Rachel Moran

 3.9 Sterne bei 8 Bewertungen

Alle Bücher von Rachel Moran

Rachel MoranWas vom Menschen übrig bleibt
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Was vom Menschen übrig bleibt
Was vom Menschen übrig bleibt
 (8)
Erschienen am 11.03.2015
Rachel MoranPaid for: My Journey Through Prostitution
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Paid for: My Journey Through Prostitution
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Erschienen am 08.09.2015
Rachel MoranPaid for
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Erschienen am 04.10.2013

Neue Rezensionen zu Rachel Moran

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L

Rezension zu "Was vom Menschen übrig bleibt" von Rachel Moran

Psychologie der Prostitution
Liebes_Buchvor 2 Jahren

Rachel Moran wurde mit 14 obdachlos und rutschte in die Prostitution ab. 7 Jahre lang durchlebte sie alle verschiedenen Formen des Gewerbes.
In ihrem Buch "Was vom Menschen übrig bleibt" widerspricht sie der Darstellung in den Medien, dass es den Frauen Spass macht, niemand zu etwas gezwungen wird und die Freier alle freundliche Kavaliere sind.
Wem es schon lange unheimlich vorkommt, dass Menschenhandel und Missbrauch vom Staat legalisiert und unterstützt werden, der findet hier viele Informationen, die das Unbehagen leider bestätigen.
Die Autorin schreibt auf hohem Niveau, d. h. explizite Missbrauchsbeschreibungen kommen nur vor, um Thesen zu untermauern. Obwohl der Leser so geschützt wird, ist das Buch trotzdem schwer verdaulich, man muss sich etwas Zeit nehmen, um sich diesem blanken Horror zu stellen.
Ich würde jedem Menschen empfehlen, dieses Buch zu lesen, um ein Bild jenseits der Werbeversprechen der Sexindustrie zu erlangen und die Auswirkungen verschiedener Gesetze bzw Lösungsansätze zu kennen.
Ich bin mir sicher, dass Rachel Moran polarisiert, weil sie von Missbrauch spricht, von Opfern, von Tätern, von Recht und Unrecht, während unsere Medien die Prostitution zu einem zuckersüssen Geschäft gemacht haben, in dem es nur Spass und Gewinner gibt.
Es erfolgt meiner Meinung nach eine Umerziehung der Gesellschaft, damit wir den Missbrauch von und den Handel mit Menschen gleichgültiger tolerieren.
Moran zeigt auf, wie leicht man in diese Maschinerie geraten kann und wie schwer es ist, wieder heraus zu finden.
Hier wird mit dem Mythos der glücklichen Prostituierten aufgeräumt und das ist der milliardenschweren Sexindustrie mit ihrer starken Lobby  ein Dorn im Auge. Inzwischen leben ganze Staaten von der kommerziellen Nutzung von Missbrauch.

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K

Rezension zu "Was vom Menschen übrig bleibt" von Rachel Moran

Der schnelle Weg hinein aber ein langer Hinaus
kleinemaus2013vor 3 Jahren

Die Autorin beschreibt ihren schnellen Weg in die Prostitution und ihren harten Kampf um wieder heraus zu kommen. Die beschriebenen Szenen sind für Außenstehende oft unglaublich auch wenn man weiß das sie wahr sind. Es ist wirklich beindruckend wie sie ihr Leben trotz schwerer Kindheit nun meistert und wozu sie es gebracht hat. Das Buch ist zwar sehr lesenswert aber man braucht wirklich Zeit dafür. Zeit um das gelesene zu verarbeiten und überhaupt alles zu begreifen. Es liest sich teilweise sehr schwer.

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Birgit-Bs avatar

Rezension zu "Was vom Menschen übrig bleibt" von Rachel Moran

Plädoyer gegen Prostitution
Birgit-Bvor 4 Jahren

In ihrem schonungslosen Erfahrungsbericht präsentiert uns die Autorin und ehemalige Prostituierte ihre Sicht auf das Leben im Rotlichtmilieu  und rechnet mit Vorurteilen zur Freiwilligkeit und Selbstbestimmtheit gründlich ab. Ihrer Ansicht nach ist das in der heutigen Gesellschaft vorherrschende freie und wohlwollende Bild von Prostitution gänzlich falsch. Flüchtend von unglaublich schwierigen Familienverhältnissen wird Moran als junges Mädchen obdachlos und gelangt bald in den Strudel des „ältesten Gewerbes der Welt“. Sieben Jahre lang arbeitet sie sowohl am Straßenstrich als auch als Escort-Dame oder Callgirl. Was sie erlebt hat geschieht jeden Tag und traumatisiert die Opfer in entsetzlichem Ausmaß. Es wird Zeit, dass sich die Gesellschaft kritisch mit dieser Thematik auseinander setzt und für die Rechte von und den Umgang mit Frauen eintritt.

