Rachel Joyce The Love Song of Miss Queenie Hennessy

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Inhaltsangabe zu „The Love Song of Miss Queenie Hennessy“ von Rachel Joyce

When Queenie Hennessy discovers that Harold Fry is walking the length of England to save her, and all she has to do is wait, she is shocked. Her note had explained she was dying. How can she wait? A new volunteer at the hospice suggests that Queenie should write again; only this time she must tell Harold everything. In confessing to secrets she has hidden for twenty years, she will find atonement for the past. As the volunteer points out, 'Even though you've done your travelling, you're starting a new journey too.' Queenie thought her first letter would be the end of the story. She was wrong. It was the beginning. Told in simple, emotionally-honest prose, with a mischievous bite, this is a novel about the journey we all must take to learn who we are; it is about loving and letting go. And most of all it is about finding joy in unexpected places and at times we least expect.

Queenie wartet auf Harold, schreibt ihm und erinnert sich an die Vergangeheit. Joyce übertrifft sich selbst - besser als der erste Band!

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I love her writing and the story aswell. You don't need to know Harold Fry's story to enjoy this book.

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  • Zauberte am Ende doch ein Lächeln auf's Gesicht ...

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    engineerwife

    engineerwife

    22. October 2015 um 14:50

    Nachdem ich den Vorgängerband als Hörbuch sehr genossen habe – ihn tiefgründig und bewegend fand, muss ich sagen, dass dieses Buch sich doch oft etwas zäh gestaltete. Was bewegt manche Menschen – wie Queenie - dazu, im Leben auf alles zu verzichten? Warum konnte sie es nicht über sich bringen, sich Harold gegenüber zu öffnen? Warum gab sie sich zusätzlich noch die Schuld an Davids Tod? Die ellenlangen Erläuterungen zu ihrer Liebe zu Harold waren für mich etwas mühselig. Gut gefallen jedoch hat mir die Atmosphäre im Hospiz. Ich bin immer voller Bewunderung für die Menschen, die dort arbeiten. Man muss wohl schon sehr stark sein um dieses Leid Tag für Tag wegzustecken. Eine sehr angenehme Überraschung bereitete mir das Ende des Buchs. Hier hat sich die Autorin richtig was einfallen lassen um die Geschichte rund zu gestalten. Das Ende hat mich dann mit den etwas langweiligeren Passagen wieder versöhnt. So hat mich das Buch dann auch nicht unbefriedigt zurück gelassen. 

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  • Leserunde zu "The Love Song of Miss Queenie Hennessy" von Rachel Joyce

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    DieSchwarzeKathatze

    DieSchwarzeKathatze

    Die vielleicht bezauberndste Geschichte, die man erzählen kann! Rachel Joyce schreibt die Fortsetzung der wunderschönen Geschichte von Harold Fry und Queenie Hennessy: Harold hat sich auf einen 1000 Kilometer langen Fußmarsch begeben, um sich persönlich von seiner sterbenden Kollegin Queenie zu verabschieden. Nachdem in "The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry" Harolds Reise begonnen hat, wird sie nun in Joyces Fortsetzung "The Love Song of Miss Queenie Hennessy" weitererzählt; nur diesmal ist es Queenie, die uns die ganze Wahrheit anvertraut. Langersehnt ist dieses Buch nicht nur ein Vergnügen für die, die den ersten Roman kennen - im Gegenteil: diese Geschichte muss einfach jeder gelesen haben! Und zwar in der englischen Originalausgabe! Zum Buch When Queenie Hennessy discovers that Harold Fry is walking the length of England to save her, and all she has to do is wait, she is shocked. Her note to him had explained she was dying from cancer. How can she wait? A new volunteer at the hospice suggests that Queenie should write a second letter; only this time she must tell Harold the truth. Composing this letter, the volunteer promises, will ensure Queenie hangs on. It will also atone for the secrets of the past. As the volunteer points out, 'It isn't Harold who is saving you. It is you, saving Harold Fry.' This is that letter. A letter that was never sent. Queenie thought her first letter would be the end of the story. She was wrong. It was just the beginning… Lust auf einen Vorgeschmack? Hier geht's zum Trailer: Wollt ihr euch mit auf eine außergewöhnliche Reise begeben? Dann bewerbt euch gleich für die Leserunde!* Gemeinsam mit Penguin Randomhouse UK verlosen wir 25 Exemplare von Rachel Joyces neuem Roman "The Love Song of Miss Queenie Hennessy". Bewerbt euch jetzt für eines der Leseexemplare, indem ihr die folgende Frage beantwortet: Habt ihr auch schon einmal spontan für einen anderen Menschen buchstäblich alles stehen und liegen gelassen? Womit wart ihr gerade beschäftigt? Beschreibt uns diese Situation! Pssst! Hier gibt's noch ein kleines Special für euch: Unsere Wanderbuch-Aktion! So wie Harold seinen Weg zu Queenie sucht und sich auf die Reise macht, so soll sich auch euer Buch nach getaner Lektüre auf die Reise begeben und einem Menschen, der euch nahe steht, eine Freude machen. Wenn ihr es ausgelesen habt, postet hierfür im entsprechenden Unterthema, an wen ihr das Buch weitergegeben habt, wer dieser Mensch ist und was ihn so besonders für euch macht! Wir freuen uns auf eure Antworten! *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur zeitnahen und aktiven Teilnahme an der Leserunde in allen Leseabschnitten und dem abschließenden Verfassen einer Rezension.

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    • 368
  • Um eine Reise zu machen muss man sich nicht bewegen.

