Rachel Klein The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter

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Inhaltsangabe zu „The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter“ von Rachel Klein

Ist das Böse dort draußen – oder in dir? Der große Psychothriller im Mädcheninternat, verfilmt mit Lily Cole. »Als ich das Tagebuch aufschlug, fand ich die Rasierklinge, die ich vor so langer Zeit zwischen die Seiten gelegt hatte.« In Rebeccas Internat beginnt ein neues Schuljahr. Zunächst scheint alles wie immer zu sein, doch dann geschehen verstörende Dinge. Der Hund einer Lehrerin wird enthauptet aufgefunden. Eine Schülerin stürzt vom Dach in den Tod. Realität und Phantasie verschwimmen, und eine furchtbare Wahrheit kommt ans Licht – steht sie in Rebeccas Tagebuch?

Diese Geschichte lässt uns, oder besser mich, völlig verwirrt, irritiert und mit offenen Fragen zurück.

— Bücherwahnsinn
Bücherwahnsinn

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  • Es ist eben nicht immer alles rosig und voller Einhörner.

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    MeinLesezeichenBlog

    MeinLesezeichenBlog

    16. June 2016 um 13:24

    KlappentextIst das Böse dort draußen oder in dir? Wenn das Unerklärliche geschieht, wem kannst du glauben? Als in Rebeccas Internat eine Schülerin vom Dach in den Tod stürzt, breitet sich die Angst aus. Realität und Phantasie verschwimmen, und eine schreckliche Wahrheit kommt ans Licht – steht sie in Rebeccas Tagebuch? Der soghafte Mädcheninternats-Thriller um Wahn und Wahrheit. Bewertung Dieses Buch hat mich unglaublich gut unterhalten, nicht weil es besonders lustig war, sondern ganz im Gegenteil: es war ziemlich düster, ein bisschen verstörend und unglaublich packend. Die Geschichte wird durch die Worte, die die Hauptfigur Rebecca in ihr neues Tagebuch schreibt, erzählt. Die Protagonistin drückt sich sehr wortstark und poetisch aus, was mir sehr gut gefallen hat. Die Tagebucheinträge sind zunächst nichts weiter als harmlose Berichte, aber im Laufe der Geschichte verändern sie sich immer weiter: aus einem harmlosen Vorsatz wird schnell ein gefährlicher Zwang. Schnell wird klar, dass die Protagonistin von ihrer Schulfreundin Ernessa und ihrer besten Freundin Lucy besessen ist. Zur Bessessenheit gesellen sich Paranoia, Verzweiflung und Beklemmung. Diese düsteren Emotionen haben sich während des Lesens auf mich übertragen und in meinem Inneren für ziemliche Unruhe gesorgt. Auch die Themen (Tod, Selbstmord etc.) haben dazu beigetragen, dass eine leicht depressive Stimmung bei mir aufgekommen ist (keine Sorge, mir geht’s gut :-D). Das Buch stimmt nicht nur traurig, sondern auch ziemlich nachdenklich. Ich finde es wirklich interessant, wie die Autorin das Vampir-Thema ausgearbeitet hat:  Ganz anders als sonst (zum Glück, sonst hätte ich das Buch wahrscheinlich wieder zur Seite gelegt). Trotz der vielen negativen Gefühle, die dieses Buch transportiert, habe ich nicht aufgehört zu lesen; dafür war es einfach viel zu spannend. Fazit & Empfehlung Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, dass so viele negative Emotionen bei mir hervorgerufen und mich so mitgenommen hat wie dieses hier. Aber genau deswegen hat es mir so gut gefallen. Es ist eben nicht immer alles rosig und voller Einhörner. The Moth Diaries ist ein Thriller, der sich gewaschen hat. Ich bin schon sehr auf die Buchverfilmung gespannt, die ich mir demnächst anschauen möchte. Da es sich um einen internationalen Bestseller handelt und das ganze schon 2002 erschienen ist, denke ich, dass eine Empfehlung fast überflüssig ist. Aber was soll’s, ich empfehle es trotzdem.

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  • The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    AnnaKatharinaKathi

    AnnaKatharinaKathi

    25. June 2015 um 21:44

    Dieses Buch steht schon ein bisschen länger in meinem Bücherregal und ich wusste nie wirklich, was ich davon halten soll. Ich habe es als Mängelexemplar gekauft und der Klappentext hörte sich ganz interessant an.Da ich für die Summerbookchallenge ein Buch lesen soll, welches im Internat oder im Sommercamp spielt, fiel die Wahl auf diese Geschichte, eigentlich aus dem Grund, dass es das einzige Buch war, dass zu der Aufgabe passte, obwohl es nicht wirklich ein Sommerbuch ist.Vielleicht hätte ich es auch lieber im Herbst oder Winter lesen sollen, denn die Stimmung darin ist sehr düster und gedrückt. Das ganze Buch ist in Form eines Tagebuchs geschrieben. Einem Tagebuch, dass unsere Protagonistin Rebecca über ihre Erlebnisse im Internat schreibt.Dieses Schuljahr ist eine neue Schülerin dazu gekommen, die sich ziemlich von allen anderen abschottet und die scheinbar eine Sonderstellung auf der Schule zu genießen scheint.Als es zu einer Reihe merkwürdiger Vorfälle kommt, die sich in dem Tod einer Schülerin zuspitzen, ist Rebecca die einzige, die Zweifel an der neuen Mitschülerin hegt ... Ich fand die Charaktere der Geschichte leider sehr anstrengend, denn obwohl die Mädchen alle um die sechzehn, siebzehn sein sollten, kamen sie mir doch sehr jung und naiv vor.Außer den Themen Drogen, Jungs und Make-Up schienen sie sich für wenig zu interessieren, was beim lesen etwas genervt hat.Auch die Protagonistin Rebecca fand ich teilweise sehr anstrengend, da sie eine ziemlich depressive und melancholische Person ist und oft alles schwärzer darstellt, als es vermutlich ist. Da die ganzen Geschichte in Form eines Tagebuches geschrieben ist, viel es mir schwer, mich in die Geschichte fallen zu lassen, da sich das Buch wie ein Tatsachenbericht gelesen hat. Ich konnte nur schwer mit den Personen mitfühlen oder nachvollziehen, was in manchen Menschen vorging.Rebecca schrieb am Anfang des Tagebuches selbst, dass sie eine Art Bericht verfassen will, damit sie in einigen Jahren genau nachlesen kann, was mit sechzehn in ihrem Leben passiert ist.Fand ich sehr schade, denn die Idee der Geschichte ist nicht schlecht. Nur an der Umsetzung ist es meiner Meinung nach leider gescheitert.Mich hat im ganzen Buch nur eine Szene wirklich gepackt, etwa ab der Hälfte des Buches. Ab da habe ich mir Hoffnungen gemacht, dass die Geschichte mehr an Tiefe gewinnt, spannender wird, doch leider ist dieser Moment schnell wieder verflogen.Am Ende habe ich die Seiten nur noch quergelesen, da ich wissen wollte, wie es ausgeht, aber wirklich Spaß hatte ich an der Geschichte nicht. Trotz allem gebe ich dem Buch drei von fünf Sternen, da ich die Idee dahinter sehr interessant finde und es auch einige gute Denkanstöße darin gegeben hat, die einen wirklich zum nachdenken bewegt haben.

