Rachel Simon Die Geschichte eines schönen Mädchens

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte eines schönen Mädchens“ von Rachel Simon

Verstecken Sie mein Kind, bitte. Amerika im Jahr 1968: Die Witwe Martha lebt in ihrem abgelegenen Haus ein einsames Leben. Nur an Weihnachten erhält sie von ehemaligen Schülern Besuch. Dann jedoch stehen zwei wildfremde, verzweifelte Menschen vor ihrer Tür: das Mädchen Lynnie und Homan, ein tauber Afroamerikaner. Beide sind aus einer nahen Anstalt geflohen. Wenig später tauchen ihre erbarmungslosen Wächter auf. Während Homan über den reißenden Fluß entkommen kann, wird Lynnie in ihr trostloses Dasein zurückgebracht. Doch was ihre Häscher nicht wissen: Lynnie hat kurz vor ihrer Flucht ein Mädchen geboren und in dem Haus der Witwe verstecken können. In einem geheimen Augenblick verspricht Martha sich um den Säugling zu kümmern. Eine große epische Reise beginnt, die über vierzig Jahre währt. Ein wunderbarer, anrührender Roman: Eine junge Frau muss ihr Kind zurücklassen – und hört nicht auf, es zu suchen und auf ein Wiedersehen zu hoffen. "Die Autorin gibt denen eine Stimme, die keine haben. Eine Roman über tiefe, verstörende Wahrheiten." Washington Post

Berührend und mitfühlend. Bringt einen zum Nachdenken über die, die "anders" sind ...

— Tintenklex
Tintenklex

Ein wunderbarer Roman, der zu Herzen geht!

— Perle
Perle

Eine ganz nette Geschichte– ich hatte mir jedoch noch ein wenig mehr Tiefe erhofft!

— Krimifee86
Krimifee86

Berührend schön! Must Read! *.*

— BuecherFeenkiste
BuecherFeenkiste

Eine Geschichte die das Herz berührt!

— -Holly-
-Holly-

Das Buch ist zauberhaft.

— sabine_schwab
sabine_schwab

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    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    Saphir610

    Saphir610

    14. November 2015 um 00:58

    Zwei, aus einer Anstalt geflohene, Menschen stehen bei der alleine lebenden, ehemaligen Lehrerin Martha eines Abends vor der Tür. Sie haben ein Neugeborenes bei sich, und bitten Martha das Baby an sich zu nehmen, es zu beschützen. Dann kommen ihre Verfolger. Die Frau, Lynnie, wird wieder in diese Anstalt zurück gebracht und von ihrem Leben dort wird erzählt. Homan, der Mann, kann weiter fliehen und seine andauernde Flucht wird geschildert. Martha macht sich mit dem Baby mit Hilfe ehemaliger Schüler auf den Weg in ein anderes Leben, ist eigentlich auch auf der Flucht, erlebt durch das Baby aber etwas ganz anderes, schönes. Das Leben von Lynnie und Homan ist schon sehr bedrückend zu lesen. Nach meiner Meinung steckt hier ganz viel Potential um den Leser zu packen, dass dieser mit den Hauptcharakteren mitfühlen kann. Das ist bei mir leider nicht passiert. Die Erzählweise wirkte auf mich sehr distanziert. Die Umstände, gerade in dieser Anstalt, kamen mir zwar näher, ich konnte mir eine Vorstellung machen, aber so richtig berührt hat es mich nicht. Und das ging mir das ganze Buch über so, und habe dann so bei der Mitte aufgehört, weil mir einfach das emotionale in der Schilderung der Geschichte fehlte.

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  • Rachel Simon - Die Geschichte eines schönen Mädchens

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    Perle

    Perle

    06. August 2015 um 00:00

    Klappentext: Eigentlich hat Martha, eine ehemalige Lehrerin, mit dem Leben abgeschlossen. Bis zu dem Tag, als eine junge Frau und ein Mann auf der Veranda ihres abgelegenen Hauses stehen. Die beiden sind aus einer Anstalt geflohen. Bevor sie wieder eingefangen werden, gelingt es ihnen, etwas bei der alten Frau zu verstecken: ein Bany, das gerade einen Tag alt ist. Ein wunderbarer, anrührender Roman. Eine junge Frau muss ihr Kind zurücklassen - und hört nicht auf, es zu suchen und auf ein Wiedersehen zu hoffen. Eigene Meinung: Dieses Buch kaufte ich im Juli dieses Jahres bei ebay. Ich hatte es schon einige Wochen vorher entdeckt. Das Cover gefiel mir so toll und der Titel sprach mich irgendwie an. Ich musste es jetzt im August sofort lesen, konnte es nicht länger im Regal stehn lassen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich in dem tollen wunderbaren Roman gefangen. Ich wurde zwar nicht richtig warm mit den Protagonisten, aber die Geschichte des schönen Mädchens hat mir außerordentlich gut gefallen, es hätte noch 100-200 Seiten weitergehn können. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, es zu lesen. Kann es gut und gerne weiterempfehlen. Es war auch, glaube ich, nur ein Schreibfehler drin, den man überlesen kann. Würde gerne vonb der Autorin Rachel Simonb weitere Romane lesen, es war mein 1. Roman von ihr. Weiß nicht, ob sie noch weitere auf deutsch geschriebene auf den Markt gebracht hat. Wenn mir mal wieder was in die Hände fliegt, dann werde ikch es gerne lesen. Ich vergebe hierfür liebendgerne, gutgemeinte 4 Sterne!