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    Whovian

    Whovian

    09. February 2015 um 16:12

    Zum Inhalt: Queenie Hennessy befindet sich in einem Hospiz und wartet. Wartet auf Harold Fry dem sie einen Brief geschrieben hatte, mit der Nachricht, dass sie sterben werde. Nun läuft er quer durch England um sie noch einmal zu sehen. Wie nutzt sie die Zeit während des Wartens? Sie begibt sich selbst auf eine Reise. Eine Reise in die Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren, als sie mit Harold Fry zusammen arbeitete. Denn da ist sehr viel, was sie ihm jahrelang sagen wollte, es aber nie aussprechen konnte. Jetzt unternimmt sie diese Reise zu ihrem inneren Frieden und schreibt einen Brief, in dem sie Harold alles sagt, was sie schon immer sagen wollte. Meine Meinung: Wenn man die Sicht von Harold Fry bereits kennt, zieht sich das Buch an manchen Stellen etwas, aber das macht es nicht weniger gut. Es ist ein Roman, der so wunderschön geschrieben ist, dass ich mich total gut in Queenie und ihre Gefühle reinversetzen konnte. Es ist ein Roman mit der Botschaft, dass am Ende doch der innere Frieden gefunden werden kann. Dass wie schwer der Tod auch sein mag, es immer noch eine Möglichkeit gibt, kleine, wundervolle Moment zu verbringen. Dass es schmerzhaft ist zurückgelassen zu werden. Dass es immer einen Weg gibt. Queenie lebt jahrelang mit Schuldgefühlen und doch schafft sie es am Ende, die kleinen, schönen Momente noch zu sehen, die ihr das Leben schenkte. Sie schaffte es mit ihren Mitpatienten zu lachen, obwohl sie doch alle wussten, dass der Tod bald einen nach dem anderen mitnehmen wird. Es ist ein Buch voller Hoffnung, das macht es so wunderschön. Die Sprache, auch der Brief der Autorin am Ende, der noch mal erläutert wie es zu der Idee und Umsetzung kam. Gerade dieser Brief gibt dem ganzen Roman noch mehr Bedeutung. Dieses Buch hat mich traurig und nachdenklich gemacht. Und es hat mir Kraft gegeben, meine eigene Reise auch anzutreten. Den Kopf nicht zu senken, auch wenn es Dinge gibt die schwerer zu verarbeiten sind als andere. Ein lesenswerter und sehr gut geschriebener Roman einer fantastischen Autorin.

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  • Zu blumig

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    kornmuhme

    kornmuhme

    Inhalt: Queenie Hennessy liegt im Sterben. Die letzten Wochen ihres Lebens verbringt sie in einem Hospiz in Nordengland. Als sie einen Abschiedsbrief an Harold Fry schreibt, einen ehemaligen guten Freund und Kollegen, den sie seit 30 Jahren nicht mehr gesehen hat, ist sie mehr als erstaunt, dass sie plötzlich Post von ihm bekommt! Sie soll auf ihn warten, er will sie besuchen und noch einmal sehen. Quennie weiß zunächst nicht, wie sie damit umgehen soll. Da sind doch so viele Dinge, die Harold gar nicht weiß, und Queenie hat sich damals einfach so aus dem Staub gemacht. Doch nun ist Schluss mit den vielen Geheimnissen von damals. Queenie spürt, dass nun die Zeit gekommen ist, sich den Fehlern, dem Unausgesprochenen und der Schuld von vor so vielen Jahren zu stellen. Um die Wartezeit zu überbrücken, schreibt Queenie einen Brief - einen letzten Brief an Harold Fry, in dem sie alles sagen will ... Meinung: Das Buch ist zwar keine direkte Fortsetzung von Rachel Joyces Bestseller "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry", sondern es erzählt die Ereigisse von damals aus Queenies Sicht. Ich kannte dieses erste Buch über Harold Fry nicht, daher war mir persönlich alles neu und unbekannt. Ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist, jedenfalls kann ich diese Geschichte nur aus diesem einen Blickwinkel beurteilen. Richtig überzeugen und begeistern konnte sie mich leider nicht. Rachel Joyces Schreibstil ist sehr blumig und "überladen". Kleine Begebenheiten werden bis ins Detail hinein beschrieben, Farben, Gerüche, Geräusche, immer wieder. Manch ein Leser mag diese Art des Schreibens für poetisch halten, ich fand ihn nach einer Weile sehr anstrengend. Ich halte es auch für unrealistisch, dass sich eine Person nach 30 Jahren noch genau an kleinste Kleinigkeiten eines Tages erinnern kann, z.B. was ein anderer für Kleidung getragen hat, dass auf dem Ärmel Fusseln waren, dass ein Fenster auf Kipp stand, welche Blumen blühten usw. Das ist mir alles zu verspielt, zu detailliert. Die Geschichte selbst trat dann auch oftmals auf der Stelle, es ging nicht vorwärts, die Autorin verlor sich in Beschreibungen, vor allem von Queenies "seagarden". Das war mir denn doch zu viel des Guten, auch wenn ich durchaus den Blick fürs Detail schätze. Mit Queenie bin ich leider auch nicht wirklich warm geworden, oft fehlte mir das Verständnis für ihre Handlungen bzw. ihr Verharren, ihr Nichtstun. Ihre Schuldgefühle, die sich ins unermessliche steigern, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Was hat sie denn großartig getan? Bzw. was hat sie denn verschwiegen? Manchmal hätte ich mir einfach gewünscht, sie hätte mal den Mund aufgemacht und mit ihren Mitmenschen geredet bzw. ihnen die Meinung gesagt, bes. David. Ich meine, sie war doch nicht dumm, hat studiert und gegen ihre Eltern rebelliert. Auf den Mund gefallen ist sie nicht. Aber viel zu oft schweigt sie einfach oder geht weg. Außerdem lebt mir Queenie ein bisschen zu sehr in der Vergangenheit. Es wird auch nie erzählt, dass sie Freunde hat(te) oder sonst irgendwelche Beziehungen knüpfte. Alles dreht sich nur um die Vergangenheit. Ich habe mich mit dieser Beengtheit schwer getan. Sehr gelungen dagegen fand ich die Auflösungen und Beschreibungen am Ende, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben und mich ein Stückweit mit dem Roman versöhnt haben. Fazit: Wer es blumig und detailverliebt mag, was Farben, Gerüche, Töne und Wetterbeschreibungen angeht, der ist hier genau richtig. Ich finde allerdings nicht, dass durch solch einen Beschreibungswahn Tiefe in eine Geschichte kommt. Mich hat es irgendwann genervt, ich wollte wissen, was genau passiert ist, dass Queenie solche Schuldgefühle hat. Die Erklärung fand ich dann aber wieder sehr ernüchternd, so dass ich Queenie eigentlich durchweg in ihren Handlungen und Entscheidungen nicht verstehen konnte. Daher 3 von 5 Sternen

