Rachel Joyce Perfect

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Inhaltsangabe zu „Perfect“ von Rachel Joyce

Summer, 1972: In the claustrophobic heat, eleven-year-old Byron and his friend begin ‘Operation Perfect’, a hapless mission to rescue Byron’s mother from impending crisis. Winter, present day: As frost creeps across the moor, Jim cleans tables in the local café, a solitary figure struggling with OCD. His job is a relief from the rituals that govern his nights. Little would seem to connect them except that two seconds can change everything. And if your world can be shattered in an instant, can time also put it right? (Quelle:'E-Buch Text/04.07.2013')

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  • ein deprimierendes Buch

    Perfect

    nicole_von_o

    12. May 2015 um 16:50

    Nachdem ich „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ verschlungen habe hatte mich lange kein Buch der Autorin so recht angesprochen, wenn ich rein gelesen habe. Als ich in der Bibliothek kann Perfect entdeckt habe, dachte ich das es eine nette Urlaubslektüre wäre und habe es mitgenommen. Später am Strand hat es sich dann als großer Fehler erwiesen, denn ich habe noch nie ein deprimierenderes Buch gelesen. In dem Buch geht es einmal um Byron und seine depressive Mutter die mit ihrem Leben als Hausfrau und Mutter nicht zufrieden ist. Und dann gibt es noch Jim, der offensichtlich einige Zwangsneurosen besitzt und auch sonst ein komischer Kautz ist. Ich musste das Buch immer nach ein paar Seiten weglegen, weil es mich nicht gefesselt hat und das obwohl die Autorin zweifellos gut schreiben kann. Nur, ein ganzes Buch über das Scheitern einiger Menschen, ohne ein Happy End? Denn ich habe es letztlich zu Ende gelesen weil ich dachte es wird besser, leider wurde es das nicht. Im Grunde sind es mehrere hundert Seiten Buch über das scheitern einer einzigen Person....

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  • Perfektion – Was ist das?

    Perfect

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. September 2014 um 15:40

    Wenn man sich nicht einmal auf die Zeit verlassen kann, worauf dann? Als 1972 der Zeit zwei Sekunden hinzugefügt werden, beginnt das scheinbar perfekte Leben des elfjährigen Byron aus den Fugen zu geraten… Zwei Sekunden sind nicht viel, sollte man meinen, aber für Byron Hemmings bedeuten sie die ganze Welt. Denn gerade in dem Moment, als an der Zeit herumgespielt wurde, beginnt das Unheil. Byrons Mutter verursacht einen Autounfall, in den ein kleines Mädchen verwickelt ist, doch außer ihm scheint niemand zu glauben, was vorgefallen ist. Bald scheint seine Mutter die Familie nicht mehr wie gewohnt, nämlich perfekt, zusammenhalten zu können: Sie hat Geheimnisse und benimmt sich immer seltsamer, während der strenge Vater immer öfter abwesend ist. Mit seinem besten Freund James versucht Byron, das Chaos zu bewältigen. Dabei fragt er sich, wem er die Schuld daran geben soll, dass sein gewohntes Leben auseinanderbricht. Seiner Mutter, sich selbst oder doch den zwei Sekunden? Vierzig Jahre später verbringt Jim sein Leben zwischen seiner Arbeit in einem Café und den seltsam anmutenden Ritualen seiner Zwangsstörung. Er weiß, wenn er seine Rituale nicht perfekt durchführt, geschieht den Menschen in seiner Umgebung etwas Schlimmes. Dabei verschließt er sich immer mehr in seiner eigenen Welt. Doch Jim will über seine Vergangenheit nicht nachdenken. Bis er der lauten Eileen begegnet, die in ihrem Wesen genau sein Gegenteil ist. Bald wird klar, dass auch Jim nicht von den Ereignissen verschont geblieben ist, die von den zwei Sekunden ins Rollen gebracht wurden. Was ist Perfektion? Gibt es sie überhaupt? Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto erschreckender erscheint das Bestreben der Figuren nach Perfektion. Denn in ihren Fassaden bilden sich Risse, die immer weiter aufbrechen. Darunter treten verdrängte Vergangenheiten, Unzufriedenheiten, Feindseligkeiten und Ängste zum Vorschein. Gerade wenn man als Leser denkt, man weiß, wie die Geschichte weitergehen muss, vollzieht sie eine neue überraschende Wendung. Eine Wendung, die zwar subtil daherkommt, aber weitreichende Konsequenzen hat. Je weiter sich das Schicksal von Byron und Jim entspinnt, umso größer werden die Dimensionen der Ereignisse, die die beiden Leben miteinander verbinden. Rachel Joyce, die auch schon mit „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ die Leser berührt hat, liefert mit „Perfect“ ein leises, aber sehr spannendes Buch voller Poesie und Philosophie ab. Dabei wird die Spannung fast vollständig durch die Figuren erzeugt, denen hier Leben eingehaucht wird. Unglaublich gut beobachtet, wenngleich auch manchmal etwas überzeichnet, treten diverse Menschentypen auf den Plan, die einen Schnitt durch die Gesellschaft abbilden. Subtil und feinfühlig wächst die Spannung allein durch das Zusammentreffen verschiedener Menschen. Es braucht keine Hollywood-Action, um Konflikte und ganz persönliche Tragödien darzustellen. Die Gefühle lassen sich auch still vermitteln. „Perfect“ ist ein ideales Buch für lange Zugfahrten, bei denen man auch mal grübelnd aus dem Fenster schauen kann. Denn wenn man als Leser immer tiefer in Byrons und Jims Leben gezogen wird, fragt man sich unweigerlich, was denn Perfektion ist: Eignet man sie sich an? Kann man sie langfristig aufrechterhalten, oder ist sie etwas Flüchtiges: Ein Ding von Sekundenbruchteilen? Und wie geht man damit um, wenn plötzlich nichts mehr perfekt zu sein scheint? © Bücherstadt Kurier