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  • Leuchtturm

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    walli007

    walli007

    Wie ein sicherer Hafen wirkt das Haus, vor dem der Briefkasten in Form eines Leuchtturms mit einem Gesicht steht. Das junge Mädchen und der Mann, der offensichtlich nicht hören kann klopfen verzweifelt an die Tür. Im Haus wohnt Martha, eine ehemalige Lehrerin, die nun mit 70 nicht auf die Ankunft von Fremden vorbereitet ist. Dennoch öffnet sie die Tür, diese jungen Menschen wirken so bemitleidenswert, sie können nichts Böses wollen. Martha, die doch sehr erschrickt als die merkt, dass das Paar ein Neugeborenes dabei hat, gibt ihnen zunächst frische Kleidung und sie will ihnen auch etwas zu essen bringen. Doch schon hämmern die Vertreter des Staates an die Tür. Das Mädchen wird abgeführt, der Gehörlose verschwindet. Mit flehendem Blick kann das Mädchen Martha gerade noch zu verstehen geben, sie möge das Kind verstecken. Welch eine anrührende Geschichte. Wie in vielen Ländern gab es auch in den USA Häuser, die sich Schulen nannten, in welche Arme, Behinderte oder sonst irgendwie gestrandete Kinder und Jugendliche aufnahmen. Allerdings leider nicht, um sie zu fördern und ihnen eine Zukunft zu geben, sondern eher wie reine Verwahranstalten, in denen die Insassen fast wie in einem Gefängnis gehalten wurden. Hierhin wurde das Mädchen bereits als Kind gegeben, weil die Familie entschied, dass ein behindertes Kind mehr sei als man ertragen könne. Hier lernte sie den tauben schwarzen jungen Mann kennen, der auf der Straße aufgegriffen sich nicht verständlich machen konnte. Kinder, die in einem solchen Heim geboren wurden, war oftmals kein fröhliches Schicksal beschieden. Beim Lesen fühlt man die Kraft des Mädchens, dass zwar vielleicht nicht ganz so intelligent wie der Durchschnitt dennoch die Weisheit besitzt, für ihr kleines Mädchen etwas Besseres zu wollen und es dem Zugriff des Staates zu entziehen. Man könnte fast glauben, es sei ein von Gott gelenkter Zufall, der ihre Schritte zu Marthas Pforte führt.  Wunderbar ausgeführt sind die Lebenswege der handelnden Personen. Glück und Leid erfahren sie, doch nie geben sie auf. Sie kämpfen um ein Ziel, eine schönere Welt, sie erfahren, dass es nie zu spät ist für Veränderungen. Verschlungene Wege, die sich schließlich zu einem Hoffnung verheißenden Finale runden. In diesem Roman ist ein Kleinod zu finden, das Beachtung verdient.

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    • 2
    Miamou

    Miamou

    20. April 2015 um 10:48
  • Die Geschichte eines schönen Määdchens

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    HeikeM

    HeikeM

    Schon beim ersten Blick auf das Buch gefiel es mir wegen des Covers ausgesprochen gut und beim Lesen hatte ich immer, wenn es um Marthas Haus ging, dieses vom Titelbild vor Augen. So stimmig wie dieses Bild war, war dann das gesamte Buch. Die Protagonisten waren gut charakterisiert. Sie wirkten lebensecht und waren in ihrem Tun und Denken sehr glaubwürdig. Der Roman war sehr gefühlvoll geschrieben, aber nicht kitschig oder auf die Tränendrüsen drückend. Trotzdem fiebert man mit und leidet man sowohl mit der geistig behinderten Lynnie, dem taubstummen Homan und auch mit Martha. Die Geschichte an sich ist unglaublich schön, emotional, rührend und nachdenklich machend, Traurig stimmte mich der Umgang mit den gehandicapten jungen Menschen, sowohl von Seiten der Familie als auch von der der Heimmitarbeiter. Die Geschichte umfasst eine Zeitspanne von etwa vierzig Jahren und ist aus den Blickwinkeln der Hauptpersonen erzählt. Die Kapitelüberschrift gibt Auskunft darüber, wer im Mittelpunkt dieses Abschnittes steht. Diese Perspektive ist sehr geschickt gewählt, denn als Leser weiß man so immer über die aktuelle Situation des jeweiligen Erzählers Bescheid und kann sich ein Bild des großen Ganzen zusammensetzen. "Die Geschichte eines schönen Mädchens" ist ein anrührender, leiser Roman über Liebe und Leid, eine Flucht, den Umgang mit Behinderten und das späte Glück einer reifen Frau, ein Kind zu haben. Wer Liebesgeschichten mag, die frei von Gefühlsduselei und rosarotem Gesäusel sind, dafür aber ein gutes Zeitbild vermitteln, wird mit diesem Roman Rachel Simon viel Freude haben.