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    • 2
  • Letzte Tage im Hospiz

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    wandablue

    wandablue

    Letzte Tage im Hospiz. Ganz ehrlich? Wenn ich nicht eine Aversion gegen Klappentexte und Leseproben hätte, ich hätte dieses Buch nicht gelesen. Und es wäre mir etwas entgangen! Auf Tod und Siechtum ... da habe ich selten Lektürelust drauf. Man kann ja auch nicht erwarten, dass eine Geschichte, die die letzten Wochen einer Sterbenden thematisiert, eine unterhaltsame Lektüre ist. Ist es aber! Die Autorin schreibt absolut zu Recht im Nachwort: “And so I set out to write a book about dying that was full of life”. Völlig unbelastet mit Vorwissen, da ich den Roman, „The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry“. weder gelesen habe noch wusste, um was es dabei geht, schlug ich also die erste Seite auf. Und auch hierzu sagt die Autorin etwas, nämlich, dass Queenie Hennessys Geschichte weder ein Prequel noch ein Sequel sei, sie sagt: „... a book that sits alongside Harold Fry“ und „I would call this book a companion.“ Es begegneten mir zauberhafte Sätze wie zum Bespiel dieser: “If only memory were a library with everything stored where it should be” und eine liebenswerte, leicht durchgeknallte Frau, die einen sie quälenden Teil ihrer Lebenserinnerungen aufzeichnet, um „zu bekennen“ und „aufzuräumen“. Dabei spielen ein Haus am Strand und ihr Seagarden tragende Rollen. Und eine alte Schuld ... . Gleichzeitig wird das Leben im Hospiz samt einigen seiner Bewohner und den Betreuungspersonen abgebildet, auf witzige, nachdenkliche, emotionale und ideenreiche Weise. Die Sprache, mit der Rachel Joyce dem Leser das Geschehen, das Sterben und das immer Näherrücken des Todes und gleichzeitig und gerade deshalb, die besondere Bedeutung des Lebens, die man auch im Kleinsten noch finden kann, ausdrückt, ist sehr einfach. Und in dieser Einfachheit genial. „You are here to live“, lässt sie die Nonne sagen, die den engsten Bezug zu Queenie hat, „to live until you die“. Sie ist nicht hier, um zu sterben, sondern, um zu leben, bis sie stirbt. „There is a significant difference“. Die Blickrichtung auf das Leben zu nehmen und nicht auf den Tod, denn solange man lebt, lebt man. Das hat mir gefallen. Sehr. Sicher steht eine solche Story immer in Gefahr ins Kitschige abzugleiten und überbordend sentimental zu werden. Doch Rachel Joyce hat diese Klippe umschifft. Es gibt nicht viel Action, dennoch Entwicklung. Und dann ... wartet die Autorin sogar noch mit einer sehr hübschen Überraschung auf. Ansprechende Illustrationen begleiten die Erzählung, so dass auch von der äusseren Aufmachung her nichts zu wünschen übrig bleibt. Fazit: Es ist großer Verdienst der Autorin, das tabuisierte Thema Sterben, Leben vor dem Sterben, Leben im Hospiz und die Wichtigkeit der Palliativmedizin auf federleichte Weise angstfrei zu präsentieren und alltagstauglich zu machen. Dafür und für ihre Sprache gebe ich eine Leseempfehlung und die volle Punktzahl. Kategorie: Gute Unterhaltung Verlag: Doubleday, 2014

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    • 8
  • Miss Queenie - Traurige aber schöne Story!

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    momkki

    momkki

    26. December 2014 um 13:15

    Ich habe über die Weihnachtstage einige Bücher von meinem SuB endlich lesen können – ganz oben lag das neue Buch von Rachel Joyce “The Love Song of Miss Queenie Hennessy” oder “Der nie abgeschickte Liebesbrief an Harold Fry”. Zu erst zum Cover: Das Cover gefällt mir sehr gur, aufgrund des Sepia-Tons bekommt man direkt nostalgische Gefühle und man wird auch sofort an das erste Buch “Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry” erinnert, welches ich auch sehr sehr gut fand:) Inhaltsangabe: When Queenie Hennessy discovers that Harold Fry is walking the length of England to save her, and all she has to do is wait, she is shocked. Her note had explained she was dying. How can she wait? A new volunteer at the hospice suggests that Queenie should write again; only this time she must tell Harold everything. In confessing to secrets she has hidden for twenty years, she will find atonement for the past. As the volunteer points out, ‘Even though you’ve done your travelling, you’re starting a new journey too.’ Queenie thought her first letter would be the end of the story. She was wrong. It was the beginning. Told in simple, emotionally-honest prose, with a mischievous bite, this is a novel about the journey we all must take to learn who we are; it is about loving and letting go. And most of all it is about finding joy in unexpected places and at times we least expect. Meine Bewertung: Ich bin es nicht gewohnt so viel englisch zu lesen, aber wenn man mal drin ist geht es wirklich sehr gut. Das Englisch ist relativ umgangssprachlich, drum versteht man alle Zusammenhänge, auch wenn man nicht Wort für Wort versteht. Das Buch ist in eher kurze Kapitel aufgeteilt, was mit sehr gut gefallen hat. Ich finde den ständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Realität ein bisschen anstrengend. Man ist gerade so neugierig was alles vorgefallen ist und dann wird man wieder total herausgerissen und in Queenies Alltag geworfen. Spannend finde ich die Queenies Beziehung zu den Schwestern. Diese scheint doch über die normale Patienten-Krankenschwester-Beziehung hinauszugehen. Gerade die Schwester Mary bringt Queenie letztendlich dazu, den Brief an Harold zu verfassen. Die Situationen im Hospiz sind immer sehr ergreifend, auch manchmal mit viel Humor umschrieben, das macht das Buch wirklich zu etwas besonderem. Toll finde ich auch, wie das Buch immer wieder in das “erste Buch” von Rachel Joyce hineingreift und dort einige Dinge aufgeklärt werden – wer also das erste Buch schon toll fand, wird dieses auch sehr mögen. Man kann es auch eher als ein Parallelbuch beschreiben, als ein Nachfolger. Schön finde ich, dass man immer wieder überrascht wird. Das Buch ist alles im allem sehr bewegend – ich hab doch die ein oder andere Träne gelassen…Ohne zu viel verraten zu wollen: der Schluss reißt das Ruder dann nochmal rum. Mir hat er nicht besonders gut gefallen, da man die ganze Story in Frage stellt. Echt schade! Trotzdem im ganzen eine gute Bewertung von 4/5.:) Meine Rezension findet ihr auch auf meinem Blog: http://momkki.wordpress.com/2014/12/26/miss-queenie-hennessy-2/ :)