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  • Ein Internat, ein Mädchen und tragische Ereignisse

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    18. May 2013 um 18:43

    Ich hab jetzt das Buch etwas sacken lassen, aber ich weiss noch immer nicht genau, was ich davon halten soll. Mit anderen Worten, ich kann nicht sagen das es schlecht ist, aber eben auch nicht das es gut ist. Ich kann aber sagen, es ist nicht mein Fall.  Aber mal erst von vorne an. Sicher sprang mir als erstes das Cover in die Augen, doch das alleine wars nicht, was mich dazu bewog das Buch zu kaufen, sondern die Kurzbeschreibung auf der Buchrückseite. Die übrigens echt Kurz ist, aber wie sagt man so schön? In der Kürze liegt wie Würze. Ja, wenn die stimmen würde. Denn während ich das Buch gelesen habe fragte ich mich je länger je mehr, wann passiert da endlich was? Wann kommt die Stelle an dem das besagte Drama, laut Kurzbeschreibung, passiert? Der Sprung vom Dach, einer Mitschülerin? Das kann ich euch sagen, man muss die Hälfte lesen. Und bis dahin zieht sich die Geschichte, und zieht sich. Der Schreibstil ist einfach, dennoch vermag er die total düstere Atmosphäre ein zufangen. Alles erscheint trist, dunkel und unsympathisch. Das Tagebuch / die Geschichte wurde ca. Anfang der 80er Jahre geschrieben / festgehalten. Das Internat jedoch ist eine alte Residenz. Mit düsteren Gängen, alten Bäder und so weiter. Man bekommt eigentlich ein gutes Gefühl wie es dort ist. Auch schafft es die Autorin den Personen etwas Leben ein zu hauchen. Sie nicht ganz so langweilig dastehen zu lassen. Und wie gesagt, das ganze ist in Tagebuchsform gehalten. Von Stichwortartigen Einträgen bis, doch sehr komplexe Gedankengänge, ist alles mit dabei.  Es hält vor allem fest was für Gedanken sich Rebecca gemacht hat. Über die Schüler, die Lehrer, ihre beste Freundin, aber vor allem auch über sich selber. Auch wenn sie Geschehnisse festhält, sind die relativ kurz und distanziert gehalten, dafür werden diese wieder von ihren Gedanken dazu geprägt. Für mich ist das Buch eher ein Gedankenprotokoll als ein Tagebuch. So empfand ich es auf alle Fälle Empfunden. Rebecca ist 16 als ihr Vater, ein Dichter, sich das Leben nimmt. Von daher ist es nicht verwunderlich das ihr die Literatur sehr nahe ist und sie im Mädcheninternat die Literaturkurse belegt und auch gerne über diese Bücher und Autoren spricht. Von der Mutter abgeschoben, weil sie sie nicht ertragen kann, ist es für Rebecca schon schwer, doch als Jüdin hat sie es doppelt schwer, denn die werden, auch von den Lehrern am liebsten gemieden. Diese 3 Dinge belasten sie schwer, auch wenn sie es am Anfang gar nicht mit bekommt. Doch sie hat ja noch ihre beste Freundin Lucy, sie und die Bücher geben ihr den Halt den sie braucht, doch auch diese sollte ihr schon bald genommen werden, so das sie auch den restlichen Halt verliert... An dem alleine lag es nicht, das ich mit dem Buch nichts anfangen konnte. Es war auch der Schluss, der zwar einige Fragen beantwortet hat, aber gleichzeitig mehrere unbeantwortet liess. Und für mich war der abrupte Schluss sehr unbefriedigend. Dann, wenn es eigentlich endlich spannend werden könnte hört es einfach auf. Das "Tagebuch" ist fertig und wir bekommen die Gedanken von Rebecca zu lesen, jetzt 46,  wie sie jetzt zu dem Tagebuch jetzt steht, 30 Jahre nach diesem psychotischen Schub. Wenn es dann einer war. Und auch diese knapp 5 Seiten sind alles andere als Aufschlussreich. Schade! Wir sind wohl fast alle etwas Voyeurstisch veranlagt und würden gerne mal wo Mäuschen spielen oder in fremden Tagebücher schmöckern, in der Hoffnung mehr über die Gefühle, die Gedanken und Geheimnisse von anderen zu erfahren. Ich denke, von daher lesen wir auch gerne Biografien. Doch diese Geschichte lässt uns, oder besser mich völlig verwirrt, irritiert und mit offenen Fragen zurück. Klar, wir erfahren auch mehr über die Person aber mehr ihre verrückten, irren und kranken Gedanken. ... eine schreckliche Wahrheit kommt ans Licht - steht sie in Rebeccas Tagebuch? (Klappentext) Nein, weder noch! Wer also auf total offenen Enden und mit vielen Fragen am Ende klar kommt, der kann das Buch gerne lesen, aber allen anderen kann ich es nun wirklich nicht empfehlen denn man sitzt da, mit dem Buch in der Hand und ist... enttäuscht.  Dennoch gibt es eine Lieblingsstelle in diesem Buch welche ich euch nicht vorenthalten will. Nur bin ich nicht davon überzeugt, dass jeder Morgen ein neuer Anfang ist wie der erste Morgen im Garten Enden.  Diese Unschuld habe ich verloren. An ihre Stelle ist die Erinnerung getreten. S. 254

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  • Diese Tagebücher konnten mich nicht fesseln