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    • 2
  • Die Geschichte eines schönen Mädchens

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    Fotini

    Fotini

    Die Geschichte: Die frühere Lehrerin Martha lebt ein einsames Leben in einem kleinen Häuschen bis eines Tages zwei Flüchtlinge aus dem naheliegenden Behindertenheim vor ihrer Tür stehen und sie um Hilfe bitten. Der schwarze, stumme Mann und seine junge weiße Freundin können sich vor den Wärtern, die sie kurz darauf entdecken und zurück bringen, nicht retten, doch sie schaffen es, etwas bei der alten Frau zu verstecken, das das Leben der drei von Grund auf verändert: ihre neugeborene Tochter.  Von diesem Tag an nimmt Marthas Leben eine völlig neue Wendung. Sie muss sich neu einstellen und sich um ein kleines Kind kümmern, ohne zu wissen, was aus den Eltern des Mädchens geworden ist. Und auch die Geschichte des Paares, welches verbotenerweise zusammen war, ist an diesem Punkt nicht zu Ende erzählt. Erster Eindruck: Das Cover des Buches ist wirklich ein Eyecatcher. Es lädt zum Träumen ein und verbreitet eine Stimmung von Freiheit und Melancholie. Durch die bräunliche Farbgebung erinnert es an eine alte Postkarte oder Pergament und passt somit gut in die Zeit, in der das Buch spielt. Der Titel, der in einer romantischen und verspielten Schrift auf dem Buch zu lesen ist, macht neugierig und Lust auf mehr.  Insgesamt ist die Aufmachung des Romans wirklich gelungen und passt hervorragend zu der tollen Geschichte, die sich darin verbirgt. Rezension: Das Buch von Rachel Simon hat mir wirklich gut gefallen. Schon von Anfang an wird deutlich, dass die Autorin einen persönlichen Bezug zu der Thematik hat und sich damit auseinandergesetzt hat.  Die Geschichte ist gut durchdacht und wird aus mehreren Sichten geschrieben. Somit erfährt man nicht nur, wie es mit Martha und der kleinen Julia weitergeht, sondern bekommt auch viele Informationen über die Vegangenheit von Lynnie und Homan, den jungen Eltern des Mädchens. Wie ist Lynnie im Behindertenheim gelandet? Wie hat sie Homan kennengelernt und konnte schwanger werden, ohne dass es jemand gemerkt hat? Und wie geht es mit den beiden weiter, nachdem sie wieder aufgespürt wurden?  Die verschiedenen Erzählstränge lassen sich gut nebeneinander lesen und verwirren den Leser nicht, im Gegenteil, denn der wunderbare Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und sehr angenehm. Die Sprache, die Rachel Simon benutzt ist einfach und trotzdem schön, so dass man das Buch schnell lesen kann und trotzdem eine beeindruckende Atmosphäre aufgebaut wird. Einziger kleiner Minuspunkt: Das Buch hatte einige Längen, die man aber wegen des schönes Schreibstils gerne gelesen hat. Fazit: "Die Geschichte eines schönes Mädchens" ist ein wunderbares Buch, das nicht nur durch eine tolle Aufmachung besticht, sondern auch durch den tollen Schreibstil der Autorin, einer interessanten und schönen Handlung und einer mitreißenden Atmosphäre. Da lässt sich auch über einige kleine Längen hinweg sehen! Insgesamt 4 von 5 Sterne!

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    • 2
  • Dümpel, dümpel, dümpel…

