ========   "Hätte ich denn Ihre Turnschuhe ansehen sollen?" "Pardon." Die Bedienung des Singing Teapot rückte ihr winziges Häubchen zurecht und legte zwei laminierte Sets wie eine Brücke zwischen Ilse und Frank. ...   Die Musik und ihre heilende Kraft sind sozusagen Haupt- und Hintergrundthema dieses Romans. Zusammenhalt (unter den Einzelhändlern der Stadt), Schwierigkeiten, die man gemeinsam meistert, die Charaktere der grünen Frau Ilse und des Mister Frank, der als ein liebenswerter Mann dargestellt wird, der Schallplatten und die Musik liebt - ihr Annähern wird tiefgründig beschrieben.   Musik, Leben und Liebe ... ein wundervolles Buch lebendig und glaubwürdig, kurzweilig, unterhaltsam !!!

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  • Liebeserklärung an die Musik und an Außenseiter

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    buechernarr

    30. March 2018 um 22:39

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie „Es war einmal ein Plattenladen“ (S 9) und zwar ein ganz besonderer. In einer runtergekommenen Sackgasse in einer versteckten Gegend der Stadt wirkt er wie ein letztes Aufbäumen gegen die Modernisierung, gegen den Kommerz. Der Besitzer, Frank, liebt Musik über alles und hat außerdem ein unglaubliches Wissen über beinahe alle Musikstile. Er besitzt ein besonderes Talent: Er kann erkennen, welche Musik, welches Lied seine Kunden brauchen, unabhängig davon, was sie selbst zu mögen oder zu glauben meinen. Er kann in jedem eine kleine Melodie hören. Als eine Frau im grünen Mantel vor seinem Laden auftaucht, bei der er nichts als Stille hört, ist er fasziniert von ihr und den Rätseln, die sie umgeben. Rachel Joyce hat mit diesem Roman ein Buch wie ein Lied geschaffen, ein Buch voller versteckter Poesie. Sie zeichnet wunderbare, verschrobene und skurrile Charaktere, die man sofort liebgewinnt, gerade weil jeder seine Eigenheiten hat. Da ist Maud, die mürrische Tattookünstlerin, die oft wie eine Überlebende wirkt, Pater Anthony, der ehemalige Priester, der lange Zeit mit einem Alkoholproblem und vielleicht auch mit Lebensüberdruss zu kämpfen hatte und Kit, die unbeholfene Aushilfe, der verzweifelt auf der Suche nach seinem Platz im Leben ist. Frank selber ist ein sehr guter Zuhörer, der seinen Freunden und seinen Kunden das Gefühl gibt, dass er ihre Probleme ernst nimmt und sie versteht. Er ist Idealist, etwas rückständig und weigert sich standhaft, Veränderungen in sein Leben zu lassen. Er hat außerdem Probleme, sich ganz auf jemanden einzulassen. Die Gründe dafür lernt der Leser aus Rückblenden, die in unregelmäßigen Abständen in den Lesefluss eingestreut werden. An diesen Rückblenden haben mir besonders die Geschichten über Musik und Musiker gefallen, über die Besonderheiten einzelner Musikstücke und das Gefühl dafür. Alle Charaktere wirken irgendwie etwas aus der Zeit gefallen, aber auch wie jemand, den man aus einem anderen Leben kennt. Die Grundstimmung ist eher melancholisch geprägt manchmal durchwebt mit einem Früher-war-alles-besser-Gefühl. Aber immer steht auch die Musik im Mittelpunkt, die Liebe zur Musik und das Gefühl und die Stimmung die sie hervorrufen kann. Dabei ist es ganz egal ob Klassik oder Rock, jedes Stück findet seinen Platz und selten hat es ein Buch geschafft, dass ich mich mehr mit der Musik beschäftigt habe. Manchmal musste ich das Lesen unterbrechen, habe mir dann genau das Stück anhören, über das gerade geschrieben war und habe mit der Frau im grünen Mantel nach der Stille zwischen den Noten gesucht. Das Buch hat es geschafft, dass ich mich nach lange nicht mehr gehörten Liedern gesehnt habe, nach Liedern, die mit besonderen Erinnerungen verknüpft sind (oft an richtig gute oder richtig schlechte Zeiten ;)) und nach Geborgenheit und Gemeinschaft. Die Liebesgeschichte zwischen Frank und der Frau im grünen Mantel konnte mich aber leider nicht packen. Den Musikunterricht fand ich noch ganz gut, aber auf emotionaler Ebene fehlte es für meinen Geschmack die Überzeugungskraft, die Energie zwischen den beiden. Das Ende wirkt überstürzt und fehl am Platz. Für ein so melancholisches Buch hätte ich mir ein Ende gewünscht, das nicht dem typischen Happy-End entspricht, kein „und wenn sie nicht gestorben sind…“. Der Roman ist eine Liebeserklärung an die Musik und an Außenseiter. Die ruhigen Töne, die Melancholie und die wenig ereignisreiche Geschichte lassen den Roman leise vor sich hinplätschern und machen es zu einem Wohlfühlbuch, auch wenn die Liebesgeschichte unpassend und zu gewollt wirkt.                                                                           