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  • Ganz schön, aber irgendwie kaum zu lesen

    Perfect

    Lissy

    18. March 2014 um 09:50

    In diesem Buch gibt es zwei Handlungsstränge: einmal um den Jungen Byron und dessen Familie und um Jim, einen etwas komischen Typen, der in einem Café arbeitet.  Ich habe mich so gefreut, dass ich das Buch bekommen habe und habe sehr motiviert angefangen zu lesen. Und auch für mich als Viel- und gerne-Leserin war es nahezu unmöglich, das Buch fertig zu lesen. Dabei war es durchaus schön, eine angenehme Sprache, eine gute Geschichte. Aber irgendwie habe ich es nicht geschafft, mehr als zwei Seiten am Stück zu lesen. Letzten Endes hat es ungefähr ein halbes Jahr gedauert, dieses Buch zu lesen.  Fazit: eine tolle Sprache, eine gute Handlung, aber trotzdem Langeweile unbekannten Ursprungs.

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  • Gut erzählt, aber etwas langatmig

    Perfect

    WildRose

    15. March 2014 um 10:16

    Wie schon "The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry" ist auch "Perfect" ein Roman der leisen Töne. Autorin Rachel Joyce überzeugt wieder einmal durch einen gelungenen, ungekünstelt wirkenden Schreibstil. Es gibt zwei Handlungsstränge, einmal das Leben der Jungen Byron und James, die Anfang der Siebzigerjahre in "gutbürgerlichen" Familien aufwachsen, in denen jedoch nichts so optimal läuft, wie es zunächst den Anschein hat - und einmal die Geschichte des gesellschaftlichen Außenseiters Jim, dessen Zwänge ihn im 21. Jahrhundert an einem normalen Leben hindern. Ich empfand die Teile, in denen es um Jim geht, als wesentlich interessanter und auch als "lebendiger" als jene Teile des Romans, in denen das Leben von Byron und James beschrieben wird. Die Autorin geht dabei nämlich manchmal zu sehr ins Detail und die Handlung kommt daher nur sehr schleppend voran. Ingesamt ist das Buch dadurch ein klein wenig zu langatmig. Dennoch hat Rachel Joyce es auch in "Perfect" wieder geschafft, die Geschichten ganz gewöhnlicher und doch außergewöhnlicher Menschen auf eine angenehme, sanfte Weise zu erzählen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr ansprechend, nur der Geschichte mangelt es stellenweise an Spannung.