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    Krimifee86

    Krimifee86

    17. March 2015 um 16:23

    Klappentext: Amerika im Jahr 1968: Die Witwe Martha lebt in ihrem abgelegenen Haus ein einsames Leben. Nur an Weihnachten erhält sie von ehemaligen Schülern Besuch. Dann jedoch stehen zwei wildfremde, verzweifelte Menschen vor ihrer Tür: das Mädchen Lynnie und Homan, ein tauber Afroamerikaner. Beide sind aus einer nahen Anstalt geflohen. Wenig später tauchen ihre erbarmungslosen Wächter auf. Während Homan über den reißenden Fluß entkommen kann, wird Lynnie in ihr trostloses Dasein zurückgebracht. Doch was ihre Häscher nicht wissen: Lynnie hat kurz vor ihrer Flucht ein Mädchen geboren und in dem Haus der Witwe verstecken können. In einem geheimen Augenblick verspricht Martha sich um den Säugling zu kümmern. Eine große epische Reise beginnt, die über vierzig Jahre währt. Cover: Ich liebe dieses Cover einfach nur! Ich habe es in irgendeinem Katalog gesehen und wusste, dass ich dieses Buch lesen muss, ohne den Inhalt zu kennen! Ich finde, dass es echt toll aussieht, verträumt, romantisch… Sowohl die Bildauswahl, als auch die Wahl der Schriftart und Schriftfarbe ist absolut gelungen. Super Gestaltung für die ich nur beide Daumen hoch halten kann! Schreibstil: Das Buch ist jeweils aus der Perspektive der unterschiedlichen Charaktere geschrieben. Der Leser hat so die Gesamt-Übersicht und weiß, was mit den anderen Charakteren geschehen ist – diese jedoch tappen im Dunkeln. Es ist zwar immer ganz gut ein allwissender Leser zu sein, in diesem Fall hat es mich aber auch stellenweise gestört. So zum Beispiel immer dann wenn Lynnie oder auch die Witwe seitenlang um Homan trauern, von dem der Leser bereits weiß, dass er überlebt hat (und nein, das ist jetzt kein Spoiler, steht auch so im Klappentext). Davon einmal abgesehen fand ich das Buch okay geschrieben. Mir hat einfach die Tiefe gefehlt, insbesondere bei den Teilen, die aus Lynnies oder Homans Sicht geschrieben waren. Die Teile aus der Sicht der Witwe waren gut, sie war aus meiner Sicht der am besten dargestellte Charakter. Zu allen anderen ist es mir leider nicht gelungen eine Verbindung aufzubauen. Interessant wiederum fand ich die historischen Aspekte des Buches, die Beschreibung der „Einrichtungen“, in denen Behinderte untergebracht (um nicht zu sagen versteckt) wurden und wie diese schließlich geschlossen und für die Rechte der „Insassen“ gekämpft wurde. Die Story: Lynnie, die gerade ein Kind bekommen hat und ihr Freund Homan fliehen aus der Anstalt, in der sie untergebracht sind. Kurz bevor sie wieder geschnappt werden, gelingt es ihnen das Kind, bei einer alten Witwe zu verstecken, die verspricht, sich um die kleine Julia zu kümmern. Lynnie wird schließlich geschnappt, während der taubstumme Homan entkommen kann. Leider verschlägt es ihn in einen ganz anderen Teil der USA und da er weder seinen eigenen Namen kennt, noch weiß, wo er untergebracht war, kann er seine Freundin Lynnie nicht wiederfinden. Die Geschichte wird dann hauptsächlich aus der Sicht von Homan, der versucht sich ein eigenständiges Leben aufzubauen, Lynnie, die in der Einrichtung sitzt und der Witwe, die mit dem Baby flieht, erzählt, sodass im Prinzip drei Handlungsstränge entstehen, die erst ganz zum Ende des Buches wieder miteinander verknüpft werden. Die Geschichten an sich schildern dann die unterschiedlichen Probleme mit denen die drei genannten Charaktere so zu kämpfen haben. Dies ist mal mehr, mal weniger spannend. Auch dadurch bedingt, dass die Geschichte über einen Zeitraum von 40 Jahren spielt, dümpelt alles irgendwie so vor sich hin und man hat das Gefühl, nicht wirklich vorwärts zu kommen. Fazit: Ein historisch sehr interessantes Buch, das die Hintergründe der „Anstalten“, in die man früher gerne behinderte Menschen abschob, beleuchtet. Jedoch hatte ich mir von der Geschichte irgendwie mehr erhofft. Sie bleibt über lange Teile eher unaufgeregt und dümpelt so vor sich hin, insbesondere dann, wenn über Homans Zeit nach der Flucht geschrieben wird. Das Ende kommt dann irgendwie sehr plötzlich und ist leider so kitschig und unrealistisch, dass sich die Autorin hier wirklich mehr Mühe hätte geben können. Alles in allem ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Sicherlich gute Unterhaltung, aber wirklich zu berühren schafft das Buch nicht.

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  • Eine sehr bewegende Geschichte, die unter die Haut geht!