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  • Nicht einfach nur ein Laden

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Linny

    30. March 2018 um 22:06

    Mister Franks, hat in einer runtergekommenden Gegend seinen Platterladen. Und damit sind wirklich nur Schallplaten gemeint. Ein CD Verkäuer hat praktisch Hausverbot. Mister Franks, hat ein Gabe, dies ist keine Zauberrei. Er blick, die Leute in die Seele oder hat ein Gespür was sie grade benötigen. Und die vorgeschlagenen Musikstücke, die er seiner Kundschaft haben fast heilende Wirkung. Nur bei ihm selber, da steht er auf dem Schlauch. Er merkt nicht das wer in seinem Umfeld. In ihm Verliebt ist und das seid Jahren. Die Autorin, nimmt den Leser auf eine musikalische Zeitreise, und zwischenmensche Dramen. Man fiebert regelrecht mit, ob Mister Franks, sein Glück findet. Und nicht nur er.......

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  • Die Stille ist manchmal die schönste Musik

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    tinstamp

    24. March 2018 um 12:08

    Bewertung: 3 1/2 SterneDer neue Roman von Rachel Joyce spielt Ende der Achziger Jahre als Vinylplatten noch das Um und Auf waren um Musik außerhalb des Radios hören zu können. Ich kann mich noch gut erinnern und habe mir damals mit meinem ersten selbst verdienten Geld einen großen Wunsch erfüllt: eine Stereoanlage. Diese besitze ich noch heute - selbstverständlich mit jeder Menge Schallplatten dazu. Außer dem Kassettendeck funktioniert noch alles 😊Die Liebe zu den schwarzen Platten sind der rote Faden in diesem Roman und Franks große Leidenschaft. In seinem Schallplattenladen, in dem es keine CDs gibt, die gerade dabei sind den Markt zu erobern, findet er für jeden Kunden die richtige Schallplatte. Er entdeckt tief in den Menschen die Töne und Melodien, die dieser gerade braucht, um glücklich zu sein. Doch eines Tages steht eine junge Frau in einem grünen Mantel vor seiner Auslage und fällt in Ohnmacht. Als er einen Blick in ihr Gesicht wirft, hört er weder Töne noch Melodien, sondern nur Stille...."Die Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance"🎵 🎵 - Yehudi Menuhin (Geiger, Bratschist und Dirigent)Franks Plattenladen befindet sich in einer entlegenen Einbahnstraße. Durch den Bau von großen Einkaufszentren in der Umgebung und dem allmählichen Aufkommen der CD werden die Kunden immer weniger. Das spüren auch die anderen Geschäfte in der Unity Street. Außer Franks Plattenladen haben sich noch ein Tattoo Studio, ein Beerdigungsinstitu, eine Bäckerei und ein christlicher Ramschladen gehalten. Die Zeiten sind schlecht und fast jeder der Geschäftsinhaber hat bereits einen Brief von einer Wohnbaufirma erhalten, die ihnen im Gegenzug für ihre Geschäftsräume neue Wohnräume anbieten. Doch Frank ist ein Idealist und er denkt gar nicht daran sein Leben in der Unity Street zu verändern. Er weigert sich auch hartnäckig CDs in seinen Laden aufzunehmen, selbst