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    pelznase

    pelznase

    25. March 2013 um 20:14

    Auf dieses Buch bin ich -mal wieder- durch das Cover aufmerksam geworden, das für mich vielversprechend aussah. Der Inhalt las sich ebenfalls ganz interessant und die Tatsache, dass die Geschichte bereits verfilmt wurde, schraubte meine Erwartungen ganz schön hoch. Leider wurde ich dann aber sehr bald enttäuscht. Das begann schon damit, dass mir schnell der Verdacht kam, die Geschichte könnte irgendwann in der Vergangenheit spielen. Jedenfalls ganz sicher nicht im Heute! Aus einigen kleinen Anhaltspunkten erschlossen, siedele ich sie in den 60er-Jahren an. Das ist keine gute Voraussetzung dafür, dass mir eine Geschichte gefällt, da es mir runde 20 Jahre zu früh ist. Ich komme mit der Schilderung dieser Zeit, der Lebensweise der Charaktere und ihre Vorlieben, Gedanken und Ansichten schlichtweg meist nicht klar. Genau das war dann auch hier der Fall. Hinzu kam noch, dass ich mich speziell in Rebeccas Gedanken nicht gut “zurechtfand”. Für einen Teenager macht sie sich für meinen Geschmack zu viele und zu umständliche und komplizierte Gedanken. Vor allem auch, dass sie regelmäßig erwähnt, Jüdin zu sein, und dass diese Tatsache ihr oft Nachteile einbringe. Das kann ja gut sein, aber für die Handlung ist das nicht im Geringsten von Belang.  Manchmal ging mir bei all diesen tiefgründigen Gedanken das eigentliche Thema der Geschichte fast verloren und ich hatte das Gefühl, in einer philosophischen Abhandlung gelandet zu sein. Daran lag es wohl auch, dass ich lange Zeit an das Thema “Vampire” in dieser Geschichte gar keinen Gedanken verloren habe. Irgendwann trifft Rebecca diese Erkenntnis, aber mir war kein Stück klar, wie sie überhaupt auf die Idee gekommen ist. Plötzlich ist das Wissen da. Und natürlich, die Ereignisse um Rebecca herum sprechen dafür. Aber es muss doch irgendwann einen “Stups” in diese Richtung gegeben haben. Wann? Mir ist er jedenfalls entgangen. Somit wurde ich weder mit der Hauptperson je richtig warm, noch hat die Story bei mir einen schlüssigen Eindruck hinterlassen. Darunter leidet dann auch gerne die Spannung. Mich hat zwar durchaus interessiert, wie es im Internat weitergeht, welches Ende die Vorkommnisse nehmen würden, mehr aber auch nicht. Dabei sollte man doch bei einer Vampirgeschichte gespannt sein und sich vielleicht auch etwas gruseln. Doch von beidem war ich bei diesem Buch leider weit entfernt. Ich war sogar einige Male in Versuchung, es aufzugeben. Das Buch ist in Tagebuch-Form geschrieben. Eigentlich eine Form, die flottes und leichtes Lesen garantiert. Doch durch Rebeccas oft so tiefgründige Gedanken, ihre ausführlichen Schilderungen und die lange unspektakulär vor sich hin plätschernde Handlung, trifft das hier nicht zu. Dialogszenen gibt es im Verhältnis nur wenige. Einerseits bei einem Tagebuch nicht ungewöhnlich, andererseits denke ich, ein paar mehr hätten die Geschichte flüssiger zu lesen gemacht. Ich habe es schließlich so gemacht, dass ich mir immer ein Datum rausgesucht habe bis zu dem ich an einem Abend lesen wollte. Auch nicht gerade ein Aushängeschild, denn wenn mich ein Buch so richtig packt, setze ich mir kein Limit… Wie gesagt war es das Cover, was mich äußerst neugierig machte. Für mich ist es auch immer noch das Beste an diesem Buch. Schön düster mit dem schattigen Garten und dem flüchtenden Mädchen im Nachthemd. Womöglich eine Szene aus dem Film? Fazit:  Ich habe mich ganz schön durch dieses Buch und vor allem Rebeccas Schilderungen und Gedanken gequält. Dabei wollte weder Spannung aufkommen, geschweige denn so etwas wie Grusel. Und das bei einer Vampirgeschichte! Und wäre nicht irgendwann das Wort “Vampir” gefallen, hätte ich sicher kaum in diese Richtung gedacht. Von daher frage ich mich, wie Rebecca auf diese Idee kam. Das wirkt so plötzlich wie “Hui, jetzt müssen wir aber mal in die Gänge kommen, werfen wir endlich diesen Begriff in den Raum!”. Also nee, so einfach backt man sich keine gute Story.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    Aniday

    Aniday

    21. January 2013 um 17:24

    Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres muss Rebecca erkennen, dass in diesem Jahr einiges anders ist im Mädcheninternat. Ihre beste Freundin hat kaum noch Zeit für sie und verbringt diese lieber mit einer neuen Schülerin, Ernessa. Doch nur Rebecca scheint zu erkennen, dass mit dieser Neuen einiges nicht stimmt. Als eine Schülerin in den Tod stürzt legt sie alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch was ist Realität, was Einbildung? Nach einem kurzen Vorwort ist man sofort mitten im Geschehen. Das Buch ist konsequent als Tagebuch geschrieben, so erfährt man mal mehr, mal weniger über die Geschehnisse in Rebeccas Umfeld. Doch gerade das macht es authentisch, man bekommt hautnah mit was das Mädchen fühlt. In einem angenehm lesbaren Stil fliegen die ersten Seiten dahin. Leider wird das ganze schnell langweilig - es passiert wenig, vieles wird ständig wiederholt. Man liest von Rebeccas Internatsalltag, von ihrem verstorbenen Vater und immer wieder von ihrer Eifersucht auf Ernessa. Diese ist mal mehr, mal weniger spürbar und bietet wenig neues. Sie fühlt sich unverstanden, steigert sich hinein. Mit der Zeit nervt sie damit sehr, nicht etwa wegen der Eifersucht an sich, sondern weil sich außer Klagen und jammern nichts tut. Zudem besteht sie alle paar Seiten darauf, dass sie Jüdin ist und deshalb ausgegrenzt wird. Das ist nicht in Ordnung und ich glaube gern, dass solche Ablehnung einen jungen Menschen, der das außerdem zuvor nicht gewohnt war, sehr beschäftigt. Es ist auch passend, dass sie ständig betont es sei ihr egal und darüber klagt wie überheblich die Christen ihr gegenüber sind. Andererseits hat sie für deren Glauben nur Verachtung übrig und ebenso für die anderen Jüdinnen im Internat, die ihr Jüdischsein ihrer Meinung nur vorgeben oder nicht genug schätzen. Vom Glauben selbst bekommt man gar nichts zu spüren, es scheint im Grunde nicht um ihn zu gehen, sondern nur darum, wie unverstanden Rebecca doch ist. Ein wirklicher Spannungsbogen ist schlicht nicht vorhanden, die Geschichte plätschert so vor sich dahin. Der auf dem Buchrücken angekündigte "Mädcheninternatsthriller um Wahn und Wahnsinn" ist somit nicht zu finden. Vielleicht hätte ich das Buch anders sehen können, wenn mir dieses Versprechen nicht gemacht worden wäre... Denn dann hätte man sich auf mystische Elemente einlassen können, ohne dies gleich den auch im Vorwort angekündigten Wahnvorstellungen der Protagonistin zuzuschreiben. So ist alles recht nichtssagend, wenig Handlung außerhalb des Alltags und der Eifersucht, nicht einmal ein wirkliches Ende gibt es. Stattdessen ein Nachwort, was nichts ausdrückt außer Scham und keiner Stellungnahme zu den damaligen Geschehnissen. Ich habe ja eigentlich etwas über für offene Enden und Handlungen, die man ein Stückweit selbst deuten darf. Hier aber bekomme ich einerseits angekündigt um was es geht, werde dann aber mit langweiligem Alltagsgeschwätz eines weltfremden Teenagers abgespeist ohne das zu finden was versprochen wurde noch den Freiraum zu haben etwas anderes hinein zu interpretieren. Leider war dieses Buch nichts halbes und nichts ganzes, es war ein Ausschnitt der gleichermaßen nichtssagend und der Teil eines Lebens ist. Der Alltag einer Schülerin, die den Bezug zur Realität zu verlieren scheint und darunter nicht mehr ist als ein Teenager, der sich schrecklich einsam und missverstanden fühlt. Ich will nicht wirklich Rebecca beurteilen und aufgrund des Buches würde ich mich dazu auch nicht in der Lage fühlen, es ist lediglich so dass dieses Buch einfach nicht hält was es verspricht.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. June 2012 um 14:07

    Ungewöhnlicher und gewöhnungsbedürftiger Genre-Mix * "Meine Mutter und ich sind wie Treibholz, das sich mit dem Wogen des Ozeans hebt und senkt. Ich fürchte immer davonzutreiben und sie zu verlieren. Mein Vater war Dichter, meine Mutter ist Künstlerin. Bei uns war nichts jemals normal" (S. 82) * Rebecca lebt seit dem Selbstmord ihres Vaters im Internat. Lucy, ihre beste Freundin, ist für sie alles, sie ist ihre Familie. Als Ernessa dann an die Schule kommt, scheint alles aus dem Ruder zu laufen. Lucy zieht sich immer mehr zurück und dann fällt auch noch Dora vom Dach der Schule. * Rachel Klines Schreibstil lässt sich ganz angenehm und leicht lesen. "The Moth Diaries" wird aus Rebeccas Sicht in Tagebuchform geschrieben - und das war der Grund, weshalb ich dieses Buch so gerne lesen wollte. Ich mag Romane in Brief- oder Tagebuchform sehr gerne, da man normalerweise so eine ganz enge Beziehung zum Hauptprotagonist aufbauen und direkt in seine Gedanken schauen kann. Normalerweise... * Mit Rebecca bin ich leider überhaupt nicht warm geworden - sie blieb für mich total farblos und fremd. Sie scheint abzudriften, sich in ihre eigene Welt zu flüchten, die leicht fantastisch anmutet (milde gesagt). Und leider wirkt dann die ganze Geschichte, für mich persönlich, überlaufen und unstimmig. Ich muss sagen, dass es mir auch schwer fällt mehr über dieses Buch zu schreiben, da es nichts in mir bewegt oder hinterlassen hat. * "The Moth Diaries" ist eine Lektüre, die ein paar Stunden überbrückt, ohne größer in Erinnerung zu bleiben!