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    05. June 2014 um 11:24

    Buchanfang: Am Ende der Nacht, die alles verändern sollte, stand die Witwe auf ihrer Veranda und beobachtete, wie die junge Frau in einen Wagen, der auf der Einfahrt stand, gesetzt wurde. Amerika in den späten 60er Jahren. Hier beginnt „Die Geschichte eines schönen Mädchens“, und erzählt von dem Schicksal dreier Menschen, die eins verbindet. Da ist zum einen die kinderlose Witwe Martha, Lehrerin im Ruhestand. Auf einer einsam gelegenen Farm führt sie ein bescheidenes Leben. Umso mehr freut sie sich über den jährlichen Besuch ehemaliger Schüler. Lynnie und Homan waren aus der Pennsylvania State School, einer Anstalt für schwer Erziehbare und geistig Behinderte, geflohen und standen nun bei ihr vor der Tür. Lynnie hatte gerade ein Baby zur Welt gebracht. Doch die Wächter der Anstalt spüren sie auf. Dem stummen Homan gelang die Flucht, Lynnie wird in die Anstalt zurück gebracht. Das Baby hatten sie bei Martha zurückgelassen, versteckt, damit es als normaler Mensch aufwachsen konnte.   Die Geschichte beruht auf eine wahre Begebenheit und beschreibt die unmenschlichen Verhältnisse der damaligen Zeit in den so genannten Anstalten. In ihrer Anmerkung schreibt die Autorin, dass ihr Vater einmal sagte: „Wenn man in einem Heim lebt, weiß man im Grunde seines Herzens, dass man nicht wirklich geliebt wird.“ (S. 409) Er wusste, wovon er sprach, denn in der früheren Wirtschaftskrise mussten seine Eltern ihn und auch den Bruder in ein Waisenhaus geben. Eindringlich ist die Stimme von Rachel Simon, der Schreibstil und man kann sich dem nicht entziehen. Diese Geschichte geht unter die Haut. Martha war nunmehr gezwungen, ihr altes Leben aufzugeben, um das Baby zu beschützen. Sie selbst hatte ein Kind tot geboren und nun hatte man ihr ein neues Leben anvertraut. Zumal sie auch ein Versprechen gegeben hatte, nichtsahnend, dass der Tag das Leben dreier Menschen verändern würde.   Bestehend aus vier Teilen, wobei jedes Kapitel den Namen bzw. Jahreszahl trägt, liest sich das Leben, die Reise der Protagonisten. Ganz zum Schluss kommt noch die Betreuerin von Lynnie hinzu, Kate. Nur gut, dass es damals schon Personem mit Herz gab.   Ja, die Geschichte rührt ans Herz und zeigt auf, wie Menschen, die nicht normal waren, behandelt, misshandelt wurden.  Dass Martha die Zustände der Heime nicht unberührt lassen, fängt sie an, sich mit den Heimen, den gesellschaftlichen Außenseitern zu beschäftigen. S. 231 „Etwas muss sich ändern.“   Gerade weil das Buch etwas Besonderes, eine Perle in der großen Welt der Bücher ist, lasse ich weitere Informationen zum Inhalt weg.   „Die Geschichte eines schönen Mädchens“ ist kein Buch für mal eben zwischendurch. Wer sich darauf einlässt, den erwarten Verzweiflung, Hoffnung, viel Hintergrundgeschichte und der Kampf einer jungen Frau mit sich selbst, ihrer Behinderung, den Weg in ein Stück Normalität und vor allem nie die Hoffnung aufzugeben. Eine Mutter vergisst ihr Kind nie.

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, deren Hauptfigur 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 20 austauschen!

    • 81
  • Ein wunderschönes Buch, dass das Herz berührt

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    -Holly-

    -Holly-

    03. October 2013 um 11:38

    "Die Geschichte eines schönen Mädchens" von Rachel Simon ist ein Buch, welches ich jedem Leser ans Herz legen möchte. Wir befinden uns in Amerika im Jahr 1986. Die Witwe Martha lebt zurückgezogen in einem abgelegenen Haus. Eines Tages stehen zwei Fremde vor ihrer Tür. Es sind Lynnie und der taube Afroamerikaner Homan, die beide aus einer nahegelegnen Anstalt entflohen sind. Die junge Frau bittet Martha ihr Baby bei sich zu verstecken. Wenig später tauchen die Wächter der Anstalt auf, um die beiden wieder einzufangen. Homan gelingt die Flucht, aber Lynnie wird zurückgebracht. Doch eine Lichtblick gibt es, Lynnies Tochter, von der die Wächter keine Ahnung hatten, konnte gerettet werden und befindet sich bei Martha in Sicherheit. Ab nun wird die Geschichte der zerrissenen Familie erzählt. Lynnie fristet ein trostloses Leben in der Anstalt, doch sie hört nie auf an ihre Tochter zu denken und gibt die Hoffnung nie auf sie je wieder zusehen. Martha nimmt sich der kleinen Julia an und befindet sich mit ihr auf der Flucht, immer in der Angst, dass ihr Geheimnis entdeckt wird. Und Homan versucht sich alleine in der Welt durchzuschlagen, die er oft nicht versteht und ihm Angst bereitet. Immer wieder denkt er an Lynnie und das Baby und versucht die beiden zu finden. Rachel Simon erzählt sehr einfühlsam die Geschichte einer zerrissenen Familie, von der man bis zum Ende nicht weiß, ob sie je wieder zusammenfinden wird. Die einzelnen Chraktere wachsen dem Leser ab der ersten Seite ans Herz und man weint, lacht und leidet mit ihnen bis zur letzten Seite. "Die Geschichte eines schönen Mädchens" ist ein Buch, das auch nach dem Lesen noch zum Nachdenken anregt. Selten habe ich ein Buch gelesen, dass so berührend und voller Emotionen ist.

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  • Mit Fokus auf den Menschen