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  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. Teilnehmer: AefKaey, (3) Ajana, (2) Anendien (5/15) angiana, Anneblogt, Annilane, (2) battlemaus, (5/20) Bellchen, (2/20), Birnchen (0/14) Bluebell2004,  (2) BluevanMeer, (6/12) books4life, bookscolorsandflavor, (6/16) Buchrättin, (1) Buechermaus96, (1) Büchernische (0/12) Buecherwurm1973, (1/15) Carina2302, carooolyne, Caruschia, celynn, (4/15) christiane_brokate, CitizenWeasel, Clairchendelune, Clouud, Code-between-lines, Daniliesing, (1/18) Desaris,, die_moni (0/12) Dunkelblau, (4/15) Eatacatify, (2) eighttletters, (3) elena2607, (2/12) Elfendy, (9/24) Emma.Woodhouse, Eskarina*, (1) Fanny2011, (7/18) FantasyDream, Fay1279, (5) Federchen, (1/18) fireez, franzzi, (2) frozenhighways, (4/15) Ginger1986 (1/12), grinselamm (1/12) Gruenente, (2) HarIequin, (2), Hello-Jessi (0/35) irishlady, jana_confused (7/12) janaka, Jeanne_Darc, (6/20) jess020, (1) Juliaa, Julia_Ruckhardt, justitia, (2) kabahaas, Kajaaa, (0/12) Kanujga, (5/20) Karokoenigin, (3/20) Katesbooks, KatharinaJ, (4/12) kathrineverdeen, , katrin_langbehn (0/14) Kendall, (9/20), Kirschbluetensommer (0/12) kiwi_,  Kleine1984, (4/10) Kleines91, (11/15) kolokele, (1) kornmuhme, (1) Krisse, (2) kugelblitz85, Kurousagi, LaDragonia, (6/12) LadySamira091062, LaLecture, Larischen, (4) Leochiyous, , Leopudding (0/15) LeseAlissaRatte, lesebiene27 (1/20 Leselotteliese, (1) Lesemaus85, (1) Lialotta, LibriHolly, (1/12) Lilawandel, (6/15) Lilli33, (11/18) lilliblume, (4) lisam, (11/20) Literatur, (1/20) Lizzy_Curse, Loony_Lovegood, (2) Lovely_Lila (0/12) LuluCookBakeBook, (1) Lumpadumpa (0/12) Lyiane, (3) mamenu, (1) Manja82, (4) manu2581 (5/25) mareike91, (3), maristicated (0/12) mecedora, (1) merlin78, (5/12) MiHa_LoRe, (5) Mikki, (4/12) milasun, minnimaus, (1/12) Mira123, (1) MissMisanthropie, (4/12+1) MoniUnwritten, moorlicht, Moosbeere, (4/12) Morrighan, Naddlpaddl, (2) NaGer, (1) Nancymaus, (5/12) Ninasan86, Niob, (2/12) Normal-ist-langweilig, (6/12) NussCookie, (4/13) oOVioOo, pamN, (2/15) paschsolo, (12/12) passionelibro, (3/12) Philip, Phini, problembaum, (0/12) Queenelyza, (11) Rine, (5) RinoaHeartilly, Ritja, , Robsi (0/16) Rocio, (4/20) Roxy Malon, Salzstaengel, (1) samea, Schlehenfee, (7/12) schokoloko29, (4/12) SchwarzeRose, sechmet, (2/12) Seelensplitter, (3) sKy, (8/20) Sommerleser, (4/12) Starlet, sternblut, (2) sugarlady83, (3) summi686, (5/25) Sunny Rose, Sunny87, Sunshine_Books, (5/20) supertini, (1/12) Sweetybeanie, (5/12) Synic (0/12) The iron butterfly, (3/12) Tiana_Loreen, (1/15) Tini_S, (4/12) Tintenelfe, (2) viasera, (4/15), weinlachgummi (3/12) werderaner, (3) Wiebkesmile, (1) Wildpony, World_of_tears91, xXeflihXx, (1) Yvonnes-Lesewelt, (1) Zidisbuecherwelt, Zuellig, (5)

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    • 2011
  • Nichts für schwermütige Geister

    Perfect

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. November 2013 um 11:58

    Das Buch Perfect von Rachel Joyce beginnt in den siebziger Jahren. Es erzählt die Geschichte des elfjährigen Byron, der von seinem besten Freund James erzählt bekommt, dass irgendwann im Laufe des Jahres ein Zeitsprung von zwei Sekunden stattfinden wird. Byron ist ganz aufgeregt und denkt, das kann doch nicht einfach so und ohne Konsequenzen vom Universum ablaufen. - Und so ist es dann auch: An einem Tag auf dem Weg zur Schule fährt Byrons Mutter eine Abkürzung, da sie spät dran sind und baut einen Unfall. Danach tut sie so, als wäre nichts passiert und Byron wird ob des schlimmen Geheimnisses immer nervöser in seinen Handlungen. Soweit so gut zur Haupthandlung. Neben den Kapiteln um den kleinen Byron springt die Erzählerin zu Jim, einem Angestellten in einem Supermarkt-Café, der so viele Neurosen entwickelt hat, dass es manchmal Stunden dauert, bis er sich nach Feierabend ins Bett legen kann. In dem Café arbeitet eine Frau namens Eileen, die Jims Welt nach und nach auf den Kopf stellt - oder neu ordnet? (ich verrate nichts) Fazit: Zweifellos ist das Buch gut geschrieben und hat durchaus eine fesselnde Erzählweise. Leider dauert es ewig lange, bis sich der Spannungsbogen aufbaut, um dann gleich, da erst kurz vor Schluss, wieder trübsinnig in sich zusammenzusacken. Auf dem ganzen Roman lastet eine Schwermütigkeit, die man kaum aushält, wenn man sich beim Lesen verzweifelt wünscht, es möge doch bitte endlich, endlich etwas passieren. Dafür muss man länger als zwei Sekunden warten und ich kann keine eindeutige Empfehlung für dieses Buch aussprechen, da mir weder Byron noch Jim noch sonstwer in diesem Roman ans Herz gewachsen sind, weil aufgrund der Langatmigkeit der Erzählung alle so ungriffig vor sich hindümpelten. ( Um doch etwas aus der Handlung zu zitieren: "Ich saß die ganze Zeit vor der Gans, doch das Ei kam nicht und am Ende war es ein Fest für die Krähen.") auch veröffentlicht unter http://buecherkaffee.blogspot.de/2013/11/coffeebreak-review-juliane-perfect.html