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    annikki

    annikki

    18. May 2012 um 18:18

    Inhalt: Das neue Schuljahr hat endlich begonnen und die 16-jährige Rebecca freut sich darauf endlich wieder im Internat zu sein und zusammen mit ihrer besten Freundin Lucy Tür an Tür zu wohnen. Auch die anderen Mädchen aus ihrem Jahrgang leben auf dem selben Flur was einiges an Spaß verspricht. Auch wenn die neue Schülerin Ernessa ein wenig komisch zu sein scheint, aber davon lassen sich die Mädchen den Spaß nicht verderben. Doch Rebecca fällt immer mehr auf wie sehr sich Ernessa von den anderen unterscheidet. Sie isst kaum und redet auch mit fast niemanden, ihre Zimmertür ist immer geschlossen und Rebecca hat immer ein ungutes Gefühl in ihrer Nähe. Zum Potrauchen lässt sie andere Mädchen in ihr Zimmer, ansonsten ist sie lieber allein oder mit Lucy zusammen. Warum ausgerechnet Lucy, dieses Schuljahr hätte so schön werden können aber ihre beste Freundin wendet sich immer mehr von ihr ab und verbringt die meiste Zeit mir Ernessa. Rebecca will herausfinden was dahinter steckt. Und als sie versucht etwas über die Mitschülerin herauszufinden ist ihr Zimmer so kahl und verlassen als wäre es unbewohnt. Als dann auch noch eine Schülerin von der Dachrinne vor Ernessas Fenster springt und Lucy immer mehr ihren Lebenswillen verliert ist sich Rebecca sicher das Ernessa etwas zu verbergen hat. Aber keiner hört auf sie und die Mitschüler wenden sich immer mehr von ihr ab. Aber Rebecca gibt nicht auf, sie wird Ernessa aufhalten koste es was es wolle. Meine Meinung: Zu Beginn hatte es wirklich seinen Reiz die Geschichte in Form eines Tagebuchs zu lesen, hierbei erlebt der Leser die Geschichte nur durch die Sichtweise von Rebecca. Aber je mehr Seiten ich gelesen hatte um so schwieriger war es für mich das gelesene, sprich die Ereignisse zuzuordnen. Auch finde ich das Buch sehr anspruchsvoll für ein Jugendbuch, es werden viele Bücher genannt und auch zum Teil zitiert die wohl nicht jeder kennt. Auch wird der Leser an manchen Stellen mit Fachbegriffen gefordert. An sich ist daran auch nichts falsches, besonders da es in den zeitlichen Rahmen der Geschichte passt, aber es hat das lesen an manchen Stellen einfach erschwert. Internatsgeschichten finde ich an sich auch interessant somit spielt das Buch in der richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Umgebung und das Internatsleben sind sehr schön beschrieben. Man bekommt einfach einen direkten Einblick in die Abenteuer der Freundinen und dem beginnenden Bruch der verschiedenen Freundschaften. Bis zu diesem Punkt war auch alles für mich als Leser logisch. Aber als dann das Übernatürliche in die Geschichte eingewoben wurde, habe ich langsam den Faden verloren. Zudem wird der Leser auch nicht wirklich im Vor- oder Nachwort aufgeklärt. man klappt somit das Buch zu und hat noch einige Fragezeichen im Kopf. Daher habe ich mich auch nicht leicht mit der Bewertung getan. Ich denke das 3 von 5 Büchern angebracht sind. Da der Kern der Geschichte auf seine Art und Weise gut war und andere Leser bestimmt ihre Freude an dem Buch haben werden, es aber für mich einfach nicht das richtige war. Doch werden die Prise Fantasy in so einer Geschichte mag, der sollte das Buch zur Hand nehmen.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    Twilight1996

    Twilight1996

    10. May 2012 um 19:07

    „Ist das Böse dort draußen – oder in dir?“ (The Moth Diaries) Inhalt: Nach dem Tod ihres Vaters muss die 16-jährige Rebecca in ein Internat, weil ihre Mutter nicht mehr die Kraft hatte, sich um sie zu kümmern. Anfangs findet sie nur schwer Anschluss, doch schon bald freundet sie sich mit Lucy an. Alles scheint perfekt. Doch dann erschüttern mysteriöse Todesfälle die Schule von Rebecca und auch Lucy zieht sich immer mehr aus der Wirklichkeit und vor ihr zurück. Rebecca macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und gerät dabei immer mehr ins Abseits. Wird sie es schaffen, dass die Anderen ihren Vermutungen Glauben schenken oder hat sie sich das alles nur ausgedacht? Autorin: Rachel Klein veröffentlichte bis jetzt schon einige Erzählungen und Übersetzungen. Durch ihr Buch „The Moth Diaries-Die Sehnsucht der Falter“ wurde sie bekannt. Der Roman wurde schon in viele Sprachen übersetzt und sogar verfilmt. Zurzeit lebt Rachel Klein mit ihrer Familie in Brooklyn (New York City)/USA. Eigene Meinung: Weder von dem Buch noch von dem Film „The Moth Diaries“ habe ich bis vor kurzem gehört. Zufällig stieß ich aufgrund des schönen Covers auf den Roman und war erstaunt, dass es davon sogar eine Verfilmung geben würde. Mein Interesse war geweckt. Jetzt hatte ich Gelegenheit, das Jugendbuch zu lesen und möchte euch meine Meinung dazu mitteilen. Erst beim Lesen bemerkte ich, dass die Handlung des Buches in den 1960er Jahren spielt, bisher hatte ich gedacht, der Roman würde in der heutigen Zeit, also im 21. Jahrhundert spielen. Die Idee, dass die Geschichte in Form von Tagebucheinträgen aus Rebeccas Sicht geschrieben ist, fand ich sehr originell und interessant. Besonders gut gefiel mir der wunderschöne Schreibstil von Rachel Klein, der sehr gut zu dem Roman passt. Die Hauptprotagonistin Rebecca fand ich einerseits sehr gut, den sie liebt es aus Büchern zu zitieren, andererseits war sie oft sehr paranoid und eingebildet. Was mir nicht so gut gefallen hat war, dass das Jugendbuch oft sehr skurril und unglaubwürdig war, was ich sehr schade finde. Empfehlen würde ich die Lektüre für Mädchen ab 15 Jahren. Insgesamt möchte ich dem Buch „The Moth Diaries-Die Sehnsucht der Falter“ von Rachel Klein 3 von 5 Monden geben. Teilweise hat mich die Lektüre überzeugt, teilweise fand ich sie zu skurril. Wer mal ein etwas anderes Jugendbuch lesen möchte ist mit diesem gut bedient, doch man sollte in der Lage sein, sich gut in eine Person hinein zu versetzen.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    Zoeybird