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    sabine_schwab

    sabine_schwab

    02. September 2013 um 17:08

    In einer stürmischen Nacht tauchen Besucher in Marthas Haus auf. Ein junges Paar mit einem neugeborenen Baby. Beide scheinen sehr verstört zu sein, der junge Mann spricht nicht und die junge Frau scheint nur ein Wort zu kennen: Nein. Martha gibt ihnen etwas Anständiges zum Anziehen, als es an die Tür hämmert. Die Polizei! Und sie scheinen das junge Paar zu suchen. Dem Mann gelingt die Flucht, das schöne Mädchen jedoch wird abgeführt. Mit stummen und verzweifelten Blicken kann sie Martha noch eines mitteilen: "Verstecken Sie mein Kind vor diesen Leuten!" dann ist auch sie verschwunden und Martha, eine pensionierte Lehrerin bleibt mit einem neugeborenen Baby zurück. Dies ist der Anfang einer unglaublichen Geschichte, die von drei Personen handelt. Zum einen von Martha, die von nun an eine andere sein wird. Eine Frau, die mit einem Kind durch die USA zieht und versucht, dieses wie ihr eigenes groß zu ziehen. Dann ist da Lynnie, das schöne Mädchen. Als Kind wurde sie in ein Heim für geistig Behinderte abgeschoben, was in den späten 60er Jahren einer absoluten Katastrophe gleichkam. Denn statt Förderung und Hilfe gab es dort nur Verachtung, Ausbeutung und Missbrauch. Und es gibt noch Homan. Der, weil er nicht sprechen kann und als Kind einen Dialekt der Zeichensprache gelernt hat, den niemand versteht, nur Nummer 42 genannt wird und versucht, seinen Platz in der Welt zu finden. Das Buch ist zauberhaft und trotz der vielen schrecklichen Dinge, die darin geschehen, liegt der Fokus auf den Menschen und nicht auf den Greueltaten. Rachel Simon hat selber eine behinderte Schwester und sie erzählt sehr einfühlsam von den Schicksalen der drei Protagonisten. Dies ist ein Buch, das noch lange nachklingt.

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  • Rezension zu "Die Geschichte eines schönen Mädchens" von Rachel Simon

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    Lese-Krissi

    Lese-Krissi

    Inhalt Der Roman „Die Geschichte eines schönen Mädchens“ von der Autorin Rachel Simon beginnt im Jahre 1968. Die verwitwete, pensionierte Lehrerin Martha erhält eines Abends im November unerwarteten Besuch von einer jungen Frau, die begleitet wird von einem farbigen tauben Mann. Martha lässt die beiden fremden Personen in ihrem Haus unterschlupfen. Erst als die beiden im Haus sind, bemerkt sie, dass das Pärchen ein Baby dabei hat. Kurze Zeit später tauchen weitere fremde Leute auf, die wie sich herausstellt, die beiden geflüchteten Personen zurück in eine „Schule“ bringen wollen. Dabei kann der farbige Mann die Flucht ergreifen. Die junge Frau mit dem Namen Lynnie wird allerdings wieder zurück in diese „Schule“, die sich als Anstalt für behinderte Personen herausstellt, gebracht. Vorher kann Lynnie, die seit einiger Zeit nur das Wort „Nein“ benutzt, Martha dazu bewegen sich um das neugeborene Mädchen zu kümmern. Nun beginnt die eigentliche Handlung: Man erlebt wie Lynnie und die anderen Bewohner in der Anstalt behandelt werden, wie Martha das kleine Kind aufzieht und auch wie Homan (der farbige Mann) durch Amerika flüchtet und doch versucht sein Ziel im Auge zu behalten in dem er zurück zu Lynnie - die er das schöne Mädchen nennt, weil er ihren Namen durch seine Taubheit nicht kennt- und deren Tochter findet. Lynnie wiederrum hofft auch auf die Rückkehr ihres Freundes. Sie findet immer wieder eine stützende Rückhand in Kate, eine Pflegerin der Anstalt. Sie ist ganz anders als die anderen Mitarbeiter in diesem Heim. Es gibt Pfleger vor denen Lynnie richtige Angst hat. Die Jahre vergehen und es scheint kaum mehr Hoffnung für ein Wiedersehen von Lynnie, Homan und der verlorenen Tochter zu geben oder doch?! Meine Meinung Das Buch beschreibt eine interessante Geschichte über die Behandlung von behinderten Personen Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Man erlebt richtig mit, wie Lynnie und Homan zu leiden haben wegen ihrer Behinderung. So erfährt man, dass in Behindertenanstalten die Patienten nicht gut behandelt wurden und fühlt richtig mit den behinderten Menschen mit. Eine traurige, aber auch wahre Geschichte hat Rachel Simon zu Papier gebracht. Ab und zu fand ich die Sprache des Buches etwas missverständlich geschrieben, sodass ich auch manche Stellen mehrmals lesen musste. Teilweise musste ich das Buch auch immer mal wieder beiseitelegen, um das gelesene erst einmal verarbeiten zu können. Es geschieht ja sehr viel in diesem Roman. Toll finde ich, dass es von Kapitel zu Kapitel einen Sichtwechsel gibt. So erfuhr man, wie es mit Martha, dann mit Lynnie oder Homan weiterging. Manche Kapitel beschrieben auch Kates Erlebnisse. Außerdem erfährt man durch die Perspektivwechsel auch einiges aus der Vergangenheit der Protagonisten. Dadurch kann man erst richtig alles verstehen. Außerdem finde ich auch gut gelungen, dass es vorne im Buch eine Kapitelübersicht gibt, wo man auch erfährt um welche Person es in den jeweiligen Kapiteln geht. Das Buch ist in vier Teile untergliedert, die jeweils eine Gesamtüberschrift tragen, was den Inhalt der Teile widerspiegelt. Im ersten Teil hatte ich noch Probleme richtig hineinzufinden, aber ab dem zweiten Teil lief es gut. Die Personen wachsen schließlich einem ans Herz und man fühlt richtig mit. Vor allem Lynnies positive Wandlung hat mich sehr beeindruckt. Homans Namensgebungen an die Personen denen er begegnet finde ich auch gut gelungen. Da er durch seine Taubheit nicht die richtigen Namen erfährt, gibt er Menschen Namen nach Charakterzügen, Eigenschaften etc. Martha entwickelt sich zu einer liebevollen Ersatz-Großmutter für das Kind und lässt ihr einsames Leben hinter sich. Und Kate ist auch eine bewundernswerte Frau. Sie kümmert sich liebevoll um Lynnie und entwickelt sich zu einer richtigen Freundin für sie. Mein Fazit Das Buch beschreibt eine wahre und teilweise erschreckende Geschichte mit dem Umgang von Behinderten Mitte des letzten Jahrhunderts. Rachel Simon hat ein wirklich gelungenen Roman zu diesem Thema geschrieben. Durch die teilweise missverständliche Sprache ziehe ich einen Stern ab und gebe dem Buch vier Sterne. Vielen Dank auch nochmal, dass ich zu dieser guten Leserunde ausgewählt wurde!!!