 

Moran schafft es, einen mit ihrer Lebensgeschichte mitzureißen und zu berühren. In stechend klarer, ehrlicher und gewählter Sprache lässt sie uns an ihren Erfahrungen teilhaben und schockiert mit menschenunwürdigem Verhalten, das ihr widerfahren ist. Teilweise ist die Biografie sehr spannend zu lesen, im zweiten Teil wegen vieler Wiederholungen meiner Meinung nach aber eher langatmig. Nichtsdestotrotz bleibt die  Bedeutung ihres Plädoyers bestehen und bringt einen dazu, sich näher mit der Thematik auseinanderzusetzen. Immer mehr wird mir bewusst, dass käufliche Liebe niemals so harmlos ist, wie sie meist präsentiert wird. Ich kann die Autorin in ihren Schilderungen verstehen und fühle mit ihr. Trotzdem fehlen die Handlungsmöglichkeiten, auch von Seiten der Autorin finden sich nicht wirklich Lösungsvorschläge, die der Prostitution Einhalt gebieten könnten. Die meisten Frauen geraten in dieses Milieu, weil sie keine andere Wahl haben. Man kann das Bewusstsein für die Auswirkungen der Prostitution schärfen, gegen die Legalisierung eintreten, ja. Aber Prostitution verhindern?

Einige Fragen lässt die an sich gelungene Biografie leider offen, trotzdem ist sie allemal lesenswert und regt zum Nachdenken an!

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Gespräche aus der Community

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Tectum_Verlags avatar

Liebe Leserinnen und Leser,

eine weitere Leserunde mit brisantem Thema erwartet euch!

Dieses Mal geht es um persönliche Erfahrungen mit Prostitution.

„Was vom Menschen übrig bleibt. Die Wahrheit über Prostitution“

geschrieben von der Irin Rachel Moran
Originaltitel Paid for
Ins Deutsche übersetzt von Maria Heydel

Erstmals werden bei dieser Leserunde  unter allen Interessenten zehn Exemplare verlost!

Was Ihr dafür tun müsst? Ganz einfach: Eine spannende und anregende Diskussionsrunde starten und jeweils eine Rezension am Ende verfassen - Interesse geweckt? 

Das Verlagsteam wünscht Euch viel Spaß!

Zum Inhalt:

Die irische Autorin Rachel Moran tritt an gegen das Prostitutionsestablishment. Ihr brillanter und international hochgelobter Bericht, der nun erstmalig in deutscher Sprache vorliegt, entlarvt die romantisierenden Vorstellungen von der „selbstbestimmten Hure“. Er wendet sich gegen eine Scheinliberalität in der Prostitutionsgesetzgebung, die es unmöglich macht, Frauen vor dem Weg in ein ausbeuterisches „Gewerbe“ effektiv zu schützen.

Moran weiß aus eigenem Erleben, wovon sie spricht. Als obdachlose Heranwachsende geriet sie in den Strudel der Prostitution und konnte sich erst sieben Jahre später aus eigener Kraft daraus befreien. Als Überlebende ist sie dieser Parallelwelt entkommen und liefert uns in ihrem Buch nun Innenansichten einer zerstörerischen Lebensweise. Mit den sensiblen Einsichten einer Betroffenen und der virtuosen Sprachmächtigkeit der geschulten Journalistin führt sie in die Gesetzmäßigkeiten einer Tabuzone ein, aus der keine Frau unbeschadet zurückkehrt. Moran befragt nicht nur ihren eigenen Weg in die Prostitution und ihre Erfahrungen als Prostituierte. Sie nimmt dieses Feld als Ganzes in den Blick, seine offenen und verdeckten Mechanismen der Abwertung und der Gewalt.

Ihr Bericht macht deutlich: Der Handel mit Frauenkörpern ist ein Verstoß gegen die Menschenwürde und eine Form des sexuellen Missbrauchs. Und: Die öffentliche Debatte über Prostitution wird in Zukunft anders geführt werden müssen.

K
Letzter Beitrag von  kleinemaus2013vor 3 Jahren
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