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • Leserunde zu "Perfect" von Rachel Joyce

    Perfect

    DieBuchkolumnistin

    Ihr Bestseller "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" eroberte weltweit die Herzen der Leser und bis heute ist der so gar nicht klischeehafte Held Harold Fry ein Liebling zwischen den Seiten. Nun endlich erscheint der neue Roman der britischen Autorin Rachel Joyce und wir laden Euch gemeinsam mit Doubleday (Random House UK) zu einer Leserunde des britischen Originalromans "Perfect" ein: In 1972, two seconds were added to time. It was in order to balance clock time with the movement of the earth. Byron Hemming knew this because James Lowe had told him and James was the cleverest boy at school. But how could time change? The steady movement of hands around a clock was as certain as their golden futures. Then Byron’s mother, late for the school run, makes a devastating mistake. Byron’s perfect world is shattered. Were those two extra seconds to blame? Can what follows ever be set right? Leseprobe Der auslösende Moment im Roman findet gleich am Anfang statt - im Jahr 1972 werden zwei sogenannte Schaltsekunden unserer normalen Zeit hinzugefügt um Unregelmässigkeiten gegenüber der Erdrotation auszugleichen. Dies bringt Byron völlig durcheinander und ihm ist klar, dass etwas Furchtbares geschehen wird. Und es geschieht. Wie auch in den Vorgängerromanen ist Rachel Joyce mehr Erzählerin als Autorin und lädt uns ein den Weg ihrer Hauptfigur zu begleiten, bis man sich bereits nach wenigen Seiten selbst mittendrin befindet und alles um sich herum vergisst.  Du möchtest Dich für unsere gemeinsame Leserunde des englischen Romans "Perfect" bewerben? Dann berichte uns bis einschliesslich 11. Juli 2013 von den bisher wichtigsten zwei Sekunden in Deinem Leben und welche Auswirkungen sie hatten - ebenso wie die zwei Sekunden im Leben von Byron Hemming.Wer den Roman bereits hat, der ist selbstverständlich herzlich eingeladen ebenfalls an der Diskussion teilzunehmen! Über die Autorin: Rachel Joyce is the author of the Sunday Times and international bestsellerThe Unlikely Pilgrimage of Harold Fry, shortlisted for the Commonwealth Book Prize and longlisted for the Man Booker Prize, and Perfect published in July 2013. She was awarded the Specsavers National Book Awards 'New Writer of the Year' in December 2012. Joyce has also written over 20 original afternoon plays for BBC Radio 4, and major adaptations for both the Classic Series, Woman's Hour and also a TV drama adaptation for BBC 2. In 2007 she won the Tinniswood Award for best radio play. She moved to writing after a twenty-year career in theatre and television, performing leading roles for the RSC, the Royal National Theatre, The Royal Court, and Cheek by Jowl, winning a Time Out Best Actress award and the Sony Silver. Interview mit Rachel Joyce zu "Perfect" Offizielle Website von Rachel Joyce + Fanpage der Autorin + Twitteraccount zu "Perfect Book" +

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    • 361

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. September 2013 um 18:28
  • Eine wunderbare Idee, aber sehr langatmig umgesetzt

    Perfect

    Mone80

    11. September 2013 um 15:26

    Es mir wirklich, wirklich schwer gefallen dieses Buch zu Ende zu lesen, dabei fand ich die Idee richtig süß und auch die Art und Weise, dieser kindliche Charme, den das Buch ausstrahlt, fand ich toll, aber das Buch besticht wirklich durch eine Länge nach der anderen. Es waren die vielen Details, die die Autorin so wortgewand geschildert hat, dass der Kern der Geschichte und die Handlung in den ersten zwei Teilen in den Hintergrund gerückt sind. Dafür werden die Protagonisten so klar und deutlich gezeichnet, ganz liebevoll erscheinen sie. Man schließt sie sofort in sein Herz und hat eine so tolle Vorstellung von ihnen. Und diese Art, die Geschichte von einem elfjährigen und von Jim, der auf seine Art auch sehr kindlich ist, zu erzählen, gab dem Buch einen besonderen Klang. Doch sie schafften es nicht, das Buch herauszureißen und es bleibt langatmig, was ich sehr Schade finde. Erst im 3. Teil kommt dann nochmals Handlung auf und irgendwie mußte da dann alles ziemlich schnell zu einem Ende gebracht werden. Ich habe zwar gehört, dass die Autorin für ihre leisen Töne bekannt ist, aber so ganz ohne ein Vorankommen der Geschichte, werden die leisen Töne schnell einschläfernd. Fazit: Ganz liebenswürdige Personen, die es nicht schaffen, dass Buch zu retten. Es ist so langatmig, dass die Geschichte leider untergeht.