    Zoeybird

    27. February 2012 um 21:32

    Titel: The Moth Diaries - Sehnsucht der Falter Autor: Rachel Klein Verlag: Fischer FJB ________________________ ________________________ Inhalt (Verlag): Ist das Böse dort draußen – oder in dir? Der große Psychothriller im Mädcheninternat, verfilmt mit Lily Cole. »Als ich das Tagebuch aufschlug, fand ich die Rasierklinge, die ich vor so langer Zeit zwischen die Seiten gelegt hatte.« In Rebeccas Internat beginnt ein neues Schuljahr. Zunächst scheint alles wie immer zu sein, doch dann geschehen verstörende Dinge. Der Hund einer Lehrerin wird enthauptet aufgefunden. Eine Schülerin stürzt vom Dach in den Tod. Realität und Phantasie verschwimmen, und eine furchtbare Wahrheit kommt ans Licht – steht sie in Rebeccas Tagebuch? _______________________ Meinung: Das Buch ist nciht ganz einfach zu bewerten. Einerseits hatte ich ständig das Verlangen weiterzulesen, andererseits war das Buch schrecklich anstrengend und teils sehr zäh. Jedoch hat mich die Geschichte immer wieder überzeugt, weiterzulesen und die Autorin hat es geschickt gemacht, dass ich nie sicher wusste, was wirklich und was Fiktion war. Ich wollte die ganze Zeit über unbedingt wissen, was nun am Ende rauskommt, was tatsächlich stimmte und was wohl noch passieren würde. Wenn man erstmal wieder drin war und sich an die besondere Schreibart gewöhnt hat, war der Leser völlig in den Bann geschlagen. Aber gerade die Art, in der das Buch geschrieben wurde, hat es so langwierig und anstregend gemacht. Es sind ausschließlich Tagebucheinträge der Protagonistin, Rebecca, die kaum wörtliche Rede enthalten und oft genug verwirrend sind. Rebeccas Gedankengänge sind nciht immer nachvollziehbar und dadurch ist die gesamte Handlung manchmal schwer zu erfassen. Das Ende habe ich persönlich leider nicht verstanden, wodurch mir der ganze Roman irgendwie verschwendete Zeit vorkam, da ich zwar immer weiterlesen wollte und es mir teilweise wirklich richtig Spaß gebracht hat, aber das ganze nur mit dem Ziel, endlich zu verstehen, was da vorgeht. Ich habe so sehr auf eine richtige Erklärung am Ende gehofft, doch die blieb leider aus. Es mag daran liegen, dass ich einfach zu jung bin und es deshalb nicht verstehen konnte (was auch nicht gerade gut wäre da das Buch ein jugendbuch ist - ich würde es so aber nicht bezeichnen. In einer Leserunde wäre das Buch vielleicht einfacher zu verstehen und sogesehen auch für Jugendliche geeignet). Aber genauso gut kann es auf viele zutreffen, die die Handlung nciht verstanden habennund denen es ähnlich ging wie mir. Zwar konnte ich, wie bereits erwähnt, Rebeccas Gedanken oft nicht verstehen, aber dafür umso besser ihre Empfindungen mitspüren. Frau Klein hat es geschafft, dass ich mich emotional vollkommen in die Hauptcharakterin hineinverstezen konnte und manchmal sogar fast den Schmerz, ihre beste Freundin verloren zu haben, sie aber manchmal gar nciht zu mögen, richtig spüren und vorallem nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere, die natürlich durch die Tagebuchform des Romans nur begrenzt charakterisiert wurden/ werden konnten, gefielen mir gut und konnte ich in ihren Äußerungen und ihrem Benehmen gut vorstellen. ______________________ Fazit: Ich hab dem Buch viele gute Aspekte abgewinnen können und hatte genauso viel schöne und auf eine Art spaßige Lesezeit, wie ich negative Kritik üben musste und schlechte und zähe Lesestunden hatte. Ich kann das Buch trotz allem Negativen aber doch viel mehr empfehlen, als dass ich es nciht könnte. Das liegt daran, dass es auch viel an eigenen Leistungen lag - vielleicht bin ich einfach nciht "schlau" genug, alles zu kapieren. Jeder, der alte Gedichte interpretieren kann, insgesamt eine schnelle Auffassungsgabe besitzt und vielleicht auch mit älteren Büchern vertraut ist, könnte an dem Buch die doppelte Lesefreude haben wie ich selbst sie hatte. Mehr als 3/5 Sternen kann ich aber nciht vergeben.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. February 2012 um 12:55

    Kurzbeschreibung: Als in Rebeccas Internat eine Schülerin vom Dach in den Tod stürzt, breitet sich die Angst aus. Ihre Freundin Lucy zieht sich immer mehr aus der Wirklichkeit zurück. Hat die rätselhafte Ernessa mit alldem zu tun, die neu auf die Schule gekommen ist und um die sich dunkle Gerüchte ranken? Rebecca wird immer verstörter. Realität und Phantasie verschwimmen, und eine schreckliche Wahrheit kommt ans Licht - steht sie in ihrem Tagebuch? Zur Autorin: Rachel Klein lebt mit ihrer Familie in Brooklyn. Sie veröffentlicht Erzählungen und Übersetzungen. Ihr Roman "The Moth Diaries. Die Sehnsucht der Falter" wurde in viele Sprachen übersetzt und mit Lily Cole und Sarah Bolger verfilmt. Rezension: Die junge Jüdin Rebecca lebt in den 1960er Jahren in einem Internat. Dort ist ihre beste Freundin Lucy ihr Ein und Alles, zumal sie vor allem mit den Tagesschülerinnen überhaupt nicht zurechtkommt und gemieden wird. Doch bald schon ist es mit der trauten Freundschaft der beiden vorbei, denn Ernessa kommt neu auf die Schule und Lucy verbringt immer mehr Zeit mit dem mysteriösen Mädchen. Rebecca muss mitansehen, wie Ernessa Lucy quasi ihren Lebenswillen aussaugt, denn je mehr Lucy Zeit mit Ernessa verbringt, desto kränker und kraftloser wird sie. Rebecca quält ein übler Verdacht über Ernessas Herkunft, den sie ihrem Tagebuch anvertraut. Wird sie Lucy als Freundin zurückgewinnen können und wird diese sich aus den Fängen Ernessas befreien? "The Moth Diaries. Die Sehnsucht der Falter" ist ein ruhiger, aber intensiver Schauerroman in alter Manier, dessen Handlung in den 1960er Jahren spielt. Erzählt wird die Geschichte Rebeccas in Form ihrer Tagebucheinträge, die in eine immer abstrusere Richtung führen und man als Leser bald nicht mehr zu unterscheiden vermag, was nun Realität und was Rebeccas Fantasie entspringt. Etwas irritierend empfand ich, dass der Name der Protagonistin nur über den Klappentext ersichtlich wurde und nicht einmal im Buch fiel. Das Ende des Romans bleibt offen und somit wird dem Leser überlassen, wie er die Geschichte interpretiert, was gut zum Gesamtverlauf des Buches passt. "The Moth Diaries. Die Sehnsucht der Falter" ist ein etwas anderer Schauerroman, denn er wartet nicht mit blutigen oder drastischen Szenen auf, sondern versprüht seinen Charme leise und auf eine morbide Art und Weise, denn das Buch lebt eindeutig vom Leser und dessen Fantasie und Interpretation der Handlung. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover der Klappbroschur zeigt eine Szene aus der Verfilmung. Man sieht Sarah Bolger in der Rolle der Rebecca des Nachts durch den dunklen Garten des Internats rennen. Fazit: "The Moth Diaries. Die Sehnsucht der Falter" ist ein Schauerroman in alter Manier, der durch seine morbide Spannung punkten kann. Wer hier blutige oder drastische Szenen anhand des Klappentextes erwartet, wird enttäuscht. Vielmehr lebt der Roman von der Interpretation des Lesers und seiner eigenen Fantasie.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    18. February 2012 um 11:53

