Rachel Soost

 4,8 Sterne bei 12 Bewertungen

Neue Bücher

Cover des Buches Hilde und Robin (ISBN: 9783819470745)

Hilde und Robin

(2)
Neu erschienen am 23.11.2025 als Taschenbuch bei tolino media.

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Cover des Buches Bernie und Luise (ISBN: 9783759258922)

Bernie und Luise

(10)
Erschienen am 04.11.2024
Cover des Buches Hilde und Robin (ISBN: 9783819470745)

Hilde und Robin

(2)
Erschienen am 23.11.2025

Neue Rezensionen zu Rachel Soost

Cover des Buches Hilde und Robin (ISBN: 9783819470745)
Tanjas Bücherstübchens avatar

Rezension zu "Hilde und Robin" von Rachel Soost

Tanjas Bücherstübchen
Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Vor gut einem Jahr habe ich mit Bernie und Luise den ersten Band der Reihe gelesen und er ist mir noch gut im Gedächtnis. Die Geschichte der beiden hatte mich tief berührt. Zu meiner großen Freude hat die Autorin mit Hilde und Robin nun einen weiteren Einblick in die jüdische Familie Smedresman geliefert. Auch hier merkte ich gleich wieder, wie umfangreich die Recherche gewesen sein muss. Auch, wie bewegend die Entdeckungen für sie sein mussten. 

Dank des angenehmen, flüssigen Schreibstils war ich gleich in der Geschichte gefangen. Die Idee, einen gegenwärtigen, fiktiven Erzählstrang einzubinden, bei dem anhand alter Dokumente in die Vergangenheit gereist wird, fand ich absolut gelungen. So blieb immer wieder ein klein wenig Verschnaufzeit, wenn meine Gefühle durch die berührende und aufreibende Geschichte mächtig in Aufruhr waren. 

Als sich Hilde und Robin im Berlin der 1934er Jahre begegnen, haben sie schon längere Zeit im Stillen füreinander geschwärmt. Da Hilde für diese Zeit eine sehr moderne Frau ist, ergreift sie gegenüber Robin die Initiative. So beginnt eine tiefe und innige Liebe. Der immer stärker werdende Judenhass und die Rassentrennung lassen den beiden kaum eine unbeschwerte Zeit. Sie werden von der Gestapo vernommen, müssen ihre Liebe auf Eis legen und brutale Methoden über sich ergehen lassen. Einziger Ausweg ist eine Ausreise, die nur schwer und mit vielen Auflagen umzusetzen war. 

Trotz der gedrückten Stimmung und den erschreckenden Zuständen der damaligen Zeit gab es immer wieder Lichtblicke. Sei es durch Glück oder Personen, die ihre Hilfe anboten. Der Funke der Hoffnung schwebte für mein Empfinden immer ein klein wenig über allem. Ich habe Robin und Hilde um die Stärke ihrer Liebe beneidet und habe so gehofft, dass sich für die beiden alles zum Guten kehrt. 

Die Höhen und Tiefen dieser wunderbaren Liebesgeschichte, auch im Hinblick auf die Rassenschande und das Auftreten der Gestapo schildert Rachel Soost unverfälscht und ehrlich. Nicht nur einmal bekam ich Gänsehaut vor Schrecken und Abscheu. Und dann sind da wieder kleine wunderschöne Momente. Ich möchte nicht vorgreifen, welchen Verlauf Hilde und Robins Liebesgeschichte nimmt, dass solltet ihr unbedingt selbst lesen und erleben. 

Herzlichen Dank liebe Rachel Soost, dass ich weiter an Deiner Familiengeschichte teilhaben durfte. Gerne würde ich noch mehr erfahren. 

 

Mein Fazit:

Auch mit Band 2 ihrer Familien- und Liebesgeschichte hat mich die Autorin wieder tief berührt. Ein bewegender Einblick in ein Stück historischer Geschichte. Der Schreibstil ehrlich und unverblümt, Charaktere die unter die Haut gehen. 

Cover des Buches Hilde und Robin (ISBN: 9783819470745)
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Rezension zu "Hilde und Robin" von Rachel Soost

Buechertanz_Chrissy
Ein tief berührendes Zeugnis von Liebe, Mut und der unerbittlichen Grausamkeit des NS-Regimes

Das Buch „Hilde und Robin“ von Rachel Soost ist der zweite Band der Familiensaga „Die vergessene Geschichte einer jüdischen Familie“ und ist weit mehr als nur ein historischer Roman. Es ist ein tief berührendes Zeugnis von Liebe, Mut und der unerbittlichen Grausamkeit des NS-Regimes. Die Autorin schafft es meisterhaft, eine Geschichte, die größtenteils auf wahren Begebenheiten beruht, so authentisch zu erzählen, dass ich das Gefühl hatte, die Protagonisten persönlich kennengelernt zu haben.


„»Aber du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich mir von einer verrückten Regierung vorschreiben lasse, wen ich zu lieben habe.«“
[Kapitel 13]


Der Roman spannt den Bogen über fast 90 Jahre. In der Gegenwart (2024) findet Frederike bei Renovierungsarbeiten in Berlin ein Kästchen mit alten Dokumenten und Fotos. Dieser Fund ist der Schlüssel zu einer dramatischen Vergangenheit: Der Geschichte von Hildegard, einer Direktrice, und Robin, einem jüdischen Modevertreter.
Im Berlin des Jahres 1934 entwickelt sich aus einer stillen Zuneigung eine Liebe, die im nationalsozialistischen Deutschland als „Rassenschande“ gebrandmarkt und verfolgt wird. Was als zarte Romanze beginnt, entwickelt sich schnell zu einem nervenzerreißenden Kampf ums Überleben, als die beiden an die Gestapo verraten werden.
Die emotionale Wirkung des Romans ist immens. Rachel Soost hat mich auf eine Reise starker Gefühle mitgenommen:
Da war die Rührung über die entstehende, wunderschöne Liebesgeschichte. Dann die wachsende Angst und Beklemmung, als die politische Lage sich verschärft und die Ausgrenzung in puren Terror umschlägt. Die Hoffnung, die trotz aller Widrigkeiten immer wieder aufkeimt. Und dann die Wut und Ohnmacht angesichts eines Systems, das Menschen ihre Würde, Freiheit und das Recht auf Liebe nimmt.