als ihm seine Händler mit Konsequenzen drohen.Frank ist nicht nur ein fabelhafter Musikkenner. Er hört seinen Mitmenschen zu und versucht mit seinem besonderen Talent anderen zu helfen. Hat jemand Probleme kommt er zu Frank in den Schallplattenladen und verlässt diesen mit frohem Herzen wieder. Nur wenn es um Frank selbst geht, dann ist er völlig unbeholfen. Als er sich in die Fremde mit dem grünen Mantel verliebt, ist er vollkommen hilflos. Hat ihn doch schon seine Mutter eingetrichtert, dass die Liebe nur Schmerz bringt. So schlittert er von einem Missverständnis zum nächsten. Als das Geheimnis der Frau im grünen Mantel enthüllt wird, es ist für Frank und sie fast zu spät....In einem weiteren Erzählstrang wird in die Vergangenheit von Frank zurückgeblendet. Man erfährt, wie unkoventionell er erzogen wurde. Seine Mutter brachte ihm die Musik näher, wie es sonst kaum jemand vermag. Auch wenn sie in der weiteren Erziehung versagte, war dies für Frank der Grundstein für seine Leidenschaft zur Musik und zu seinem ganz speziellen Einfühlungsvermögen.Die Figuren in diesem Roman sind alle skurril und Außenseiter. Doch die Gemeinschaft in ihrer Straße wird groß geschrieben und gemeinsam stellen sie sich gegen den Verkauf ihrer Lebensexistenzen. Auch wenn Maud, Kit, Pater Anthony oder die Williams Brüder auf wenige Charakterzüge reduziert sind, sind sie liebevoll gezeichnet und man schließt sie im Laufe der Geschichte immer mehr ins Herz.Der letzte Erzählstrang ist im Jahre 2009 angesiedelt. 21 Jahre später treffen wir wieder auf unsere Charaktere und die Geschichte findet ein etwas zu schnelles Ende....als ob man auf eine Taste drückt, die die Handlung schneller laufen lässt...Der Roman ist sehr ruhig und hat in der Mitte ein paar kleine Längen. Die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen. Trotzdem besitzt der Roman einen gewissen Charme und man beginnt beim Lesen selbst über einige Dinge nachzudenken und sein Leben zu reflektieren. Außerdem hat man immer wieder den einen oder anderen Song im Ohr.Am Ende sind alle erwähnten Lieder in einer Playlist zusammengefasst.Schreibstil:Rachel Joyce schreibt sehr gefühlvoll, poetisch, aber auch mit Humor. Die Geschichte liest sich flüssig und die Autorin versteht es perfekt Franks Talent zu beschreiben und selbst die Musik darzustellen. Das ist alles andere als einfach und wurde von Rachel Joye wirklich gekonnt veranschaulicht.Viele der Kapitel sind mit Songtitel beschrieben.Fazit :Eine märchenhafte Geschichte mit skurillen Charakteren rund um den Zauber der Musik. In der Mitte tritt die Handlung leider in bisschen auf der Stelle. Wer ruhige Geschichten mit kauzigen Figuren rund um das Thema Musik mag, dem kann ich das Buch ans Herz legen. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt, ein Lächeln aufs Gesicht zaubert und mich wieder in alten Schallplatten kramen lässt.

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    • 3
  • Herzerwärmendes Wohlfühlbuch