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  • Eine zauberhafte Aufmachung, bei der der Inhalt leider nicht ganz mithalten konnte

    Perfect

    Buecherwurm2punkt0

    26. August 2013 um 08:57

    Nach dem mich "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" schon so tief berührt hat, musste ich einfach wissen was in dem neuen Buch von Rachel Joyce steht. Der Buchtrailer und vor allem die liebevolle Aufmachung des Buches haben mich von Anfang an verzaubert und ich war mir sicher, dass ich wieder eine ganz besondere Geschichte vor mir liegen habe! Noch jetzt ist es so, dass ich die Zeichnungen auf dem Einband und zu Beginn jedes Kapitels gerne anschaue! Leider konnte mich der Inhalt schlussendlich nicht ganz vom Hocker reißen. Die beiden Protagonisten, Byron und James, sind so naiv wie nur Kinder es sein können. Auf der einen Seite ist das natürlich furchtbar niedlich, mit welch einer Inbrunst sie an die 2-Sekunden-Verschwörung glauben, aber auf der anderen Seite ist das als Erwachsener auch oft nicht richtig nachvollziehbar. Allerdings hat es mich zum Nachdenken gebracht, was 2 Sekunden alles ausmachen können. Was würde passieren und würde anders geschehen, wenn einfach 2 Sekunden hinzugefügt werden? Würde sich dann überhaupt etwas verändern? Schließlich hat man dadurch greifbar gar nicht mehr Zeit, die Uhr geht nur einfach anders.Während des Lesens sind mir also wirklich viele Gedanken durch den Kopf geschossen, was manchmal auch an meiner Konzentration nagte. Die war jedoch beim Lesen sehr wichtig für mich, da ich das Englisch doch schon als sehr fortgeschritten empfunden habe. Es gab viele Stellen, an denen ich das Wörterbuch zu Rate ziehen musste, was natürlich den Lesespaß beeinflusst hat. Einem ist die Autorin aber definitiv treu geblieben: In ihren Büchern ist nie alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Hinter eine Ecke warten Schicksalsschläge auf den Leser, die für ihn und den Protagonisten schwer zu verarbeiten sind und genau darum handelt es sich in Rachel Joyce Büchern im Kern. Die besondere Verarbeitung von Schicksalsschlägen, die für eine einzelne Person oft untragbar sind und in wie weit einzelne, auf den ersten Blick unspektakuläre Szenen im Gesamten zur Katastrophe führen. Ich bin froh, wieder ein Rachel Joyce - Buch gelesen zu haben, denn selten berührt mich eine Autorin oder ein Autor auf so besondere Weise und regt mich zum denken an! Einziger Wermutstropfen ist, dass ich manchmal keinen Zugang zu den Protagonisten fand. Ob dies daran lag, dass ich das Buch auf englisch gelesen habe oder die Protagonisten und ich einfach nicht zusammen passten sei dabei dahin gestellt.

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  • Der Mensch als Spielzeug der Zeit...