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  • Eine unsterbliche Liebe

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    JessSoul

    JessSoul

    25. December 2014 um 01:30

    "...I tell you that you are a gentleman. And I mean exactly that. You're a gentle man. I pick my way across the yard, but I am shaking so much it is hard to keep walking forwards. Tears stream from my eyes. I am happy, I am happy, but I want to howl. It is your decency that moves me. Apart from my father, I have never met such a plain-good man." Queenie flüchtet vor ihrer Vergangenheit und landet in einem "Männerjob" in einer Brauerei in Kingsbridge. Dort lernt sie in der Kantine Harold Fry kennen und verliebt sich unsterblich in ihn. Doch Harold ist verheiratet und hat einen Sohn, David, der stark depressiv ist. Harolds Leben geht den Bach runter und er ist drauf und dran, auch seinen Job zu verlieren. Doch Queenie setzt sich für ihn ein und sorgt dafür, dass er ihr Fahrer wird. Kurze Zeit nachdem sein Sohn David sich das Leben nimmt, verschwindet Queenie für immer aus Kingsbridge. Viele Jahre später wird Queenie unheilbar krank und schreibt Harold einen Brief aus dem Hospiz in Berwick-upon-Tweed, was Harold dazu bringt, den ganzen weiten Weg zu ihr zu Fuß zu gehen, um sie ein letztes Mal zu besuchen. Während seiner langen Pilgerreise schreibt Queenie ihm alles, was sie ihm noch sagen will und offenbart ihm, was sie ihm damals aus Scham verschwiegen hat. "The Love Song of Miss Queenie Hennessy" ist der zweite Teil zu dem Buch "The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry" und ist diesmal nicht aus der Sicht von Harold sondern von Queenie erzählt. In diesem Buch bekommen wir einen tieferen Einblick in Queenies Gefühlswelt und lernen Harolds Sohn David besser kennen. Insgesamt finde ich persönlich, dass dies der weit emotionalere Band ist und man hier auch wirklich alle offenen Fragen aus Band 1 klären kann. Für mich gibt es diese beiden Bücher nur im Gesamtpaket, man sollte den ersten Teil wirklich kennen. Der Schreibstil von Rachel Joyce ist absolut fesselnd und trotz einfach gehaltener Sprache unglaublich bildhaft. Und genau diese starke Bildsprache macht diese Geschichte über eine unsterbliche, nie gelebte Liebe so berührend, dass man selbst plötzlich vor Liebeskummer fast zerfließt. Doch nicht nur Queenies Erzählungen berühren des Lesers Herz. Auch die zahlreichen Episoden aus dem Hospiz sind so voller Herzenswärme und würdevoll humoristisch, dass man sich nur wünschen kann, dass viele Menschen auf ihre letzten Tage so viel Menschlichkeit erfahren dürfen. Ein Meisterwerk, das man gelesen haben sollte!

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  • Anfangs schleppend, dann wunderschön

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    IraWira

    IraWira

    Ich habe "Die unwahrscheinliche Pilgerfahrt des Harold Fry" nicht gelesen, bevor ich Queenies Brief an ihn las. Auch jetzt überlege ich immer noch, ob es besser gewesen wäre oder ob es mir so eigentlich besser gefiel. Mir fehlte zwar das Wissen, was sich um Harold herum abspielte und was ihn eigentlich zu dieser Pilgerfahrt bewogen hat, aber so konzentrierte sich das Geschehen nur auf Queenie und ihre Erlebnisse in dieser Zeit. Anfangs habe ich mich ziemlich schwer getan mit dem Buch. Queenie und ich kamen anfangs nicht so ganz zueinander, da ich mich doch mehrfach dabei ertappte, dass ich dachte, dass sie ein bisschen zu sehr an der Vergangenheit hängt und dass es doch nett (und gesunder) gewesen wäre, wenn sie dieser unglücklichen Liebe nicht ganz so intensiv nachgehangen hätte. So plagten wir uns ungefähr bis zur Hälfte des Buches, bis mich das Buch dann auf einmal gefangen nahm und verzauberte. Und dann begann für mich leider auch eine Ära der Taschentücher. Eins nach dem anderen kam zum Einsatz, während ich Queenie und die anderen Patienten bei ihrem Warten auf Harold Fry begleitete. Gleichzeitig versucht Queenie sich während des Wartens alle Dinge von der Seele zu schreiben, die ihr Leben noch belasten, meist sind es die Erlebnisse, die ihre Beziehung zu Harold betreffen - und die ganz anders geartete, aber auf diese andere Art nicht weniger intensive Beziehung zu seinem Sohn David. Queenie und die anderen Patienten werden sehr liebevoll und authentisch dargestellt, Harold hingegen bleibt in diesem Buch zumindest für mich etwas blass und es fällt mir schwer, seine Gefühle gegenüber Queenie einzuschätzen. Nach der etwas frustrierenden Anfangsphase war "Queenie Hennessy" dann doch noch ein Buch, dass mich gepackt und begeistert hat, während ich mich durch unzählige Taschentücher durchschniefte und nebenbei noch von der schönen Sprache verzaubern ließ.