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Fantasie_und_Träumerei

    21. March 2018 um 05:40

    Rachel Joyce hat in mir genau das ausgelöst, was Mister Franks Kunden erleben, wenn er ihnen Musik empfiehlt: sie hat die richtigen Töne getroffen, die Melodie in mir geweckt, die darauf wartete abgeholt zu werden.Eigentlich war ich dem Lesen von Wohlfühlbüchern etwas überdrüssig. Da ich Musik und ihre Eigenschaft Gefühle einzusammeln und Erinnerungen zu wecken aber sehr schätze, habe ich die Empfehlung angenommen und "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" gelesen. Verschlungen. Aufgesogen.Mister Frank ist eine ganz besondere Persönlichkeit. Er schaut hinter die Fassade seiner Mitmenschen und entdeckt dort, welche Töne, welche Melodien, welche Musikstücke in ihrem Leben fehlen. Von Klassik über Jazz bis hin zu Rock kann das alles sein. Melodien, die Gefühle auslösen. Die helfen wieder klar zu sehen. Die Last von Schultern nehmen und Hoffnung geben."[...] wenn er vor einem Kunden saß und ihm wirklich zuhörte, vernahm er Musik. [...] Nur ein paar Töne. Wenn es hoch kam, eine kleine Melodie." (S. 28)Musik ist wie eine Heimat, die uns erdet, wenn wir die Orientierung verloren haben. Sie hilft, die Stille in uns zu spüren, aber auch diese auszuhalten und zu überwinden. Sie beschwört Gefühle und Erinnerungen herauf, auch wenn diese schon weit zurückliegen. Musik kann uns helfen zu fliegen und uns auffangen, wenn wir fallen.Mister Frank ist gar nicht so außergewöhnlich wie er auf den ersten Blick scheint. Er hat ein umfangreiches Musikwissen, aber das ist nur die Hälfte von dem, was ihn so liebenswert macht. Mister Frank nimmt sich Zeit für seine Mitmenschen. Er hört genau hin, er schaut sie an, nimmt sie wahr. Möchte unter die Oberfläche schauen. In unserer schnelllebigen Zeit (die Mister Frank übrigens nicht für gut heißt. CDs!! Püh!) ist es vielen zu anstrengend einen Moment innezuhalten, in die Tiefe zu sehen und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Das führt zu zwischenmenschlichen Problemen aufgrund von Missverständnissen und fehlender Aussprache. Kommunikation ist das was uns verloren geht."Die Stille ist der Ort, wo sich die Magie ereignet." (S. 50)Diese Erfahrung muss auch Frank machen, als Ilse Brauchmann in sein Leben fällt. Es ist sofort um ihn geschehen, doch aus Erfahrung weiß er, dass die Liebe schmerzhaft sein kann. Er traut sich wenig zu, verstrickt sich in Fehlverhalten, trifft im Gespräch nicht den richtigen Ton und hangelt sich von Missverständnis zu Missverständnis. Und Ilse Brauchmann? Der geht es nicht anders."Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" ist einfach nur schön. Es ist liebevoll und herzlich. Es hat mich zum Lachen gebracht, aber auch zum Weinen. Aus Freude, aus Glück, voller Hoffnung und Erinnerungsschmerz. Ich möchte nun unbedingt viele liebgewonnene Musikstücke hören, denen ich lange Zeit zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe, spüre aber auch das Verlangen nach Vivaldi, Bach und Beethoven.Eine ganz große Leseempfehlung für "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie".

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  • Faszination Musik!

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Briggs

    08. March 2018 um 00:38

    Schon nach wenigen Seiten wird klar: Dieses Buch berührt das Herz. Es geht darum, was Musik mit Menschen macht. Schon bald hat es eine ähnliche Wirkung wie die, über die es erzählt... So wie Franks Kunden über Musik lernen, darf das auch der Leser. Sehr liebevoll wird Hintergrundwissen über Musik und ihre Komponisten eingestreut, niemals belehrend, niemals aufdringlich, immer faszinierend. Ich mag diese besonderen Personen. Der Plattenladen scheint ein kleiner Planet in einer kleinen Galaxis, nämlich dieser besonderen Straße, zu sein. Ich mag auch die Sprache. Verspielt erzählend und objektiv beschreibend gleichzeitig. Zwischendurch gewinnt die Liebesgeschichte vor dem musikalischen Thema, wird in den Vordergrund gezogen, und auch das ist gut eingeflochten. Man möchte sich ganz auf Frank und Ilse konzentrieren. Aber das macht Frank auch, und man ahnt, dass das nicht klug ist... Kurz vor Ende des Buchs gibt es einen großen Zeitsprung, weswegen der Imperfekt vom Präsens abgelöst wird. Gut gemacht! Die Energien zwischen den Hauptpersonen reißen mit, die Geschichte gewinnt gewaltig an Tempo – vielleicht sogar zu viel. Aber gerade das Wahrnehmen der Musik brauchte ja Zeit, und beides fehlt in den letzten Kapiteln. Das Ende ist nicht wichtig. Und das ist gut, sonst hätte es enttäuschen können. Für mich ging dort viel Zauber verloren.Hinzu kam, dass sich übers komplette Buch vereinzelte Fehler (Lagen sie an der Übersetzung?) zum Schluss häuften (als hätte auch für das Korrekturlesen die Zeit gefehlt)-Dennoch kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Für jeden, der Musik so ein bisschen mag, aber auch für denjenigen, der Metal und Beethoven mag und denkt, das passe nicht zusammen: Doch, tut es. Frank wird es Dir erklären.