    „Woher sollen wir wissen, dass unser wirklich stattgefunden hat, dass wir nicht einfach Details anhäufen, nach und nach alles erfinden?“ Für Rebecca beginnt ein neues Schuljahr auf dem Brangwyn Internat. Eigentlich freut sie sich schon sehr darauf, denn ihre beste Freundin Lucy konnte gleich ein Zimmer nebenan ergattern. Anders als Lucy hat sie auch Spaß am Unterrichtsstoff und liebt die Literatur. Lucy und Rebecca sind unzertrennlich, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können, bis zu dem Tag, als die rätselhafte Ernessa ins Internat zieht. Lucy zieht sich immer mehr aus der Realität zurück, vernachlässigt nicht nur die Schule sondern auch Rebecca. Nachdem eine Schülerin vom Dach stürzt und stirbt, verbreitet sich die Angst im Internat. Und Rebecca fällt es mit jedem Tag schwerer, Realität und Phantasie zu unterscheiden…. Rebecca ist 16 Jahre alt und hat schon einen für sie tragischen Verlust hinnehmen müssen, weil ihr Vater vor ein paar Jahren gestorben ist. Zu ihrer Mutter hat sie ein angespanntes Verhältnis, beide sind in ihrer Trauer stecken geblieben und können sich einander kaum nähern. Rebeccas Trost sind die Literatur und ihre enge Freundschaft zu Lucy. Bücher und Gedichte helfen ihr, ihre Seele zu öffnen. Oft verliert sie sich aber in endlosen Träumereien. Auch wenn das Internatsleben für sie genügend Abwechslung bietet, wünscht sie sich oft mehr als nur die typischen Gesprächsthemen um Sex, Drogen und Essen. Seit Ernessa ins Internat gezogen ist, hat sich jedoch viel geändert. Lucy trifft sich oft mit ihr und verändert sich. Rebecca ahnt, dass Ernessa Lucys Gedanken vergiftet und hat sehr große Angst davor, sie dadurch zu verlieren. * Man braucht etwas Geduld, um in die Geschichte rein zu kommen. Diese ist in Tagebuchform aus Rebeccas Sicht geschrieben. In dieses Tagebuch schreibt sie all ihre Emotionen und Erlebnisse. Da sie es für sich aufschreibt, braucht sie niemanden groß zu erklären, wie es gemeint ist. Das macht es dem Leser ein wenig schwer, ins Geschehen einzutauchen. Auch die Charaktere bleiben Anfangs ein wenig blass, denn Rebecca kennt sie alle schon ein paar Jahre, alle bis auf Ernessa. Sie darf der Leser Stück für Stück kennen lernen, wenn auch sehr voreingenommen aus Rebeccas Sicht. Das Internatsleben wird sehr gut durch die Tagebucheinträge wieder gegeben. Schnell bemerkt der Leser, dass der schöne Schein nach außen trügt. Rebecca hat einen beeindruckenden Schreibstil voll Poesie. Wirklich erstaunlich und reif für eine 16 Jährige. * Über viele Sätze von Rebecca musste ich grübeln, nur so konnte ich sie verstehen, denn ihre Einträge enthalten viele Metaphern. Sie erzählt von ihrer Trauer und dem harten Prozess des Erwachsenwerdens, das mit vielen Veränderungen einhergeht, die wiederum neue Veränderungen mit sich bringen, die mehr als schmerzlich sein können. * "The Moth Diaries-Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein ist kein einfacher Roman für zwischendurch. Er überzeugt nicht mit umfangreichen Handlungen, sondern durch verschiedenste Emotionen wie Liebe, Hass, Eifersucht und Neid. Es ist ein sehr intelligenter, mystisch angehauchter und fantasievoller Psychothriller. Ich würde dieses Buch nicht nur Jugendlichen empfehlen, sondern auch Müttern, die Mädchen in Rebeccas Alter haben. Sie kann sehr gut erklären, was in Mädchen in diesem Alter vor sich geht.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. February 2012 um 17:37

    Etwas mysteriöses, geheimnisvolles und vorallem sehr fantasievolles? Was ist Real? Was ist Fantasie? The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter wirkt schon auf den ersten Blick ziemlich unheimlich und geheimnisvoll. Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben und konnte mich gerade durch diesen Stil sehr überzeugen. Hier erzählt die 16jährige Rebecca von ihrem Leben im und außerhalb des Internats. Als Leser wird man mit einer großen Vielfalt an Gefühlen und Emotionen von Rebecca vetraut gemacht. Wir erfahren viele persönliche Details und werden so langsam aber gefühlvoll in die eigentliche Geschichte geleitet. Denn hinter dem schönen Schein den dieses Internat pflegt geht es gar nicht so schön vor und wir erfahren allerlei entsetzliche Dinge. Dieses Buch ist vom Gefühl her kein einfaches Jugendbuch. Wir werden mir einer sehr erwachsenen Rebecca vertraut gemacht deren Gedanken sehr reif und einsam wirken. Für mich ist sie eine gebrochene Person die schon sehr früh mit Leid und Trauer in Kontakt kam und deren Seele dies nicht verkraften kann. Sie verliert sich in der Welt der Literatur und in ihren Gedanken. Sie wird getrieben durch das Gefühl ihre Beste Freundin zu verlieren und man hat die ganze Zeit das Gefühl, das Rebecca auf dem Weg ist, sich in Wahnvorstellungen zu verlieren. Oder ist all das was sie sieht Wirklichkeit und doch keine Fiktion? Viel möchte ich jetzt nicht mehr zu diesem Buch schreiben denn es ist wirklich sehr skurril und vorallem sehr mystisch angehaucht. Zudem sollte der Leser dieses Buches auch ein klein bisschen in der alten Literatur bewandert sein und bereit sein sich mit dieser auseinander zu setzen, sowie mit Rebeccas eigener Schreiberei. Ich empfehle dieses Buch all denen die mal etwas ganz anderes lesen möchten und nicht auf actionreiche Jugendthriller aus sind sondern einem eher ruhigen aber sehr intelligenten Jugendthriller eine Chance geben möchten.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    Damaris