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    • 2
  • wer es mag

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    pushelwuschel

    pushelwuschel

    31. May 2013 um 17:44

    Dieses Buch habe ich ziemlich schnell gelesen weil ich endlich wissen wollte wie die Liebesgeschichte weitergeht, ich war ziemlich enttäuscht dass sie sich am ende mit einen so hohen alter wiedergefunden haben. Wie das ganze Buch empfand ich es sehr enttäuschend. Der Faden der drückenden und traurigen Stimmung hat sich durch das komplette Buch gezogen was auf dauer sehr anstrengend war. Um die versch. Personen rumzulesen war nicht gerade hilfreich dabei einen Bezug zu einer aufzubauen um mitzufühlen. Die Thematik des Buches ist keine leichte Kost und es ist nicht jeden sein Fall.

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  • Für jene, die weggesperrt wurden

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    LEXI

    LEXI

    15. April 2013 um 06:03

    „Du weißt, was gewinnen heißt? Lass dich nicht in die Knie zwingen – von niemanden, nicht einmal von dir selbst“. Amerika, 1968. Martha, die verwitwete Lehrerin im Ruhestand, führt nach dem Tod ihres Ehemannes Earl ein sehr einsames Leben auf ihrer Farm, die sie zusammen mit den weiten Feldern, den dichten Wäldern und den fernen Bergen im Laufe von 50 Jahren zu lieben gelernt hatte. Da ihr kleiner Sohn bereits nach der Geburt starb, erhält sie lediglich einmal im Jahr Besuch, und zwar von ihren ehemaligen Schülern, die ihrer ehemaligen Lehrerin immer noch sehr zugetan sind. Als eines Abends ein verzweifeltes, verängstigtes und tropfnasses junges Paar mit einem Baby vor ihrer Türe steht und Zuflucht sucht, ändert sich das in ruhigen Bahnen verlaufende Leben Marthas abrupt. Die kinderlose alte Dame wird vor eine schicksalhafte Entscheidung gestellt, als die Wärter der Pennsylvania State School, einer Anstalt für schwer Erziehbare und geistig Behinderte, die beiden Geflohenen einzufangen versuchen, jedoch von der Existenz des Neugeborenen keine Ahnung haben. Martha entscheidet rasch und instinktiv: sie versteckt das Baby und verspricht der jungen Mutter Lynnie, sich um sie zu kümmern. Lynnie wird daraufhin zurück in die Anstalt gebracht, während ihrem Freund Buddy die Flucht gelingt. Das Leben aller an dieser Schicksalsnacht Beteiligten erfährt eine jähe Wendung und nichts ist mehr so, wie es war … Rachel Simon hat mit ihrer Geschichte um die junge Evelyn Goldberg einen zutiefst emotionalen Roman geschrieben, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Ein namenloser, gehörloser junger Afroamerikaner, in der Anstalt lediglich „Nummer 24“ genannt, lieferte die Grundlage für dieses Buch, das auf die schrecklichen Zustände jener Einrichtungen hinweist, in denen Behinderte ein oft menschenunwürdiges Dasein fristen mussten. Die Autorin verflocht Homans Geschichte mit jener Evelyns, mit atemberaubendem Ergebnis. Das schreckliche Leid, das diesen armen Menschen widerfahren ist, die Grausamkeit der Wärter, die Hilflosigkeit von Angehörigen und der tiefe innere Zwiespalt einiger Pfleger, aber auch die Emotionen und Gedankenwelt der Insassen – all das nimmt den Leser mit auf eine Gefühlsreise Reise in das Amerika der 70er Jahre. Rachel Simons Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und wirken zutiefst authentisch. Man kann nicht umhin, sich auf Gefühlsebene vollkommen auf sie einzulassen, lebt und leidet mit ihnen mit, und freut sich über noch so winzige Erfolge und die zwar kleinen, aber hartnäckigen Schritte in ein selbstbestimmtes Leben. Der Schreibstil der Autorin ist einnehmend und fesselnd, die Geschichte wird anhand von Rückblenden in die Vergangenheit langsam aufgerollt. Die mit Jahreszahlen versehenen Kapitel sorgen für eine gute Orientierung in zeitlicher Hinsicht und bewahren stets den Überblick über das Geschehen. „Die Geschichte eines schönen Mädchens“ ist für mich eines meiner Lesehighlights, ein Roman, der zutiefst berührt und sehr lange nachwirkt. Ein auf einer wahren Begebenheit basierendes Schicksal, stellvertretend für so viele anonyme menschliche Tragödien. Besonders berührende Aussagen in diesem Buch: „Du weißt, was gewinnen heißt? Lass dich nicht in die Knie zwingen – von niemanden, nicht einmal von dir selbst“. „Freunde, die dir das Gefühl geben, minderwertig zu sein, sind keine Freunde“. „Folgt euren Neigungen und eurer Intuition. Das wird euch zu Ideen führen, von denen ihr bis dahin nichts geahnt habt.“ „Was, wenn die guten und die schlechten Phasen einfach dazugehörten? Wenn es tatsächlich eine große Zeichnung gab? Hieß das, dass es auch einen großen Maler gab?“ „Es gab zwei Arten von Hoffnungen – die eine, für deren Erfüllung man nichts tun konnte, und die andere, die man durch eigenes Zutun wahr machen konnte. Und selbst wenn die zweite Art nichts mit dem ursprünglichen Wunsch zu tun hatte, lohnt es sich, dafür zu arbeiten. Ein verregneter Tag ist besser als gar keiner. Ein kleines Glück kann große Traurigkeit ein wenig lindern. „Wie viele andere verborgene Leben gibt es da draußen noch? Wie viele Herzen, die auf der Suche sind? Wie viele Menschen würden alles darum geben, um von der Person, die sie lieben, entdeckt und gehalten zu werden?“