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  • Tröstend

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    sonham

    06. March 2018 um 09:58

    Racel Joyce kenne ich bereits über ihre Bücher „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ und „Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte“ – zwei sehr liebevolle Geschichten über Menschen, die sich ein wenig am Rand der Gesellschaft befinden. Auch mit Frank hat die Autorin erneut eine Figur erschaffen, die alles andere als gewöhnlich ist. Frank liebt Musik, er liebt seine Schallplatten, seinen Laden und die heruntergekommene Straße, in die sich sein Music Shop befindet. Und wie das oft so ist, zieht er ähnliche Menschen in seinen Bann. Mit sehr viel Hingabe schildert Joyce die zarten Bande zwischen ihren Charakteren, ihre Schrullen, aber auch ihre Hilfsbereitschaft und ihr Zusammengehörigkeitsgefühl. Es ist keine besondere Geschichte, die hier erzählt wird, doch sie steckt so voller Poesie und Kleinigkeiten, über die man lächeln kann, dass es ein Vergnügen ist, sich in sie hinein fallen zu lassen und mit Frank und seinen Freunden zu hoffen, zu bangen, zu leiden und am Ende erleichtert aufzuatmen. Ein Buch für alle, die sich vielleicht ein wenig traurig oder melancholisch fühlen – „Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie“ schenkt Trost und Hoffnung.

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  • Eine märchenhafte Liebeserklärung - auch an die Musik

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Sigismund

    03. March 2018 um 17:28

    Es war einmal ein Plattenladen. So beginnt die märchenhafte Geschichte um „Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie“ der britischen Schriftstellerin Rachel Joyce (56), die im Dezember beim Verlag Fischer Krüger erschien. Wie schon in ihrem Erstlingswerk „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ ist auch dieses Buch wieder eine Liebeserklärung an Außenseiter, die inmitten einer oft gnadenlosen Gesellschaft trotz eigener Schwächen ihr Leben zu meistern versuchen. Vor allem aber ist dieser Roman eine Liebeserklärung an die Musik in all ihrer Stimmungsvielfalt. Wir lernen Frank kennen, den jungen Inhaber eines kleinen Schallplattenladens in einer verkommenen Sackgasse einer vergessenen Ecke der Großstadt, der sich dem Zeitenwandel widersetzt, moderne CDs und Kassetten verachtet. Auch die Bewohner ringsum und die benachbarten Ladenbesitzer hadern mit dem Mainstream der Moderne. Da ist die schroffe Maud mit ihrem Tattoo-Studio, Pater Anthony mit seinem Devotionalienhandel und die Williams-Zwillinge vom Bestattungsinstitut. Sie bilden die kleine Gemeinschaft der Unity Street. Ihnen und vielen anderen hat Frank mit seiner besonderen Gabe schon helfen können: Er hört in seinen Kunden, welche Musik sie brauchen, um glücklich zu sein. So hilft er „dem Mann, der nur Chopin mochte“ mit dem Gesang Aretha Franklins. Frank sortiert seine Platten nicht alphabetisch, sondern nach Stimmungen. Er macht keinen Unterschied zwischen Klassik und Jazz, Pop und Punk: Gut ist, was gut tut. Doch die Harmonie in der Gemeinschaft der Unity Street wird durch Dissonanzen getrübt: Nicht nur, dass geldgierige Immobilienhaie Haus für Haus aufkaufen und sich die Bewohner der systematischen Zerstörung nicht erwehren können. Eines Tages steht eine Fremde vor Franks Schaufenster, Ilse Brauchmüller, eine junge Deutsche im grünen Mantel, mit grüner Handtasche und grünen Handschuhen. Frank verliebt sich unsterblich, ist aber völlig hilflos: Er kann nicht hören, welche Musik in ihr klingt. Joyce' neuer Roman liest sich wie Musik: Nach ruhigem Anfang, in dem uns die Figuren mit ihren eigenwilligen Macken vorgestellt werden, wird es im zweiten Satz schneller und lauter, die Immobilienhaie treten auf, erste Ladenbesitzer schließen, Ilse Brauchmann bringt die bisherige Harmonie durcheinander, Maud reagiert eifersüchtig. Dieser zweite Satz endet mit turbulentem, verstörendem Finale. Nach 20 Jahren beginnt der dritte Satz, langsam, um schließlich in Händels vielstimmigem Halleluja harmonisch zu enden. „Das Leben ist scheiße, aber es passt in eine Sonate!", hatte schon Franks Mutter gewusst. Rachel Joyce lässt uns in ihrer sehr liebevoll erzählten Geschichte an Franks wechselvollem Leben teilhaben. Ja, manchmal gleicht der Roman wirklich einem Märchen. Aber er tut wohl - wie gute Musik.