    Damaris

    13. February 2012 um 13:57

    Der erste Satz: Als Dr. Karl Wolff vorschlug, ich solle das Tagebuch veröffentlichen, das ich während meines vorletzten Schuljahrs im Internat geführt habe, glaubte ich zunächst, ich hätte mich verhört. * Die 46-jährige Rebecca, wird von ihrem Psychiater gebeten, ihr Tagebuch zu veröffentlichen. Diese hatte sie mit 16 geschrieben, um ihre Gedanken und Erfahrungen im Internat zu veröffentlichen. Zuerst sträubt sie sich gegen die Veröffentlichung. Als ihr Arzt ihr jedoch versichert, dass sie selbst und sogar die Schule nicht zu erkennen sein wird, stimmt sie einer Veröffentlichung zu. * Rebecca ist 16 und kehrt nach den Sommerferien an das Mädcheninternat zurück. Seit ihr Vater sich umgebracht hat, wurde sie von ihrer Mutter im Internat untergebracht, weil sie es einfach nicht erträgt, Rebecca ständig um sich zu haben. Wegen dem Tod ihres Vater, und weil Rebecca Jüdin ist, hatte sie im Internat keinen leichten Start und fühlte sich oft von den anderen Mädchen abgelehnt. Mittlerweile schreibt sie in ihrem Tagebuch, dass sie sehr beliebt ist und viele Freundinnen gefunden hat. Rebeccas beste Freundin ist Lucy. In diesem Jahr haben die beiden bei der Zimmerverlosung das große Los gezogen und bekommen beide Zimmer, die nur durch eine Verbindungstür voneinander getrennt ist. Darauf freut sich Rebecca ganz besonders. Gleichzeitig kommt in diesem Schuljahr einen neue Schülerin ins Internat. Ernessa ist ruhig, sehr undurchsichtig und isst nie etwas. Sie ist Rebecca von Anfang an unsympathisch. Mit dieser Meinung ist Rebecca aber offensichtlich alleine, die anderen Mädchen scheinen keine Probleme mit Ernessa zu haben. Zu Rebeccas Entsetzen zieht ihre Freundin Lucy immer mehr von ihr zurück und scheint dafür die meiste Zeit mit Ernessa zu verbringen. Rebecca wir immer besessener von den Gedanken, dass mit Ernessa etwas nicht stimmt. Sind diese Gedanken Wirklichkeit oder nur Rebeccas Wahn? * Das ganze Buch besteht aus Rebeccas Tagebucheinträgen, die jeweils auf das Verfassungsdatum hinweisen. Sie variieren von kurzen, stichwortartigen Eintragungen, bis hin zu komplexen Gedankengängen. Die verwendete Sprache ist gut zu lesen, klingt aber ab und an etwas hochgestochen. Besonders dann, wenn Rebecca über diverse Hochliteratur von Nietzsche, Annette von Droste-Hülshoff, Hawthorne oder Sheridan Le Fanu philosophiert, bzw. diese zitiert. Das passt zwar gut zur Internatsumgebung, es ist aber davon auszugehen, dass die angesprochene Lesezielgruppe diese Werke kaum kennt. Darum wirken die Ausführungen auch etwas überzogen. Einige Textpassagen wirken zusammenhanglos und schwer zu verstehen. Dadurch, dass das Tagebuch nur auf Rebeccas Gefühlen und Eindrücken basiert und man die Erlebnisse so verstehen muss, wie sie diese schildert, wirkt das Gelesene zunehmend eindimensional. Einige Passagen ziehen sich in die Länge, und stellenweise beginnt man sich zu langweilen. * Es muss einem schon gefallen, in den Tagebüchern 16-jähriger Mädchen zu schmökern, vor allem, wenn ein komplettes Buch die Gedanken von einer einzigen Schülerin wiedergibt. Das könnte zwar ganz interessant sein, aber Rebecca ist nun mal keine Sympathieträgerin. Das ganze Buch gestaltet sich depressiv und undurchsichtig. Mit Rebeccas seelischer Gesundheit steht es eindeutig nicht zum Besten. Paranoide und labile Gedankengänge, lassen sie als Mädchen mit ernstzunehmender Psychose erscheinen. Das Internatsleben ist geformt mit typischen Problemelementen wie Essstörung, Diäten, Fressorgien, Drogen, Lehrerschwärmereien, Sex, Mobbing - alles gängige Themen, die aber hier nur Beiwerk sind. Vielmehr verliert sich Rebecca immer mehr in Fantasien und Gedankengängen, die irgendwann von ihr selbst nicht mehr in Wahn und Wirklichkeit getrennt werden können. Auch für den Leser ist das nicht ersichtlich. Ihre Vermutungen, Ernessa betreffend sind einerseits interessant, dann aber auch wieder nur lächerlich. Man hat den Eindruck, dass sie sich total in etwas verrennt. Der Internatsthriller wurde hier mit Stilelementen der Fantasy versehen, die zwar geläufig sind, aber nicht so recht zur Geschichte passen. Diese ist nämlich ein waschechtes Drama. * Rebecca wirft während ihren Tagebucheinträgen unzählige Fragen auf. Leser die sich nach einem runden Romanabschluss sehnen, werden enttäuscht sein. Antworten erhält der Leser kaum. Vielmehr bleibt alles seiner vorhandenen (oder auch nicht vorhandenen) Fantasie überlassen. Selbst im Nachwort kann die nun 30 Jahre ältere Rebecca nicht erklären, was sie damals geschrieben hat. Darum drücken ihre Worte den persönlichen Eindruck auch am besten aus und sprechen für (oder gegen) das Buch: * Als ich dieses Tagebuch noch einmal las, und ich habe es hintereinander weggelesen, kam es mir vor, als betrachtete ich einen Stern, der so weit entfernt ist, dass sein Licht schon lange nicht mehr leuchtet, wenn es uns erreicht. S. 309 * Persönliches Fazit Ich bin neugierig und fände es durchaus reizvoll in fremden Tagebüchern zu schmökern. Bei "The Moth Diaries: Die Sehnsucht der Falter" hatte ich diese Möglichkeit - und hätte sie jetzt, nach Beendigung der Geschichte, gerne dankend ausgeschlagen. Depressiv, paranoid, gestört und umnachtet sind die Synonyme, die mir zu den Tagebucheinträgen einfallen. Ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte für einige Leser allemal ihren Reiz haben dürfte, einige Gedankengänge wecken tatsächliches Interesse. Wird man allerdings so unbefriedigt zurückgelassen wir hier, hält sich meine eigene Sehnsucht nach diesem Nachtfalter-Tagebuch in Grenzen. 2 Sterne.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    RoccosMom