    Perfect

    JessSoul

    25. August 2013 um 21:25

    In "Perfect" von Rachel Joyce wird der Leser zum zeitlosen Beobachter einer tragischen Geschichte über wenige Sekunden und deren Auswirkungen auf das Leben mehrerer Menschen.  Byron und James sind gute Schulfreunde und alles andere als gewöhnliche Jungs. James ist sehr gebildet und ein wenig pedantisch, während Byron für seine 11 Jahre seinerseits eine ausgesprochene emotionale Intelligenz besitzt. Als James Byron eröffnet, das bald 2 zusätzliche Sekunden in die Zeit eingefügt werden, um den Lauf der Erde wieder an unsere Zeitrechnung anzupassen, ahnen die beiden noch nicht, wie sehr diese 2 Sekunden ihr Leben verändern werden, vorallem das von Byron und seiner Familie. Das Buch wird in zwei Handlungssträngen erzählt: Einer spielt in den 70ern und berichtet über die Erlebnisse von Byron und James. Der zweite Handlungsstrang erzählt vom Mitfünfziger Jim, der nach jahrelangem Aufenthalt in der Psychatrie versucht in ein halbwegs normales Leben zurückzufinden. Im Laufe des Buches wird immer deutlicher, dass diese zwei Handlungen miteinanderverknüpft sind, aber erst am Ende des Buches wird aufgezeigt, welche Verbindung tatsächlich besteht. Rachel Joyce ist für mich eine Meisterin der menschlichen Psychologie: Ohne die Figuren und deren Benehmen zu werten, veranschaulicht sie auf wundersame und oft auch schmerzhafte Art und Weise, wie sehr die Psyche der uns umgebenden Menschen unsere eigene beeinflussen kann und wie machtlos selbst die charakterstarken Verteter unserer Spezies dieser Laune des Schicksals ausgesetzt sind. Und nicht nur die Menschen um uns herum beeinflussen uns stark, sondern auch die Zeit, und seien es nur 2 läppische Sekunden, können oftmals ungeahnte Auswirkungen auf unser gesamtes Leben haben. Wer ein von Ereignissen überschwommenes Buch sucht, ist hier sicherlich falsch, denn Rachel Joyce ist ein Genie im Beschreiben von Entwicklungen und Gefühlen. Wer tiefgründige und auf subtile Art beschriebene und dennoch unverkennbare Emotionen sucht, ist hier absolut richtig. Und wer gern Menschen beobachtet und versucht herauszufinden, warum sie so sind, wie sie sind, der kommt hier voll auf seine Kosten. "Perfect" ist demnach keine leichte Kost, aber absolut lesenswert! Und auch in der Originalsprache absolut leicht zu lesen, denn viele unbekannte Wörter erschließen sich sehr leicht aus dem Kontext, so dass selbst für Nicht-Muttersprachler das Lesevergnügen ungetrübt ist.

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  • Wie perfekt kann ein Leben sein?

    Perfect

    Weltenbummlerin

    22. August 2013 um 10:09

    Rachel Joyce ist mit ihrem Debüt "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" damals ein Überraschungserfolg gelungen und auch mich konnte sie mit ihrem wundervollen Buch begeistern. Umso gespannter war ich natürlich, ob auch ihr zweiter Roman wieder so gut gelungen ist! In "Perfect" geht es um die Geschichte zweier Protagonisten, die parallel stattfindet und zum einen 1972 spielt und zum anderen in der Gegenwart. Wie der junge Byron Hemming von seinem besten Freund James erfährt, werden im Jahr 1972 zwei zusätzliche Sekunden zur Zeit hinzugefügt, damit die Bewegung der Erde ausgeglichen werden kann. Aber wie kann sich denn die Zeit überhaupt verändern, fragt sich Byron? Es sind nur zwei kleine Sekunden, aber sie werden auf dem Weg zur Schule Byrons ganzes Leben verändern, da seine Mutter einen entscheidenden Fehler begeht. Doch waren nur die beiden Sekunden daran schuld? Und welche Rolle spielt der ältere Jim in der ganzen Geschichte, dessen Leben irgendwie aus den Bahnen geraten ist und der darum kämpft, wieder in ein unbeschwertes Leben zurückzufinden. Der Leser erfährt nach und nach beim Lesen, was es mit den unterschiedlichen Geschichten von Byron und Jim auf sich hat. Die Handlungsstränge werden gegeneinander erzählt, so dass Joyce mit jeder Seite einen weiteren Teil zu einem großen Ganzen hinzufügt, das sich erst am Ende offenbahrt. Bis dahin fiebert man als Leser mit den liebenswerten Protagonisten Byron und Jim mit und ist gespannt, wie beide Geschichten am Ende möglicherweise miteinander verbunden sind. Ich war zunächst gespannt, was der Titel "Perfect" mit dem Thema Zeit zu tun haben könnte und fand die Überlegungen dazu im Buch sehr interessant. Eine entscheidende Rolle spielen auch in diesem Roman die vielschichtigen Charaktere sowie die Nebenfiguren, die sehr liebevoll ausgearbeitet sind und die Geschichte wundervoll ergänzen. Die ausführliche Beschreibung der Charaktere ermöglicht es dem Leser, sich genau in sie hineinzuversetzen und mit ihnen mitfühlen zu können. Ebenfalls eine schöne Ergänzung zur Buchstimmung fand ich die Illustrationen am Anfang jeden Kapitels, so wie es auch schon bei Harold Fry war. Das Buch konnte mich nicht gleich so in den Bann ziehen, wie damals "Harold Fry" und hat seinen Zauber erst entfaltet, als ich das Buch nach der letzten Seite zugeschlagen habe. Viele Gedankenansätze, die Joyce durch ihre authentischen Figuren transportiert, haben mich über die Lektüre hinaus zum weiteren Nachdenken angeregt. Ich würde empfehlen, das Buch im Original zu lesen, da die schöne Sprache der Autorin so besser zum Ausdruck kommt. Auch mit diesem Buch schafft Rachel Joyce wieder einen wunderbaren Roman, der durch die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Emotionen und die leisen Töne zwischen den Buchstaben überzeugt.