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  • Hat mich nicht wirklich berührt!

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    leseratte_lovelybooks

    01. March 2018 um 13:09

    In "Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie" entführt uns die  Autorin, Rachel Joyce, in die Welt der Musik. Ihre Hauptfigur, Frank, ist der Inhaber eines Plattenladens und verfügt über die besondere Gabe, zu erkennen, welche Art von Musik, ja sogar genau welches Lied, gerade zu seinem Kunden in dessen aktueller Gemütsverfassung passt. Seine Empfehlungen stoßen mehrfach auf Ablehnung und Verblüffung, aber er liegt nie falsch, vom betrogenen Ehemann bis hin zum unruhigen Säugling, der nicht einschlafen will.Diese besondere Begabung Franks empfand ich als tolle Idee, ebenso wie die Rolle der Musik in dem gesamten Buch. Selten habe ich mich so intensiv mit Musik unterschiedlichster Stilrichtungen und deren Komponisten befasst. Insoweit habe ich tatsächlich viel aus dem Buch gezogen.Leider wurden meine Erwartungen an die Geschichte insgesamt jedoch nicht erfüllt. Hierbei habe ich nicht mal eine mitreißende Liebesgeschichte erwartet. Mir blieben die Figuren jedoch insgesamt alle zu blaß, ihre Gefühle und Motive zu wenig nachvollziehbar. Sicher, Frank hatte eine schwere Kindheit mit einer lieblosen Mutter, die ihm nichts an Emotionen, außer der Liebe zur Musik vermittelt hat. Dennoch kann ich nicht nachvollziehen, wie dumpf er sich verhält, ob gegenüber seinen engsten Freunden, den anderen Ladenbesitzern und seinem Angestellten, und vor allem gegenüber Ilse, der geheimnisvollen Unbekannten, in die er sich von Anfang an verliebt. Aber auch Ilses Motive und Verhalten bleibt weitgehend im Dunkeln.Die Geschichte zwischen den beiden tröpfelt vor sich hin, ebenso wie der Leser langsam in einzelnen Rückblenden immer wieder Einblicke in Franks Vergangenheit erhält. Dazu wird Franks Übernahme des Plattenladens von der ersten Besichtigung an sowie der aufreibende Überlebenskampf der Ladenbesitzer der Unity Street gegen eine mysteriöse Immobiliengesellschaft für mich etwas langatmig beschrieben.Grundätzlich sehr gut haben mir die Musikstunden zwischen Frank und Ilse gefallen, in denen Frank versucht, alle seine Eindrücke und seine Liebe zur Musik an Ilse weiterzugeben, aber die Dialoge und das Verhalten der beiden sind auch hier irgendwie hözern, unbeholfen und langatmig.Das Ende mit dem großen Zeitsprung schließlich war, als ob jemand den Schnellvorlauf gedrückt hätte: so viel Lebendigkeit und Aktivität war für mich nicht im gesamten Buch davor ersichtlich! Der Epilog schließlich ist schon fast kitschig und war zum bisherigen Verlauf der  Geschichte vorher nicht wirklich stimmig - so als hätte die Autorin versucht, das Ruder noch mal rumzuwerfen.Schade, nach dem Klappentext und mit dieser besonderen Gabe Franks hätte ich mir mehr erwartet!

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  • Rührend, gemächlich und musikalisch