    RoccosMom

    10. February 2012 um 11:57

    Wahn oder Wirklichkeit? „Mich haben die Tagebücher junger Mädchen schon immer fasziniert. Sie sind wie Puppenhäuser. Schaut man hinein, wirkt die Welt auf einmal sehr fern, wenn nicht unglaublich.“ Rebecca musste nach dem Tod des Vaters in ein Internat, weil ihre Mutter nicht mehr die Kraft hatte sich um sie zu kümmern. Nach einer schwierigen Anfangszeit findet Rebecca endlich eine Freundin. Als das neue Schuljahr beginnt beziehen die beiden sogar zwei Zimmer, die durch ein Bad miteinander verbunden sind. Alles könnte so schön sein, würden nicht plötzlich schreckliche Todesfälle die Schule erschüttern. Rebecca scheint der Wahrheit auf der Spur zu sein, doch drängt sich damit selbst immer weiter ins Abseits. Denn kann ihre Wahrheit wirklich der Realität entsprechen? Warum erkennen die anderen Schülerinnen nicht was sie sieht? Wie der Titel schon sagt ist THE MOTH DIARIES in Tagebuchform geschrieben. Rebeccas Lebenserinnerung ist eingefasst von einem, von ihr, Jahre später geschriebenen fiktiven Vor- und Nachwort. Geschrieben wurde das Tagebuch vermutlich in den 60er Jahren, im Zeitraum vom 10. September bis zum 7. Mai des darauffolgenden Jahres. Das Tagebuch beginnt mit gewöhnlichen Einträgen und einigen Wiederholungen. Da wird über die Mitschülerinnen lamentiert um dann im gleichen Absatz über große Literatur zu schreiben. Rebecca mag es aus Büchern zu zitieren. Sie hält sich für intelligenter als die anderen Mädchen es sind. Jedoch bleibt auch ihr die schmerzvolle Erfahrung des Todes und der Vergänglichkeit nicht erspart. Dazu hat sie etwas Tolles geschrieben, das ich mit euch teilen möchte: „Früher habe ich den Herbst geliebt. Aber der Herbst weiß nicht, ob er leben oder sterben will, wieder geboren werden oder verdorren.“ Für eine sechszehnjährige verfügt Rebecca über eine gewaltige Sprache. Ihre Ausdrucksweise und ihre Gedanken machen das Buch zu einer Mischung aus normalen Mädchen-/Internatsproblemen und der Frage, ob Rebecca sich in Wahnvorstellung verliert, weil sie es nicht ertragen kann ihre Freundin an die Neue zu verlieren oder ob sie als einzige die feinen Schwingungen des Bösen empfangen kann. Zwischen Tanztees, Rilke und ihrer Schreiberei vereinsamt Rebecca und ist dabei immer wieder antisemitischen Äußerungen ausgesetzt. Rebecca gibt natürlich viel von sich Preis. Ihre Einsamkeit, ihre Ängste, Gedanken und Gefühle. Dennoch dauert es ziemlich lange, bis Schwung in die Geschichte kommt. Dadurch fiel mir der Einstieg in die Handlung anfangs schwer, was ziemlich schade ist. Bei meiner Ausgabe von THE MOTH DIARIES handelt es sich um eine Klappenbroschur. Das Umschlagsmotiv ziert ein Foto, welches Sarah Bolger als Rebecca in der gleichnamigen Verfilmung zeigt. Ich kann wirklich gut verstehen warum dieser Roman verfilmt wurde. Das Tagebuch bietet eine gute Grundlage und ich kann mir sogar vorstellen, dass der Film mir persönlich besser als der Roman gefällt. THE MOTH DIARIES bekommt gute 3 Sternchen von mir. Rebeccas literarische Begeisterung und ihre Beobachtungsgabe haben mir nämlich gut gefallen. Auch das offene Ende lässt einem Raum für die eigene Vorstellungskraft. Es hätte allerdings ruhig etwas spannender sein können.

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  • Rezension zu "The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter" von Rachel Klein

    The Moth Diaries - Die Sehnsucht der Falter
    FrederiekeLilie

    FrederiekeLilie

    02. February 2012 um 12:59

    Rebecca und Lucy sind beste Freundinnen. Doch das schien sich zu ändern, als an ihrem Internat eine neue seltsame Schülerin auftauchte. Und als ein Mädchen durch ein Fenster in den Tod stürzt, ist Rebecca der neuen Schülerin höchst misstrauisch gegenüber. Sie hegt tiefsten Hass gegen dieses merkwürdige Mädchen, dass nie zu essen scheint. Und als Lucy plötzlich schwerkrank wird, kann Rebecca nur verzweifelt zusehen, wie ihre beste Freundin immer schwächer wird ... Das Glas im Fenster ist sehr alt, wie alles in der Residenz, und es verzehrt, was auf der anderen Seite ist. Es ist, als wäre man unter Wasser und schaute von unten in die Welt hinauf. Durch grünes Wasser sehe ich hoch zu Bäumen und Himmel. Die Geräusche sind gedämpft. Das Licht flüssig. Ich habe mein Interesse an Büchern verloren. Früher konnte ich ohne sie nicht leben. Jetzt ist eine Glasscheibe zwischen mir und allem. Sie hatte sie am Haar gepackt und zog sie vom Boden hoch. Lucys Haar schimmerte im Mondlicht wie Gold. Sie schwebten gewichtslos wie Engel. Die sorgsam geordneten Falten ihrer Nachthemden verbargen die Füße. Engel brauchen keine Füße. Ich wusste, es würde mir nicht leichtfallen, hierzu eine Rezension zu schreiben, denn dieses Buch ist anders. Es ist ein echtes Tagebuch. Die Autorin schieb es vor 30 Jahren- als sie 16 war. Dies, und auch wie es zur Veröffentlichung gekommen ist, erklärt sie in einem Vorwort, welches man auf jeden Fall lesen sollte. Sie schrieb das Tagebuch nicht, um es später zu veröffentlichen, was man während des Lesens merkt. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass das, was da drin stand, echt sein sollte. So furchtbar erschien mir Rebeccas- oder viel mehr Rachels 17. Lebensjahr. Irgendwann konnte man kaum noch ausmachen, was Realität und was Einbildung war. Rachel schien schon vollkommen durchzudrehen, was sie mit ihren Tagebucheinträgen jedoch gut verbergen konnte, doch jedem Menschen würde es in solch einer Situation zu schaffen machen. Rachel liebte Lucy und sie hasste Ernessa. Irgendwann hielt sie dieses seltsame Mädchen schon gar nicht mehr für einen Menschen. Sie wollte eigentlich bloß Lucy schützen und konnte es nicht ertragen, dass diese ihre Zeit nur noch mit Ernessa verbrachte. Zu den Charakteren kann man nicht viel sagen. Sie sind echte, heute noch lebende Menschen und somit besitzt jeder seine ganz eigene Art. Das Cover stellt Rachel dar, wie sie verzweifelt nach Lucy sucht und dabei im weißen Nachthemd über das struppige Gras rennt. Diese Stelle kommt tatsächlich im Buch vor und dadurch finde ich das Cover sehr passend. Der Schreibstil besitzt eine ganz besondere Art, was dadurch kommt, dass Rachel ihren Gedanken freien Lauf gelassen hat, als sie das Tagebuch schrieb. Ihr Leben war mit sechzehn eine einzige Katastrophe. Kein Vater, eine verzweifelte Mutter, eine beste Freundin, die sich immer weiter von einem abwendet und ein rätselhaftes Mädchen, das man am liebsten umbringen würde.Gefühlvoll und sorgfältig aufgeschrieben. Hauptsächlich das Nachwort brachte mich zum Weinen. Rachel Klein schilderte noch einmal, wie sie über das Tagebuch dachte und dass sie immer Angst davor hatte, erwachsen zu werden. Auch, dass sie immer noch alle fünf Jahre eine Einladung zum Klassentreffen bekommt und das, obwohl ihre ehemaligen Internatsfreunde ihr die Schuld an allem gaben. Aber all das müsst ihr selbst lesen, denn dieses Buch wird euch stark zum Nachdenken anregen, so wie es kaum ein anderes Buch vorher bei mir geschafft hat. Es ist unglaublich, was Rachel damals durchmachen musste und sie litt nach diesem Vorfall unter Borderline-Störung mit Depressionen und Psychose. In ihr Tagebuch legte sie eine Rasierklinge. Fazit: Einfach wundervoll und sehr berührend. Ihr müsst es lesen! Ich habe es keine Sekunde bereut und kann dieses Buch jedem bloß ans Herz legen.

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