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  • Große Erwartungen

    Perfect

    Kapri_ziös

    16. August 2013 um 09:52

    Zugegeben, ich hatte große Erwartungen an Perfect. Viele meiner Kollegen schwärmten von ihrem Debüt. Gerade deshalb war ich ganz heiß auf ihren zweiten Roman und dementsprechend hatte ich auch meine Erwartungen in die Höhe geschraubt. Niemals hätte ich gedacht, dass Perfect so langweilig sein könnte. Gerade innerhalb der ersten beiden Teile widmet sich Frau Joyce ganz ihren Figuren. Dabei kommt leider die Handlung viel zu kurz. Ich habe schon häufig Bücher gelesen, wo dies umgekehrt war. Viel zu viel Handlung und viel zu oberflächliche Figuren. Oberflächlichkeit kann man Perfect nicht vorwerfen. Umso erstaunlicher war es dann für mich, dass nach den ersten beiden Teilen voller Langeweile, der dritte und letzte Teil von Perfect dann sehr rasant verlief. Auf den letzten 60 Seiten geschah alles. Sämtliche Handlung wurde für den Schluss aufgespart. Nach der Lektüre von Perfect wurde ich dann mit einem Gefühl von großer Dysbalance zurück gelassen. Die Idee war wirklich entzückend. 2 Sekunden, die alles verändern können. 2 Sekunden, welche das Leben zum Guten oder auch zum Bösen wenden. Und auch die Nachricht, die bei mir als Leser ankommt ist alles außer unbedeutend. Gib acht auf deine Sekunden, sie sind dein Leben und somit sind sie wichtig. Also das heißt, wenn Frau Joyce soetwas wie eine Nachricht überhaupt senden wollte. Leider gefiel mir die Umsetzung nicht. Perfect ist gut gemeint. Mehr nicht.

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  • Perfect - Langatmige Storyentwicklung & liebenswerte Charaktere