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    Jennifer081991

    16. February 2018 um 10:21

    Die Geschichte plätschert sanft vor sich hin, ich mochte die ruhige Erzählweise von Joyce sehr gerne. Frank wirkt wie ein gutmütiger und herzensguter alter Bär, der sich in seinem Plattenladen vor der Welt versteckt. Warum, dass erfährt der Leser erst nach und nach in Rückblicken auf die Beziehung zwischen Frank und seiner Mutter. Gerade diese Rückblenden mochte ich besonders, denn neben der Beziehung erfährt man allerlei musikalisches Hintergrundwissen, dass ich in mich aufgesogen haben. Was mich ernsthaft überraschte, war, dass ich nach einer Weile bemerkte: Frank ist wesentlich jünger als ich ihn mir zuerst vorgestellt hatte. Ob es nun die Beschreibung als tapsiger Mann war oder die altertümliche Art sowie Nostalgie-Liebe, in meinem Kopf stellte ich mir Frank als etwas älteren Herren vor. Ich war überzeugt, mit ihm gemeinsam auf sein Leben zurückzublicken, dabei entpuppte er sich plötzlich als junger Mann mit reichlich wenig Erfahrung über Frauen. Da half auch sein Zigarettenrauchen nichts – wäre es wenigstens Pfeife gewesen, passend zu seiner Liebe für Altes – ihn gedanklich zu verjüngen, zu unattraktiv finde ich rauchende Figuren. Dies alles irritiere mich nachhaltig, ebenso wie die rasch aufblühende Liebesgeschichte mit Ilse, die ja eigentlich noch einen Verlobten hatte.Da hat der Klappentext ausnahmsweise einmal sogar zu wenig verraten, denn ich wurde völlig überrascht! Nicht, dass mich eine Liebesgeschichte generell stören würde, in diesem Falle fand ich sie aber oft allzu unpassend. Andere interessante Figuren wie die Tätowiererin Maud, die ebenfalls in Frank verliebt ist, der Jungspund Kit oder der gutmütige ehemalige Pfarrer wurden leider von der Liebesgeschichte zu stark an den Rand der Geschichte gedrückt. Und auch das Alleinstellungsmerkmal, Franks fabelhaftes Talent für Musik, kann sich nicht recht entfalten: In den Musikstunden, die Frank Ilse gibt, sind die beiden so nervös, dass mir zu oft schrilles Lachen oder andere Übersprungshandlungen ausbrachen, dies beraubte mich der Freude an den gelungenen musikalischen Beschreibungen. Denn hier liegt die klare Stärke des Romans: Nicht nur Faktenwissen, sondern eine Liebe und ein Verständnis von Musik werden durch Frank vermittelt, die herzergreifend sind. Oftmals können sich dem auch Randfiguren wie eine Kellnerin nicht entziehen: Frank schleicht sich in die Herzen von allen, auch den Lesern. Für diese Erzählung hätte es keiner Liebesgeschichte bedurft – und wenn, dann einer anderen.Fazit: Wundervolle Passagen über Musik, das Musik-Hören und interessantes Wissen über die Musikgeschichte, herzliche Figuren und drollige Ladenbesitzer, für diesen Roman war die Liebesgeschichte überflüssig! Ein leichtes Buch für gemütliche Stunden 🙂

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  • Zu leise Töne

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    aljufa

    09. February 2018 um 17:17

    Mister Frank besitzt einen Plattenladen in der Unity Street. Entgegen der Entwicklung der Zeit (das Buch spielt 1988) will er keine CDs verkaufen. Nur das gute Vinyl geht bei ihm über den Tisch. Der Laden läuft nicht besonders gut. Obwohl Frank eine besondere Gabe hat: Er kann spüren, welche Musik sein Kunde gerade braucht, um glücklich zu sein. Nur sich selbst erlaubt er kein Glück.Die ganzen handelnden Personen tragen alle ihr Schicksal mit sich rum. Und trotzdem bleibt mir das Buch zu sehr an der Oberfläche. Nur an einigen wenigen Stellen gelingt es der Autorin, Personen in ihrer Tiefe darzustellen. Und gerade das hätte ich mir gewünscht. Es ist so ein schönes Thema: Musik kann in unserem Inneren so viel bewegen. Nur bleibt das Innere der Personen dem Leser meistens verschlossen. Außerdem finde ich enthält das Ende zu viele Zufälle und ist mir daher zu unglaubwürdig. Der erste Teil nimmt viel mehr Seiten ein und jetzt, wo so viel passiert, geht das Buch schnell zu Ende. Auch hier fehlt der Tiefgang.Auch finde ich den Schreibstil nicht besonders herausragend oder fesselnd.

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  • Das Leben ist scheiße, aber es passt in eine Sonate!

    Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

    kleeblatt2012

    08. February 2018 um 21:31

    Frank hat einen Plattenladen. Und jede Menge gute Ratschläge für seine Kunden. Außerdem hat er das Talent, zu erkennen, wer welche Musik braucht. Es ist seine Leidenschaft, sich mit Musik auseinanderzusetzen. Und natürlich mit Schallplatten. Doch nun bleiben seine Kunden aus, denn die CD ist auf dem Vormarsch und ersetzt langsam aber sicher die gute, solide Schallplatte. Als eines Tages eine fremde Frau im grünen Mantel im Laden auftaucht, ist es um Frank geschehen. Er weiß genau: sie ist die Frau fürs Leben. Doch kurz darauf erfährt er, dass sie verlobt ist. Trotzdem sehen sich die beiden immer wieder durch Zufall. Bis Frank sich fragt, ob es wirklich Zufall ist, der sie zusammenführt. Als die Firma Fort Development langsam alle umliegenden Häuser und Geschäfte aufkauft, um aus der Straße eine schicke Wohngegend zu machen, ignoriert Frank die drohende Gefahr. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt.Wir lernen Frank kennen. Er ist 40, wohnt alleine in seinem Häuschen mit Plattenladen und ist eigentlich ein komischer Kauz. Für ihn scheint es nur die Musik zu geben. Musik löst jedes Problem, Musik ist zeitlos, Musik ist das, was man braucht, um wieder glücklich zu werden. Aber gerade weil Frank nicht "normal" ist, ist er es jedoch für andere. Er ist ein guter Freund, ein guter Zuhörer, er weiß immer, wer welche Musik braucht und ist auch sonst ein gute Seele. Er hilft, wo er kann, sei es, um die Mikrowelle zu reparieren oder jemandem die richtige Platte zu verkaufen. Dies ist sein Leben, welches aber jäh auf den Kopf gestellt wird, als er Ilse Brauchmann kennenlernt. Die deutsche Putzfrau dringt mit dem ersten Blick in sein Herz vor und löst sich nicht mehr von ihm. Dabei ist sie verlobt und damit tabu. Trotzdem genießt Frank jeden Augenblick mit ihr und als ein Zufall es will, dass er ihr Musikstunden geben kann, ist er der glücklichste Mensch der Welt. Frank nimm seine Aufgabe als Musiklehrer sehr ernst, will er doch herausfinden, welche Musik für Ilse die Beste ist. Dabei entwickelt sich zwischen Frank und Ilse eine tiefe Freundschaft und damit auch einige Probleme. Die Geschichte ist eine einzige Liebeserklärung an die Musik. Der Anfang beginnt leise, mit der Vorstellung der ganzen Charaktere und deren Eigenarten. Dazwischen kommt es zu einem lauten Trommelwirbel, als sich die Ereignisse überschlagen, dann wird es wieder ruhig, alle müssen sich finden und am Ende kommt das große Becken, dass mit KRAWUMM zusammengeschlagen wird, um den Abschluss zu markieren. Die Autorin hat ein wahnsinnig gutes Talent dafür, Geschichten zu schreiben, in denen schrullige Charaktere die Hauptrolle spielen. Dabei kommen alle zwar etwas naiv rüber, aber darunter befindet sich im Kern die wahre Größe. Frank zum Beispiel hatte keine schöne Kindheit. Zwar wuchs er mit Musik auf, weil seine Mutter Peg absolut musikverliebt war, doch ansonsten war sie keine gute Mutter. Sie kochte nicht richtig, unternahm nichts mit Frank, hatte wechselnde Liebhaber und führte auch sonst eher ein ich-bezogenes Leben. Nur die Liebe zur Musik gab sie an Frank weiter. Aber auch Franks Umfeld ist einzigartig. Sei es sein Verkaufsassisten Kit, der alles in seiner Umgebung kaputt macht, Maud, die heimlich in Frank verliebt ist, Pater Anthony, der nach einem Absturz durch Frank wieder an Gott glauben konnte oder die Brüder Williams, die als Bestattungsunternehmer eh schon einen unheimlichen Job haben. Oder die Bedienung in dem kleinen Café, die schon früh wusste, was genau so abgeht. Und Ilse, die sich mit etwas Geheimnisvollen umgibt und so alle zum Rätseln bringt.Ich liebe jeden einzelnen Charakter. Und jeder einzelne hat es verdient, in dem Buch eine Rolle zu spielen. Außerdem ist es ein Plädoyer für Schallplatten, die ja heute wieder absolut "in" sind."Das Leben ist scheiße, aber es passt in eine Sonate!" - So bringt es Franks Mutter Peg auf den Punkt. Dieser Satz hat sich in mein Gehirn gebrannt, denn er passt wie die Faust aufs Auge.Wie schon in "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" oder "Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry" habe ich mich fallen lassen und die Geschichte auf jeder einzelnen Seite genossen.Fazit:Die unvergleichliche Art der Autorin hat auch dieses Buch wieder zu einer unvergesslichen Geschichte gemacht.

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