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    • 2
  • Berührender Love Song

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    Yuina

    Yuina

    15. December 2014 um 09:20

    Nachdem die todkranke Queenie Hennessy einen Brief von ihrem früheren Arbeitskollegen Harold Fry erhalten hat, in dem dieser ihr mitteilt, dass er vom anderen Ende Englands zu Fuß auf den Weg zu ihr ist, beschließt sie, ihm einen ausführlichen Abschiedsbrief zu schreiben, in dem sie all ihre Geheimnisse offenbaren will. Denn vor knapp zwanzig Jahren verließ sie den Mann, den sie liebte, ohne dass dieser überhaupt davon wusste, ohne ein Wort des Abschieds, nachdem eine Tragödie ihrer beider Leben für immer verändert hatte… Anfangs kommt die Geschichte ein wenig beschwerlich in Gang, doch nach dem ersten Drittel nimmt die Handlung allmählich Fahrt auf. So sind die Zeitsprünge in der Erzählung ab diesem Zeitpunkt nicht mehr so verwirrend für den Leser wie zu Anfang und man kann endlich richtig in das Geschehen einsteigen, da die einzelnen Kapitel nicht mehr so losgelöst voneinander scheinen. Rachel Joyces Schreibstil dagegen ist von Anfang an fantastisch, denn sie versteht es, mit ihren Beschreibungen der Landschaft, eines Gartens oder von Naturphänomenen wie dem Sonnenaufgang immer eine ganz bestimmte Atmosphäre einzufangen. Außerdem sind die Beschreibungen dieser Teile so detailliert, dass man als Leser das Gefühl bekommt, man stünde mitten drin in diesem Moment, in dem die Autorin aus etwas Einfachem etwas Besonderes macht. Die Charaktere sind ebenfalls sehr schön ausgearbeitet. Jeder Mitbewohner des Hospizes sowie jede Schwester dort haben ihre ganz  bestimmten Eigenschaften und Macken und obwohl sie alle so völlig unterschiedlich sind, bilden sie doch ein unterhaltsames und letztlich auch freundschaftliches Grüppchen. Besonders bewegend ist dabei, wie die Bewohner alle gemeinsam über ihren bevorstehenden Tod und die Wünsche für ihre Beerdigungen sprechen und dass sie selbst dabei noch etwas Lebendiges und Schönes entdecken. Genauso fantastisch  wirkt es, als plötzlich immer mehr Leute beschließen, auf Harold Fry zu warten und dieser mit einem Mal nicht mehr nur für Queenie läuft, sondern zum Hoffnungsträger einer ganzen Menge sterbender Menschen wird und ihnen damit zumindest kurzzeitig noch einmal Kraft und ein Ziel im Leben gibt. Umso tragischer sind dann die Momente, in denen immer wieder Hospizbewohner vor Harolds Ankunft dahinscheiden, weshalb man die zweite Hälfte der Lektüre beinah bloß weinend verbringt; aber auch, weil einige letzte Szenen oder Worte einfach unglaublich schön sind, auch wenn die entsprechende Person danach gehen muss; einige sind sogar vielleicht gerade deshalb so herzergreifend. Dadurch, dass Queenie zwischendurch immer wieder von starken Medikamenten halluziniert, ist jedoch manchmal nicht völlig klar, was nun real ist oder nicht bzw. was eben nur für sie real ist. Besonders das Ende scheint daher ein wenig verwirrend und macht Queenie zu einer unzuverlässigen Erzählerin. Insgesamt ist The Love Song of Miss Queenie Hennessy aber ein äußerst empfehlenswertes Buch, das zu Tränen rührt, wenn man nur ein wenig Geduld hat.

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  • Warte auf mich!

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    Frederike

    Frederike

    09. December 2014 um 15:07

    Queenie Hennessy steht am Ende ihres Lebens. Mit einem entstellenden Tumor und einem schwachen Körper lebt sie nun in einem Hospiz. Eigentlich hatte sie ihrem alten Freund Harold Fry nur einen kurzen Brief schreiben wollen, um ihn von ihrem baldigen Tode in Kenntnis zu setzen. Nicht einmal eine Antwort hätte sie erwartet. Umso überraschender kommt für sie die Reaktion: „Warte auf mich.“ Harold Fry begibt sich auf seine unglaubliche Reise durch England- zu Fuß. Doch während unterwegs ist beginnt auch für Queenie eine Reise. Sie hat einen zweiten Brief zu schreiben begonnen. Nur diesmal will sie ihm alles erzählen- die Wahrheit, die sie seit 20 Jahren verborgen gehalten hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit, denn wenn sie stirbt, bevor Harold sie erreicht, soll er die Wahrheit wenigstens lesen können. Die Geschichte um eine alte Freundschaft und einen langen Fußweg- diesmal aus Queenies Sicht.   Ich nehme es gleich vorweg: dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich war wirklich gespannt wie die Autorin es schaffen würde die gleiche Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive zu schreiben. Wie zu erwarten war es also keine im klassischen Sinne “spannende“ Geschichte, doch das brauchte sie auch nicht. Dieses Buch lebt definitiv von seiner Sprache. Rachel Joyce schafft es ohne große Worte so unglaublich schöne und poetische Dinge zu sagen. Ihr Stil ist einerseits sehr ruhig, wenig laut, andererseits schafft sie es dennoch die Emotionen der Charaktere so überzeugend zu transportieren, dass ich wie selten zu vor deren Gefühle selbst spüren konnte. Für mich ist die Autorin eine der größten Sprachkünstler, die ich kenne.   Obwohl oder vielleicht sogar weil man aus dem ersten Band bereits weiß worauf die Geschichte hinaus läuft, war das Buch sehr packend. An einigen Stellen war zwar klar was passieren wird, aber die bisherige Sicht von Harold konnte nicht verraten wieso. Eine Geschichte mal von einer anderen Seite beleuchtet zu bekommen war für mich in der Art eine neue und positive Erfahrung.   Queenie ist natürlich die Hauptperson und ihr Schicksal steht somit im Mittelpunkt, dennoch haben auch die anderen Charaktere mich sehr fasziniert. Ob alte bekannte, wie David, Maureen und Napier oder neue Gesichter, wie die Patienten des Hospizes – jede Figur für sich ist so detailreich und tiefgründig.     Dieses Buch hat mich mitgerissen, wie kaum ein anderes. Ich habe selten so viel geweint, aber auch gelacht, wie bei diesem Buch. Ich würde nicht sagen, dass es dem ersten Teil ebenbürtig ist, nein, für mich war es viel besser. Ich wüsste nicht, wem ich dieses Buch nicht empfehlen könnte. Dennoch rate ich dazu den ersten Teil vorher zu lesen. Die Handlung baut zwar nicht darauf auf, dennoch denke ich, dass die Atmosphäre eine ganz andere ist, wenn man die andere Geschichte dazu im Hinterkopf hat.   Fazit: 5 Punkte für eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Absolut gelungen und definitiv empfehlenswert.