    Perfect

    feinekleine

    11. August 2013 um 23:42

    Inhaltsangabe In 1972, two seconds were added to time. It was in order to balance clock time with the movement of the earth. Byron Hemming knew this because James Lowe had told him and James was the cleverest boy at school. But how could time change? The steady movement of hands around a clock was as certain as their golden futures. Then Byron's mother, late for the school run, makes a devastating mistake. Byron's perfect world is shattered. Were those two extra seconds to blame? Can what follows ever be set right? Meine Meinung Im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks habe ich Perfect lesen und besprechen dürfen. Zwar ist das Buch auf Englisch, aber ich denke es ist sehr einfach zu verstehen und lies sich im Großen und Ganzen flüssig lesen! Eher Probleme bekam ich wegen dem doch teils recht langatmigen Inhalt. Zwar ist das Buch wirklich schön, bildhaft und detailreich beschrieben, aber trotzdem fiel es mir teils immer wieder schwer mich dazu durchzuringen das Buch zur Hand zu nehmen, sodass ich sagen muss, letztendlich ein etwas gespaltenes Verhätnis zum Buch zu haben. Im Buch geht es wie der Inhaltsangabe zu entnehmen, um Byron dessen Leben dank nur zwei Sekunden und einer Reihe von Geschehnissen die sich daraufhin entwickeln eine ungeahnte Wendung nimmt und sein komplettes restliches Leben beeinflusst.  Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven. Die von dem 11 Jährigen Byron und die von dem Mitfünfziger Jim. Beide sind Persönlichkeiten die man wegen ihrer Eigenartigkeit ins Herz schließen kann und beide erzählen ihre Geschichten die am Ende des Buches gut zusammenfinden. Anfangs konnte ich eher nur für Jim Sympatien entwickeln und empfand auch seine Parts als wesentlich unterhaltsamer, bzw. konnte ich mich mit der genauen Beschreibung wie und warum Jim handelt wie er es nunmal tut, einfach besser hineinversetzen, als in Byron. Zwar wird Byron nicht minder mit genauen Beschreibungen als Charakter greifbar, trotz allem brauchte ich länger um wirklich seine Parts weiterlesen zu wollen und mit ihm warm zu werden.  Gefallen hat mir an dem Buch auf jedenfall, dass man zum Nachdenken angeregt wird. Zwei Sekunden erscheinen einem als recht belanglos und wenig. Trotz allem können sie ein ganzes Leben ausmachen. Mit der Erwartung genau diese Botschaft in dem Buch vermittelt zu bekommen und eine rundum gut durchdachte Geschichte dazu zu lesen bewarb ich mich für das Buch. Zwar ist die Botschaft angekommen. Trotz allem ist mir nach Beenden des Buches vieles noch unklar, da manche Fragen meines Erachtens nach nur unzulänglich aufgeklärt werden und auch der Knackpunkt der Geschehnisse rund um die 2 Sekunden und deren Folgen war mir letztendlich nicht schlüssig, bzw. zu austauschbar. Leider kann ich hier nun nicht genauer darauf eingehen, da ich euch sonst das ganze Buch verraten müsste. Aber fest steht, dass mir an der Geschichte die Wirkung der 2 Sekunden wichtig war. Und sie entwickelt sich auch fast bis zum letzten Viertel unentwegt daraufhin zu und plötzlich scheint sie aufgelöst zu werden und etwas anderes Unerwartetes passiert, das man nun auch mit viel Spekulieren auf die vorangegangenen Ereignisse beziehen kann, aber nicht zwangsläufig. Das war für mich ein Bruch an dem ich hängen blieb und das störte mich eigentlich am meisten. Denn die sehr langsame Entwicklung der Geschichte gehört einfach zum Schreibstil und passt auch zum Buch (ist halt nur scheinbar nicht so mein Ding), aber dieser Bruch hätte besser gelöst werden können. Und doch: Am Ende des Buches war ich traurig (teils auch verwirrt). Ich konnte gut mit allen Charakteren mitfühlen und empfand starkes Mitleid. Also definitiv ein Buch das Emotionen auslöst. Die Geschichte an sich ist, denke ich einfach auch Geschmackssache. Die Charaktere waren liebevoll beschrieben und ich mochte sie fast alle, die Grundidee der Story ist großartig aber eine solch langsame Entwicklung muss einfach dem eigenen Geschmack entsprechen, sonst läuft man eventuell in Gefahr das Buch zur Seite zu legen und es dort in Vergessenheit geraten zu lassen... Fazit Liebevoll gestaltete Charaktere die ihre liebenswürdigen Eigenarten und Ticks haben, eine Geschichte die letztendlich zum Nachdenken anregt, aber meiner Ansicht nach nicht vollends schlüssig ist und so manche Frage nur unzureichend beantwortet lässt. Wer langsame Storyentwicklungen mag, mit sehr detailreichen und bildhaften Beschreibungen, gerne mitfühlen möchte und sich eventuell etwas traurig stimmen möchte, der wird dieses Buch sicherlich mögen. Wer erwartet das etwas mehr passiert und keine Langatmigkeit verträgt, der wird eventuell etwas mehr Probleme mit dem Buch haben, aber trotzdem allein wegen den liebenswürdigen Charakteren etwas an dem Buch finden, dass auch ihm gefällt. Und dieser zweiten Kategorie gehöre ich wohl an. Es war mir teils viel zu langatmig und trotzdem mochte ich ein paar Dinge wirklich sehr an dem Buch...

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  • Zwei Sekunden, welche das ganze Leben verändern

    Perfect

    Thala

    10. August 2013 um 18:07

    Welche Bedeutung hat Zeit? Können zwei Sekunden ausschlaggebend sein für das ganze restliche Leben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Rachel Joyce in ihrem Roman „Perfect“. Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen. Einerseits taucht der Leser ein in die Welt von Byron, einem kleinen Junge in den 70ern und andererseits in die Welt von Jim, einem etwas schrulliger Typ in der jetzigen Zeit. Jim hat mich stark an einen Autisten erinnert und ich fand es toll, wie Joyce sein Leben und seine täglichen Rituale beschreibt, ohne wertend zu sein. Letztendlich gibt es nur einen schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn. Doch wer ist normal und wer ist verrückt? Ist Jim, der in einem Van lebt und jeden Abend sämtliche Gegenstände seines Vans namentlich begrüßt und anschließend sämtliche Ritzen des Vans mit Tape abklebt, tatsächlich verrückt? Zwei Sekunden sind im Mittelpunkt der Geschichte um Byron. In dem Moment im Jahr 1972 als die Uhren zwei Sekunden zurück gestellt werden, baut Byrons Mutter versehentlich einen Unfall. Dieser Unfall hat für die ganze Familie verheerende Folgen. In „Perfect“ geschieht nicht viel äußere Handlung. Das tut der Poetik des Buches aber keinen Abbruch. Die Protagonisten sind alles andere als schön und perfekt, wie es der Titel des Buches suggeriert. Ich empfehle dieses Buch all jenen Lesern, welche ruhige Töne und kleine Schätze des Alltags bevorzugen. Vor allem im letzten Teil besticht die Autorin durch ihre großartige Erzählkunst. Mich selbst hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Ein tolles Buch für einen verregneten, melancholischen Herbsttag.

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