Die Authentizität der Charaktere Hilde und Robin macht das Erlebte greif- und spürbar. Besonders betroffen machte mich das Wissen darüber, dass sich vieles in dieser Form tatsächlich ereignet hat. Diese Authentizität, die bereits im ersten Band „Bernie und Luise“ spürbar war, zieht sich durch die gesamte Erzählung und lässt die historische Tragödie sehr persönlich werden.
Rachel Soost verwendet geschickt zwei Erzählstränge. Die Gegenwartsgeschichte um Frederike nimmt nicht den Hauptteil ein, erfüllt aber eine wichtige Funktion: Sie ermöglicht dem Leser einen Blick von außen auf das Geschehen, schafft eine leichte Distanz und verhindert, dass man von der Grausamkeit der historischen Ereignisse emotional überwältigt wird, während man dennoch tief in diese eintaucht.
Besonders stark dargestellt ist die schleichende, dann aber brutale Entwicklung der NS-Diktatur. Von anfänglichen Ausgrenzungen bis hin zu Misshandlungen durch die Gestapo, Gefangenschaft und Deportation – die Ohnmacht der Liebenden, die doch einfach nur zusammen sein wollten, ist in jeder Zeile dieser meisterhaften Erzählung spürbar.


„Misstrauisch musterte er den Mann, der sich vor ein paar Stationen ihm gegenüber gesetzt hatte.
Freund oder Feind?
Nazi oder Leidensgenosse?
Wie er es hasste, dass er Menschen neuerdings ständig in einer dieser Kategorien einteilte.“

[Kapitel 27]


Man muss den ersten Band nicht zwingend vor diesem zweiten Band lesen, um der Geschichte folgen zu können, aber es macht das Gesamtbild der Familiengeschichte einfach runder.
Danke für dieses unglaublich berührende Leseerlebnis, das ich mit Sicherheit nie wieder vergessen werde.

Fazit: Der Roman „Hilde und Robin“ ist für mich ein absolutes Highlight. Die Geschichte fesselt, berührt und stimmt nachdenklich. Eine eindringliche und wichtige Geschichte. Unbedingt lesen!

Cover des Buches Bernie und Luise (ISBN: 9783759258922)
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Rezension zu "Bernie und Luise" von Rachel Soost

bettinahertz
Fünf Sterne plus

Was für eine zutiefst berührende Geschichte um Bernie und Luise, geschrieben von Rachel Soost. Dieser Roman beruht auf wahre Begebenheiten und ist ein Teil Familiengeschichte der Autorin.


1924: die junge Luise zieht von Heidelberg nach Berlin und wohnt dort bei ihrer Tante, um eine Ausbildung zur Kindergärtnerin zu starten. Sie lernt Bernhard kennen und die beiden verlieben sich Hals über Kopf. Hat ihre Liebe eine Chance? Bernhards Familie sind Juden und sowohl Bernhards als auch Luises Familie sind gegen die Verbindung. Doch sie setzen sich gegen alle Widrigkeiten zu Wehr. Wir erleben die beiden im verzweifelten Kampf um ihre Liebe und später ums nackte Überleben. Als die Nationalsozialisten immer mehr Stärke gewinnen und Bernhards Familie die Hoffnung nicht aufgibt, dass es nicht schlimmer werden wird, ist es fast zu spät. Mehr möchte ich nicht verraten.


Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und Sprecherin Anna-Lena Beck hat das Buch so authentisch eingesprochen, ich hatte stets das Gefühl, die reellen Figuren zu hören, das macht es noch um einiges intensiver. Der Schreibstil ist sehr gefühlvoll, fesselnd, bildhaft und auch humorvoll. Die Autorin gibt ein sehr lebendiges Bild der damaligen Zeit. Die jüdische Bevölkerung hatte seit jeher mit Anfeindungen zu tun und der Glaube, dass es mit Erstarken der Hitlermacht sicher nicht „so schlimm“ wird ist spürbar, man möchte den Betreffenden immer ins Ohr flüstern: Flieht so schnell wie möglich.


Die Figuren sind ganz wunderbar und sehr realistisch gezeichnet. Bernards Familie und Luise sind reelle Figuren. Die Einbindung des jüdischen Lebens, ihre Religion, ihre Traditionen, ihre Sprache sind hier perfekt positioniert. Man fühlt das Buch richtig, es geht unter die Haut.


Rachel Soost hat viele Jahre recherchiert und dies merkt man in jeder Zeile, der Ausgang für Bernhard und Luise ist zum Teil offen und man braucht nicht viel Fantasie, wie es für einige ausgegangen ist. 


Das Buch hallt unheimlich nach, ich war zu tiefst berührt und betroffen. Rachel Soost gibt dieser fast vergessenen Geschichte einer jüdischen Familie eine Stimme und ein Gesicht. Ich empfehle es so sehr weiter.


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