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  • Wenn unerfüllt nicht unglücklich meint

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    Thala

    Thala

    08. December 2014 um 15:02

    Harold Fry ist im ersten Band 1000 km gelaufen, um seine todkranke Kollegin Queenie Hennessy zu besuchen. Auslöser dafür war Queenies Brief. Während Harold Meile um Meile Richtung Berwick upon Tweed läuft, ist Queenie nicht untätig im Hospiz. Sie beschließt, ihm einen zweiten Brief zu schreiben, in dem sie ihm alles erzählt, was sie sich nie traute, ihm zu erzählen. Auch wenn ich den ersten Band noch nicht kannte, konnte ich dem Buch gut folgen. Ich mochte die Geschichte um Queenie, die in einfachen, aber poetischen Wörtern erzählt wird. Die Erzählweise ist nicht linear, was mir allerdings keine Probleme bereitet hat. Denn die Rückblicke in die Vergangenheit halfen mir, die heutige Queenie in der Jetztzeit zu verstehen. Sie hat Harold immer geliebt, ohne dass er jemals von ihrer Liebe geahnt hat. Sie versuchte, sich heimlich um seinen Sohn David zu kümmern, bis es zu einer Katastrophe kam. Das Leben im Hospiz wird nicht wie erwartet als todtraurig beschrieben, im Gegenteil, die Nonnen bringen die Kranken zum Lachen und zu der Nonne Mary Inconnue hat Queenie eine ganz besondere Beziehung. Dadurch wird die insgesamt traurige Situation aufgelockert und ein ganzes Hospiz fiebert schließlich der Ankunft des Harold Fry entgegen. Mich hat das Buch motiviert, auch den ersten Band noch zu lesen, da mir das Buch sehr gut gefallen hat. Ich vergebe vier Sterne, da mir Queenies ständiges Erzählen über ihre unerfüllte Liebe doch etwas zuviel wurde.

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  • Berührende Geschichte und ein wunderschöner Schreibstil!

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    Sommerregen

    Sommerregen

    Bei "The Love Song of Miss Queenie Hennessy" von Rachel Joyce handelt es sich um die Fortsetzung von "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry". Wie auch schon im ersten Buch läuft Harold durch ganz England, um die im Sterben liegende Queenie zu sehen. Doch hat sich dieses mal die Perspektive geändert: Man erfährt nun alles aus der Sicht Queenies, die Harold noch ein wichtiges Geständnis zu machen hat. Nur weiß sie nicht, wie sie auf ihn warten soll, schließlich ist sie an Krebs erkrankt und hat keinen Einfluss darauf, ob sie noch durchhält oder nicht. Je näher Harold Fry Queenie kommt, desto begeisterter werden auch die anderen Bewohner des Hospiz, in dem Queenie ihre letzten Tage verbringt. Queenie hatte Harold einen Brief geschrieben, in dem sie erklärte, dass sie sterben wird. Und nun schreibt sie erneut: Einen langen Liebesbrief an Harold Fry, in dem sie ihm noch ein großes Geheimnis anvertrauen möchte, um auch ihr Gewissen zu erleichtern. Es hieß, man könne dieses Buch auch lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Ich hatte ihn nicht gelesen und denke, dass es hilfreich gewesen wäre, ihn gelesen zu haben. Denn so bleiben doch einige Fragen zu der Beziehung zwischen Harold und Queenie und so vielen anderen Themen, unbeantwortet. Der Schreibstil konnte mich wirklich überzeugen: Mit einer Leichtigkeit erzählt Queenie aus ihrem Leben, beschreibt ihren Garten am Meer, Begegnungen mit Menschen und ihre Gefühle für Harold. Besonders die Szenen im Hospiz haben mir sehr gefallen, da die verschiedenen Menschen, die alle ihren baldigen Tod zu befürchten haben, unterschiedlich auf Harold und seine Reise reagieren, jedoch immer mehr Begeisterung zeigen. Allerdings bleiben auch einige Fragen auf, zum Beispiel warum Harold Fry gerade durch England läuft. Leider kann ich nicht sagen, ob diese Frage im ersten Teil beantwortet wird. Sehr gut hat mir auch die Thematik des Buches gefallen: Dass eine bald sterbende Frau ihrer großen Liebe endlich ihre Gefühle gesteht. Das Ende hingegen konnte mich nicht überzeugen, da es mir unlogisch erscheint und unverständlich ist. Ich denke, dass es durchaus von Vorteil ist, wenn man den ersten Teil gelesen hat, um die Handlungen und Ereignisse zu verstehen. Aber man kann sich auch wenn man dieses Buch zu erst liest vom Schreibstil verzaubern lassen!

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    • 10
  • Voller Poesie, aber ...