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  • Leserunde zu "Die Geschichte eines schönen Mädchens" von Rachel Simon

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Amerika im Jahr 1968: Die Witwe Martha lebt in ihrem abgelegenen Haus ein einsames Leben. Nur an Weihnachten erhält sie von ehemaligen Schülern Besuch. Dann jedoch stehen zwei wildfremde, verzweifelte Menschen vor ihrer Tür: das Mädchen Lynnie und Homan, ein tauber Afroamerikaner. Beide sind aus einer nahen Anstalt geflohen. Wenig später tauchen ihre erbarmungslosen Wächter auf. Während Homan über den reißenden Fluß entkommen kann, wird Lynnie in ihr trostloses Dasein zurückgebracht. Doch was ihre Häscher nicht wissen: Lynnie hat kurz vor ihrer Flucht ein Mädchen geboren und in dem Haus der Witwe verstecken können. In einem geheimen Augenblick verspricht Martha sich um den Säugling zu kümmern. Eine große epische Reise beginnt, die über vierzig Jahre währt. Am 18. Februar erscheint der beeindruckende Roman "Die Geschichte eines schönen Mädchens" von Rachel Simon erstmals auf Deutsch beim Aufbau Verlag und wir suchen bereits jetzt vorab 25 Testleser, die ihn gemeinsam mit uns lesen, diskutieren und im Anschluss eine Rezension schreiben wollen. Bewerbt Euch einfach bis einschliesslich 23. Januar 2013 mit einem Kommentar im Unterthema "Bewerbung" und wir freuen uns auf ein gemeinsames Leseerlebnis! Die Autorin Rachel Simon wurde 1959 geboren, hat in den USA bereits sechs Romane veröffentlicht, doch der Durchbruch gelang ihr mit “Die Geschichte eines schönen Mädchens” - im Original "The story of a beautiful girl", welches in Amerika inzwischen sogar Schullektüre ist. Die Vorlage für dieses Buch lieferte ihr das Leben ihrer behinderten Schwester - der Roman ist also teilweise biografisch, was die starke Emotionalität hinter den Worten erklärt. Sie lebt mit ihrem Mann, einem Architekten, in Delaware. Hier stellt Rachel Simon ihren Roman im Original vor:

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  • Ehrlich, berührend, emotional...

    Die Geschichte eines schönen Mädchens
    Jasmin88

    Jasmin88

    12. April 2013 um 09:16

    Covergestaltung: Das Cover ist ein Traum! Hätte ich das Buch in einer Buchhandlung gesehen, hätte ich es sofort in die Hand genommen und genauer betrachtet. Die Farbwahl ist ganz toll. Das Cover strahlt etwas Warmes aus... Als Betrachter würde man selbst gerne durch dieses Kornfeld laufen und in den Wind in den Haaren spüren... Meine Meinung: Die Autorin Rachel Simon konnte mich mit ihrem Werk "Die Geschichte eines schönen Mädchens" auf ganzer Linie überzeugen! Sie hat tolle Charaktere entworfen und auch der Schauplatz hat mir sehr gefallen. Handlung, Thematik und Schreibstil fand ich persönlich sehr emotional, berührend, aufwühlend und auch schockierend. Das Buch ist ein sehr ehrliches Buch und man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat. Ich würde diesen Roman all denjenigen empfehlen, die gerne zu einem Buch mit Tiefgang greifen; zu einem Buch, das zum Nachdenken anregt und den Leser auch noch lange nach dem Lesen beschäftigen wird. Fazit: Eines der berührendsten und emotionalsten Bücher der letzten Jahre!

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