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    AnikaFischer

    AnikaFischer

    03. December 2014 um 16:42

    Rachel Jocye selbst bezeichnet dieses Buch als "Gefährte" der unwahrscheinlichen Pilgerreise, aber es reicht einfach nicht ganz an diese heran. Inhalt: Lernen wir die Frau kennen, für die Harold durch England läuft, sehen wir ihre Seite der Geschichte. Queenie erkennt, dass ihr erster Brief an Harold nicht das Ende war, sondern dass sie damit wieder alles losgetreten hat. Und sie erkennt, die Geheimnisse, das was wirklich passiert ist, kann sie nicht länger für sich behalten. Deshalb schreibt sie einen weiteren Brief, einen längeren Brief, um all das loszuwerden, was sie so lange angestaut hat. Das ist die ganze Wahrheit, über das, was passiert ist. Cover: Denken wir uns den kleinen Kreis weg, der prahlerisch verkündet, dieses Buch ist von der Bestseller Autorin von "The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry" geschrieben worden und vergessen wir am besten auch noch die Aussage vom Daily Telegraph. Dann ist das Cover sehr schön. Diese Farbverläufe sind träumerisch, eine Muschel und das Paar Schuhe sind eine wundervolle kleine Ergänzung und ganz schlicht ist der Titel in den Vordergrund gestellt. Meine Meinung: Die Handlungsstränge sind sehr durcheinander. Ich mag diese nicht-lineare Schreibweise gerne und was wäre ein Buch ohne Flashbacks? Aber hier wird einfach übertrieben. Ich kann verstehen, dass das Durcheinander in Queenie ausgedrückt werden muss und auch, dass sie manche Teile einfacher aufschreiben kann als andere, aber ich als Leser bin dadurch einfach aus dem Lesefluss geraten. Der Schreibstil ist malerisch und das durch so simple Mittel. Er passt einfach zur Situation, drückt die Lage Queenies aus, als sie den Brief verfasst. Das gesamte Buch ist voller Lebenswahrheiten, voller Poesie und ich habe so viele Stellen gefunden, die ich mir merken muss, weil sie einfach so direkt und wahr auf den Punkt gebracht sind. Auf die Charaktere habe ich nun nach beiden Bänden eine vielschichtige Blickweise gewonnen, was mir durchaus gefällt. Es macht alles realistischer und ich kann die Charaktere irgendwie durchschauen. Aber es gibt ein LEIDER: Die Handlungen werden neben all der Poesie etwas zur Seite geschoben, erst so durcheinander und dann teilweise auch einfach vergessen, bei dem Versuch, das Buch tiefgründig zu gestalten. Das und auch meine Vorkenntnisse aus dem ersten Teil haben gewisse Abschnitte für mich etwas langweilig gemacht. Es ist ja schön und gut, dass das Buch mit Tiefgründigkeit und schön formulierten Wahrheiten punkten kann, aber ein Buch liest sich eben auch nur gut, wenn es eine anregende oder spannende Handlung hat. Das Ende ist etwas gewöhnungsbedürftig. Einerseits hatte ich das Gefühl, Teile des Buches werden dadurch zum Einsturz gebracht, andererseits liefert es neue Sichtweisen und das gefällt mir! Fazit: Ein wahrer Schatz an Gedankengut, aber für den Leser ist es erfreulicher, wenn es auch anregende/mitreisende/ spannende Handlungen gibt!

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  • "Ich hab dich immer geliebt, aber eben leise" hat schon Bosse gesungen..

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    Doctor-Isa-Potter

    Doctor-Isa-Potter

    28. November 2014 um 18:26

    Worum geht's? Wer ist die Frau, zu der Harold Fry 1000 Kilometer weit läuft? Als Queenie Hennessy erfährt, dass ihr früherer Kollege Harold Fry auf ihren Abschiedsbrief hin durch ganz England zu ihr ins Hospiz läuft, reagiert sie schockiert: Er bittet sie, auf ihn zu warten. Aber wie soll sie denn warten? Sie ist schließlich todkrank. Doch dann beginnt Queenie, einen weiteren Brief an Harold Fry zu schreiben. Während er auf seiner Wanderung ist, wird sie ihm ihre Geschichte erzählen. Und die Wahrheit gestehen, die er nicht kennt. Dieser Roman ist Queenie Hennessys Brief. Die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, deren Leben so ganz anders verläuft, als es alle von ihr erwarten. Ein Roman über Aufbruch, Freiheit, Schuld und Hoffnung – und die Frage, ob wir uns gegenseitig retten können. Meine Meinung. Nachdem ich Anfang des Jahres mit wachsender Begeisterung die Abenteuer des Rentners Harold in „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ verfolgt habe, bekam ich dank einer Buchverlosung/Leserunde von Lovelybooks die Möglichkeit, die ganze Geschichte nochmal aus ganz anderen Augen zu betrachten. Aus den Augen von Queenie Hennessy, dem „Ziel“ von Harold’s Pilgerreise. Wer ist diese Frau, für die Harold all die vielen Meilen quer durch England läuft? Was haben sie zusammen erlebt? Was verbindet sie? Und was geht im Kopf der Frau vor, die eigentlich nur einen Brief verschickt hat, um Lebewohl zu sagen und jetzt einfach werweißwielange warten soll? - All das und noch viel mehr kann man in „The Love Song of Miss Queenie Hennessy“ erfahren. Ich muss zugeben: Bevor ich anfing, Queenie’s Geschichte zu lesen, war ich etwas besorgt, dass ich mich vielleicht langweilen könnte – Immerhin hatte ich sie ja bereits durch Harold’s Erinnerungen im ersten Band kennengelernt, wusste wie ihre Geschichte mit ihm begann und wie sie endet – Doch diese Zweifel waren vollkommen unbegründet. Schon nach wenigen Kapiteln war ich wieder komplett gefangen: In Queenie’s Erinnerungen an die Vergangenheit, ihrem Leben im Hospiz, ihrer Krankheit und all den Dingen mit denen sie sich täglich herumschlagen muss … Und dabei ist es wirklich faszinierend zu sehen, wie sich der eigener Blickwinkel auf die einzelnen Charaktere, die man bereits im ersten Band kennengelernt hat, verändert. Gerade Harold kam mir in seiner Erzählung immer wie ein ganz normaler Nullachtfünfzehn-Typ vor. Ganz nett, manchmal witzig, aber nicht besonders helle, vielleicht auch ein klein wenig socially awkward. Ich hatte mehr als einmal Mitleid mit ihm, weil er oft [vor allem von seiner Frau Maureen und seinem Sohn David] missverstanden und schlecht behandelt wurde.. Doch aus Queenie’s Augen heraus sieht man den perfekten Mann, der sie trotz all seiner Fehler, die ihn nunmal zu diesem stinknormalen Menschen machen, ihr ganzes Leben lang verzaubert hat.. Queenie berichtet weder hochtrabend noch kitschig [auch wenn es leicht in diese Richtung hätte abrutschen können] von ihrem Leben und ihren Gefühlen, denn Rachel Joyce verleiht ihrem Charakter eine wundervolle, leise Stimme, die ihre Geschichte mit einfachen Worten erzählen kann. Übrigens: Der englische Schreibstil ist sehr gut zu lesen [ich musste nicht ein einziges Mal die Wörterbuch-App zücken!] und er gefällt mir sogar um Längen besser als die Deutschen Variante. Ich habe mir von Anfang bis Ende so viele Stellen im Buch angestrichen und mit Fähnchen beklebt, was beweis, dass Miss Joyce wirklich weiß, wie sie mit Worten umzugehen hat. Denn mit dem markieren von Lieblingsstellen fange ich oftmals an, schaffe es aber nur selten bis ganz zum Schluss. Fazit. Ich bin eigentlich kein Mensch der viel mit romantischen Liebesgeschichten anfangen kann. Ich gurre dabei nicht, ich habe keine Herzchen in den Augen und heule nicht stundenlang, wenn dort etwas trauriges passiert. Aber „The Love Song of Miss Queenie Hennessy“ war etwas vollkommen anderes. Ich habe alles gefühlt – ALLES. Tiefe Liebe, Mitleid, Trauer, Verzweiflung.. Die ganze Palette. Und ich habe mich dabei keinen einzigen Augenblick gelangweilt oder mich von Klischees überrollt gefühlt. Denn auch wenn jeder von uns schon die „großen“ Liebesgeschichten gesehen/gelesen/gehört hat, sind es in meinen Augen immer noch die kleinen, stillen, die einen ganz besonders bewegen. [Und ich werde euch jetzt ohne Scham gestehen, dass ich am während der letzten drei Kapitel durchweg geheult habe. Oh, ja.. Das war ein harter Tag..] Deshalb möchte ich dieses Buch allen empfehlen, die eigentlich nicht auf Liebesgeschichten und Schnulz stehen. Lasst euch damit umstimmen. Oh, und noch ein kleiner Tipp am Rande – Wie bereits erwähnt, habe ich „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ gelesen, bevor ich mich in Queenie’s Sicht der Dinge gestürzt habe. Und ich würde euch empfehlen, das genauso zu machen. Queenie erzählt uns viel aus der Vergangenheit, sie selbst bekommt aber nicht wirklich mit, was im „hier und jetzt“ passiert und was Harold auf seiner Reise erlebt [ist ja klar]. Außerdem lernt man die Figuren so noch besser kennen und gerade die unterschiedliche Sichtweise der [theoretisch] gleichen Geschichte macht „The Love Song of Miss Queenie Hennessy“ zu etwas so Besonderem. [Viele meiner Mitleser aus der Lovelybooks-Leserunde haben Queenie’s Geschichte aber auch als erstes gelesen und es gab viele gute und sehr gute Kritiken dazu, also müsst ihr natürlich nicht auf mich hören, ich spreche nur von meinen Erfahrungen. ;D]

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  • Leben, Liebe und Tod der Queenie Hennessy

    The Love Song of Miss Queenie Hennessy
    Orisha

    Orisha

    Die Geschichte von Harold Fry, der sich auf den Weg durch halb England machte, um seine kranke Freundin zu besuchen, kennen vermutlich viele. Die Geschichte von Queenie Hennessy, die Harold selbigen Brief schickte und ihn zu dieser Reise animierte, ist Gegenstand dieses Buches.  Queenie verbringt ihre letzten Tage in einem Hospiz. Um mit sich und ihrem Leben ins Reine zu kommen, beginnt sie einen Brief an eine längst verflossene und unerwidert gebliebene Liebe zu schreiben: Harold Fry. Als dieser von ihrer Krankheit erfährt, macht er sich zu Fuss auf den Weg zu ihr. Queenie verbringt währenddessen, die ihr noch verbleibende Zeit und beginnt Harold einen Brief zu schreiben. Ein Brief, der ihm sagen soll, was damals mit seinem Sohn David passierte. Ein Brief, der ihm zeigen soll, wie wichtig er, Harold Fry, für Queenie war. Ein Brief, der Harold zeigen soll, wie sich Queenies Leben nach ihrem Fortgang aus Kingsbridge gestaltet hat. Liest man diese kurze Zusammenfassung des Inhalt, möchte man meinen dieses Buch ist nur ein Abklatsch des ersten Buches oder eine andere schnöde Road-Trip-Liebesgeschichte, von denen es in letzter Zeit einige gab: Das ist die Geschichte mitnichten. Vielmehr hat Joyce eine Lebensgeschichte verfasst, die einen anderen Blickwinkel zum ersten Buch (welches ich zugegeben nicht kenne – was aber für das Verstehen dieses Buches auch nicht notwendig ist) bietet und gleichzeitig ein Thema anschneidet, dass sich ganz behutsam immer wieder zwischen Queenies Lebensrückblenden einschiebt: das Leben im Hospiz, der Umgang mit einer tödlichen Krankheit sowie die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und dem eigenen Tod. Joyce selbst schreibt in ihren Anmerkungen: „And so I set out to write a book about dying that was full of life." (Joyce, p. 351). Und damit bringt sie es auf den Punkt. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem der Tod so allgegenwärtig war und dennoch so behutsam mit selbigen umgegangen wurde. Dabei drückt Joyce nicht einfach auf die Tränendrüse, sondern verpackt jeden einzelnen Tod in ihre wunderbar, poetisch angehauchte Sprache und sie schafft es trotz der vielen Verluste, die Wärme und irgendwie auch Lebensfreude der Patienten im Hospiz einzufangen. Sie beschreibt den Tod als etwas vor dem man keine Angst zu haben braucht, als etwas was wir eh nicht abwenden können und zeigt zugleich, dass er manchmal auch eine Erlösung sein kann. Fazit: Ein tolles, wunderbar geschriebenes Buch, dass man – auch wenn man Harold Fry nicht kennt – lesen sollte.

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